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Bernd ...





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...   Erstellt am 24.10.2007 - 13:55Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Leute,

hab da mal eine Frage: Warum sieht man eigentlich so gut wie nie Katamarane mit Rollgross?
Für den einen oder anderen von Euch ist das vielleicht eine dumme Frage, aber ich habe mich noch nie so mit Fahrtenkats befasst.
Wäre sehr nett, wenn mir das einer kurz erklären könnte. Ich hoffe, ich trete hier jetzt keine endlose Diskussion über das für und wider von Rollsegeln los, das ist wirklich nicht meine Absicht.





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Gruss

Bernd

matjes 



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...   Erstellt am 25.10.2007 - 09:05Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Meiner Meinung nach ist das Rollgross welches im Mast aufgerollt wird am meisten verbreitet, also gibt's keine Segellatten. Das bedeutet wiederum das man Segelfläche verliert. Der Katamaran hingegen ist hervorragend für ein durchgelattetes Segel geeignet da er kein Achterstag hat. Also würde nur ein Baumrollgross in Frage kommen, wobei auch hier Kompromisse beim Schnitt gemacht werden müssen. Dann denke ich auch noch das Geschwindigkeit an erster Stelle eines Katamaran Eigners steht und er lieber auf Komfort verzichtet zugunsten einer schnelleren Überfahrt.





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Matthias Klemm
"Carpe Diem"
1970 Tartan 27 #484
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www.sv-carpe-diem.org

Bernd ...





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...   Erstellt am 26.10.2007 - 13:10Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


matjes schrieb

    ............
    Dann denke ich auch noch das Geschwindigkeit an erster Stelle eines Katamaran Eigners steht und er lieber auf Komfort verzichtet zugunsten einer schnelleren Überfahrt.


Hallo Matjes,

Das leuchtet mir nur zum Teil ein.
Warum soll die statistische Verteilung "Leute, die auf jeden Fall schnell segeln wollen" und "Solche, die Komfort wollen" bei Kats anders sein als bei Einrumpfern? Gerade in der letzten Yacht schreibt Bobby Schenk, dass er den Kat wegen des Komforts gewählt hat, geht aber auch auf die fast unzumutbaren Grosssegelmanöver ein.
Ich krieg jedes mal die Krise, wenn ich Kat-Besatzungen zum Segelbergen auf ihren Biminis herumturnen sehe.

@ all, weiss jemand noch andere Gründe?





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Gruss

Bernd

nixe ...



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...   Erstellt am 28.10.2007 - 08:48Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Bernd schrieb

    ... die fast unzumutbaren Grosssegelmanöver ein.
    Ich krieg jedes mal die Krise, wenn ich Kat-Besatzungen zum Segelbergen auf ihren Biminis herumturnen sehe.

    @ all, weiss jemand noch andere Gründe?



tja, klassischer fall von falschem kat *grins* bei UNS turnt niemand auf dem bimini rum, das würde sich auch schön beschweren... ich hab da ja schliesslich keinen walmdachbungalow, sondern nen sonnenschutz

nein, im ernst, bei uns (Prout Snowgoose 37 Elite) sind alle segelmanöver aus dem cockpit zu handlen und auch wir haben kein rollgross. allerdings ist bei Prout das gross eher ein grösschen, das hauptsegel ist die genua und das ist logo ne rollgenua....
das bisschen gross (paarund 25qm...) lasst sich prima so reffen, im höchstfall geht einer an den mastfuss aufs deck, aber das ist x-fach so breit wie beinem mono, also kein eiertanz, sondern sicheres arbeiten auf breitem grund!!





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es grüsst mit flossenschlag... die nixe
www.sailorsworld.com
www.meinwomo.com

wavedancer ...



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...   Erstellt am 30.10.2007 - 14:02Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Moin

schau mal auf das Foto links von hier. Ich habe kein Roll-Gross, reffe und berge mein Gross aber auf jedem Kurs und mit minimalem Aufwand.

Es geht eben nichts über die "Wingsails" einer Wharram-Tiki.

Fair winds!

PS: Masten mit integrierter Reffanlage sind sicher etliches schwerer, ergo müssten alle "Stresspoints" etc. auch anders ausgelegt werden.

[Dieser Beitrag wurde am 31.10.2007 - 16:50 von wavedancer aktualisiert]





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When one has good wine, a gracefull boat, a maiden's love, why then envy the immortal gods?

wolfgang ...





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...   Erstellt am 01.11.2007 - 01:58Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Bernd,
im Großen und Ganzen hat Matjes die wichtigsten Dinge gesagt - bis eben auf die Sache mit dem Komfort!
Da hast Du die Aussagen von B. Schenk schon richtig interpretiert. Ein weiterer Beweis dafür, dass für die Kat-Segler das Komfort-Thema letztendlich bedeutender ist als der absolute Speed, ist die erheblich größere Verbreitung von "Wohnkatamaranen" (meine ich gar nicht abwertend, habe schließlich selber einen - siehe Homepage), als der von Speed-Katamaranen.
Das Handling der Großsegel ist natürlich auch abhängig vom Bootstyp, siehe Kommentar von Nixe (mit Boot aus englischer Philosophie/Produktion) oder wavedancer (typische Wharram-Philosophie).
Aber auch bei den Kats aus französischer Feder, die alle wegen der besseren Segelleistung auf große, durchgelattete und im Achterliek weit ausgestellte Großsegel setzen, gibt es Unterschiede im Handling. Manche Biminis sind gar nicht begehbar, manche teilweise, wieder andere Kats sind mittlerweile mit festem "Dach" über dem Cockpit ausgestattet, und der letzte Trend geht wohl zur "Flybridge", was den Baum (und auch den Segeldruckpunkt) noch mal eine Etage höher legt, wo das Großsegel dann fast gar nicht mehr erreichbar ist.
Ich kann Schenks Ansicht über das "arbeitsintensive" Großsegel jedoch nicht ganz teilen, segle aber im Gegensatz zu ihm auch nicht auf der Passatrute, sondern in Gebieten, wo der Wind nun mal nicht immer nur von hinten kommt und man das Groß wirklich braucht. Daher benutze ich es fast ständig und erlaube mir deshalb (anders als Schenk) auch eine Beurteilung der Bedienbarkeit unter Ehepaar-Crew-Bedingungen.
Die wesentliche Arbeit besteht übrigens aus dem Setzen des Segels - bei meinem Segel sind da immerhin deutlich über 100Kg den Mast hoch zu wuchten - weshalb die meisten Kat-Segler das Groß-Fall einfach auf die Ankerwinde umlenken und es dann auch ohne spezielle elektrische Großfallwinsch "elektrisch" setzen.
Reffen, Niederholen und Einpacken ist jedenfalls mit durchgelattetem Großsegel, Lazy Jacks und fester Großpersenning mit Reißverschluß unproblematisch, so dass man sich das Leistungsvermögen eines "richtigen" Großsegels nicht all zu teuer erkauft.
Wir jedenfalls verstauen es jeden Abend im Hafen oder vor Anker in wenigen Minuten wieder in seiner Persenning, ohne Turnübungen ausüben zu müssen. Hier noch ein kleiner Trick: Den Zipper an unserem Reißverschluß haben wir mit einer ca. 2Meter langen Leine und Wurfknoten versehen, so dass ich ihn problemlos von jeder Seite des Baumes am Bimini vorbei zu ziehen bzw. öffnen kann.
Gruß
Wolfgang





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Bernd ...





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...   Erstellt am 01.11.2007 - 14:42Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Wolfgang,

danke fuer Deine Erlaeuterungen, das leuchtet mir alls ein. Wie Matjes schon schreibt, muesste ein Rollgross im Baum aber schon moeglich sein.
Es hat mich auch einfach nur so interessiert, kein aktueller Grund.
Deine Homepage hat mir sehr gefallen. Als Ihr die 0:2 Schlappe in Palermo erlebt habt waren wir gar nicht weit weg, wir haben es in Trapani ueber uns ergehen lassen.
Wie ich lese seid Ihr jetzt auf den Ionischen Inseln. Wir wollen im nächsten Jahr von Sardinien dorthin segeln. Vielleicht kannst Du mir noch mit einem Tip für ein annehmbares Winterlager weiterhelfen. Was man so liest (auch auf Bluewater) hoert sich nicht so gut an. Überwintert Ihr auf dem Boot oder fahrt Ihr nach Hause?





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Gruss

Bernd

wolfgang ...





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...   Erstellt am 03.11.2007 - 01:07Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Bernd,
wir überwintern nicht auf dem Boot und sind deshalb in der Zeit, in der wir nicht da sind, auf einen sicheren und geschützten Liegeplatz angewiesen, was meistens leider eine teure Marina bedeutet.
Wenn Du aber selber an Bord bist, bzw. einen Monohull mit "normalen" Abmessungen hast, gibt es an Wasserliegeplätzen im Ionischen Meer eine Menge sicherer und günstiger Alternativen, je nach persönlichem Geschmack.
Landliegeplätze sind in der Gouvia-Marine auf Korfu etliche vorhanden, Lefkas-Marina hat auch einiges, eine weitere Alternative sind die 3 Trockenmarinas in Preveza.
Preise etc. findest Du aktuell im Internet, guckst Du unter:
http://www.medmarinas.com
http://www.cleopatra-marina.gr
http://www.prevezamarine.gr
http://bluewaterlife.de/Revierinfos/Griechenland/Marinas_GR/body_marinas_gr.html
Zur Vorbereitung und zur Navigation kann ich Dir wärmstens die nicht ganz billige (ca. 90,-Euronen), dafür aber erstklassige gebundene Kartensammlung in englischer Sprache, mit Namen "Greece Sea Guide, Teil-3" von Käptn Elias aus dem Eagleray-Verlag empfehlen! Hast Du die, brauchst Du nichts anderes mehr. Guckst Du:
http://www.eagleray.gr/index.htm
Schöne Grüße
Wolfgang





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thalamegus ...



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...   Erstellt am 14.12.2007 - 23:56Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hi Leute,

ich versuche es aus meiner Sicht zu beantworten und ich meine nur Katamarane, keine "Mono's".

1. Meineserachtens ist eine Mastrollrefanlage sehr störungsanfällig, wie mir Nutzer von Monos berichteten.

2, Auf einem Katamaran einen "normalaen Mast" zu fahren ist meinersachtens ebenfalls falsch.

3. Die Kräfteverteilung ist nur auf dem Mitteldeck (Wohzimmer) zwischen den Rümpfen.

4. Das Wohnzimmer ist meistens das Stabilisierungsteil und gleichzeitig am anfälligsten.

5. Wenn man einen "A - Mast" (am besten Gittermast)stellt ist kräfteverteilung bedeutend Positive auf das ganze Boot verteilt. Ich spreche von Zug- und Druckkräften.

6. Bei einem A-Mast ist eine Rollrefanlage Logisch und zwigend.

7. Man spart sich sogar noch den Baum.

8. Es gibt zur Zeit menes wissens nur einen KAT der einen A-Mast und eine Rollref. für das Haupsegel hat.

Es ist die Styria 50+ von der sal-the-difference.com aus Östereich und wird in Süd-Afrika vormals in Bulgarien produziert. Ich selbst habe sie noch nicht, aber bald. Im Januar fliege ich SA und schaue sie mir an. Mit par kleinen umbauten im Kabinenbereich und wenn dan noch der Preis stimmt so soll es dan sein und sie wird mein.

Das ist meine Meinung zur Rollreffanlage bei Kats.

Jürgen




thalamegus ...



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Beiträge: 2
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...   Erstellt am 15.12.2007 - 00:01Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hi Leute,

ich versuche es aus meiner Sicht zu beantworten und ich meine nur Katamarane, keine "Mono's".

1. Meineserachtens ist eine Mastrollrefanlage sehr störungsanfällig, wie mir Nutzer von Monos berichteten.

2, Auf einem Katamaran einen "normalaen Mast" zu fahren ist meinersachtens ebenfalls falsch.

3. Die Kräfteverteilung ist nur auf dem Mitteldeck (Wohzimmer) zwischen den Rümpfen.

4. Das Wohnzimmer ist meistens das Stabilisierungsteil und gleichzeitig am anfälligsten.

5. Wenn man einen "A - Mast" (am besten Gittermast)stellt ist kräfteverteilung bedeutend Positive auf das ganze Boot verteilt. Ich spreche von Zug- und Druckkräften.

6. Bei einem A-Mast ist eine Rollrefanlage Logisch und zwigend.

7. Man spart sich sogar noch den Baum.

8. Es gibt zur Zeit menes wissens nur einen KAT der einen A-Mast und eine Rollref. für das Haupsegel hat.

Es ist die Styria 50+ von der sal-the-difference.com aus Östereich und wird in Süd-Afrika vormals in Bulgarien produziert. Ich selbst habe sie noch nicht, aber bald. Im Januar fliege ich SA und schaue sie mir an. Mit par kleinen umbauten im Kabinenbereich und wenn dan noch der Preis stimmt so soll es dan sein und sie wird mein.

Das ist meine Meinung zur Rollreffanlage bei Kats.

Jürgen



[Dieser Beitrag wurde am 06.01.2008 - 23:06 von thalamegus aktualisiert]




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