ForumNewsMitgliederSuchenRegistrierenMember LoginKostenloses Forum!


Neuer Thread ...
More : [1] [2] [3] [4] [5] [6]


ErstellerThema » Beitrag als Abo bestellenThread schließen Thread verschieben Festpinnen Druckansicht Thread löschen

Becky ...
Der Blätter zwey
...



Status: Offline
Registriert seit: 14.11.2005
Beiträge: 38
Nachricht senden
...   Erstellt am 14.03.2006 - 20:08Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich liebe Dein Reisetagebuch!

Im nachhinein bin ich richtig traurig, daß ich nicht dabei war, aber ich hätte es mir einfach nicht leisten können.




Nanny ...
Dieses Baums Blatt
...



Status: Offline
Registriert seit: 12.10.2005
Beiträge: 656
Nachricht senden
...   Erstellt am 14.03.2006 - 21:10Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Oh liebe Becky
Vielleicht kommst du mit zum Picknick? Ohne Dich und Una fehlt mir doch immer ein Stück




Una ...
Ast
...



Status: Offline
Registriert seit: 12.10.2005
Beiträge: 201
Nachricht senden
...   Erstellt am 15.03.2006 - 00:09Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen



Dunollie Castle, Oban, April 1806

Dearest Cousin,
We had the most delightful surprise visit today. The Captain you had entrusted with your missive undertook the long journey from Portsmouth to Oban and delivered your letter himself. Such a nice officer, who ensured Papa and me that you were in good health when he left you in Naples.
What a charming man, and his anecdotes about His Majesty's Royal Navy were interesting and on the naughty side to say the least. He made Papa forget his gout for the duration of his visit.

Oh I wish I could have joined you at the experiment of the honourable Monsieur Montgolfier. It must have been ever so exciting to witness such a grand display of science. Are we not living in a great age for poetry and science? Where science is poetry (your description of the Montgolfier rising into the wintry night sky) and poetry is science (if I happen to understandMr. M. our new curate correctly who is an amateur poet himself). What a delightful image you concocted.

Dearest cousin, I am enthralled at your fearlessness. We have heard the most frightful tales about these so-called mummies. Are you not afraid that these are cursed? I would have been ever so frightened.

We do so need to make an impromptu dancing at the picnic. I hope we will find enough gentlemen who want to participate. I trust your companion Ms. Kennedy is not too much of a bore. She sounds like a miserable person to me. Doesn't she ever consider of having fun?

I am looking forward to the rest of your tales and I'll remain,
Your loving cousin,
Una



Heute begab es sich, dass wir einen Besucher zu Gast nennen durften. Der Kapitän, dem ihr euren Brief aus Neapel anvertraut hat, hat die lange Reise von Portsmouth nach Oban angetreten, und überreichte ihn mir persönlich. Solch ein anregender und überaus amüsanter Offizier seiner Königlichen Marine. Er versicherte uns, dass er euch bei guter gesundheit in Neapel zurück gelassen hat.

Welch ein charmanter junger Mann, und seine Anekdoten und Geschichten über die Königliche Marine waren äußerst interessant und manchmal ein wenig risqué. Papa hat über seinen Besuch ganz seine Gicht vergessen.

Oh wie hätte ich gerne an dem Experiment des guten Herrn Montgolfier teilgenommen. Es muss euch erregend beeindruckt haben. Leben wir ncht in einer wundervollen Era der Wissenschaft und Poesie? Wo Wissenschaft zur Poesie wird (eure wundervolle Beschreibung des Experiments), und Poesie der Wissenschaft dient (So sagt es jedenfalls unser neuer Pastor Herr M., der selbst ein Amateur Poet ist).

Teuerste Cousine, ich bin beeindruckt von eurer Furchtlosigkeit. Wir haben hier die wunderlichsten und schauerlichsten Geschichten über diese sogeannten Mumien gehört. Fürchtet ihr nicht, dass ihr nicht einem Fluch anheim werdet? Ich hätte mich auf das schauerlichste gefürchtet.

Wir müssen unbedingt bei einer unserer nächsten Landpartien ein wenig tanzen. Hoffentlich werde genüend Herren anwesend sein, die mit uns das Tanzbein schwingen werden.
Ich hoffe doch, dass eure Begleiterin Ms. Kennedy euch nicht zu sehr langweilt. Sie scheint eine veritable Misepeterin zu sein.

Ich freue mich schon auf eure weiteren Berichte und verbleibe,
Eure euch liebende Cousine,


[Dieser Beitrag wurde am 17.03.2006 - 13:58 von Una aktualisiert]





Signatur
We are not human beings on a spiritual journey. We are spiritual beings on a human journey.
- Stephen Covey

britta 
Ast
...



Status: Offline
Registriert seit: 12.10.2005
Beiträge: 380
Nachricht senden
...   Erstellt am 15.03.2006 - 11:47Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


liebste Nanny, wunderbar, ein herrlicher Bericht...nur bin ich traurig, dass Ihr die Mumienparty so "empfindsam" aufgenommen habt, es war aus rein wissenschaftlichen Interesse geplant gewesen

Dass allerdings die Menschheit menschelt und gierig wird, nun denn: am Golde hängt, zum Golde drängt...

Wie geht es Euch nun so in Neapel? Habt Ihr die tiefen Tunnel in Herculaneum tatsächlich auf Euch genommen, um die finsteren aber herrlichen Stätten tief unter der Erde aufzusuchen? Man sagte mir, dass in Pompeji und Stabiae die Ruinen mehr obertage lägen...?




Justine_de_Farinot ...
Administrator
...



Status: Offline
Registriert seit: 11.10.2005
Beiträge: 678
Nachricht senden
...   Erstellt am 15.03.2006 - 11:51Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


britta schrieb

    Dass allerdings die Menschheit menschelt und gierig wird, nun denn: am Golde hängt, zum Golde drängt...


...doch alles! Ach, wir Armen...

Ich kann den Text noch *freu*





Signatur
Der Charakter offenbart sich nicht an großen Taten; an Kleinigkeiten zeigt sich die Natur des Menschen.
(Rousseau)

britta 
Ast
...



Status: Offline
Registriert seit: 12.10.2005
Beiträge: 380
Nachricht senden
...   Erstellt am 15.03.2006 - 12:02Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


applaus, ma chère!!! Wir werden es noch brauchen können...sollen wir wieder unter uns volontiers demnächst kurzschließen und der Thalia huldigen?




Nanny ...
Dieses Baums Blatt
...



Status: Offline
Registriert seit: 12.10.2005
Beiträge: 656
Nachricht senden
...   Erstellt am 15.03.2006 - 13:40Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Liebste Una
Wie wundervoll , das der Capitain den Brief so getreulich bei euch abgeliefert hat. Ich hoffe er traf euch bei guter Gesundheit an. Das seine oberen Dienstherren ihm die Möglichkeit gaben, noch bis nach Schottland zu reisen! Sehr zuvorkommend!
Wie war die Party? War sie ein Erfolg? was trugen die Damen und was gibt es sonst noch an Neuigkeiten?
Nun aber schnell das Neueste von mir, bevor ich in Gedanken zurück nach Zeilitzheim kehre.

Was für ein Erlebnis, nach einer anstrengenden Fahrt konnte ich die ersten Ruinen dieser alten römischen Stadt besichtigen. Sie heißt Pompeji und wurde erst vor ein paar Jahrzehnten wieder entdeckt. Viel zu sehen gab es allerdings nicht, ein paar Steine und eine erstaunliche Landschaft über der dieser Vulkan die bucht und das Land überragt. Etwas länger her ist es, das man die andere Ruine entdeckt hat. Ercolano, wie es die Italiener hier nennen, aber in lateinisch heißt es Herculaneum. Ich habe ein hübsches Aquarell dort gemalt, das ich euch mit diesem Brief zusenden werde. Auch hoffe ich, das sich bald ein Schiff findet, das mich ins Land der Pharaonen bringt, denn die Mumie und Mme Brittas Elan, hat in mir den Entschluß reifen lassen, auch diese alte Kultur zu besichtigen. Papas Antwortbrief ist allerdings noch nicht gekommen und Mrs. Kennedy besteht darauf, das wir auf die Erlaubnis warten. Sie gibt sich ja redliche Mühe mit mir, die gute Seele, allerdings zwingt sie mich immer noch in dieses Korsett, obwohl es bei den Damen hier auf dem Kontinent absolut nicht en vogue ist.

Zu meiner Abreise aus Zeilitzheim:
Der Sonntag vormittag verlief recht ruhig. Die meisten der Gäste besuchten die örtliche Dorfkirche, doch ich blieb im warmen kaminzimmer, da ich mir in der Gruft wohl eine leichte Influenza zugezogen hatte. Einige der Daheimgebliebenen vertrieben sich doch gar die Zeit mit Kartenspiel! Aber nicht nur das, sie bezogen den jungen sohn der comtesse C. mit ein und brachten ihm ein paar üble Tricks bei.
Am späten Vormittag fand ich mich dann samt meiner Seekisten in der vorhalle wieder. Es war Zeit zum Abschiednehmen. Dankesworte und Versprechungen auf ein baldiges Wiedersehen flogen hin und her. Meine Kutsche fuhr vor und ich machte mich auf den Weg in südlichere Gefilde.

Oh, wie recht ihr habt, liebst Una! Der Geist der Menschen befindet sich im Aufbruch und ich hoffe noch viele neue Entdeckungen kennen lernen zu können!
Für heute aber genug! Morgen will ich die Unterwelt neapels besichtigen gehen, vor allem weil Mrs. Kennedy dort hin nicht mitkommen will!
Wie immer die Eure
eure euch liebende Cousine
Nanny


[Dieser Beitrag wurde am 16.03.2006 - 09:35 von Nanny aktualisiert]




Una ...
Ast
...



Status: Offline
Registriert seit: 12.10.2005
Beiträge: 201
Nachricht senden
...   Erstellt am 16.03.2006 - 08:40Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Dunollie Castle House, Oban, 1806

My dearest cousin,

I hope this letter will find you in good health and quite in a happy temper, after your trip to the Herculaneum and the sojourn into the dark depths of Naples' necropolis. Thank you for the delightful watercolour of the Italian landscape. Papa insisted on having it framed in Edinburgh so our Butler Ruthven send one of our footmen. I hope we can thoroughly present your artistic rendition in a new frame soon.

After we have bid the good Captain farewell as he could only stay one night under our roof before he had to return to the Admirality in London, we have settled back into our normal late winter day to day life. We only did entertain the Captain
en famille as it was too short a notice to entertain a bigger ado. Besides dear Papa and our Spanish houseguest, only Aunt Arbuthnot, Cousin Emmaline and our curate and his wife were present for a little dinner party. As I have written before, the good Captain entertained us with little tales from all seven seas. Even Duncan was present as he has come up from Cambridge for a little while. I fear he is full of Lord soandso and Count thisorthat. He has quite become the London fop under the influence of all those Sassenach lordlings, you should have seen the vest he was sporting at the dinner party. On my troth, I think that this little garment has cost more than my last ball gown. But that is neither here nor there, please tell me more about your travelings. I am looking forward to your tales to break up the monotony of life here in Oban.

Were you afraid of the dark corners in Naples' necropolis? Is it so very different to the crypts of St. John's? I do believe I have to plan an outing for you to Dunchraigaig and Dunadd where our ancient Scottish kings were inaugurated. These sites are by no means as impressive as the ones you have experienced on the Continent, but for local colour and family history these vistas are quite interesting.

To be a good hand at Whist is never a sad thing, dear cousin, as you might recall that I'm a poor card player, but from what you revealed I highly think your friends at Zeilitzheim did a great disservice to the little one of Comtesse de la C. - I hope the little Comte will not depart on becoming a card whip.

I'm most curious as to your further excursions and I'll remain your dearest cousin,
Una McDougall



Meine liebste Cousine,
Ich hoffe, daß, nach Eurer Reise zum Herculaneum und dem Abstecher in die dunklen Tiefen von Neapels Necropole, euch dieser Brief in besten Wohlempfinden und Freude findet. Danke für das herrliche Aquarell der italienischen Landschaft. Papa bestand darauf, es in Edinburgh Rahmen zu lassen und so hat unser Major D'omo Ruthven einen unserer Lakaien geschickt. Ich hoffe, daß wir Eurer Kunstwerk bald in einem neuen Rahmen im Salon aufhängen können. Nachdem wir dem guten Kapitän Abschied entboten hatten, da er nur eine Nacht unter unserem Dach verweilen konnte, bevor er zum Admiralität in London zurückkehren mußte, sind wir zu unserem behäbigen Leben des Spätwinters hier in Argyllshire zurück gekehrt. Wir unterhielten den Kapitän en famille, da keine Zeit für ein grösseres Aufhebens war. Außer meinem lieben Papa und unserem spanischen Hausgastes, waren nur noch Tante Arbuthnot, Cousine Emmaline und unser Pastor und seine Frau zu einem kleinen Abendessen anwesend. Wie ich schon zuvor geschrieben habe, unterhielt uns der gute Kapitän mit kleinen Geschichten von allen sieben Weltmeeren. Sogar Duncan war anwesend, da er von Cambridge für einige Zeit herauf gekommen ist. Ich fürchte, daß er sich zu sehr von Lord Soundso und Graf Diesunddas beeinflussen läßt. Unter dem Einfluß all' jener Sassenach Barone, ist er durchaus zu einem Londoner Geck geworden.
Ihr solltet die Weste gesehen haben, die er beim Abendessen trug. Bei meiner Treu, aber ich denke, dass diese Weste weitmehr gekostet hat, als mein letztes Ballkleid zusammen.
Nun gut, ich freue mich auf weitere Berichte eurer Reisen, um die Monotonie des Lebens hier in Oban zu zerstreuen.

Hattet Ihr Angst vor den dunklen Ecken in der Necropolis von Neapel? Ist es dort sehr verschieden von den alten Krypten von Skt. Johann? Ich glaube, daß ich für Sie unbedingt eine Landpartie zu Dunchraigaig und zu Dunadd planen muß und obwohl diese Orte auf keinen Fall so eindrucksvoll sind, wie die, die Ihr auf dem Kontinent erkunden durftet, aber im Bezug auf unsere gemeinsame Familiengeschichte doch sehr interessant.

Es ist zwar nicht unhandlich, wenn man ein guter Kartenspieler ist, doch ich glaube, euere Freunde in Zeilitzheim tun gut daran, die Jüngsten nicht gerade zum Spielen zu verleiten.

Meine Neugier hinsichtlich Ihrer weiteren Exkursionen läßt sich kaum noch bewältigen und ich verbleibe Ihre liebende Cousine,


[Dieser Beitrag wurde am 17.03.2006 - 14:23 von Una aktualisiert]





Signatur
We are not human beings on a spiritual journey. We are spiritual beings on a human journey.
- Stephen Covey

MadameKaya ...
Dieses Baums Blatt
...



Status: Offline
Registriert seit: 14.10.2005
Beiträge: 742
Nachricht senden
...   Erstellt am 16.03.2006 - 15:19Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Und? Erzähl! Die Unterwelt Neapels! Wie war es dort? Empfindsam schaurig gar?





Signatur
Es gibt kein echtes Leben im Falschen...

Nanny ...
Dieses Baums Blatt
...



Status: Offline
Registriert seit: 12.10.2005
Beiträge: 656
Nachricht senden
...   Erstellt am 16.03.2006 - 15:32Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Kommt Morgen! Heute lache ich erst mal noh über Lord Thatandthat! Herrlich!




More : [1] [2] [3] [4] [5] [6]

Ähnliche Themen:
Thema Erstellt von Antworten Forumname
Wenn Admin eine Reise tut... albert 6 hank_ha
Wo geht die Reise hin? Franky -1 mcsamel
Wenn einer eine Reise.............. john 2 ralf_buecken
Wo geht die Reise hin... Michel 2 stadtspielforum
die Nanny (nein, nicht die Super Nanny.. die Nanny!) Temperance 0 brennan
Neuer Thread ...

Geburtstagsliste:
Heute hat kein User Geburtstag!
----------------------------------




Impressum

Dieses Forum ist ein kostenloser Service von razyboard.com powered by:
Geizkragen Preisvergleich. Top-Produkt im Preisvergleich: caso MCG25
Wollen Sie auch ein kostenloses Forum in weniger als 2 Minuten? Dann klicken Sie hier!



Verwandte Suchbegriffe:
mumienparty | mumienparty geburtstag
blank