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...   Erstellt am 04.03.2010 - 20:59Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Regionale Wirtschaftskreisläufe – eine Antwort auf die globale Finanzkrise ?



Die Bedeutung regionaler Wirtschaftskreisläufe ist in den letzten Jahren aus dem Blickfeld geraten. Die Ausrichtung auf die Exportweltmeisterschaft könnte sich im Zuge der Finanzkrise zu einem Bumerang entwickeln. Regionale Wirtschaftskreisläufe angeregt durch regional aufgestellte Finanzwerkzeuge könnten Stabilität auf regionaler Ebene fördern, von der aus die globale Arbeitsteilung neu organisiert werden kann.

Es wäre naiv anzunehmen, nur auf Basis regionaler Wirtschaftsstrukturen könne man vergleichbaren Wohlstand schaffen, wie dies durch globale Arbeitsteilung möglich ist. Es ist aber ebenso naiv anzunehmen, durch reine Ausrichtung am globalen Markt könnten Regionen eine nachhaltige Wirtschaftsstruktur aufbauen. Die derzeitigen Entwicklungen an den Finanzmärkten der Welt zeigen: Die Vernetzung und Abhängigkeiten sind so groß, dass eine anfängliche Immobilienkrise in den USA bis nach Europa durchschlägt.

Mitverantwortlich dafür ist auch die ausgeprägte Monokultur im Finanzbereich. Es gibt hunderte „Finanzprodukte“, die sich auf überregionale und globale Renditeversprechen ausrichten und dabei alle auf demselben Währungssystem aufsetzen, aber es gibt kaum Finanzwerkzeuge, die einen regionalen Ansatz verfolgen. Im Ingenieurwesen ist es genauso üblich wie in der Informatik, kritische Teile von Maschinen oder Systemen mehrfach auszulegen. Fällt ein Teil oder Subsystem aus kann das Gesamtsystem weiterlaufen, weil es auf redundante Absicherungssysteme zugreifen kann. Wie anfällig das globale Finanzsystem ist, welches auf wenigen, riesigen Währungsräumen basiert, zeigt sich jetzt, wo eine Börse die nächste infiziert und die Vertrauenskrise bis hinunter zu kleinen und mittelständischen Unternehmen reicht, die bei steigenden Zinsen immer schwieriger an Kredite kommen.

Es wird Zeit, dass kontinentale und globale Währungssysteme um regionale Währungs- und Finanzsysteme ergänzt werden, die die Aufgabe haben, die Grundversorgung der Bevölkerung in den Regionen zu gewährleisten. Nahrungsmittel, Wohnen, Gesundheitsleistungen, Bildung, Kultur und regionale Mobilität lassen sich auf regionaler Ebene erwirtschaften. Regionen, die diese Grundbedürfnisse aus sich selbst heraus erwirtschaften können, sind unempfindlicher gegenüber globalen Ereignissen und externen Schocks.
Konkret bedeutet dies, dass Finanzwerkzeuge geschaffen und eingesetzt werden sollten, die regionale Wirtschaftskreisläufe und kleine und mittelständische Unternehmen besonders fördern. Neben Regionalfonds, die Sparkassen und Volksbanken auflegen könnten und die gezielt in die regionale Wirtschaftsstruktur investieren, sind auch Mikrokredite und Regionalwährungen geeignete Werkzeuge, um die lokale Wirtschaft zu stimulieren. Regiogeld, welches zusätzlich zum Euro eingesetzt wird, kann nicht aus der Region abfließen. Erlöse, die in Regiogeld erzielt werden, werden garantiert wieder in die Region investiert. Sie fließen von einem regionalen Wirtschaftsakteur zum nächsten und knüpfen regionale Verbindungen entlang der Wertschöpfungskette, während der Absatz regionaler Produkte und Leistungen gefördert wird. Es bildet sich ein regionaler Cluster, ein regionales Netzwerk, welches die Grundversorgung der Region mit Lebensnotwendigem erlaubt, auf dessen Basis die Beteiligung am globalen Wirtschaftsgeschehen wesentlich stabiler vonstatten gehen kann. Der „Chiemgauer“ im Chiemgau ist ein erfolgreiches Vorzeigemodell auf diesem Sektor.

Beim Chiemgauer ist es gelungen, über 600 Unternehmen in einem regionalen Netzwerk zu verbinden, die miteinander und mit den Endkunden Geschäfte tätigen. Regiogeld bringt dabei auch neue Ansätze zur Finanzierung mit sich, die nicht darauf beruhen, dass ein „externer Investor“ Geld mitbringt, sondern dass netzwerkintern Zahlungsmittel geschaffen und genutzt werden. Teilnehmende Unternehmen bei der Potsdamer „Havelblüte“ und beim sachsen-anhaltinischen „Urstromtaler“ unterzeichnen beispielsweise einen Vertrag, in welchem sie sich selbstverpflichten, von ihren Kunden das jeweilige Regiogeld zu akzeptieren. Auf Basis dieses vertraglich verankerten Leistungsversprechen stellt ihnen die Regiogeld-Initiative ein Startguthaben bzw. einen Kreditrahmen zur Verfügung. Kauft ein Unternehmen auf Basis dieses Kreditrahmens ein, so geht sein Konto ins Minus, während das Konto seines Geschäftspartners ins Plus geht. Dieses Plus, das ist das Regiogeld, welches dann innerhalb des regionalen Netzwerkes zirkuliert und den regionalen Leistungsaustausch ermöglicht. Und sicher ist: An die globalen Spekulationsmärkte kann diese Kaufkraft nicht fließen – Regiogeld ist gebunden an seine Region. Zusätzliche Bausteine, wie Sparmöglichkeiten und Kreditvergaben der Teilnehmer untereinander, sind derzeit in Entwicklung.

....weiter



[Dieser Beitrag wurde am 20.10.2010 - 14:24 von lebenslust aktualisiert]





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...   Erstellt am 05.03.2010 - 08:37Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Geld für alle


Ein interessanter Beitrag, der verschiedene Möglichkeiten für Geldsysteme aufzeigt, die auf jeden Fall besser wären, als das zur Zeit herrschenden System.

Andere Geld- und Wirtschaftssysteme, welche auch ohne globale Manipulationen funktionieren gibt es bereits. Für eine bessere menschlichere Welt müssten sie zusammengeführt werden. Verschiedenen Tauschsysteme können nebeneinander existieren, doch die Macht und der Einfluss der derzeitig herrschenden Institutionen auf die Lebensumstände, der dann souveräneren selbstbestimmteren Haushalte wird sich verringern. Gut oder schlecht?!

Wir würden mehr und mehr von der schädlichen heutigen Vertragsfreiheit befreit und die Geschäfte gemeinnütziger gestalten können. Die Mehrheit der Menschen könnten sich rechtssicherer fühlen und unser Rechtssystem nicht die geldlich besser ausgestatteten Unternehmungen oder reiche Menschen privilegieren.

Das Bedingungslose Grundeinkommen BGE – nicht das perfide Bürgergeldsystem der FDP – wird in dem Beitrag angesprochen und auf die diskreditierenden Vorurteile, die sich in den Medien populistisch auf die chancenlosesten Schichten unserer Gesellschaft beziehen, überprüft.

Es lohnt sich darüber nachzudenken und erst einmal regional etwas zu bewegen.

Genug Geld ist in dem heutigen globalen Fremdversorgungssystem für jeden Menschen so lebensnotwendig wie Wasser – und das Geld ist vorhanden, nur dem System entzogen und in privilegiertem Besitz. Geldmittel für Bildungschancen, für gesellschaftliche Teilhabe (nicht für eine konsumverrückte ressourcenverschwendende Erziehung), für gute Ernährung und eine heute mögliche Gesundheit.

Geld für Alle, zum Filmbeitrag:
klick hier





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Chancen regionaler Wirtschaftskreisläufe

Der "Tag der Regionen" ist ein dezentraler, bundesweiter Aktionstag. Jährlich von einer Vielzahl Verbündeter und Partner gestaltet, präsentiert er eindrucksvoll die Stärken der Region und rückt die Chancen regionaler Wirtschaftskreisläufe ins öffentliche Bewusstsein.

Diese Chancen sind: klick hier





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...   Erstellt am 20.10.2010 - 14:25Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Regionales Wirtschaften als Ergänzung zur Globalisierung
(Sinn und Zweck einer regionalen Wirtschaftsweise)

Warum wirtschaften wir?
Um den Sinn einer regionalen Wirtschaftsweise zu verstehen, ist es nötig, sich mit dem Grund des Wirtschaftens zu beschäftigen. Die Frage lautet: Warum wirtschaften wir überhaupt?

Wirtschaften wir, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln? Wirtschaften wir, um auf dem Weltmarkt zu bestehen? Oder wirtschaften wir, um die Aktienkurse steigen zu lassen? Für manche Menschen mögen die genannten Gründe ihr persönlicher Sinn des Wirtschaftens sein, für die Vielzahl der Menschen ist die Wirtschaft jedoch der gesellschaftliche Raum, in dem sie ihren Lebensunterhalt bestreiten.
Menschen wirtschaften, weil sie Bedürfnisse haben, die sie (sich) erfüllen wollen. Essen, Wohnen, Bildung, Kultur, Vergnügen und Reisen – dies und vieles mehr ist nicht einfach so vorhanden und nutzbar. Diese Güter und Leistungen sind für uns nur nutzbar, weil andere Menschen sie für uns ermöglichen: Indem sie wirtschaften. Weil wir wirtschaften!

Wir wirtschaften also aus Notwendigkeit, denn ohne Wirtschaft gibt es keine Versorgung. All die Produkte und Annehmlichkeiten des (modernen) Lebens wären ohne unser Wirtschaften nicht vorhanden und nicht nutzbar.
Darüber hinaus ist es ein menschlicher Wunsch, kreativ und produktiv tätig zu sein. Die Befriedigung durch erfolgreiche Ergebnisse im Arbeitsprozess sind für die meisten Menschen genauso wichtig, wie die Zusammenarbeit mit anderen Menschen. "Wirtschaften" ist der Sammelbegriff für diese Tätigkeiten.

weiter unter: Regionales Wirtschaften
Möglichkeiten und Chancen einer regionalen Wirtschaftsweise





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