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Savertin ...
Der Burgvogt (coAdmin)
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...   Erstellt am 29.12.2006 - 12:09Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Diese Geschichten habe ich in einem Sagen-/Märchenbuch um 1900 gefunden, welches die Region "Westfalen" behandelte. Warum Hagenburg dazugehörte? Keine Ahnung - politisch war es nie Westfalen...


Sagen aus Hagenburg

Die Unterirdischen wohnten nicht immer bloß in den Bergen und Höhlen oder unterm Acker draußen im Felde, oft in nächster Nähe, ohne dass man es ahnte. Manches Mal starb dem Bauern ein Pferd nach dem andern und er wusste gar nicht, wie das zuging. Bis er dann gewahr wurde, dass Unterirdische unter dem Pferdestall wohnten. Dann war kein Rat, als die Tiere so bald wie möglich anderswo unterzubringen. – In Hagenburg am Steinhudersee sind die Unterirdischen eines Tages zu einem Bauern gekommen und haben ihn gebeten, er möge doch die Pferde da fortbringen, denn „se mejeden ör grad op de Köppe“; haben auch gesagt, wenn er das täte, sollten seine Pferde nie Mangel leiden. Da hat’s der Mann getan und seitdem sind seine Pferde die besten in ganz Hagenburg gewesen und ihm ist es wohl ergangen und er ist zusehends ein reicher Mann geworden.

Ein Zwerg kommt eines Tages zur Bärmutter in Hagenburg, sie solle mit ihm kommen und seiner Frau in Kindsnöten beistehen. Da will sie nun erst nicht, aber der Zwerg gibt ihr soviel gute Worte, dass sie endlich mitgeht. Als nun das Kleine jung geworden, da ist es ein Zwerg mit dickem Kopf und kurzen Armen und der Vater freut sich so über ihn, dass er Pferdemist holt und der Bärmutter die ganze Schürze damit vollschüttet. Darauf bringt er sie wieder hinauf und sie wirft den Pferdemist fort und geht nach Hause. Wie sie aber da ankommt und ihre Schürze losbindet, macht’s auf einmal „kling“ und wie sie zusieht, ist’s ein Goldstück. Da ist sie eilig zurückgelaufen zu der Stelle, wohin sie den Pferdemist geworfen, hat aber nichts mehr gefunden dort.

In manchen Gegenden weiß man wohl von solchem unheimlichen Ding, das einen des Nachts so drückt und quält, aber man weiß nicht zu sagen, was das nun eigentlich ist, so eine Nachtmahr. Und viele schieben daher das alles auf die Hexen. Wo die Leute besser Bescheid wissen, haben sie noch eine andere Erklärung dafür: Es sind Menschen, die von Geburt an damit behaftet sind und nichts dafür können. Sie sind in einer unglücklichen Stunde geboren und dazu verurteilt, andere Menschen zu quälen. Im benachbarten Saterlande sagt man, alle Mädchen, die in der Galliwoche, d.h. am Gallitage (16. Oktober) oder drei Tage vor- oder nachher geboren sind, die werden Walridersken, alle Jungens Nachtwandler. Und die unglückliche Stunde kommt dann jedes Mal in der Galliwoche wieder. Nach anderen sind die Walridersken alle Mädchen, die nach dem Tode eines nachgeborenen Mädchens wieder an die Brust gelegt wurden und durchsaugen mussten. Noch andere meinen, dass unter sieben Töchtern immer eine Walriderske und unter sieben Söhnen ein Werwolf sei. Ein alter Mann aus Hagenburg am Steinhudersee sagte: „De Nachtmaorte dat sin die Lorke, die de Haore öber de Ogen tosammen wassen sin un die bei Daoge slaopet un bi Nacht waoket un de Lüe plaoget.“ Aber manchmal kommen sie so weit her und haben so viel Wunderbares an sich, dass diese oben gegebenen Aufschlüsse auch wieder nicht recht zu passen scheinen, dass diese feinen Damen überhaupt aus keinem Menschenfleisch zu sein scheinen.

Ähnlich endete auch die Geschichte mit dem Bauer bei Hagenburg, der eine Nachtmahrte im Kuhstall gefangen hatte, das ist ein schönes Mädchen gewesen, welches übers Meer gekommen war und die hat er dann auch gefreit. Als er dann auch dieselbe Dummheit beging, wie der Mann in Glandorf und ihr das Loch zeigte, wo sie hineingekommen war und den Pflock herauszog, da ruft sie: „Ich höre die Glocken läuten in Engelland!“ und ist verschwunden. Auch sie hat dann allsonntäglich die reinen Hemden für ihren Mann und ihre zwei Kinder gebracht.





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Homo homini lupus
(Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf)

WHISPER ...
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...   Erstellt am 29.12.2006 - 16:03Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Schön . Ist das Buch gar in Familienbesitz ?





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Pazifisten sind wie Schafe, die glauben, der Wolf sei ein Vegetarier...

Savertin ...
Der Burgvogt (coAdmin)
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...   Erstellt am 29.12.2006 - 16:25Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ja, meine Schwiegermutter ist im Besitz dieser Kostbarkeit.





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Homo homini lupus
(Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf)

witchi ...
Der Burgherr (Admin) freier Ritter
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...   Erstellt am 29.12.2006 - 19:34Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


ja sehr intressant doch wirft vorallem die letzte doch einige fragen auf......entschwindet und großmeister googel befragt





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Der Schmerz von heute ist die Kraft von morgen.

witchi ...
Der Burgherr (Admin) freier Ritter
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...   Erstellt am 29.12.2006 - 19:53Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Einige begriffs Erklärungen dazu:


Ein Druckgeist, der nachts über den Schläfer kommt und auf seiner Brust liegt (sitzt), so dass er in Atemnot gerät und sich ängstigt, einen Alptraum erleidet.
Für einen Menschen, meist sind es Frauen, ist es ein Verhängnis, wenn allnächtlich seine Seele den Körper verlässt, um einen anderen Menschen, ein Pferd oder einen Baum zu suchen, den sie „drücken“ muss, so dass er ächzt. Mit den Druden hat das Volk Mitleid und sucht sie zu erlösen, da der Trieb nicht eigene Schuld ist, wie die der Hexe, die sich dem Teufel verschrieben hat. In der Sagenüberlieferung der Alpenländer nimmt die Drud ebenso wie der Alb die Gestalt eines Rauchwölkchens, einer Feder, einer Hummel, Schlange oder Kröte an.
Man wehrt die Drude ab, indem man einen Drudenfuss über dem Bett, am Türrahmen oder dem Fenster anbringt oder ein Drudenmesser neben sich ins Bett legt. Der Drudenfuss (mittelhochdeutsch trutenvuoz), auch Pentagramm, Albfuss oder Pintakel genannt, ist ein fünfzackiger Stern, der aus fünf geraden Linien gebildet wird, von denen jede sich mit zwei anderen über- bzw. unterschneidet, so dass sich das Zeichen in einem Zug ziehen lässt. Seine Form wird auf den Schwanen- bzw. Vogelfuss der Drude zurückgeführt. Das Drudenmesser ist ein geschmiedetes Messer, auf dessen Klinge neun Halbmonde und Kreuze eingestanzt sind. Wenn man es in einen plötzlich entstehenden Wirbelwind hochwirft, muss die Windsbraut herunterfallen.
Die Vorstellung von Druckgeistern ist im gesamten deutschen Sprachgebiet unter den verschiedensten Bezeichnungen: Alp, Drud, Mahrt, Walriderske, Schrättele geläufig. Sie reicht bis in den österreichisch-magyarischen Raum, wo man glaubt, dass sie nicht nur drücke, sondern auch Frauen, Männern und Kindern Milch aus den Brustwarzen sauge. Die Brüste der so Befallenen werden hart und schmerzen. Die Druckangst sowie das eben beschriebene Symptom weisen möglicherweise auf die Entstehung dieser Vorstellung aus Krankheitsbildern wie Angina pectoris u. ä. hin.
Wie im Volksglauben die Meinung besteht, unter sieben Töchtern sei meist eine Drude, so glaubt man im Oldenburgischen, unter sieben Söhnen sei meist ein Werwolf.
Das Wort geht auf mittelhochdeutsch trute und gotisch trudan (treten, stossen) zurück, die Trud ist also eine, die tritt; in den Alpenmundarten heisst der Druckgeist daher auch Stampfe oder romanisiert Stampa.



Quelle





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Der Schmerz von heute ist die Kraft von morgen.

witchi ...
Der Burgherr (Admin) freier Ritter
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...   Erstellt am 29.12.2006 - 19:56Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


auch sehr intressant sind die ähnlichkeiten zu anderen Sagen. Hier Gutenberg.Spiegel.de

Vergleich





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