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Das Boot - Albertcamus

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Sommerwind ...

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...   Erstellt am 23.04.2008 - 22:44Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Rotkäppchen im Märchenwald
wollt zur Oma, die war alt
unterwegs traf sie den Wolf
komm mit, ich heiße Rolf

zeige dir den Zauberstab
den ich in meiner Hose hab
sie konnte sich nicht wehren
hinter Busch und Beeren

er zog sie aus, bis auf die Haut
Rotkäppchen schrie sehr laut
doch niemand hört`s im Märchenwald
es war schon finster und sehr kalt

am Tag darauf im Morgenrot
da fand man sie verblutet tot
in einer Tonkuhle ertränkt
und mit einem Stein versenkt

es dauerte sehr lange
Schneewittchen`s wurde bange
dann schnappt man endlich diesen Rolf
den Bösewicht von einem Wolf

und sperrte ihn auch wirklich ein
dieses miese, miese Menschenschwein
dort traf ihn jetzt der Schlag
für mich ein Freudentag
(c) MW

Anmerkung zum Gedicht
----------------------------
Maria Juhl, 7 Jahre alt, wohnte bei mir im Nachbarhaus
vor 10 Jahren verschleppt,vergewaltigt und bestialisch ermordet
nach vielen Jahren fand man, durch einen Massenspeicheltest, endlich ihren Mörder
der bekam ,nach Geständnis, lebenslänglich und ist gestern im Gefängnis an Herzversagen gestorben

[Dieser Beitrag wurde am 23.04.2008 - 22:46 von Sommerwind aktualisiert]





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Bilderelse ...

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...   Erstellt am 24.04.2008 - 08:57Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Martina,

ein sehr ernstes Thema. Ja, Märchen können in der Realität furchtbar grausam sein.
Mir fällt es sehr schwer, diese Menschen, die zu solchen Verbrechen fähig sind, zu begreifen. Sie sind sicher sehr krank, nur dass sie es im Vorfeld immer geheim halten können. Das hat jetzt nichts mit Tätermitleid zu tun. Wirklich nicht!

Sicher gab es früher auch schon Ähnliches. Wurde nur nicht so durch die Medien ausgeschlachtet. Jedenfalls waren mir derartige Fälle nicht bekannt. Wir hatten keine Sorge um unserer Kinder, konnten die Türen offen lassen und unsere Kinder (auch ich als Kind) wurden bedenkenlos alleine zur Schule geschickt. Man ging des Nachts ohne Angst auf die Straße....alles heute undenkbar. Wenn ich daran denke, ich bin in den Fünfziger Jahren mit 8 Jahren völlig alleine mit öffentlichen Verkehrsmitteln quer durch Berlin täglich zur Schule gefahren. Meine Mutter ängstigte sich nicht.

Dein Gedicht macht sehr, sehr nachdenklich und es wird leider wieder ganz offensichtlich, dass man sooo machtlos ist. Die Kinder müssen noch viel mehr aufgeklärt werden, wie sie sich Fremden gegenüber verhalten sollen. Dennoch, die Täter sind ja sehr oft gar keine Fremde, sondern den Opfern vertraut. Ich kann nur sagen, Eltern verliert nicht das Vertrauen Eurer Kinder, habt ein Auge auf ihre kleinen Geheimnisse. Aber man kann das Risiko nur einschränken, leider nicht ausschalten. Das ist alles furchtbar traurig!


Helga





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Erkennen wollen
ist der erste Schritt des Verstehens.
Zunächst im Selbstversuch!

Daggi ...

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...   Erstellt am 24.04.2008 - 10:33Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hab Gänsehaut...

... Selbstjustiz bekommt - nee hat! - eine riesengroße Bedeutung für mich.

Ansonsten kann ich mich der Bilderelse nur anschließen... meine eigene Kindheit war auch viel freier, als die meiner Tochter. Ich bin auf meinem Pony stundenlang allein durch den Wald gestrichen, sind abends/nachts mit den Fahrrädern von Dorf zu Dorf zur Disco und wieder zurück gefahren... alles Dinge, bei denen man sich heutzutage überlegt, ob man sie seinen Kindern gestattet...

Das Schlimmste ist wohl, dass solche kranken Menschen immer wieder die Chance bekommen, da weiter zu machen, wo sie aufgehört haben. Irgendwann werden die meisten ja sowieso wieder entlassen (wie gerade wieder in Brandenburg).

Ist ein Thema, bei dem mir die Galle hoch kommt und ich will das jetzt gar nicht weiter ausführen.

---------

Die zweite Zeile in der dritten Strophe unterbricht ein bisschen den Lesefluss und ich hätte vielleicht die anderen "bangen" Mädchen nicht als "Schneewittchens" erwähnt. Ansonsten war dein Gedicht - wie immer - richtig gut!

Liebe Grüße

Daggi





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Sei nicht traurig, wenn etwas vorbei ist - sei froh, dass es gewesen ist...

Chrissi ...

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...   Erstellt am 24.04.2008 - 12:03Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo liebe Martina,

Dein Gedicht, ich meine jetzt die Reimerei, war wie immer sehr gut.

Zu dem Inhalt kann ich mich nicht äußern, da ich selbst eine Betroffene bin.
Möchte nur jedem raten sich nicht NUR auf Onkel, Nachbar, oder Fremde zu konzentrieren, sondern in der eigenen Familie die Augen auf zu halten. Besonders, wenn es dort einen Stiefvater gibt!

Gruß Chrissi





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Ein Tag ohne Lachen, ist ein verlorener Tag!

Helga ...



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...   Erstellt am 24.04.2008 - 17:24Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Für mich ist es ein sehr trauriges Gedicht, das den wahren Hintergrund
deutlich zum Ausdruck bringt. Nämlich, den Kindern zu sagen, dass sie niemandem
vertrauen dürfen, dass man jeden Tag darauf verweisen soll, wie Menschen sich
den Kindern gegenüber verhalten können.
Allein aus den Märchen kann man doch ersehen, wie sich das Böse verkleidet
um einen Unschuldigen verführen zu können.
Die Gefühle der Beteiligten kann ich verstehen, denn auch ich bin davon
persönlich betroffen und habe viele, viele Jahre Therapie hinter mir.
Genützt hat dies insofern, dass ich mit dem Geschehen besser umgehen
konnte, aber trotzdem hat es mein ganzes Leben bestimmt.





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