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mkilian 
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...   Erstellt am 29.03.2006 - 13:23Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Rechtsanwälte zurückhaltend in Sachen Verrechnungsstellen

Essen - 1. Februar 2006

Für Privatärzte gibt es sie seit 1927 – genossenschaftlich organisierte Verrechnungsstellen, die sich um die Abwicklung der ärztlichen Vergütungsansprüche kümmern. Die Idee eines vergleichbaren, gewerblichen Angebots für die Anwaltschaft ist neu und wird seit Kurzem vermarktet. Ob Rechtsanwälte sich auf das Angebot einlassen dürfen, ist allerdings umstritten. Das Kernproblem: Die im Zuge des Forderungsverkaufs notwendig werdende Abtretung der anwaltlichen Vergütungsforderung an die Verrechnungsstelle, die nach Ansicht einiger Rechtsanwaltskammern gegen das anwaltliche Berufsrecht verstößt. Der Gesetzgeber hat allerdings zu erkennen gegeben, bei einem Bedürfnis des Marktes für ein solches Angebot die notwendigen Rahmenbedingungen zu schafften.

Vor diesem Hintergrund hat das Soldan Institut für Anwaltmanagement mehr als 1.000 Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte zu ihrer Einstellung zu anwaltlichen Verrechnungsstellen befragt. Das Ergebnis: 65% der Befragten haben kein Interesse an einer Abtretung ihrer Vergütungsforderungen an eine Verrechnungsstelle, 23% der Rechtsanwälte haben sich diesbezüglich noch keine Meinung gebildet. Lediglich 12% der Befragten haben ihr Interesse an einer Zusammenarbeit mit einer Verrechnungsstelle bekundet. Besonders aufgeschlossen sind kleinere Kanzleien und jüngere Rechtsanwälte. Bemerkenswert ist, dass die interessierten Rechtsanwälte bereit wären, der Verrechnungsstelle als Gegenleistung für die Entlastung beim anwaltlichen Forderungsmanagement im Schnitt 8% ihrer Forderung zu zahlen. Dieser Wert liegt über den bei privatärztlichen und anwaltlichen Verrechnungsstellen üblichen Sätzen.

Dr. Matthias Kilian, Vorstand des Soldan Instituts für Anwaltmanagement: „Wir freuen uns, dass für die berufspolitische Diskussion nunmehr erstmals empirische Daten zu dem vieldiskutierten Phänomen anwaltlicher Verrechnungsstellen zur Verfügung stehen. Auch wenn aktuell nur 12% der Anwälte Interesse an einem solchen Angebot haben, bedeutet dies einen potentiellen Markt von mehr als 15.000 Interessenten. Eine baldige Klärung der rechtlichen Problematik der Verrechnungsstellen ist daher wünschenswert.“

[Dieser Beitrag wurde am 29.03.2006 - 13:24 von mkilian aktualisiert]





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