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Anshana

Status: Offline Registriert seit: 25.07.2006 Beiträge: 15 Nachricht senden | Erstellt am 22.09.2006 - 18:37 |  |
Runen sind vieln vielleicht in erster Linie als die Runen von Zwergen in diversen Filmen (wie Herr der Ringe) aufgefallen.
Zum einen kann man natürlich in der Runenschrift schreiben, doch das wirklich interessante ist das Runenorakel und die Heilung durch Runen.
Ich beginne mit dem Orakel.
"Runenorakel" ist schon fast das falsche Wort, denn die Runen geben nicht nur Rat, sondern auch einen Ausblick auf die Zukunft. Und das recht genau. Zumindest genauer als andere Orakel. Es gibt Auskunft über materielle, soziale und gefühlvolle Dinge in Bezug auf die Frage, die man stellt. Dabei geben sie sogar einen etwas genaueren Zeitramen für das Eintreffen des Vorausgesagten an.
Jedoch kann man nicht einfach ein paar Runensteine kaufen und sie werfen. Man kann sich Runensteine kaufen (Steine, in die die Runen eingerizt sind), doch eigendlich ist es besser, sie , wie bei so vielen magischen Dingen, selbst herzustellen.
Desweiteren braucht man eine Unterlage, auf der man wirft. Das Material ist egal (ich habe z.B. Seide gewählt), wichtig ist nur, dass dort ein Kreis von 26cm Durchmesser draufpasst. Da aber auch Runen außerhalb dieses Kreises fallen können, sollte man Maße von 40x40 cm nehmen. Insgesamt werden 3 Kreise auf die Unterlage ineinander, also mit gleichem Mittelpunkt gemalt (Maße: 8cm, 17cm, 26cm). Die Maße sind nicht verbindlich und man kann da je nach Größe der Runen variieren, aber sie sind eben empfohlen (ich habe mich da auch nicht genau drangehalten).
Diese Kreise werden durch 2 diagonale Striche in 4 gleiche Teile geteilt.
Der innere Kreis heißt Skjebne, was übersetzt so viel wie Schicksal bedeutet. Der mittlere Kreis heißt Außenskjebne und der äußere Kreis hat eigendlich keinen Namen. Durch die Striche ist die Unterlage in 4 Teile aufgeteilt. Diese 4 Teile sind die Elemente Luft, Wasser, Feuer und Erde. Ich würde sie mit entsprechenden Farben kennzeichnen (was bei Seide/Seidenmalerei einfach ist).
Das mal zur Herstellung. Wer nicht ganz mitgekommen ist, soll einfach fragen 
Zur Deutung sollte man sich unbedingt ein Deutungsbuch zulegen, da es ohne einfach unmöglich ist.
Nun zur Heilung durch Runen.
Dazu sollte man sich mit den Runen befassen und sie wenigstens einigermaßen kennen. Es gibt insgesamt 24 Runen und jede ist einem uns bekannten Buchstaben zugeordnet, was aber nur für diejenigen wichtig ist, die damit Sätze schreiben wollen.
Wenn man etwas heilen oder bewirken will, sollte man sich vorher klar sein, was genau man damit ereichen will. Wenn man z.B. sagt, ich möchte einen Arbeitsplatz, kann es sein, dass man einen bekommt, jedoch in Berlin wohnt und in Frankreich den Arbeitsplatz hat. Auch bei der Heilung muss man präziese sein, denn sonst wird womöglich mit einem besseren Bein ein amputiertes verstanden. (Die Beispiele sind vielleicht etwas übertrieben, aber durchaus möglich und gut zur Veranschaulichung)
Zur Heillung kann man sich einen Runenstab anfertigen, der die Energien der Rune bündelt. So kann man sie direkt zu der betroffenen Stelle fließen lassen. Man kann aber auch einfach eine Rune auf eine Medikamentenschachtel malen. Jeder Rune ist eine Körperstellung und ein Handzeichen zugeordnet. Mithilfe dieser Zeichen kann man die Rune, die zur Heilung ausgewählt wurde, visualisieren und so die Heilung bewirken. Man kann auch Runenkekse essen. Da stehen einem recht viele Möglichkeiten der Praktizierung offen. Man wählt sich mithilfe des Runenbuchs (auch hier geht es kau ohne, da man die Wirkung der Rune erst einmal kennen muss, um sie richtig einzusetzen) die richtigen Runen aus. Es können auch mehrere sein und in diesem Fall kann man eine Binderune erstellen. Dazu kann man entweder die Runen übereinander schreiben, oder sie zu einer neuen Rune zusammenschreiben. Das habe ich z.B. mit ein paar Runen gemacht, um sie zu einer Schutzrune zu machen.
Da ich weiß, dass das ein recht komplexes und an manchen Stellen verwirrendes Thema ist, scheut euch nicht, Fragen zu stellen. Auch wenn noch irgendwo Interesse zum Runenalphabet oder zu Deutungen besteht, fragt einfach.
Gruß
Anshana
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finicottero Moderator


Status: Offline Registriert seit: 16.07.2006 Beiträge: 275 Nachricht senden | Erstellt am 22.09.2006 - 22:50 |  |
Klingt sehr interessant!
Mit welchem Runen-Deutungsbuch arbeitest du denn?
Ich habe angefangen, mich andeutungsweise damit zu beschäftigen, als ich Scott Cunninghams Handbuch I der Elementarmagie gelesen habe. Im Anhang hat er einige Runen mit direkten Symbolen für Heilung, Gesundheit, Besitz etc. angeführt.
Diese Art, einen Wunsch damit zu ritualisieren, hat mir gut gefallen:
Mit Holzkohle das Zeichen auf ein Blatt zu malen und z.B. mit Winden um einen Baum zu binden, bis die Natur und ihre Wetterelemente den Wunsch wegtragen, lösen...
(Natürlich ist uns allen klar, dass jede Art von Wunschmagie möglichst exakt formuliert sein soll "Pass auf, was du dir wünscht, es könnte in Erfüllung gehen" *g*)
Unten im Tarotthread habe ich eine Webseite Llewellyn angeführt. Da kann man sich neben Tarot auch noch Runen online legen/werfen. Das mach ich manchmal, weil mir dann die Bedeutungen der einzelnen Runen sozusagen spielerisch bewusst werden.
(Bin doch zu faul, immer in Deutungsbüchern nachzuschlagen :dizzy !!)
Da hab ich aber schon bemerkt, dass dort die Runen anders interpretiert werden, als es Cunningham in seiner (für mich allerdings manchmal genialen "einfachen") Art macht. Und beim Stöbern im Web hab ich ebenfalls unterschiedliche Deutungen gelesen.
Hab mir schon überlegt, mir meine Runen zu machen. Vlt kauf ich mir irgendwo ein Beutelchen kleiner Bergkristalltrommelsteine oder aus Hämatit (wie man sie zum Auf- und Entladen angeboten bekommt) und ritze sie ein oder vielleicht doch aus Holz (Ast)????
Woraus sind denn deine?
BB
finicottero
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Traeumer 

Status: Offline Registriert seit: 20.07.2006 Beiträge: 167 Nachricht senden | Erstellt am 22.09.2006 - 23:25 |  |
Hallo Anshana,
Runen finde ich auch sehr interessant und ich bin schon oft vor Amuletten oder Steinen mit Runen gestanden (Mittelaltermarkt), dann aber doch davor zurückgeschreckt, eine zu kaufen. Mir war glaube ich instinktiv klar, dass das nicht unbedingt ein Spielzeug ist und ich die genaue Bedeutung kennen möchte, bevor ich so etwas nutze.
Es ist mir im Moment auch viel zu komplex, mich mit Runen zu beschäftigen. Ich kämpfe noch mit meinen Tarotkarten 
In "Das große Lexikon der Heilsteine, Düfte und Kräuter" ist eine ausführliche Beschreibung zum Rheinkiesel, der oftmals mit "....eigenartigen Mustern, welche an Runenzeichen erinnern" geschmückt ist. Der Rheinkiesel wurde von den Germanen als Schutzstein und Verbindungsstein zu den Göttern verehrt. Nicht zuletzt bestimmt wegen der Runen, die manche Steine tragen.
Die Rheinkiesel werden in sehr alten Ablagerungen der letzten Eiszeit an Mosel und Rhein gefunden. (Zitat). Ich werde auf jeden Fall die Augen offen halten wenn ich das nächste Mal am Wasser unterwegs bin. Eine Rune zu deuten, die auf einem Stein zu einem kommt, ist bestimmt bedeutend.
In dieser Rubrik im Buch ist auch ein schönes Kapitel über Runen eingefügt.
Hast Du Erfahrung mit Runenheilung in Verbindung mit Heilsteinen? Könnte mir vorstellen, dass diese beiden ihre Kraft gegenseitig enorm verstärken, wenn sie miteinander harmonieren.
Finis Idee, die Runen auf Hämatite oder Bergkristalle aufzubringen finde ich sehr schön.
In meinen Fantasyromanen sind die Runen übrigens meißtens aus Knochen (bevorzugt Finger- oder Fußknöchelchen)   
BB
Träumer
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windsbraut  Moderator

Status: Offline Registriert seit: 16.07.2006 Beiträge: 176 Nachricht senden | Erstellt am 23.09.2006 - 09:10 |  |
Hallo,
ich verspüre vor allem im Winter immer wieder den Ruf der Runen. Wird also bald wieder soweit sein.
Ich habe meine Runen selber hergestellt, im Bastelladen gibt es so ein Tonähnliches Material, aus dem ich kleine Kiesel geformt habe. In das Material liessen sich die Runen gut einritzen.
Das mit dem Bergkristall oder Hämatit ist nämlich eine schöne Idee, aber eine schön anstrengende dazu. Hex hätte ja nicht nur eine Runen zu ritzen, sondern 24, was ob der Härtegrade von Bergkristall oder Hämatit dauern kann.
Jedenfalls habe ich die Runen nach dem Trocknen lasiert, jetzt sehen sie wunderschön und wie aus alten Zeiten aus.
Zum Kennenlernen der Runen finde ich es hilfreich, eine Rune für einen bestimmten Zeitabschnitt, sagen wir einen Monat, zu ziehen, über dieser Rune und ihrer Botschaft zu meditieren, sie mit Runen- Stellungen versuchsweise nachzustellen und zu tönen. Man merkt schnell, dass sich da was in einem entfaltet, wie sich die Rune mitteilt.
Ich habe mir einige Runenbücher zugelegt (und die meisten auch wieder verkauft, es gibt echt auch Schrott), aber das Beste war, meiner Ansicht "Das Runenbuch für Frauen" von Inanna.
Es mag zwar manchmal etwas feministisch gefärbt daherkommen, aber insgesamt ist es ein Spitzenbuch.
Runen sind in ihrer Aussagekraft meist klarer als das Tarot (wo man ja meist so oder so interpretieren kann). Runen machen eine Aussage und basta, ob´s dir gefällt oder nicht - schonungsloser halt. Daher kann man sie prima als Unterstützung zu einem Tarot- Reading hinzuziehen, beides zusammen ergänzt sich wunderbar.
Ich habe bisher gute Erfahrungen mit dem Dreierwurf gemacht, wobei drei Runen gezogen werden. Jede Position hat ihre Bedeutung, wie wir das vom Taot her kennen. Jede Rune hat dann in jeder der drei Positionen eine andere Bedeutung.
Insgesamt ein sehr interessantes Thema, und die meisten Menschen, die ich kenne, die sich mit Runen befasst haben oder aktuell beschäftigen, verspüren einen großen Respekt vor der uralten Weisheit, die in den Runen steckt.
So, genug Senf dazu gegeben 
euch ein wunder schönes Spätsommerwochenende und vor allem ein schönes Mabon- Fest,
blessed be
Windsbraut
Signatur http://www.myblog.de/hexenblog
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Anshana

Status: Offline Registriert seit: 25.07.2006 Beiträge: 15 Nachricht senden | Erstellt am 23.09.2006 - 19:36 |  |
Windsbraut hat das Ganze schon recht gut beschrieben.
Zur Herstellung der Runensteine würde ich auch keinen Bergkristall verwenden. Ich habe mal einen Anhänger aus Bergkristall mit einer Rune gemacht und feststellen müssen, dass man die linien nicht so fein einrizen kann, wie es bei manchen Runen erforderlich ist. Man kann sich Holzklötzchen nehmen, sie einritzen, Farbe eingießen und ein bisschen schleifen, aber auch nach Windsbrauts Methode müsste es gut klappen. Ich habe meine Runensteine gekauft, dafür aber den Rest selbst hergestellt.
Das Buch mit dem ich arbeite, heißt "Magie der Runen" von GardenStone. Es war Teil eines Einsteigersets und hat mir bisher recht gute Dienste geleistet.
Man sollte schon einen gesunden Respekt vor den Runen haben, denn ich denke, dass sie vieles erzählen können, sowie negatives, als auch positives. Eine Bekannte von mir hat die Runenmagie eine Zeit lang praktiziert und damit aufgehört, weil sie Dinge erfuhr, die sie ängstigten.
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Lylaz unregistriert
| Erstellt am 24.09.2006 - 04:49 |  |
Hallo Ihrs!
Ich hab zwar vor langer Zeit Abstand vor den Runen
genommen, aber meine Runen habe ich damals aus einem Ast gesägt, geschliffen und mit einem erhitzten Drähtchen die Runen hineingebrannt...
LG, Lylaz
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finicottero Moderator


Status: Offline Registriert seit: 16.07.2006 Beiträge: 275 Nachricht senden | Erstellt am 29.09.2006 - 12:59 |  |
Mmmmhh, hätte ich mir denken können, dass du, liebe Vogelschwester das in liebevoller Kleinarbeit gemacht hast.
Aber warum hast du "seit langer Zeit Abstand" davon genommen?
Die Runen rufen mich irgendwie. Leider hab ich weder Zeit noch Geduld, sie aufwändig herzustellen. Aber kaufen will auch keine.
Die Steine schwirren mir noch immer durch den Kopf. Das wäre für mich doch die beste Art, indem ich mir in Abständen immer wieder einen Stein (und eine Rune) vornehme und durch die "Gravur" über den Sinn der Rune nachdenke und mich dafür öffne.
Schade, dass es nicht so kleine Speckstein-Trommelsteine gibt....
Ich muss eh wieder in diesem Dschungel München ein geeignetes Steingeschäft entdecken. Meine einzige "Quelle" ist derzeit ein zu teures in der Innenstadt...
Was haltet Ihr davon, wenn wir mal so eine Art Tarot und Runen-Schule Thread aufmachen? Nein, Schule ist nicht das richtige Wort dafür. Was ich meine, wir stellen immer eine Karte oder eine Rune vor, und jeder von uns schreibt seine Assoziationen und Interpretationen dazu, was für ihn die Karte/Rune bedeutet?
Was meint Ihr?
LG
fini
Signatur
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windsbraut  Moderator

Status: Offline Registriert seit: 16.07.2006 Beiträge: 176 Nachricht senden | Erstellt am 29.09.2006 - 14:51 |  |
Ja, dass mit der Runen- oder Tarot"schule" finde ich eine ausgezeichnete Idee.
Es könnte einem auch dabei helfen, sich konkret mal wieder mit den Runen / den Karten zu beschäftigen. Dann hat man seine "Hausaufgaben"-Rune und setzt sich mit dieser auseinander. Und lernt sie dabei kennen. Finde ich gut.
Licht und Liebe
Windsbraut
Signatur http://www.myblog.de/hexenblog
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Lylaz unregistriert
| Erstellt am 29.09.2006 - 18:32 |  |
Die Idee finde ich klasse!  
Habe mir wunderschöne Runenplättchen gemacht,
ich mach mal ein Foto, dann setz ich das hier rein.
Die Symbolik bleibt mir leider total verschlossen..  
Vielleicht war das Buch auch nur zu anstrengend,
wenn man so ganz am Anfang ist, so als Junghexchen..
Das Runenhandbuch für Anfänger von Eldred Thorson,
oder so..
Ja, lasst uns das machen..
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Traeumer 

Status: Offline Registriert seit: 20.07.2006 Beiträge: 167 Nachricht senden | Erstellt am 30.09.2006 - 10:22 |  |
Hallo Ihrs,
ich finde die Idee auch ganz toll, ich werde vielleicht nicht viel dazu beitragen können, aber daraus lernen 
Und eine Rune (Karte) nach der anderen gibt einem die Chance alles zu verinnerlichen, bevor man sich einer weiteren zuwendet.
Liebe Grüße
Träumer
P.S. @ fini
bist Du sicher, dass es keine Specksteintrommelsteine gibt? Es gibt im Internet auch Versandhandel für Specksteine, vielleicht wirst Du da fündig?
[Dieser Beitrag wurde am 30.09.2006 - 10:24 von Traeumer aktualisiert]
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