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Republicain ...
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...   Erstellt am 07.12.2005 - 07:34Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hier möchte ich einmal, ein Thema aufwerfen, das an anderer Stelle vielleicht schon angekratzt wurde.
Gab es um 1800 eine Revolution der Moden? Viele Kostümhistoriker, vor allem die "alten" sehen eine solche exakt zusammenfallend mit der Französischen Revolution.
Der letzte bedeutenste Wandel in der Mode fand wohl in der zweiten Hälfte des 17. Jh. statt, als die Herrenoberbekleidung statt des Wams die bis heute gültige Zweiteilung in Veste et Justaucorps erhielt.
Eine kleine Revolution, wenn man davon sprechen mag, sehe ich eigentlich um 1770. Endgültig löst sich die Silhoulette der Herrenkleidung von der der Damen. Die Versteifungen, Einlagen etc. in den Schößen und deren Volumen fällt völlig weg, in meinen Augen sind sie nur noch "Attrappe". Im "L'art du tailleur" lässt sich das durch das Herausgebungsdatum 1769 recht schön fest machen. Noch ist der Justaucorps vorhanden, aber es wird schon von den neuen Fraques, Redingotes etc. berichtet. Im Prinzip macht die Herrenmode von da an bis ins zweite Viertel des 19. Jh. kaum noch eine Wandlung mit. Zweireihigkeit der Knöpfe etc. werden schon in den 50ern des 18.Jh. angeschlagen und nur die Farbpalette wandelt sich bisweilen.
Die Pantalon hatte bei einfachen Leuten schon in den 1740ern und endgültig in den 1770ern eine Verbreitung gefunden, die eine Akzeptanz bei der oberen Bev.schicht nur als eine Frage der Zeit erscheinen ließ.
Die Enge der Kleidung, sei es Veste, Habit oder Culotte sind für mich keine Kriterien. Es gibt alle zwanzig Jahre engere Facon. Hat man engere Ärmel als die der Ärmelwesten um 1740 je gesehen?
Also genügend Stoff!
Ich mache später ein Thema zu den Damen auf.





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... Das Sturmläuten, das nun anheben wird, ist kein Alarmsignal, es bedeutet den Generalangriff auf die Feinde des Vaterlandes. Um sie zu besiegen, brauchen wir Mut, meine Herren, Mut und nochmals Mut; dann ist Frankreich gerettet.

Justine_de_Farinot ...
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...   Erstellt am 07.12.2005 - 18:10Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ja, ich könnte mir schon vorstellen, daß die sich zunehmend ausbreitende neue Denkweise der Freiheit, Gleichberechtigung, Menschenrechte etc. auch in gewisser Weise die Mode - zumindest teilweise - beeinflusste.
Pädagogen dieser Zeit forderten bzw. förderten doch auch in erster Linie die kindgerechtere Kleidung, lockere, leichte Stoffe, kurze Ärmel, ausreichend Frischluft und Bewegungsfreiheit.
Schon ein erster, wichtiger Schritt in Richtung Moderne...





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Der Charakter offenbart sich nicht an großen Taten; an Kleinigkeiten zeigt sich die Natur des Menschen.
(Rousseau)

Elisabeth 
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...   Erstellt am 08.12.2005 - 06:49Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Als tatsächlich neuer Kleidertypus wurde einzig der Pantalon in die Mode eingeführt.Wie Du schon geschrieben hast Du Jard ,sind Redingote ,Habit a la francaise , der Degagé, der Frac und auch die diversen Hosentypen schon vor der Revolution entstanden. Rockformen wie die des " Collets" gehören in das zweite Jahrzehnt des 19 JH-
Der Einfluss von Polrock und Litewka ist ein Thema für sich.
Zur Zeit der unmittelbaren Revolution passt sich die Herrenmode insofern an , daß alles , aber auch alles , was an das Ancien Regime erinnerte verpönt war-Und mit der Liebe zum Vaterland lief Mann in den Nationalfarben. Mit dem Directoire wurde die Herrenmode endgültig "vernünftig "- Eine Entwicklung, die mit dem Einfluss der englischen Mode um 1750 begonnen hatte: Während der französische Hof immernoch in Protz und Prunk ,in grellem Damast und üppigen Spitzen schwelgte, pflegte England einen gediegenen ,praktischen Stil.

Als Wiederschein einer Zeit , in der das unterste zu oberst gekehrt wurde und alle Kleiderregeln fiehlen, müssen die Incroyables genannt sein , nicht zu vergessen , die Muscardins-
Diese Mode verschwand aber mit dem Directoire wieder.






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der Unterschied zwischen Einbildung und Bildung besteht in Anstrengung und darin , daß man sich die Finger schmutzig macht .....

Republicain ...
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...   Erstellt am 18.01.2006 - 07:38Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hier zu nennen ist vielleicht noch die Kehrtwende in der Mode um 90, nicht um 180 Grad zwar, um 1800-1804. Damit meine ich nicht das Überschreiten des Höhepunktes bei der Taille des Herren, sondern das Wiederauftreten der Culottes und der Schnallen an den Schuhen, die um 1789 gänzlich, folgt man den bekannten Gouachen im Musée Carnevalet, verschwunden waren. Die Pantalons mögen zwar nach wie vor adäquat gewesen sein, für das Auftreten auf der Straße, vor allem gepaart mit den Stiefeln, aber die Culotte gewann doch scheinbar wieder an Stellenwert. Was mir nur gefällt, auch wenn ein Freund ab 1800 von der grausamen Zeit sprach. Die Geschmäcker sind halt verschieden.





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Elisabeth 
Ast
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...   Erstellt am 18.01.2006 - 10:34Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


und das passt zum Wandel der Zeiten :
mit dem Coup d'Etat 1799 war die Revolution beendet-
und damit auch die Mode der Revolution ....


am Rande bemerkt :
Regime bedeutet in französisch auch DIÄT






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Republicain ...
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...   Erstellt am 06.03.2006 - 14:21Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Bis wann waren eigentlich bei den Herren gestreifte Stoffe "in"? Ich glaube auf manchen Bildern des Festes vom Höchsten Wesen noch Herren mit gestreiften Fräcken gesehen zu haben. Aber die Herrensachen um 1800 waren dann auf jeden Fall nicht mehr, in der Regel, gestreift oder?
Immerhin hat die Mode fast 20 Jahre angehalten.





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