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Der Burgherr (Admin) freier Ritter
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...   Erstellt am 17.06.2005 - 21:03Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Die Runen sind eine Entwicklung äußerst bodenständiger, schamanisch denkender und fühlender Völkerstämme (Germanen), die sogar noch in ihrem heiligsten Weihehandlungen nie den Kontakt zur Alltagswirklichkeit verloren.

Sie sind also, germanische (nordische) Schriftzeichen die in etwa zwischen 50 v.Chr. und 2. Jahrhundert n. Chr. bis ins skandin. Spätmittelalter gebräuchlich waren. Denoch spricht einiges dafür, daß die Runen weitaus älter sind. Doch das bleibt vorläufig leider nur Spekulation. In Dalarna, einer mittelschwedischen Landschaft an der Öster - und Väster - Dalälv, wurden die Runenschriften, stark vermischt mit lateinischen Buchstaben, noch bis zum Ende des 19. Jahrhundert geritzt bzw. geschrieben. Die älteste germanische Runenreihe bestand aus 24 Zeichen, die aus dem 5. und 6. Jahrhundert überliefert sind. Eine Grabplatte von Kylver auf Gotland zeigen Runenzeichen, die um das Jahr 400 entstanden sein müssten. Bis zum 5. Jahrhundert hat sich weitgehend eine einheitliche Runenschrift entwickelt.

Nach den ersten 6 Zeichen werden diese als FUTHARK (älteres) bezeichnet . Die Runen aus dem jüngeren Futhark (es sind 16 Zeichen) stammen aus der Wikingerzeit (etwa 800 - 1050) und aus dem skandinavischen Mittelalter.

Runen sind aber nicht nur Buchstaben im heutigen Sinn. Im magischen Kontext haben die einzelnen Runenzeichen auch einen bestimmten Namen oder Begriff.


Aber über die Runenschriften um 200 bis 800 (Anglofriesische -, Dänische -, Schwedische -, Norwegische - und Hälsinge - Runen) wird noch in einem gesonderten Abschnitt eingegangen. Die Runen- reihe war in drei Geschlechtern zu je acht Runen eingeteilt.

Diese Einteilung und Reihe ist noch nicht hinreichend geklärt. Auch die dafür geschriebenen Namen sind nicht immer einheitlich. Gegen die Mitte des 8. Jahrhunderts beginnen Änderungen der Runenschriften sich in den nordischen Ländern durchzusetzen und sind als jüngere Futhark abgefasst.

Bekannt sind die Runennamen hauptsächlich aus mittelalterlichen Handschriften und aus vier Runengedichten. Im Mittelalter wurden die Runen zu privaten wie auch zu geschäftlichen Gebrauch verwendet, die sogar in den christlichen Glauben Eingang fand. Einige Kreuze zeigen runische Gebete. Was sonst in Runen selten geschieht, und das besonderen Wert für die Religionsgemeinschaft hat, zeigt die Nordendorfer Fibel. Sie nennt drei Götternamen. Die Nordendorfer Fibel ist knapp 13 cm lang, ist silbervergoldet und wurde 1843 in der Nähe von Nordendorf bei Augsburg gefunden. Bekannt sind die Runennamen hauptsächlich aus dem mittelalterlichen Handschriften und aus vier Rundengedichten.

Jedes Runenzeichen verfügt über einen Lautwert und über einen Begriffswert. Der Lautwert ist in den Runen dem ersten Laut einer Silbe (Anlaut) des Runennamens zu entnehmen.

Es gibt auch besondere Formen von Runen, die wie folgt genannt werden: Binde - Runen, Sturz-Runen und Wende-Runen. Binderunen haben einen gemeinsamen Stab Sturzrunen sind um 180 Grad gedrehte Runen Wenderunen sind gegen die i.d. Zeile vorherrschende Schriftrichtung geritzt Runen in Felswände einzumeißeln entstand in der 2. Hälfte des 4.Jahrhunderts in Schweden und Norwegen. In Dänemark um die 800, und in Deutschland wurden keine Runen-Inschriften im Stein gefunden.


In der Forschung wird die Herkunft der Runenschrift und ihre Beziehung zu anderen Schriften kontrovers diskutiert. Weitgehende Einstimmung der angelsächsischen und friesischen Runen zeichnen diese Runen aus ( 5. - 9. Jahrhundert). Allerdings ist die Beziehung zueinander umstritten. Durch eine Vereinfachung und deren Beschränkung der Runenzeichen entstanden die gewöhnlichen nordischen Runen. Es sind die Dänischen Runen und die Schwedisch-Norwegischen Runen. Später entstanden in Schweden die stablosen Runen, die Hälsinge-Runen. Sie sind nach der mittelschwedischen Landschaft Hälsingland benannt. Die Runen-Inschriften Dänemarks und Schwedens in der Wikingerzeit sind mit umfangreichen Texten versehen. Unter Anderen im Bereich des Totengedenken, Christianisierung, Expansionen, Politik und Sozialgeschichte. Zur Norwegens Christianisierung in der Frühzeit (unter Olaf I. 995 - 1000) gehört der Stein von Kuli in der Provinz Möre og Romsdal und der 1972 gefundene Eikstein in Sokndal der Provinz Rogaland zu den interessanten Funden.

Warnhinweis : Die Runen sind im dem Sinne gefährlich als sie vom Runenkundigen verlangen, dass er sich an ihre manchmal etwas herbe Energie langsam und behutsam akklimatisiert. Denn erst die Sprache muss erlernt werden. Üben sie sich mit Geduld!

Vermeiden Sie es, in Ihren persönlichen Runenoffenbarungen mehr zu sehen als eben das, was sie sind: ganz persönliche Mitteilungen des Runenkosmos an Sie selbst. Indem Sie einen möglichst spielerischen Ansatz wählen und sich die Runden im besten Sinne des Wortes spielend erarbeiten, lösen Sie sich von dem alten Zwang, erst ein halbes Duzend toter Sprachen erlernen zu müssen, sich in die Wahnsinnsetymologie „ariosophischer“ Kreisen zu stürzen und ein halber Geschichtswissenschaftler zu werden, bevor Sie sich darin wagen dürfen, die erste Rune in die Hand zu nehmen und zu befragen, oder als Talisman zu tragen.

Begegnen Sie die Runen mit Respekt, aber nicht mit übertriebener Ehrfurcht. Gönnen Sie sich ruhig mal eine Menge SPAß mit den Runen – sie können es nicht nur vertragen, sie begrüßen es auch. Unsere Vorfahren waren nämlich nicht halb so humorlos, wie ihre heutigen Erben sie oft darstellen.





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Savertin ...
Der Burgvogt (coAdmin)
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...   Erstellt am 18.06.2005 - 08:56Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Woher stammen denn diese Weisheiten?
Schriftzeichen, die Respekt verlangen - nein danke, da verwende ich lieber unsere gute lateinische Schrift.
Im übrigen habe ich festgestellt, dass viele Runen starke Ähnlichkeit mit ihren lateinischen Brüdern aufweisen...





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...   Erstellt am 07.10.2005 - 10:01Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Bin auch dank eines edlen Spenders im Besitz eines Säckchens mit den Runen. Das "ernsthafte Arbeiten" mit denselben erscheint mir in der Tat ein schwerfälliges Unterfangen....





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