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whisper  Hohepriesterin
       

Status: Offline Registriert seit: 21.04.2005 Beiträge: 2753 Nachricht senden | Erstellt am 10.09.2005 - 19:21 |  |
"Als, schaffe, schaffe, un net säume, un auch net von de Mädle träume ! Kemm mer einscht hoim, dann hängt der Bääse, da ham`s scho lang dä Woi verlääse !
Der Räuber Beut müsch mer uns hole, die se in dungler Nacht geschtohle ! Mer bringet se als hoim gschwind, dasch alle widder luschtig sind ! "
Sollt das vom Zaubertranke rühren, das unsere Freunde Reden führen, die manchen Dialekt enthalten ? Doch halt : Da vorne drei Gestalten !
Signatur Pazifisten sind wie Schafe, die glauben, der Wolf sei ein Vegetarier... |
Spacetrucker57 unregistriert
| Erstellt am 11.09.2005 - 00:35 |  |
"Des sin bestimmt paar Strauchgeselle, Komm, lasset uns de Nacht erhelle, auf das mir sehe,wer des sei, der nächtens hier treibt Räuberei".
So spricht der Pfaff, hat mit Bedacht sogleich ein Lichtlein angefacht. Er leuchtet in die dunklen Ecken wo sich die drei sogleich verstecken.
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Savertin  Der Burgvogt (coAdmin)
         

Status: Offline Registriert seit: 18.04.2005 Beiträge: 4974 Nachricht senden | Erstellt am 11.09.2005 - 08:36 |  |
"Awei, des san dra Wandersleit, die Ongst ham vor unsrer Brust, die breit!" rufet aus der Rittersmann und schaut dumm aus der Wäsche dann.
Dann fängt er ohne lang zu fackeln sein Zäpfchen an zu zwackeln. Nachdem die Finger in dem Hals kommt auch die Suppe samt dem Salz.
"So gehts! Nun ists vorbei, mit der Übelrederei. Wer steckt da in dem Strauch?" Die Freunde taten das dann auch.
Aus dem Busch kamen alsdann zwei Fräulein und ein Mann, die erstmal ihre Kleider richten. "Darf ich vorstell'n: meine Nichten!"
Der Mann macht einen Kratzefuß. "Und ich bin der Petronius. Wir treiben hier so manchen Handel." Ein Fräulein zeigt ihr rot Strumpfbandel.
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(Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf) |
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| Erstellt am 11.09.2005 - 12:25 |  |
Der Barde plötzlich ganz verzückt auf dieses rote Strumpfband blickt. Er schaut das Bein, er schaut die Hüften. "Ein wenig mehr könnt sie schon lüften".
Er hält sich artiglich zurück doch es verrät sein gierig' Blick das er grad an was Andres denkt, als er die Stute seitwärts lenkt.
Er steigt vom Pferd, verbeugt sich artig und seine Stimme klingt ganz schartig. "Ich bin ein fahrend' Musikant". Er fasst das Fräulein an der Hand.
Ganz artig macht er einen Knicks drückt auf die Hand 'nen Kuss ganz fix. Dem Mädel scheint es zu behagen sie winkt den Barden zu 'nem Wagen.
In dem sie kurz einmal verschwindet und allerlei an Ware findet. Mit Bändern, Tüchern und auch Schnallen hofft sie, dem Manne zu gefallen.
So sind die Zwei nach kurzer Zeit zu mehr als Plauderei bereit. Die Freunde seh'n sie noch verschwinden in ein Gebüsch , nah' einer Linden.
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Savertin  Der Burgvogt (coAdmin)
         

Status: Offline Registriert seit: 18.04.2005 Beiträge: 4974 Nachricht senden | Erstellt am 11.09.2005 - 12:53 |  |
"Verzeiht, die Dame und die Herren, dass ich muss nun mein Maul aufsperren. Doch derweil der artig Musikante sich vergnügt mit meiner Tante -
nein, meine Nichte wollt ich sagen - muss ich Euch - ganz ohn' Behagen - fragen wer mich denn nun zahl?" Die anderen wurden aschfahl.
"So ist sie nicht aus freien Stücken...?" Der Ritter fühlt sich wie auf Krücken. "Nein! Doch guter Mann versteht mich recht: auch die andere Nicht' kanns gar nicht schlecht!"
Der Ritter wechselt die Farbe nun zu rot, und wünscht dem Spielemann den Tod! Derweil vom Wagen tönt Getose - man hört Töpfe, Teller und die Dose
munter durcheinander fallen, dazu den Barden lustvoll lallen. Doch wirds dem Priester nun zu bunt. Er sagt zum Barden nur noch:"Hund!
Nun komm heraus du Taugenichts! Wart nur den Tag des Jüngst' Gerichts." Der Barde muss nun die Zech' bezahlen und kann nicht mit der Liebschaft prahlen.
[Dieser Beitrag wurde am 11.09.2005 - 12:55 von Savertin aktualisiert]
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| Erstellt am 11.09.2005 - 15:20 |  |
Der Barde voller Scham verstaut, was Ihm noch aus der Hose schaut. Er spricht zur Maid:" So wart ein Weilchen, dem Kerl verpass' ich jetzt ein Feilchen".
Er hüpft schnell aus dem Wagen raus, verpasst dem Pfaffen "Ohrenschmaus". Der Pfaffe schreit, der Pfaffe zetert, derweil der Bard' ihn mächtig ledert.
"Dir Ratte werd' ichs künftig zeigen, in Ehrfurcht sollst du dich verneigen. Der Dame ihre Freud' zu nehmen und mich vor dieser Maid beschämen".
"Das du dich fürderhin erdreist' und uns die Nasen arg vescheißt". "Sollst artig nur danebensitzen wenn lustvoll unsre Äuglein blitzen".
"Und tust du's nicht,so werd'ich sorgen, sollst du dir neue Knochen borgen. Ich werd' dich schlagen, bis du Quiekst und vor mir im Staube liegst".
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Savertin  Der Burgvogt (coAdmin)
         

Status: Offline Registriert seit: 18.04.2005 Beiträge: 4974 Nachricht senden | Erstellt am 11.09.2005 - 15:35 |  |
Doch da wirds dem Pfaff zu toll, er hat gestrich'n die Schnauze voll. Immer gibts aufs Maul getreten. Nun fängt er an gar innig zu beten.
Des Barden Zorn - er schon bereut's und kriegt's Kruzifix ins Kreuz. Den Pfaff ereilt ein heilig Zorn: er schubst den Bardennun nach vorn.
Der fällt und denkt: Nicht das Gemächt! Doch geht es ihm nun trotzdem schlecht. Der Pfaffe nimmt das Buch, das dicke und hauts ihm kräftig ins Genicke.
"Nun beicht' und lies des Herren Wort und halt dich von den Huren fort!" Vom Barden hört man nun Gewimmer doch kam 's für ihn noch schlimmer:
Der Bruder tritt ihm in den Arsch, worauf der Ritter rufet barsch: "Nun reicht Euch aber bald die Hand und zahlt die Frau, die mit dem Band!"
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| Erstellt am 11.09.2005 - 16:20 |  |
Der Bard' erhebt sich mühevoll der Hals schmerzt ihm doch gar so toll. Er schaut den Pfaffen wütend an: "Wart, Bursch' in Bälde bist du dran".
Zum Ritter aber spricht er: "Führt Euch nicht auf als Richter". "Ich hatte mit der Maid zu schaffen was hat der Pfaff' dabei zu gaffen?"
"Was kann ich für, wenn jener hat sich einst geschwor'n ein Zölibat". "Ich trage nicht den Rock der Pfaffen und dieser Hund hat nichts zu gaffen".
Derweil das Mädchen in dem Wagen herausschaut voller Unbehagen. Sie sieht die Männer streitend stehen, auch ihren Freier konnt' sie sehen.
Sie springt heraus, kommt in den Stand und zieht den Barden an der Hand. "Genug geschwatzt und und wehe Euch wenn fremdes Aug im Wagen leucht'.
Bös' funkeln ihre Äugelein sie möcht' ein wenig reicher sein. Sie schiebt den Barden mit der Hand und forscht nach seinem Mannesstand.
Den Pfaffen nimmt sie ins Gebet: "Das Ihr Euch noch mal untersteht". Den Ritter sieht sie prüfend an. "Wart's ab, Du bist als nächster dran".
Dem Oheim zwinkert sie noch zu: "Laß mich nur machen- gib du Ruh'". Alsdann verschwind't sie unter Decken und läßt vom Musikus sich necken.
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Savertin  Der Burgvogt (coAdmin)
         

Status: Offline Registriert seit: 18.04.2005 Beiträge: 4974 Nachricht senden | Erstellt am 11.09.2005 - 18:38 |  |
Der "Onkel" ließ sich nicht bequatschen und wollt nicht des Bard' Betouchen ohn' Geld noch Gold hinnehmen. Die andren waren schon am hämen.
Die Nicht war gerad am Bard' zugange, als der "Onkel" nahm die Zange, womit er packt des Barden Ohr. "Zahl du mich erst, du Tor!"
Es kam der Ritter hinterdrein und haut dem Barden eine rein. "Dies für Eurer Maulaufsperren! So spricht man nicht mit edlen Herren."
Die Nicht' derweil, die sucht das Weite auf dass sie nun wen anders reite. Der Bard nun sämtlich' Lust beklaut sieht sich nun doch nochmal verhaut.
Der "Onkel" und der Ritter geben es ihm doll und bitter. Der Feuer Lust auch nun erschlaffe. Es feixt und freut sich sehr der Pfaffe.
[Dieser Beitrag wurde am 11.09.2005 - 18:40 von Savertin aktualisiert]
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Status: Offline Registriert seit: 21.04.2005 Beiträge: 2753 Nachricht senden | Erstellt am 12.09.2005 - 11:22 |  |
Unsre Berte und den Büttel stört schon garnicht so`n Getüttel. Längst hab`n sie sich weggemacht und der Mond am Himmel lacht !
Dort hinten, an des Waldes Saum, fast scheint es ihnen wie ein Traum, steh`n Pilze, groß und schön, die sollen in den Kochtopf geh`n
Gemütlich machen beide Rast, ein Feuerchen, ganz ohne Hast das ist gar balde angefacht. Die Berte kommt - der Büttel lacht !
Ein Wutzlein, saftig scheint`s und gut, direkt auf Bertes Schultern ruht, die es erlegte mit dem Pfeile, und dann die Pilz`gesammelt - ohne Eile.
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