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Justine_de_Farinot  Administrator


Status: Offline Registriert seit: 11.10.2005 Beiträge: 678 Nachricht senden | Erstellt am 20.10.2005 - 20:18 |  |
Liebe Leute, wie wäre es, wenn wir eine Liste von (ich nenne sie mal) Benimmregeln zusammen stellen würden, die wir eventuell auch auf empirekultur.de veröffentlichen könnten? Ich denke, dies wäre für alle (auch gerade für Neueinsteiger) eine große Hilfe! Zumindest eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Verhaltensregeln - für Interessenten, um einen Eindruck von der Gesellschaft um 1800 zu bekommen und vor allem, damit wir uns alle auf ein Level begeben können. Man kann nicht davon ausgehen, daß jeder die gleichen Manieren erlernt hat. Vor allem solche, die damals galten dürften heute nicht mehr allgemein bekannt sein!
Zum Thema Lebenslauf: Ich denke, man kann sich vielleicht schon zu Beginn des Hobbys auf eine gewisse Gesellschaftsschicht festlegen, die man darstellen möchte. Manchmal muß man sich damit ja auch den Leuten anpassen, mit denen man überwiegend Umgang haben wird. Was macht z.B. ein Adliger in der Gesellschaft von Handwerkern oder umgekehrt? Mehr als ein geschäftliches Verhältnis läßt sich da wohl kaum darstellen. Ein Name muß ja nicht von Anfang an feststehen und den Rest kann man sich auch später noch überlegen, denke ich.
Signatur Der Charakter offenbart sich nicht an großen Taten; an Kleinigkeiten zeigt sich die Natur des Menschen.
(Rousseau) |
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Nanny  Dieses Baums Blatt


Status: Offline Registriert seit: 12.10.2005 Beiträge: 656 Nachricht senden | Erstellt am 20.10.2005 - 23:12 |  |
Die Lebensläufe kursieren im Amerikanistik-Hobby auch recht heftig und alles legt sich die wildesten Namen zu. Was will man sich da groß zulegen? Bei der Menge an deutschen Einwanderern? Da muß man sich nichts ausdenken, sondern einfach nur sein Geschichtsbuch kennen... (Nanny? Und wie heißt du wirklich? und deine Geschichte? Blablabla Wie mehr nicht??)
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sylvia  Dieses Baums Blatt


Status: Offline Registriert seit: 13.10.2005 Beiträge: 15 Nachricht senden | Erstellt am 20.10.2005 - 23:38 |  |
Höflichkeit und Wertschätzung solten von der "Kinderstube" an normal sein!!!!!
Alle die Kinder , oder viel mit Kindern zu tun haben, solten Höflichkeit und Wertschätzung vorleben !So würden sich heutige dikusionen über Höflichkeit ergeben.
Doch die Umgangsformen um 1800 waren ,auch Gesellschaftlich gesehen, erheblich "anders"-- Das hat nicht nur etwas mit Höflichkeit zu tun. Eine Liste der Umgangsformen aus dieser Zeit wäre großartig.
Guß Sylvia
Signatur Carpe diem.
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Elisabeth Ast


Status: Offline Registriert seit: 13.10.2005 Beiträge: 231 Nachricht senden | Erstellt am 21.10.2005 - 06:38 |  |
Wie man sich damals benommen hat und was als anständig galt . mal zusammenzustellen , ist eine gute Hilfestellung- Vor zementierten Reglementierungen kann ich nur warnen!!! Sowas hat sofort eine hierarchische Bürokratie mit Kontrollinstanzen zur Folge und raubt den Spass am Hobby.
die Vita ist eine mehrfach bewährte Idee, allerdings nur dann , wenn sie im Hintergrung bleibt und durch die Darstellung " hindurchscheint"-
wie der Vorrdner schon bemerkte , einer Neubegegnung gleich sofort mit der ( je spektakulärerer desto besseren ) Lebensgeschichte zuzuschwallen, das ist unhöflich-
Signatur der Unterschied zwischen Einbildung und Bildung besteht in Anstrengung und darin , daß man sich die Finger schmutzig macht ..... |
Nanny  Dieses Baums Blatt


Status: Offline Registriert seit: 12.10.2005 Beiträge: 656 Nachricht senden | Erstellt am 21.10.2005 - 07:51 |  |
Ganz meine Rede . Mit freundlicher Zurückhaltung und dem, was man von zu Hause an guten Umgangsformen mitbekommen hat, liegt man doch auf der richtigen Welle! Vita: es wirkt viel besser, wenn man in einer normalen Unterhaltung bei einer sich bietenden Gelgenheit vielleicht sagt: "Oh, meine Familie kommt ursprünglich aus Elberfeld, mein Vater war dort Beamter..." (imwirkl. Leben der Opa, der Uropa, der...)mehr ist nicht nötig und es kommt natürlich rüber, ganz einfach weil es die Wahrheit ist.
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sylvia  Dieses Baums Blatt


Status: Offline Registriert seit: 13.10.2005 Beiträge: 15 Nachricht senden | Erstellt am 21.10.2005 - 09:24 |  |
Wichtig ist doch das wie alle frei und ungezwungen miteinander reden und umgehen können. Gruß Sylvia
Signatur Carpe diem.
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Becky  Der Blätter zwey


Status: Offline Registriert seit: 14.11.2005 Beiträge: 38 Nachricht senden | Erstellt am 15.11.2005 - 21:59 |  |
Ich wollte mich nur kurz einschalten in die kleine Diskussion rund um die Frauenrolle.
Da kam der Gedanke auf, daß wir zu emanzipiert sind.
Als kleinen Gedankenanstoß:
Olympe de Gauges: "Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin" verfasst 1791.
Soviel zur Emanzipation.
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Nanny  Dieses Baums Blatt


Status: Offline Registriert seit: 12.10.2005 Beiträge: 656 Nachricht senden | Erstellt am 16.11.2005 - 08:45 |  |
Da hast du recht. Ich habe aber auch festgestellt, das es den Frauen fiel weniger schwer fällt, zurückzustecken, als den Herren, das Zurückstecken zu akzeptieren! z. B.: (ich weiß: das ist die Rosine im Kuchen der Darstellungen) Bälle/Tanzveranstalltungen waren dazu da, das Frauen auch mal Spaß hatten, mal unter Leute kamen, sich schön machen konnten, ...Heiratsmärkte... den Stuhl zurecht gerückt bekommen, etwas zu essen und zu trinken gereicht bekommen, tanzen (!!!) u.s.w. Sehe ich mir die Veranstalltungen an (waren ja für mich bisher in 1. Linie 1850-60er), stelle ich oft fest: geht es ums Tanzen, rennen 8 von 10 Herren schneller als ihr Jagdhund, wenn es ums Tanzen geht. Stuhl zurecht rücken, eine Erfrischung gereicht bekommen? Fehlanzeige! Ich unterstelle den männern da nochnichtmal schlechte Absichten - auf keinen Fall! Sie sind es einfach nicht gewöhnt. (Während unsereins sich bemüht, nicht raumgreifend daher zulaufen, niemanden anzusprechen, dem man nicht vorgestellt wurde, nicht gierig übers Essen herzufallen, nicht laut zu reden...)
[Dieser Beitrag wurde am 16.11.2005 - 08:45 von Nanny aktualisiert]
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Becky  Der Blätter zwey


Status: Offline Registriert seit: 14.11.2005 Beiträge: 38 Nachricht senden | Erstellt am 16.11.2005 - 10:10 |  |
Das stimmt allerdings. Also sollten wir vielleicht mal einen Nachmittag Umgangsformen üben und dabei auch das Tanzen und Essen einbeziehen.
Ich habe auch mal auf einem Event Hungern müssen, weil der werte Herr an meiner Seite nicht bereit war, mir etwas zu essen zu holen. Und selbst ans Buffet gehen, gehört sich ja eigentlich gar nicht.
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Adolphe  Zweig


Status: Offline Registriert seit: 31.10.2005 Beiträge: 174 Nachricht senden | Erstellt am 16.11.2005 - 10:41 |  |
Habe gerade gelesen, dass es bei gesellschaftlichen Zusammenkünften eine gewisse Sitzordnung gab. D.h., das hochstehenden Personen die bequemen Sessel, Sofa´s etc. zustanden, dann fein säuberlich im Rang abwärts bis hin zum einfachen Schemel gesessen wurde. Versteht sich, das in der kälteren Jahreszeit auch die Entfernung zum Kamin berücksichtigt wurde. Diese Sitzordnung wurde erst mit der in Mode kommenden Einführung der großen "runden " Tische im Spätempire bzw. frühen Biedermeier unterlaufen bzw. aufgehoben. Soll man die Darstellung so auf die Spitze treiben?
Signatur Der Schein trügt.......... |