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elisabeth Ast


Status: Offline Registriert seit: 13.10.2005 Beiträge: 231 Nachricht senden | Erstellt am 16.10.2005 - 10:54 |  |
Hoffentlich hast Du recht Justine !!!!
hm , das ist so ähnlich wie beim Thread über die Höhe der Taille, wenn wir uns in eine andere Zeit zurückversetzten wollen , müssen wir wohl oder übel die damaligen Gepflogenheiten annehmen- um bei dieser Gelegenheit festzustellen , wie gut es uns heut' doch geht , nicht wahr - Habe dieses Hobby in ettlichen Facetten kennengelernt in den letzten 20 Jahren, und sosehr die Herren daruf erpicht sind, den ästhetischen Kriterien von " damals " zu entsprechen , Frauen werden immernoch weitgehend nach den heutigen betrachtet ( und betrachten sich auch selber so ! ) anstatt nach Authentizität....
nun gut , Thema Emanzipation wenn ich mir vorstelle , wie es den gebildeten Frauen zwischen 1795 und 1815 ff ergangen ist- Wenn du mich fragst, die sog. Emanzipation ist ein Kind der Gegenwart und eine "Verwirklichung von Gleichberechtigung " wurde in der Aufklärung niemals wirklich angestrebt-Knigge ist ein gutes Beispiel und denke an den Lebenswandel des Rousseau.
Signatur der Unterschied zwischen Einbildung und Bildung besteht in Anstrengung und darin , daß man sich die Finger schmutzig macht ..... |
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Nanny  Dieses Baums Blatt


Status: Offline Registriert seit: 12.10.2005 Beiträge: 656 Nachricht senden | Erstellt am 16.10.2005 - 11:23 |  |
Dein Wort in Gottes Ohr! Wenn ich irgendwo sage, das ich 1861-65 nur in Uniform mache, regnet zu 80% Empörung auf mich herab. Wobei viele Frauen noch bedeutend schlimmere Argumente an den Tag bringen, als viele der Herren! (Sie erkennen weibliche Soldaten immer! - Kein Wunder! Sind sie doch Frauen in Hosen vom täglichen Leben anno 2005 durchaus gewöhnt ) Auch das Argument: sie möchten sich doch bitte in die Zeit versetzen und sich überlegen, wie die Einstellung der Leute damals war und wer den nun außschließlich Hosen trug. Alles was Hosen trug, war ein Mann und niemand anderes! Infolgedessen wurden Frauen in Uniform nicht erkannt, da den Leuten einfach die Fantasie für so eine Unmöglichkeit fehlte.
Dabei hat es vor allem im 18. Jahrhundert genug Beispiele für Hosen-tragende Frauen gegeben. Sie wurden als Exoten betrachtet, aber keine/r hat sich weiter aufgeregt. Erst mit dem Empire wandelte sich das Denken der Leute wieder und der Exoten-Status wurde wieder aufgehoben und es wurde mißbiligend betrachtet. Allerdings in 1. Linie in der gehobenen Gesellschaft. Bei der arbeitenden Bevölkerung, gehörte es oft zur Berufstracht. Bäuerinnen im Walis, Fischerinnen an Englands Küsten: sie trugen Hosen!
Emanzipation: Den Frauenrechtlerinnen ging es damals um ganz banale Sachen - wie es uns heute scheint. Recht auf eigenes Geld, Recht auf Scheidung, Recht auf Mitsprache in der Kindererziehung, Recht auf eine gute Ausbildung. Der Gedanke, auch Wählen zu wollen kam ja erst viel später. Jetzt kann man natürlich sagen, eine kluge Frau erreichte das doch auch alles so - aber es ist doch ein Unterschied, ob man das darf oder ob man es heimlich macht! Bestes Beispiel: Frau geht in Kneipe arbeiten, ihr schwerverdientes Geld, das sie für die 10 Kinder braucht, wird ihr dann von ihrem Göttergatten wieder abgenommen - es gehörte nach dem Gesetz nämlich ihm! - und versäuft es in der nächsten Kneipe! Oder: Mann stirbt, das Haus und das Geld geht an den Vetter 3. Grades seines Vaters und Frau und 3 Töchter können sich im schlimmsten Fall ein neues Heim suchen, im eigenen Heim Miete an den Vetter zahlen und zuschauen, wie sie mit dem jährlichen Betrag, den der Verstorbene für sie als ausreichend fand zurecht kommen. Frauen waren keine juristischen Personen - infolgedessen konnten sie auch nicht erben! Selbst in den 1950/60er Jahren konnte ein Mann anstelle seiner Frau IHRE Arbeitsstelle kündigen - dazu hatte er das Recht und sie konnte sich nicht ´dagegen wehren!
[Dieser Beitrag wurde am 16.10.2005 - 11:33 von Nanny aktualisiert]
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Republicain  Dieses Baums Blatt


Status: Offline Registriert seit: 14.10.2005 Beiträge: 522 Nachricht senden | Erstellt am 17.10.2005 - 07:45 |  |
Ja hosentragende Frauenzimmer, ist ja kein Schimpfwort, da gibts ja diese schönen Gouachen von 89-94, auch eine, die eine Frau in Pseudouniform samt Hosen darstellt. Und das ist natürlich wieder eine Heroin.
Signatur ... Das Sturmläuten, das nun anheben wird, ist kein Alarmsignal, es bedeutet den Generalangriff auf die Feinde des Vaterlandes. Um sie zu besiegen, brauchen wir Mut, meine Herren, Mut und nochmals Mut; dann ist Frankreich gerettet. |
Stefan  Der Blätter zwey


Status: Offline Registriert seit: 13.10.2005 Beiträge: 24 Nachricht senden | Erstellt am 17.10.2005 - 11:40 |  |
GeneralEtienneRoda schrieb
Das Beste ist, sich um Höflichkeit und Takt zu bemühen, sowie Respekt und eine gewisse Distanz. Dann kommt der Rest von alleine und das Niveau steigt.
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Ich kann mich der Vorrede meines Namensvetters nur anschließen. Sich mit Höflichkeit und Takt auszuzeichnen, ist für mich ein schweres Unterfangen, das schon sehr viel Konzentration erfordert. Als Beispiel habe ich bisher selten gesehen, dass sich Herren bei Eintreffen einer Dame erhoben haben und Ihr somit die nötige Ehrerbietung erwiesen haben. Im Vergleich zur heutigen Zeit, spielt der gegenseitge Respekt ein vielmehr größere Rolle.
Sollte dieses gelingen, ist man schon sehr viele Schritte weiter.
Gruss, Stefan
Signatur Nomen est omen. Rechtschreibfehler sind gewollt und unterstreichen die persönliche Note. |
Elisabeth Ast


Status: Offline Registriert seit: 13.10.2005 Beiträge: 231 Nachricht senden | Erstellt am 17.10.2005 - 12:38 |  |
guter Punkt Mon Chèr, Bedenke aber , daß eine " Frau " erst dann als " Dame " respektiert wurde , wenn sie in Begleitung eines möglichst angesehenen Herren in Gesellschaft erschien-
Signatur der Unterschied zwischen Einbildung und Bildung besteht in Anstrengung und darin , daß man sich die Finger schmutzig macht ..... |
Katja  Administrator


Status: Offline Registriert seit: 12.10.2005 Beiträge: 84 Nachricht senden | Erstellt am 17.10.2005 - 19:56 |  |
Viele Anregungen weiter zu diskutieren!
Benimmunterricht vor dem Tanzen, gerne!Aber dann eher beim Tanzen, denn Benimmunterricht an sich und nicht in einer Situation ist wirklich schwer. Ich denke guter Benimm ist uns allen in die Wiege gelegt worden- zusammen mit der Fähigkeit zu denken. Guter Benimm entsteht aus der Frage- wie will ich behandelt werden? und der Fähigkeit sich in andere Menschen hinein zu versetzen- wie will dieser Mensch mir gegenüber (vielleicht) behandelt werden,wobei man da natürlich schnell wieder bei der ersten Frage landet. Die Antwort darauf ist dann natürlich abhängig von Situation und der Art der Gesellschaft in der man sich befindet. Kennt ihr den Spruch: "Was Du nicht willst das man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu!" Daraus könnte guter Benimm entstehen....
Aber natürlich führt das dann erstmal nur zu einer harmonischen Gesellschaft und zu Frieden in der Umgebung."Nur" ist gut- ich bin immer sehr froh wenn ich das in meiner Umgebung bemerke,das ist viel zu selten! Wir wollen natürlich noch weiter- in Richtung 1800.........aber das führt zu weiteren Überlegungen: wer sind wir Anno 1805? Welchen Stand haben wir? Denn aus der Antwort auf diese Fragen entsteht der authentische Benimm und die authentische Konversation.Und das ist so viel Arbeit!So viel gibt es zu erforschen und zu durchdenken!
Deswegen: laßt uns kleine Schritte gehen und erstmal die Grundregeln der Höflickeit beachten- obwohl das jeder im Grunde bei uns macht.Ich versuche es auch im Alltag........oh jetzt höre ich unseren General lachen!Ja,Monsieur- ich werde weiterhin versuchen Sie nicht ständig in ihren Ausführungen mit meinem ewigen "Aber......." zu unterbrechen!
Nach der natürlichen Höflichkeit kommt die Beschäftigung mit der Zeit,je nach Interessengebiet: Literatur über die Zeit,aus der das Leben war damals so bunt! Und irgendwann dann einmal kommt die Annäherung an eine historische Persönlichkeit......so weit das denn geht!
Und seien wir Mal ehrlich: picken wir uns nicht die Rosinen aus dem Kuchen der Vergangenheit und spielen nicht lieber die schönen Sachen?
Signatur Haute Niveau Culturel et Responsabilité |
GeneralEtienneRoda  Der Blätter zwey


Status: Offline Registriert seit: 14.10.2005 Beiträge: 29 Nachricht senden | Erstellt am 17.10.2005 - 21:10 |  |
Takt, Respekt, Höflichkeit !
Ausnahmen bestätigen die Regel: Franken ! Franken sind der lebende Beweis dafür daß es zur Bildung einer Pöbelrotte keineswegs mehr als eine Person braucht. Hier hat die Genese erfolgreich bewiesen daß es durchaus möglich ist eine menschliche Gesellschaft funktionieren zu lassen deren Mitglieder ohne jede soziale Kompetenz ausgestattet wurden.
Na gut, das ist etwas übertrieben... Ohne Unterstützung aus München würde Franken nicht existieren.
Aber zu uns: Ich merke gar nicht daß mich Mde. Kelping immer unterbricht, weil ich i.d.R. so besoffen von meinen eigenen Ausführungen bin, daß sie schon schreien müsste...
Auch früher gab es Franken und zwar quer durch die Gesellschaft. Aber für die gab es dann eben Regeln. Die wurden den geborenen Franken zunächst unter Zuhilfenahme des Entzuges von Speisen und Zuwendungen, mithin auch unter Anwendung des spanischen Rohrs zur lückenlosen Anwendung anheimgelegt. Den Rest besorgt später die "gute Gesellschaft" und das aus ihr hervorgehende Mobbing.
So biegt man sich selbst die übelsten Franken regelkonform.
Und bei denjenigen Sorten Franken bei denen das alles nicht hilft (bestimmte Stämme aus den Bergen), sollte man es halten wie es die Schweizer gemacht haben: plattgemacht und in Stahltresoren sicher weggesperrt !
Hab ich übrigens erwähnt daß ich von Beruf Militär bin ? Kennt jemand das Lied von Georg Kreißler ? ("Der arme Mann ist Ge-ne-ral,...."
Signatur "Gott ich danke Dir, daß Du mich nicht geschaffen hast wie jene..." |
Elisabeth Ast


Status: Offline Registriert seit: 13.10.2005 Beiträge: 231 Nachricht senden | Erstellt am 18.10.2005 - 07:27 |  |
die Urmenschen haben die Manieren erfunden , damit sie sich nicht permantent gegenseitig die Keule über den Schädel hauen und gleich wieder aussterben- Immanuel Kant hat das zu seiner Zeit besser formuliert -
Mon General, empfehle Ihnen die Lektüre der Reisetagebücher des EM Arndt zum Thema Franken; Hélas : Das Volk am Main hat mir manch herzlichere,innigere Gastfreundschaft und durchaus Benehmen der hohen Schule entgegengebracht . wie ich es wohl eher von den Erben der Antike hätte erwarten können-
[Dieser Beitrag wurde am 18.10.2005 - 07:52 von Elisabeth aktualisiert]
Signatur der Unterschied zwischen Einbildung und Bildung besteht in Anstrengung und darin , daß man sich die Finger schmutzig macht ..... |
Republicain  Dieses Baums Blatt


Status: Offline Registriert seit: 14.10.2005 Beiträge: 522 Nachricht senden | Erstellt am 19.10.2005 - 07:34 |  |
Mein lieber Citoyen, le General: Mein gnädiger Herr ist gebürtiger Franke und ich würde lieber hier und jetzt einen Treueid auf einen Lumpen wie den Comte d'Artois ablegen, als von meiner Meinung abzuweichen, dass er der wohlerzogenste, charmanteste, höflichste, weltmännischste Herr ist, der mir jemals begegnet ist. (Räusper.) Leider trifft das nicht für alle seine Nachbarn zu. Aber nehmt bitte einmal die Preußen. Findet einmal einen Brandenburger der ein wahrer Gentilhomme ist! Kein Wunder, dass nu "Ausländer" die hohen Posten inne haben, vom alten Braunschweig bei Valmy bis Blücher...
Signatur ... Das Sturmläuten, das nun anheben wird, ist kein Alarmsignal, es bedeutet den Generalangriff auf die Feinde des Vaterlandes. Um sie zu besiegen, brauchen wir Mut, meine Herren, Mut und nochmals Mut; dann ist Frankreich gerettet. |
elisabeth Ast


Status: Offline Registriert seit: 13.10.2005 Beiträge: 231 Nachricht senden | Erstellt am 19.10.2005 - 08:14 |  |
mon Chèr du Jard,
die Brandenburger sind ein rechtschaffen Volk-
zeige er mir ein anderes Land in Europa , welches Andersgläubige mit solch großer Toleranz aufgenommen hat als Preussen-
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