LueP M-Member
  

Status: Offline Registriert seit: 17.05.2005 Beiträge: 52 Nachricht senden | Erstellt am 06.11.2008 - 12:38 |  |
Isenhagener Kreisblatt vom 06.11.2008
http://www.isenhagener-kreisblatt.de/ue … itzer.html
Spurtstarke Schienenflitzer
Straßenbahnähnliche Züge fahren ab 2012 auf der Bahnstrecke Uelzen-Braunschweig
Von Walter Manicke
Bad Bodenteich. Große Hoffnungen setzt nicht nur Bodenteichs Samtgemeindebürgermeister Rainer Kölling auf die RegioStadtBahn. Wenn die Züge von Uelzen über Bad Bodenteich und Wittingen bis nach Braunschweig und weiter in den Harz rollen, erhoffen sich die Samtgemeinde und die Mitgliedsgemeinden einen Aufschwung beim Tourismus.
Das gesamte Projekt wird rund 230 Millionen Euro kosten. Die Sanierung des Streckenabschnittes Bodenteich kostet rund 1,6 Millionen Euro. Bei der Umsetzung des Projektes müsste ein 80 Meter langer Regelbahnsteig gebaut werden, außerdem ein zweiter Bahnsteig für den Kreuzungsfall. Weiterhin, so Kölling im AZ-Gespräch, müssten Gleisanlagen zurückgebaut und den neuen Zügen angepasst werden. Investitionen sind auch in die Leit- und Sicherungstechnik erforderlich.
Aber auch in Bahnübergänge müsste investiert werden. So geht es an den Übergängen Gartenstraße, Bergstraße und Am Waldbad um den Um- bzw. Neubau technischer Sicherungsanlagen. Abgesichert werden müsste nach den Vorstellungen der Bodenteicher auch der Bahnübergang zwischen Lüder und Langenbrügge. Das sieht die Planung bisher noch nicht vor.
Nach Abzug aller Zuschüsse müsste sich der Flecken Bad Bodenteich mit 151 000 Euro an den Sanierungsmaßnahmen beteiligen. Viel Geld, dass der Flecken nicht hat. Deshalb setzt Kölling, der auch Gemeindedirektor in Bad Bodenteich ist, auf die Hilfe des Landkreises. Regionalisierungsmittel für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) des Landkreises Uelzen sollten für die Anteilsfinanzierung zur Verfügung gestellt werden. In Briefen an die Kreistagsabgeordneten hatte Kölling um Unterstützung für das Projekt gebeten..
Auf der sanierten Strecke sollen spurtstarke Züge eingesetzt werden, die den Charakter von Straßenbahnen haben und schmaler sind als normale Züge. Obwohl es mehr Haltestellen geben wird als heute, soll der Passagier trotzdem schneller am Ziel sein, versprechen die Planer. Dafür sollen 29 moderne Fahrzeuge sorgen, deren Herstellung in einer Kleinserie eigens für diesen Zweck ausgeschrieben werden soll und die zwischen den Stationen mit einer hohen Beschleunigung für Zeitgewinn sorgen. Spitzentempo 100 sollen die Regio-Züge erreichen. Den Fahrgast erwarten in den spurtstarken Schienenflitzern Mehrzweckabteile, in denen auch Rollstühle, Kinderwagen und Fahrräder Platz finden, sowie körpergerecht geformte Sitze, Toiletten und Klimaanlagen. Hinter dem Projekt verbirgt sich, wie mehrfach berichtet, die Anbindung des ländlichen Raumes an Braunschweig durch die RegioStadtBahn. Der Vorteil: Die Züge können im normalen Bahnverkehr eingesetzt werden und fahren dann als S-Bahn durch Braunschweig. Ein Umsteigen wäre nicht mehr nötig. Während die Züge im Braunschweiger Bereich im 30-Minuten-Takt verkehren, sind sie im Landkreis im Zwei-Stunden-Rhythmus unterwegs.
Die Planungen sehen vor, dass bereits 2010 die erste Ausbaustufe und die Aufnahme des Betriebes zwischen Gifhorn und Uelzen erfolgt. Ab 2012 soll die RegioStadtBahn durch den gesamten Großraum auf modernisierten Gleisanlagen mit neuer Leit- und Sicherungstechnik rollen. Und Kölling ist zuversichtlich, dass diese Termine auch eingehalten werden können.
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delegatic  Administrator
              

Status: Offline Registriert seit: 22.03.2005 Beiträge: 8694 Nachricht senden | Erstellt am 04.11.2011 - 20:44 |  |
Zumindest neue Fahrzeuge wird es ab 2014 zwischen Uelzen und Braunschweig geben:
Die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) hat bei Alstom 28 Regionalzüge Coradia Lint 54 bestellt. Sie sollen bis Ende Dezember 2014 ausgeliefert werden. Finanziert werden die Züge den Angaben zufolge mit einer hundertprozentigen Zuwendung des Landes in Höhe von fast 120 Millionen Euro. Wie es in einer gemeinsamen Information der Beteiligten weiter heißt, werden die Triebwagen ab Dezember 2014 an den Gewinner der Ausschreibung des Dieselnetzes Südost-Niedersachsen vermietet und sollen überwiegend Im Raum des Zweckverbands Großraum Braunschweig (ZGB) unterwegs sein. Damit werde ein wichtiger Schritt zur Realisierung des Regionalbahnkonzepts 2014+ vollzogen, so Verbandsdirektor Henning Brandes. Die Lints sollen auf den Strecken
Hannover – Hildesheim – Bad Harzburg
Uelzen – Braunschweig – Wolfenbüttel – Vienenburg –Bad Harzburg/Goslar
Lüneburg – Dannenberg
Quelle: Privatbahn Magazin
[Dieser Beitrag wurde am 04.11.2011 - 20:48 von delegatic aktualisiert]
Signatur In the shuffling madness
of the locomotive breath |