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Nanny ...
Dieses Baums Blatt
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Beiträge: 656
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...   Erstellt am 13.10.2005 - 23:32Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Bei mir zeigt der link nur "Error" an
Schade!




Una ...
Ast
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Registriert seit: 12.10.2005
Beiträge: 201
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...   Erstellt am 14.10.2005 - 02:25Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Die Forumssoftware hat Probleme lange Links richtig darzustellen wenn man die Option URLS automatisch umwandeln benutzt.
Hier ist es nochmal:
Anrede für alle Stände





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We are not human beings on a spiritual journey. We are spiritual beings on a human journey.
- Stephen Covey

Republicain ...
Dieses Baums Blatt
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Registriert seit: 14.10.2005
Beiträge: 522
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...   Erstellt am 14.10.2005 - 07:49Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Salut,
wenn ich nicht davon überzeugt wäre, dass das historische Rollenspiel möglich wäre, sich in die Personen der damaligen Zeit zu versetzen, dann würde ich dieses Hobby garnicht mehr betreiben. Denn sonst wären wir nichts anderes als moderne menschliche Kleiderständer mit Versuchen der Rekonstruktion der Zeit auf unserem Leib.
Für Konversation empfehle ich die Site von Martin Klöffler. Hier findet man zwar ziemlich umständlich, aber bis jetzt unübertroffen zu einem kleinen Brevier für den korrekten Umgang so um 1800, wo relativ konkret auf Erzen und Siezen eingegangen wird.
Ich bemühe mich seit etwa einem Jahr um eine möglichst authentische Kinderstube. Gewiss macht das manchmal keinen Spaß und es klappt zur eigenen Befriedigung nur unter Gleichgesinnten. Schlimm ist es ganz gewiss nicht, wenn sich die Referenz etc. (meine Quelle ist zum Beispiel aus den 1770ern) unterscheidet, das wird sie sich damals auch gehabt haben.
Wirklich interessant ist der Umgang zwischen verschiedenen Stände wie ich es mit meinem Herren im Rokoko als Domestik praktiziere. Leider habe ich bis jetzt nur von Büchern gehört, die den Domestiken beraten, wie er seinem Herren was abzwacken kann und noch keine Benimm-Büchlein, die genaue Umgangsformen von Haushofmarschall, Kutscher, Leibdiener, Livreediener, Zofe, Magd, Koch, Küchenbursche, Jäger... Das wäre wirklich interessant!
Hilfreich ist es bestimmt Briefwechsel zu lesen, wie ich in diesem Forum gesehen habe, schon einige gehandelt haben und dann sollte man Briefe selber schreiben, das dauert zwar am Anfang mal zwei Stunden, aber es müssen ja auch nicht mehr als drei-vier im Monat sein. Blöd ist nur dass man dabei ein bisschen arg das moderne Deutsch verlernt. Obwohl die richtige Briefsprache ja ohnehin Französisch ist, aber auch Händel machte da seine Ausnahmen (und was für ein unverständlicher Kauderwelsch kam dabei heraus).
Es leben die Umgangsformen!





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... Das Sturmläuten, das nun anheben wird, ist kein Alarmsignal, es bedeutet den Generalangriff auf die Feinde des Vaterlandes. Um sie zu besiegen, brauchen wir Mut, meine Herren, Mut und nochmals Mut; dann ist Frankreich gerettet.

Justine_de_Farinot ...
Administrator
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...   Erstellt am 14.10.2005 - 22:43Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich habe allerdings bemerken dürfen, daß in der Tat auch "moderne" Menschen eine gewählte Sprache durchaus sehr schätzen!
Ich habe zu diesem Thema übrigens von meiner geschätzten Frau Mutter ein Büchlein erhalten, welches dem Jahr 1788 entstammt. Des Freiherrn von Knigges "Über den Umgang mit Menschen"...





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Der Charakter offenbart sich nicht an großen Taten; an Kleinigkeiten zeigt sich die Natur des Menschen.
(Rousseau)

GeneralEtienneRoda ...
Der Blätter zwey
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Registriert seit: 14.10.2005
Beiträge: 29
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...   Erstellt am 14.10.2005 - 22:46Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Mein Erfahrung ist: Viele haben wirklich hörenswertes zu sagen. Wenn man aber das Niveau der konversation zu hoch schraubt verstummen sie, aus Angst von der Eloquenz her nicht mithalten zu können. Was bleibt sind hohle Phrasendrescher, welche die Zuhörer ermüden.

Das Beste ist, sich um Höflichkeit und Takt zu bemühen, sowie Respekt und eine gewisse Distanz. Dann kommt der Rest von alleine und das Niveau steigt.

Der richtige Umgang zwischen den Klassen läßt sich nur dann darstellen, wenn man auch die wirtschaftlichen und sonstigen Abhängigkeiten schaffen kann. Beispiel: Körperhaltung und -sprache des Schauspielers der den Caulincourt in dem unsäglichen Napoleondreiteiler gespielt hat zeigt eindeutig, daß er Clavier, den Darsteller des Napoleon nicht im mindesten respektiert.

Martin Klöffler hat sicher die Regeln drauf wie man damals miteinander umgegangen ist und ich wünschte ich hätte einen Bruchteil seines Wissens und seiner Französischkenntnisse. Aber in der Praxis wirkt jemand ohne dieses ganze Wissen aber mit überragender sozialer Kompetenz, wie z.B. Erdal, unendlich viel authentischer. DAS ist meiner Meinung nach der Geist der Zeit, den es zu pflegen gilt.
Ich habe 10 Jahre gebraucht um das zu verstehen.

Grüße
Stefan





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"Gott ich danke Dir, daß Du mich nicht geschaffen hast wie jene..."

Nanny ...
Dieses Baums Blatt
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Registriert seit: 12.10.2005
Beiträge: 656
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...   Erstellt am 14.10.2005 - 22:48Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hervorragend ausgedrückt!




Republicain ...
Dieses Baums Blatt
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Registriert seit: 14.10.2005
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...   Erstellt am 15.10.2005 - 19:18Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Salut,
bestimmt ist das so wie der Bürger General sagte. Eigentlich sind Menschen wie der Herr Klöffler auch nur dann wirklich interessant und auch wirklich garnicht ermüdend, wenn man sich gänzlich unvoreingenommen zu Zweit mit ihnen unterhält. Dann kann man wirklich, wie man so sagt, historische Momente erleben, was mir bis jetzt offengestanden nur im Zivilen gelungen ist und noch nie im Reenactment.
Ich und mein Herr pflegen auch einen recht ungezwungenen Umgangston, wobei ich ihn natürlich nur mit "Mein Herr" und er mich, wie er will anspricht. Ich bin gespannt, wie ihr das findet, falls er geruht im März nach Z-heim zu kommen. Irgendwie ist man, wenn man diese Domestikenkiste aufzieht schon in einer eigenen Welt, die kaum mehr als drei, vier Personen hat, mit denen man auf einer Veranstaltung dann spricht. Aber das ist nicht schlimm, denn nie war eine Veranstaltung für mich selber befriedigender als die Erste, bei der ich das durchgezogen habe.
Es ist schwierig Umgangsformen zu vermitteln und wohl auch etwas müßig sie zu vereinheitlichen, auch wenn jedes Benimm-Buch aus der Zeit (2.H. 18.Jh) natürlich sich dieses Ziel steckt. Aber toll wäre es schon, wenn man kundige Leute gewinnen, kann und sei es nur für zwei Stunden - Verbeugung, Begrüßungsformeln usw.. Ich habe mit Freude festgestellt, dass sich hier zumindest wirklich Interessierte finden lassen... Auf angenehme Umgangsformen!





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madameKaya ...
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...   Erstellt am 15.10.2005 - 20:53Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ach danke...das freut den Gatten, der von mir ins Kostüm manipuliert und ständig in das Jahr 1805 verfrachtet wird.

@Tina: den Knigge "Über den Umgang mit Menschen" habe ich auch hier liegen.

Allerdings ist es weniger ein Benimmbuch im Sinne von Tischmanieren, Vorstellungsflosklen und dergleichen als ein Werk das Ratschläge im Umgang mit sich selbst und anderen Menschen.

Für meinen Alltag habe ich da schon so einiges verwerten können:

"Sei nicht zu sehr ein Sklave der Meinung anderer"

"Verbirg deinen Kummer"

"Gib anderen Gelegenheit zu glänzen"

"Man kann in jeder Gesellschaft etwas lernen"`

Ich kann den Gedankengang des Bürgers Andre nur unterstützen..wie wäre es demnnächst mit einem kleinen Benimmunterricht vor der Tanzstunde?







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Es gibt kein echtes Leben im Falschen...

Elisabeth 
Ast
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Registriert seit: 13.10.2005
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...   Erstellt am 16.10.2005 - 07:50Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


besagtes Kniggebuch ist ein wunderbares Zeitzeugnis-Interessant die praktische Umsetzung der Gedanken der Aufklärung-( --> Kapitel 5 , über den Umgang mit Frauenzimmern , speziell Absatz 18 )
Sehr chauvinistisch , mit Verlaub !!!!

Empfehle Stendhal - kein Wunder , daß er ständig Ärger hatte , bei so einer frechen Sprache ;- )))))





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der Unterschied zwischen Einbildung und Bildung besteht in Anstrengung und darin , daß man sich die Finger schmutzig macht .....

Justine_de_Farinot ...
Administrator
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...   Erstellt am 16.10.2005 - 09:15Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hmm, ja, ich fürchte für uns ist das heute auch nicht wirklich nachzuvollziehen, so sehr wir uns bemühen.
Die Emanzipation ist in unseren Köpfen und läßt sich nie wirklich ausschalten





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