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Ingeborg ![]() Status: Offline Registriert seit: 08.12.2008 Beiträge: 725 Nachricht senden |
![]() Die Collage und Musikauswahl ist von Ingeborg. Ich habe sie ins Forum gestellt, weil es technische Probleme mit dem Seitenumbruch und der Aktuell Anzeige gab. Lavida [Dieser Beitrag wurde am 09.05.2009 - 18:12 von Lavida aktualisiert] Signatur lasst uns wachsam sein | |||
Cecilia ![]() Status: Offline Registriert seit: 28.06.2007 Beiträge: 422 Nachricht senden |
![]() Der englische Maler Sir Lawrence Alma-Tadema (1836-1912) ließ sich von historischen Fakten zu seinem Gemälde The Roses of Heliogabalus inspirieren. Es spiegelt die Dekadenz Roms und den Sinn für Luxus und Feste des jungen Kaisers wider. Wer mit Rosen bekränzt war, galt in der Antike als Liebling der Götter. Der Brauch hielt sich bis in die christliche Zeit. Den Griechen wie später den Römern galt die Blume mit den samtigen Blütenblättern als Sinnbild der Liebe und ihrer unwiderstehlichen Macht und war als solche nicht wegzudenken von ihren Festen oder Gelagen. Die in Süditalien in großen Mengen angebaute wohlriechende Rose — vermutlich handelte es sich um die Damaszenerrose, die ihres erlesenen Duftes wegen auch heute noch im südfranzösischen Grasse, in der Türkei, in Bulgarien und in Marokko gezüchtet wird — gehörte zu den heidnischen Elementen römischer Ausschweifungen. Bekränzt mit Rosen und behängt mit Rosengirlanden, deren betörender Duft die Wirkung des Weines aufheben sollte, tafelten die reichen Patrizier auf ihren mit Rosenblütenblättern übersäten Liegen und tranken aus rosenverzierten Bechern. An den rosalia genannten Festtagen im Mai schmückten sie die Gräber der Toten mit Rosen und brachten den Manen als Opfergaben Speisen aus Rosen dar. Es war Kaiser Nero, der als Erster Rosenblütenblätter auf seine Gäste regnen ließ. Unter Kaiser Heliogabal verwandelte sich der Blütenzauber in einen Albtraum: Statt einen Arm voll Rosenblütenblätter über seine Gäste rieseln zu lassen, begrub er sie buchstäblich unter ungeheuren Massen von Blumen, sodass sie erstickten. Die grenzenlose Liebe der Römer zur Rose hatte auch etwas mit ihrer Kurzlebigkeit zu tun. Die Blume des Lebens und der Liebe, deren außergewöhnliche Schönheit Seele und Augen gleichermaßen bezaubert, ist ebenso die Blume des Todes und des Verfalls, ein eindringlicher Verweis auf die Vergänglichkeit des Lebens. | |||
Angela ![]() Status: Offline Registriert seit: 01.01.2008 Beiträge: 541 Nachricht senden |
![]() Kletterrose Kir Royal 1 cl Rosenwasser 100 ml Champagner oder Prosecco Himbeerlikör und Rosenwasser in einem Sektglas mischen. Mit Champagner oder Prosecco auffüllen. | |||
<LiteraTour> unregistriert |
Der viele tausend Verse umfassende Der Rosenroman - Le Roman de la Rose, dessen Thema, die höfische Liebe, in einem anderen Garten als dem der Reinheit angesiedelt ist — dem der Lüste nämlich —, erzählt von der Suche eines Verzweifelten, der allen Gefahren trotzt, um ans Ziel seiner Wünsche zu gelangen: die Rose zu pflücken und ihre Blütenblätter zu liebkosen, sie auseinander zu biegen und sich in der Blüte zu verlieren — was nichts anderes ist als eine Metapher für die Entjungferung der Geliebten. | |||
Angela ![]() Status: Offline Registriert seit: 01.01.2008 Beiträge: 541 Nachricht senden |
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Tagtraeumerin unregistriert |
Ich wäre so gerne eine Rose gewesen. Doch selbst damals, als all die schönen Blumen, die Lilien, die Orchideen und die Lotusblumen, erschaffen wurden, wusste ich schon: Man darf nicht unbescheiden sein. Und so schwieg ich, als ein jeder danach gefragt wurde, was er wohl sein wolle. Alle um mich her wählten sich das aus, was sie zu sein begehrten: ich aber schwieg. | |||
Ingeborg ![]() Status: Offline Registriert seit: 08.12.2008 Beiträge: 725 Nachricht senden |
Buschwindröschen (anemone nemorosa), Signatur lasst uns wachsam sein | |||
Eliane ![]() Status: Offline Registriert seit: 12.07.2007 Beiträge: 321 Nachricht senden |
![]() Gegen Ende des 19. Jahrhunderts prangen voll erblühte Rosen in ihrer ganzen zerbrechlichen Pracht auf feinstem Porzellan, wie etwa auf dem Modell Eugenie de Montijo aus der Porzellan-Manufaktur Bernardaud, das der Gemahlin Napoleons III. überreicht wurde, als sie die Weltausstellung von 1867 eröffnete. Aus derselben Manufaktur kommt das moderne Service Aux Roses mit Rosenknospen und -bluten zwischen Lorbeerbändern; auf den Tellern Bois de rose hingegen erinnert das mit Rosenknospen durchsetzte Rankenornament an eine Arabeske aus schmiedeeisernen Gitterstäben, um die sich Rosenranken winden. Die von dem Künstler Nall, einem Schüler Dalis, der sich gleichfalls von Dürers Radierungen inspirieren ließ, für den Porzellanhersteller Haviland entworfenen Roses de Tuscia gehören einer völlig anderen Kategorie an. Mit größter Präzision in Schwarz und Weiß gestaltet, rücken sie schon in die Nähe des Fantastischen, was durch Trompe-l'oeil-Effekte noch betont wird. Dargestellt wird die Entwicklung einer Rose, auf jedem Teil des Service eine andere Phase, von der Knospe zur verwelkten Blume, die zugleich aber einen Neubeginn verheißt, verwandelt sie sich doch in eine Frucht. | |||
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Cecilia ![]() Status: Offline Registriert seit: 28.06.2007 Beiträge: 422 Nachricht senden |
![]() [Dieser Beitrag wurde am 25.05.2009 - 06:19 von Cecilia aktualisiert] | |||
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