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Taurus ...
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...   Erstellt am 30.03.2006 - 15:08Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 



Biographie:

Was haben Hans Hippert, der sich hinter dem Pseudonym des bärtigen Wahl-Russen Ivan Rebroff verbirgt, und die italienische Metal-Band Rhapsody gemein? Musikalisch wahrscheinlich reichlich wenig, aber beide haben schon mit dem weltberühmten Don Kosaken-Chor zusammen gearbeitet. Für die Puristen im metallischen Land schlittert das wahrscheinlich schon nahe an der Gotteslästerung vorbei, ist aber für die Band fast schon typisch.
Obwohl eher im traditionellen Metal beheimatet, scheuen sie nicht davor zurück, Experimente einzugehen. Das offenbart sich in der Verwendung von klassischen Instrumenten, die im Gegensatz zu anderen Bands live eingespielt werden und nicht vom Band oder Samples stammen. Dass die Jungs ausgewiesene Klassik-Fans sind, ist hinlänglich bekannt, so zählen sie neben ihren Einflüssen aus dem Metal-Sektor (Helloween, Blind Guardian, Manowar ...) auch klassische Komponisten wie Vivaldi, Bach oder Paganini zu ihren Favoriten.

Gegründet wird die Band 1993 von den Gitarristen Luca Turilli und Alex Staropoli. Zu Beginn firmieren sie noch unter dem Namen Thundercross und nehmen mit Sänger Christian Adacher sowie dem Bassisten Andrea Furlan das Demo "Land Of Immortals" auf. Beim Label Limb-Music rennen sie damit offene Türen ein und erhalten selbstredend einen Deal. Nachdem die Umbenennung in Rhapsody erfolgt, nehmen sie ihr zweites Demo "Eternal Glory" auf, das schon mit all den Zutaten aufwarten kann, die typisch für die Band sind. Ein ordentliches Gitarrenbrett mit verspielten Melodien und Fantasie-Texte, die sich mit Hammerfall und Manowar um die Kitsch-Krone streiten. Die Nachfrage nach besagten Aufnahmen ist derart groß, dass ein komplettes Album nur eine Frage der Zeit ist. Bevor man dann 1997 das Studio entert, um "Legendary Tales" einzuspielen, dreht sich jedoch das Besetzungskarussell. Fabio Lione übernimmt den Part am Mikro und Alessandro Lotta zupft fortan die vier Saiten.

Der Erfolg, der sich im Anschluss an die Veröffentlichung einstellt, übertrifft alle Erwartungen und macht Rhapsody in der Metal-Gemeinde auf einen Schlag bekannt. Mit ungebremstem Arbeitseifer wird sodann der Nachfolger unter dem Titel "Symphony Of Enchanted Lands" eingespielt, das mit "Emerald Sword" den Rhapsody-Klassiker schlechthin beinhaltet, der auch auf keinem Konzert fehlen darf. Mit vielen Gimmicks ausgestattet, setzen sie dem ohnehin schon bombastischen Sound des Erstlings noch einen obendrauf. Eine nahezu perfekte Produktion, sowie zahlreiche Effekte (Einsatz eines Erzählers, Geheul von Wölfen) und die Verwendung von Soundtrack-Elementen polarisieren natürlich.

Zudem laden sie ein ganzes Rudel an Musikern ins Studio. Ein Kammerchor, ein Streichorchester, Flöten und eine Barocksängerin geben dem opulenten Werk den letzten güldenen Anstrich. Was für die einen eine geniale Verbindung darstellt, langweilt andere. Zudem ist Fabio Liones Stimmlage nicht jedermanns Sache, und so müssen sich Rhapsody mit höhnischen Kommentaren ob ihrer Leidenschaft auseinander setzen. Oder etwa nicht? Nein, nicht wirklich. Denn auch sie scheren sich einen Kehricht um etwaige Stilfragen und setzen ihren Weg konsequent fort.

Auf der anschließenden Tour mit Stratovarius und Sonata Arctica kann die Band auch zum ersten Mal einen neuen Schlagzeuger vorstellen. Der Bayer Alex Holzwarth (Sieges Even) traktiert nun die Felle, zusammen mit seinen Bandkollegen machen sie es den Headlinern so schwer wie möglich, die Live-Power von Rhapsody noch zu übertrumpfen. Luca Turilli scheint sich derweil trotz des hohen Arbeitspensums seiner Band zu langweilen. 1999 erscheint das Solo-Debüt unter dem Namen "King Of The Nordic Twilight". Mit diesem Epos treibt er das Klassik-Element auf die Spitze, ein etwas schwerer Brocken für Leute, die mit bombastischen Arrangements nicht so viel anfangen können.

Bereits im Sommer des Jahres 2000 werkeln Rhapsody dann - fleißig wie sie sind - bereits am dritten Longplayer, der unter dem Titel "Dawn Of Victory" das Licht der Welt erblickt. Von Kritikern spöttisch als Rondo Veneziano mit langen Haaren betitelt, können sich die Fans kaum satt hören. Der orchestrale Stil ist nicht mehr ganz so ausgeprägt wie noch auf "Symphony", lässt bei Anhängern trotzdem oder gerade deswegen kaum Wünsche offen. Ebenso das 2002 erscheinende "Power Of The Dragonflame", das - wie gewohnt - mit allerlei epischen Schmankerln aufwarten kann. Kaum ist die Tour zum Album absolviert, nimmt Turilli sein zweites Album auf. "Prophet Of The Last Eclipse" wird für Oktober 2002 angekündigt.

Die nächsten Pläne von Rhapsody sind eigentlich, "Der Herr Der Ringe" musikalisch umzusetzen, doch davon sind die Tolkien-Erben anscheinenden nicht ganz so begeistert wie die Italiener, weswegen sie ihnen die Freigabe verweigern. Doch die lassen sich nicht beirren, machen sich einfach an "Symphony Of The Enchanted Lands II - The Dark Secret" und schreiben ihren eigenen Heldenepos weiter. Als Sprecher für die Konzeptstory sichern sie sich Schauspiel-Legende Christopher Lee (Herr der Ringe, Dracula, Star Wars-Episode II), ein 50-köpfiger Chor sorgt für die entsprechende orchestrale Untermalung.

War es ausgebildeten Opernsänger Lee zunächst aus rechtlichen Gründen nicht möglich, auf dem Album auch zu singen, so holt er dies auf der Single "The Magic Of The Wizard's Dream" eindrucksvoll nach. Auf seine Anregung hin gibt es von dem Song jeweils eine englische, eine deutsche, eine französische sowie eine italienische Ausführung. Um richtig zu protzen, dreht man gleich noch ein Video mit 40-köpfigem Orchester und 20-köpfigem Chor. Medienwirksam drängte sich auch Manowar-Basser Joey DeMaio als Produzent für die neuen Aufnahmen in das Unternehmen.

Diskographie:

Symphony Of The Enchanted Lands II - The Dark Secret (2004)

Power Of The Dragonflame (2002)

Dawn Of Victory (2000)

Symphony Of Enchanted Lands (1998)

Legendary Tales (1997)

Quelle:laut.de

[Dieser Beitrag wurde am 30.03.2006 - 15:08 von Taurus aktualisiert]





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