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Nanny ...
Dieses Baums Blatt
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...   Erstellt am 16.11.2005 - 11:20Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


@Becky: das war auch mein Problem. Großes Ballkleid und dann saß ich da: gefangen! Mein Tischherr gab 1. keinen piep von sich, 2. schaufelte sein Essen in sich hinein 3. verschwand fluchtartig!
Und 4. Es gab Truthahn mit Preisselbeeren, glasierte Süßkartoffeln, Jambalya, Sorbet, Eis, - nur nicht für mich. Das war damals mein 1. Ball und ich hatte alles über Benimm 1859 gelesen, was ich finden konnte. Beim 1. mal geht man als Dame selbst ans Buffett und nimmt ein kleines Bißchen, danach ist der tischherr für das Füllen des Tellers und des Glases zuständig. Himmel! Was war ich hungrig und der Rest am Tisch, war genauso ekelig. die haben sich einen Gegrinst und keiner hat geholfen.
2 Jahre später erfuhr ich dann, das meine werten Tischnachbarn, dem armen Mann erzählt hatten, ich wäre ein Monster und der hat sich davon ins Bockshorn jagen lassen....

Von diesen Sitzordnungen habe ich auch gelesen und denke, wie weit man das heute nachvollziehen will, liegt an der Art der Darstellung und der Anzahl der vorhandenen Sessel, Stühle, Schemel....




Becky ...
Der Blätter zwey
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...   Erstellt am 16.11.2005 - 12:00Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich glaube gar nicht, daß man so eine Darstellung auf die Spitze treiben muß. Dafür fehl uns, glaube ich zumindest, auch die Selbstverständlichkeit, die diesen Dingen zu Grunde liegt.

Ich habe einmal eine Darstellung einer Hofhaltung mitgemacht als Kammerzofe und hätte am liebsten am zweiten Tag rebeliert und meiner Dame zugerufen, daß sie sich ihre Schleppe soch selber tragen solle.
Andererseits hat sich die Dame genau so elend gefühlt, weil sie nach dem zweiten Tag das Gefühl hatte, daß sie niemand mehr mögen würde.

Ich denke, damals hätte sich keiner über so etwas Gedanken gemacht, weil die persöhnliche, gesellschaftliche Stellung ja gottgegeben war.

Die Farge ist ja, in wie weit wir es schaffen eine schöne Dartellung zu erzeugen und dabei selber noch viel Spaß haben.




Elisabeth 
Ast
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...   Erstellt am 16.11.2005 - 12:10Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


In Zeiten , in denen die Herren der Schöpfung mehr auf dem Schlachtfeld weilten , als in den Salons und auf Bällen, blieb den Damen wohl wenig anderes als selbst aktiv zu werden.
Ergo ist es schwer vorstellbar , daß die in Anführungsstrichen emanzipierten Damen der Aufklärergeneration hungrig blieben angesichts eines abundanten Buffets, nur weil es den Hommes parvenus an entsprechenden Manieren fehlte.

Die Sitzordung an der Tafel ist so offiziell wie die Veranstaltung.Der Gastgeber demonstiert durch die Plätze zu seiner Seite, welcher Gast ihm besonders willkommen ist.Einem besonders geehrten Besucher gewährt man auch mal den Platz am Kopf der Tafel- Diese Position steht eigentlich dem Gastgeber zu.





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der Unterschied zwischen Einbildung und Bildung besteht in Anstrengung und darin , daß man sich die Finger schmutzig macht .....

Nanny ...
Dieses Baums Blatt
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...   Erstellt am 16.11.2005 - 12:19Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


du hast ja recht! Nur 1859 herrschte (noch) kein Krieg in Amiland! Mein Problem war, mir keine Blöße zu geben, da Manche nur auf einen Fehler von mir warteten - den höchstwahrscheinlich war ich damals mehr auf dem Schlachtfeld zu Hause, als 90% der anderen Gäste....
Aber "so what!" heute passiert mir das nicht mehr! Inzwischen bin ich zu alt, um mit mir Spielchen treiben zu lassen und alt genug, um solche Leute zurechtweisen zu können und auch in der Lage dazu

[Dieser Beitrag wurde am 16.11.2005 - 12:20 von Nanny aktualisiert]




Una ...
Ast
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...   Erstellt am 16.11.2005 - 13:57Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Vielleicht sollten wir ein gutes Mittel finden, was die Höfilchkeitsmanieren angeht.
Ich weiss noch wie meine Urgrossmutter und mein Urgrossvater mir beigebracht haben, wie man bitte schön zu essen hat, welches Glas für welchen Wein/Wasser/Apperetif und natürlich die Umgangsformen.
Leider habe ich vieles wieder vergessen, weil meine Mutter mit ihrem 3. Mann darauf gar keinen Wert legte, nachdem meine Urgrosseltern gestorben waren. Ab und kann kann ich es noch sehen/erleben, wenn ich bei meiner schott. Familie bin. Dort wird bei grossen Feiern immer auf die Etikette Rücksicht genommen - warum? Weil meist mit bodenlangen Kleid mit oder ohne Reifrock, dann noch mit Schärpe etc. das Manövrieren doch etwas schwerfällt und die Jungs im Kilt dann doch etwas schneller auf den Beinen sind (mal abgesehen von den Prince-Charlie Jackenaufschlägen die seelenruhig von den Herren der Erschöpfung durch den Quark und andere Köstlichkeiten gezogen werden - Männer!)

Wie Mde De Farinot schon sagte, man sollte vielleicht einen Leitfaden aufstellen und für alle einsehbar auf der Seite posten. In diesem sollten die herrkömmlichsten Umgangsformen aufgelistet sein, wie Stuhl zurecht rücken, nitch nur für die eigene Dame etc.

[Dieser Beitrag wurde am 16.11.2005 - 13:59 von Una aktualisiert]





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We are not human beings on a spiritual journey. We are spiritual beings on a human journey.
- Stephen Covey

MadameKaya ...
Dieses Baums Blatt
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...   Erstellt am 16.11.2005 - 15:10Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ah.. Becky hat Olympe de Gouges entdeckt ,ich bewundere sie sehr für ihre Visionen, ja Visionen denn 1790 wurde sie für ihre Erklärung der Frauenrechte ausgelacht.

Ich staune über die Tatsache das in "unserer" Zeit die Damen theoretisch angehimmelt und praktisch "mißhandelt" wurden .


Möchte aber nicht abschweifen und nun meinen Senf zum Thema Höflichkeit aus eigener Erfahrung dazugeben.

(Fast)kein moderner Mann ist in der Lage eine Frau so zu behandeln wie es die Zeit erfordert
Also müssen wir schon selbst mit viel Diplomatie , gezieltem Augenaufschlag und vor allem Geduld dafür sorgen das sie es tun.

Hilfreich sind auch immer geseufzte Ausrufe wie , schau dir mal Monsieur X an benimmt er sich nicht vorbildlich ,schaut er nicht stattlich aus? Welch ein Gentilhomme!!! Was glaubt ihr wie schnell der eigene Mann da zum Rosenkavalier mutiert


Sehr positiv aufgefallen ist mir in diesem Zusammenhang das Benehmen von Erdal und Thomas bei unserem letzten Salonabend.

Justine und ich haben im Vorfeld das Buffet besichtigt , als wir dann gemeinsam am Tisch saßen wurden die beiden mit unseren Essenswünschen beauftragt. Es hat wunderbar funktioniert, Teller und Glas wurden sogar ohne Aufforderung nachgefüllt.

Ich hatte da schon so ein klein wenig ein Prinzessinen Feeling .

Wie weit soll die Darstellung gehen, Adolphe? Für mich nicht so weit das ich als Nichtadelige frierend in der Ecke sitzen muß


Liebe Una, du scheinst ja interessante Verwandte zu haben, alleine schon die Kleider wie Reifrock und Kilt sind bestimmt sehenswert...

[Dieser Beitrag wurde am 16.11.2005 - 15:11 von MadameKaya aktualisiert]





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Alessandra 
Ast
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...   Erstellt am 16.11.2005 - 15:53Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hmm - ich hab so einen lieben Freund (nur Freund - nix weiter), der zuweilen noch ein Gentleman der alten Schule ist:

Gehen wir essen, rückt er den Stuhl zurecht, beim Taxi hilft er mir erst rein, dann spurtet er herum, steigt dann ein.
Und hat so liebenswerte verrückte Einfälle wie:
-Hast Du ein Schwarzes Etuikleid?
-Nein, aber schmalen Rock und passendes Top
-Und einen Hut?
-Weiss mit Schwarzem Hutband.
-Vergiss die Handschuhe nicht - ich hol Dich vom Zug ab!
Nur zum zusammen spazieren gehen und Kaffee trinken

Das witzigste sind dann a) die Blicke von anderen Leuten, b) gerührte Blicke von älteren Herrschaften und c) der absolut verständnislose Blick von einigen anderen.

Manchmal brauchts einfach solche Aktionen





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Given two theories, take the one what is funnier.

MadameKaya ...
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...   Erstellt am 16.11.2005 - 15:57Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


..man sollte ihn klonen.

...ach ja Gentilhommes braucht das Land!!!





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Becky ...
Der Blätter zwey
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...   Erstellt am 16.11.2005 - 16:14Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich bekomme meinen leider nicht wirklich dazu, zum Empiretanzkurs mit passendem Salonabend zu kommen. Er hat ja ständig Schichtdienst und so wirklich begeistert ist er vom Empire auch noch nicht.

Ansonsten bemüht er sich eigentlich mir die Wünsche von den Augen abzulesen und ich wette, er würde sich auch genau richtig benehmen, wenn er vorher wüßte worauf es ankommt. Ich müßte ihn nur dazu bringen, mitzukommen.

Aber bis ich das schaffe, braucht er ja auch etwas zum anziehen und ich verzweifle über dem Culottes Schnittmuster. Ich versteh es einfach zum größten Teil nicht so wirklich.




Una ...
Ast
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...   Erstellt am 16.11.2005 - 18:18Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


MadameKaya schrieb

    Sehr positiv aufgefallen ist mir in diesem Zusammenhang das Benehmen von Erdal und Thomas bei unserem letzten Salonabend.

Ja, sehr schön ... ach wenn ich nur meinen Ehegatten zum Hobby überreden könnte. *seufz*

MadameKaya schrieb

    Liebe Una, du scheinst ja interessante Verwandte zu haben, alleine schon die Kleider wie Reifrock und Kilt sind bestimmt sehenswert...

Aye, das sind sie Ich versuche mal von meinen Eltern ein paar Fotos zu mopsen und einzuscannen. Ich war leider fast fünf Jahre nicht mehr in Oban, aber ich glaube mein Stiefvater hat Fotos vom letzten Event gemacht.

Alessandra schrieb

    Hmm - ich hab so einen lieben Freund (nur Freund - nix weiter), der zuweilen noch ein Gentleman der alten Schule ist:

*seufz* wunderbar ... ich mag solche Menschen.

Liebe Grüße,
Una





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