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Gestriger unregistriert
| Erstellt am 27.01.2009 - 00:17 |  |
Hand aufs Herz. Was soll man mit einem Mann machen, der behauptet, der Vatikan stände unter satanischer Kontrolle, der die Anschläge des 11. September leugnet und die Gaskammern von Auschwitz gleich mit?
Ich würde ihn in die nächst beste Klapse einweisen lassen.
Nicht so der Papst. Er holt solche Menschen zurück in den Schoß der Kirche.
Meine Rede ist von dem Briten Richard Williamson. Der war zusammen mit 3 weiteren exkommuniziert worden.
Nicht etwa wegen seines wiederholten Leugnen des Holocaust, sondern weil er und die 3 anderen das 2. Vatikanische Konzil abgelehnt hatten.
Der Papst feiert jetzt die Wiederaufnahme der 4 Erzreaktionären als Quelle der Freude und fügte hinzu, Richard Williamson Holocaust Leugnung hätte mit der Entscheidung rein gar nichts zu tun.
Gerade das ist doch das Problem. Aber das merkt das Oberhaupt der katholischen Kirche nicht. „Wir sind Papst“ haben wir im April 2005 begeistert gerufen, aber mit Entscheidungen und Aussagen wie diesen, kann man sich für den Ignoranten und Dogmatiker in Rom nur schämen.
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Robert 

Status: Offline Registriert seit: 25.08.2008 Beiträge: 351 Nachricht senden | Erstellt am 27.01.2009 - 11:09 |  |
Einen bekennenden Antisemiten zum Bischof machen, das traut sich nur der Klerus der katholischen Kirche.
Der Zentralrat der Juden spricht von einer neuen Eiszeit.
Die Staatsanwaltschaft Regensburg ermittelt wegen Volksverhetzung.
Der Vatikan bemüht sich um Schadensbegrenzung.
Warum hat der Papst es zum Schadensfall kommen lassen?
Er wusste doch, dass der Erzbischof zur konservativen Bruderschaft gehört, und dass er nach wie vor den Holocaust leugnet.
[Dieser Beitrag wurde am 27.01.2009 - 11:26 von Robert aktualisiert]
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Anne 

Status: Offline Registriert seit: 25.08.2008 Beiträge: 549 Nachricht senden | Erstellt am 27.01.2009 - 11:11 |  |
Darf ein Mann mit solchen Ansichten katholischer Bischof sein?
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werner43 

Status: Offline Registriert seit: 04.12.2008 Beiträge: 349 Nachricht senden | Erstellt am 27.01.2009 - 12:17 |  |
Wenn du mich fragst: NEIN!
und auch die anderen drei sollten nicht so viel Gewicht bekommen
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werner43 

Status: Offline Registriert seit: 04.12.2008 Beiträge: 349 Nachricht senden | Erstellt am 27.01.2009 - 13:16 |  |
Der Vorstand des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit schickte den folgenden Brief nach Rom:
An
Seine Heiligkeit
Papst Benedikt XVI.
zur Kenntnisnahme an
Herrn Walter Kardinal Kasper
Präsident der Kommission für Religiöse Beziehungen
zum Judentum
Hochverehrter Papst Benedikt,
mit Bestürzung haben die jüdischen, katholischen und evangelischen und Mitglieder im Vorstand des Deutschen Koordinierungsrates (DKR) sowie viele Mitglieder der 83 Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Deutschland Ihr neues Dekret zur Aufhebung der Exkommunikation von vier Bischöfen der „Priesterbruderschaft Pius X.“ wahrgenommen.
Wir sehen die biblisch begründete und in den letzten Jahrzehnten seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil gelehrte Einheit des einen Volkes Gottes von Juden und Christen durch die päpstliche Sorge um die Einheit der römisch-katholischen Kirche in Frage gestellt. Unserer Überzeugung nach ist der Preis für diesen innerkatholischen Versöhnungsakt zu hoch, denn:
• die Anhänger des Erzbischofs Lefebvre und die vier Bischöfe lehnen weiter die Erklärungen des Zweiten Vatikanischen Konzils ab und zwar nicht nur die Konstitution zur Liturgie, sondern auch das Dekret über den Ökumenismus, die Erklärung über die Religionsfreiheit und vor allem die Erklärung Nostra aetate mit den wichtigen Entscheidungen zu einem erneuerten Verhältnis der katholischen Kirche zu den Juden.
• Wir sind entsetzt, dass Sie unter den vier Bischöfen auch einen erklärten Holocaust-Leugner, Bischof Richard Williamson aus Großbritannien, gegen den Zivilprozesse angestrengt wurden, rehabilitiert haben. Nach den Auseinandersetzungen um die „Fürbitten für die Juden“ in der Karfreitagsliturgie für den außerordentlichen Ritus sowie im Kontext der geplanten Seligsprechung Pius XII. sehen wir den jüdisch-christlichen Dialog erneut schwer belastet und beschädigt.
Mit dem Ausdruck tiefen Respekts
Dr. Henry G. Brandt
Jüdischer Präsident
Pfr. Ricklef Münnich
Evangelischer Präsident
Dr. Eva Schulz-Jander
Katholische Präsidentin
Bad Nauheim, den 26.1.2009
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Epikur 

Status: Offline Registriert seit: 04.02.2007 Beiträge: 479 Nachricht senden | Erstellt am 27.01.2009 - 14:09 |  |
Die katholische Haltung ist eindeutig.
Sie wurde auch in einem Vertrag zwischen Johannes Paul II. und Israel ratifiziert.
Darin verpflichtet sich die katholische Kirche jede Form von Antisemitismus zu bekämpfen.
Die katholische Kirche hat so massive, eindeutige Festlegungen zu diesem Thema, dass in jeder Hinsicht die Entscheidung des Papstes inakzeptabel ist.
Um es noch klarer zu sagen: Papst Benedikt XVI.
ist inakzeptabel.
[Dieser Beitrag wurde am 27.01.2009 - 14:10 von Epikur aktualisiert]
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Epikur 

Status: Offline Registriert seit: 04.02.2007 Beiträge: 479 Nachricht senden | Erstellt am 27.01.2009 - 14:10 |  |
Die katholische Haltung ist eindeutig.
Sie wurde auch in einem Vertrag zwischen Johannes Paul II. und Israel ratifiziert.
Darin verpflichtet sich die katholische Kirche jede Form von Antisemitismus zu bekämpfen.
Die katholische Kirche hat so massive, eindeutige Festlegungen zu diesem Thema, dass in jeder Hinsicht die Entscheidung des Papstes inakzeptabel ist.
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WordPerfekt

Status: Offline Registriert seit: 09.03.2007 Beiträge: 688 Nachricht senden | Erstellt am 27.01.2009 - 14:19 |  |
Um es noch klarer zu sagen:
Papst Benedikt XVI. ist inakzeptabel.
Für den Papst hat es keine Rolle gespielt, welche Gesinnung Richard Willemson hatte.
Er besänftigt, dass seine Entscheidung unabhängig von politischer Gesinnung gemacht wurde, in dem er sagt, ihm ginge es nur um theologische Fragen und Fragen der Liturgie.
Er wollte Güte zeigen, und die Hardliner der Pius Brüder wieder umarmen und seine Schäfchen zu sich kommen lassen.
@Anne - NEIN!
Richard Williamson hat in keinem Amt unserer Gesellschaft etwas zu suchen.
Signatur Der menschliche Geist gleicht einem Fallschirm;
er kann nur funktionieren, wenn er offen ist.
Franscis Picabia |
besucherin unregistriert
| Erstellt am 27.01.2009 - 15:04 |  |
ein papst, der großinquisitor war, und exorcismus auch befürwortet ist schon vornerein inakzeptabel.
diese skandal setzt nur dass tüpfelchen auf.
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werner43 

Status: Offline Registriert seit: 04.12.2008 Beiträge: 349 Nachricht senden | Erstellt am 29.01.2009 - 16:13 |  |
Wohin will der Papst?
Mit dieser Fragestellung – ausgelöst durch die Diskussion um die Aufhebung der Exkommunikation der Bischöfe der Priesterbruderschaft Sankt Pius X. - befasst sich heute die PHOENIX-Runde um 22.15 Uhr. An dieser Diskussion wird neben einem Vertreter des Zentralrates der Juden und dem Hamburger Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke auch der ZdK-Präsident Prof. Dr. Hans Joachim Meyer teilnehmen.
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