Mediterranea, eine Insel im Mittelmeer.

Eine Insel, ein unabhängiger Kleinstaat - genau im Kreuz der vier größten Mächte dieser Zeit: Rom, Athen, Alexandrien und Karthago - ein Ort der Weisheit und des Wahnsinns, der Korruption und der Freundschaft, der Freiheit und des Kampfes, ein Schmelztiegel der Kulturen und Klassen, wo Senatoren einem illustren Leben frönen, Händler aus aller Welt die exotischsten Dinge darbieten und Sklaven um ihre Freiheit kämpfen. Erlebe das Schicksal: Tauche ein in eine Welt voller Intrigen, Kampf, Spannung, Spaß, Liebe und Hass - werde Teil von Mediterranea!

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Aine
unregistriert

...   Erstellt am 01.06.2007 - 12:30Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Der Heiler hörte die Worte, nahm sie stumm zur Kenntnis und machte sich seine eigenen Gedanken, wobei es ihn gewaltig störte, das er nun doch die Frau wecken sollte und das auch noch unter Androhung seinen Posten zu verlieren, worauf er doch sehr allergisch reagierte.
Mit finsterer Miene wandte er sich an den Richter, nun weigerte er sich wirklich, seine Patientin zu wecken.
"Wollt ihr etwa andeuten, ich würde meine Arbeit verlieren, nur weil mir das Wohlergehen, meiner Patienten am Herzen liegt?" fragte er und stellte sich dem Richter in den Weg. "Ich kann euren Unmut verstehen, aber wenn ihr mir droht, nur aufgrund der Tatsache, dass wir sicher gehen wollten, dass euer Sohn sich in unserer Obhut befindet, mich meiner Stelle zu berauben, dann tut es! Aber rechnet damit, dass ich mir das nicht gefallen lasse!"
Also nun reichte es wirklich, nur weil Romano Richter war, hatte er noch lange nicht die Befugnisse zu drohen. Die Arme vor der Brust verschränkt hielt der Heiler den Blicken des Richters stand.

Aine hingegen bekam nur die Hälfte mit und ahnte, dass es um sie ging, doch abgelenkt durch Schmerz, Erschöpfung und Müdigkeit und auch ihren Ängsten, die dicht unter der Oberfläche lauerten, konnte sie nicht wirklich einordnen, wo sie war und was für eine Bedeutung das alles hatte.
Eigentlich wollte sie nur ihre Ruhe, am Besten man ließ sie allein in ihrer Verzweiflung, ließ sie wieder zurück sinken in die kalter Finsternis, aber die drängenden Stimmen schienen etwas anderes zu wollen.
Sie ballte kurz eine Hand zu Faust und entspannte sie wieder, nur eine winzige Geste, die auf den Kampf hindeutete, den sie mit sich selbst führte. Niemand schien dies zu bemerken oder sich sorgen um diese Reaktion zu machen, denn es wusste ja auch keiner was derzeit für Gefühle in ihr kämpften, der Selbstzweifel, der ständig mit ihrem Leben einherging, die Furcht einer Sklavin vor den grausamen Zügen ihres Herrn, Angst vor dem Ungewissen und tiefe Verzweiflung, wie sie nur ein Menschen kennen konnte, dessen Hoffnungen auf ewig zerstört worden waren.
Ein Spiel, ein grausames Spiel, dessen Regeln sie nicht kannte, aber von dem sie wusste, das am ende nur der Tod lauerte, ihr Tod, grausam, schmerzvoll und voller Leid, so wie ihr ganzes Leben auch ausgesehen hatte.
Sie war Sklavin, niemals würde sie dieser Tatsache entkommen können. Ein Gefühl der Entgültigkeit lastete auf ihrer Seele und nahm ihr nun auch den letzten Funken von Hoffnung und Trotz. Jedes Aufbegehren hatte keinen Sinn mehr, nie würde sie ein anderes Leben führen können, alles andere war nur Lüge, eine Selbstlüge um nicht aufzugeben, doch nun gab sie auf... endgültig, so wie ihr Leben nun einmal war, eine unveränderliche Tatsache.
Einmal Sklavin immer Sklavin, selbst wenn sie frei gewesen wäre, dies war ein Teil ihres Lebens, ihrer Vergangenheit und sie war nun einmal wie sie ist, voller dunkler Schatten, voller Verzweiflung, Zweifel und Angst, selbst süße Worte würden diese Tatsache nicht mehr ändern können. Und im Grunde hatte sie nun auch keine Zukunft, nie eine gehabt, war immer nur vom Willen anderer abhängig gewesen, deren Befehlen und dessen Launen. Die Narben an ihrem Körper waren nur das äußere Zeichen jener angelegten Ketten, doch die Ketten mit denen ihre Seele gefangen war, sah niemand, waren verborgen hinter einer hohen Mauer ohne Emotionen und der Schmerz saß viel tiefer, als nur die wunde an ihrem Körper, welche wieder heilen würde, doch in ihr sah es anders aus, dunkel, voller Angst und Verzweiflung, die Einsamkeit war ein stetiger Begleiter.

[Dieser Beitrag wurde am 01.06.2007 - 13:56 von Aine aktualisiert]




Maximus ...
Romanos Sohn
Administrator


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...   Erstellt am 02.06.2007 - 13:38Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Maximus schlief, doch er begann seine Hände zu bewegen. Ganz von der Ferne hörte er Stimmen, die er nicht einordnen konnte. Was waren das für Stimmen? Er wusste es nichts. Er wurde unruhiger und versuchte sich umzudrehen, doch durch irgendwen wurde er daran gehindert. Er versuchte sich zu wehren, dachte er doch dass es wieder einmal eine neue Art der Bestrafung war. Vor seinem geistigen Auge sah er einen seiner ehemaligen Herrn auf sich zukommen.

In der Hand hielt dieser dieses Brandeisen, vor dem jeder Sklave Angst hatte. Es war nach einem seiner unzähligen Fluchtversuche gewesen. Maximus war wieder eingefangen worden. Sein Herr, an dessen Namen er sich nicht mehr erinnern konnte ließ ihn auspeitschen und im Hof seines Hauses anketten. Dann hatte er alle Sklaven antreten lassen. Diese sollten Zeuge der Bestrafung werden, die Maximus bevorstand. Maximus hatte sich während des Auspeitschens auf die Lippe gebissen um nicht zu schreien. Doch was nach der Peitsche kam, war so unvorstellbar grausam.

Maximus begann sich immer heftiger zu bewegen und sich gegen die Hände des Heilers und dessen Helferinnen zu wehren. Er ahnte nichts davon, dass ihm diese Hände nur helfen und nicht schaden wollten.

Maximus ehemaliger Besitzer riss diesem das Hemd vom Leib. Die Sonne brannte in den Hof und Maximus war genau an der Stelle angekettet, an der die Sonne den ganzen Tag schien. Die Sonne und die blutigen Striemen auf seinem Rücken machten ihm zu schaffen, aber das war noch nicht das Ende der Bestrafung. Er sah seinem ehemaligen Herrn ins Gesicht, als dieser ihm das Hemd genommen hatte. Maximus sah noch wie dieser Sklavenhalter seinem Aufseher zu nickte. Dieser war schnell bei Maximus und noch ehe Maximus sich versehen konnte, drückte ihm der Aufseher ein glühendes Eisen auf den Arm. Maximus schrie auf, als das heiße Eisen seine Haut berührte. Für ihn dauerte es eine Ewigkeit, bis der Aufseher das glühende Eisen von seinem Arm zog, doch war es nur ein kurzer Moment. Der Geruch von verbrannter Haut stieg Maximus in die Nase und er musste mit sich kämpfen, damit er sich nicht übergab. Man ließ Maximus noch für zwei Stunden in der Sonne angekettet. Erst gegen Abend band man ihn los. Die anderen Sklaven hatten Angst vor ihrem Herrn und halfen Maximus nicht, als er sich zurück zu seinem Lager schleppte. In der Nacht bekam er hohes Fieber...

Die Worte des Heilers waren mutig. Er lehnte sich gegen einen Richter und Senator auf, aber er hatte die Verantwortung für die beiden jungen Menschen die hier in diesem Raum lagen und offensichtlich um ihr Leben kämpften. Der Zustand der Centuria bereitete ihm weniger Sorgen, als der des Mannes. Er schaute den Richter an. „Ich kann und werde sie nicht wecken, Ist diese Aufgabe so wichtig, dass sie das Leben von jungen Menschen wert ist.“ Der Heiler wusste, dass er sich damit weit aus dem Fenster lehnte, doch anders konnte er nicht handeln. Der Heiler wollte noch etwas sagen als eine der Helferinnen sich aufgeregt meldete und sagte, dass Maximus wach werden würde.

In der Tat, Maximus kam immer zu sich. Noch hatte er die Augen nicht offen, aber er hörte die Worte und wusste nicht wo er sich befand. Das Gefängnis konnte es nicht sein, aber auch nicht der Circus. Leise, aber dennoch laut genug, dass es auch Romano hören konnte, rief er nach Aine. Langsam stiegen Bilder in ihm hoch, Bilder eines Kampfes in einer Straße. Lebte Aine noch? Immer wieder rief er nach ihr.

Der Heiler ließ Romano stehen und schaute nach Maximus und versuchte ihn mit Worten zu beruhigen. Er griff an die Stirn von Maximus und stellte fest, dass das Fieber gesunken war. Dann hatte seine Behandlung doch angeschlagen. Er winkte Romano zu sich. „Versucht ihn zu beruhigen. Sagt ihm immer wieder dass diese Aine lebt und es ihr gut geht.“





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Romano ...
Senator, Richter


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...   Erstellt am 02.06.2007 - 15:30Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Die finstere Miene des Heilers beeindruckte ihn kaum. Irgendwie konnte Romano ihn ja verstehen, aber es ging ihm auch darum zu erfahren was überhaupt passiert war und weswegen der Überfall passierte. Stetig hielt er seinem Blick stand und rührte sich kaum von der Stelle. Viel konnte er sich ohnehin nicht vom Fleck weg bewegen, da die Helferinnen immer noch durchs Zimmer wuselten. Leicht hob er die Augenbrauen... "Die junge Frau schläft. Nun gut. Es war eine außerordentlich nette Geste, mich zu holen, doch habe ich nicht gesagt, dass er mein Sohn ist. Ich habte nur gesagt, dass ich Maximus kenne." erwiderte er leise. Nun, es war noch nicht öffentlich, nicht mal amtlich, dass Maximus sein Stiefsohn war und umso wertvoller würde er für mögliche Gegenspieler werden.

"Und mir liegt das Wohlergehen einer ganzen Stadt am Herzen. Ihr seid ein fleißiger Bürger dieser Stadt, der seine Berufung versteht." fügte er hinzu und kannte immerhin den Beruf des Mannes an. "Diese Aufgabe war wichtig und wird es immer noch sein. Ich kenne Centuria Aine und bin überzeugt, dass sie ihrer Verantwortung nachging, als der feige Überfall geschah. Je eher ich die Auskünfte bekomme umso mehr und früher kann ich für die Stadt tun, was nötig ist." Seine Stirn legte sich in Falten als sie von einer Helferin unterbrochen wurde. Romano ging dem Heiler hinterher. Nun hörte er nach wem Maximus rief. Kurz warf er einen neuerlichen prüfenden Blick zu Aine rüber und setzte sich zu ihm. Mit festem Griff hielt er Maximus unruhige Hand fest und fing an zu sprechen. "Ruhig, Maximus.. ruhig. Wach auf.. dann siehst du, dass Aine lebt. Komm schon.. wach auf. Du bist im Hospital. Ihr seid überfallen worden. Schau doch.. Aine schläft nur." Wirklich ungewohnt solch sanfte Worte zu sprechen. Albinas Anlitz legte sich für einen Moment für sein Auge. Romano lächelte versonnen, dann schaute er besorgt auf Maximus hinab. "Maximus.. wach auf. Ich bin es, Romano Caius."





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~Ich bin ich, bin ich.~
Romano Caius

Aine
unregistriert

...   Erstellt am 02.06.2007 - 16:09Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Donner grollte, als würden die uranfänglichen Götter den Weltuntergang verkünden, Blitzen zuckten und spendete neben Öllampen und Kerzen für kurze Zeit Licht und der regen ging nieder, als würde es kein Morgen geben.
Das Wetter passte gut zur der Gemütsverfassung von der schlafenden Aine, aufgewühlt, ein Chaos der Gefühle, ähnlich wie in einem Sturm auf Meer, gleichzeitig faszinierend und beängstigend, denn das war es, was sie spürte. Für sie selbst war die Welt untergegangen, die Hoffnungen gestorben und sie wollte eigentlich nur noch den Kampf aufgeben, den sie als Leben bezeichnete. Für sie war die Welt ohne Liebe und gierig, nahm sich alles, was sie einst war, aus einem kleinem Mädchen, das ein regelrechter Wildfang war, die das Leben genossen hatte, war eine verzweifelte, einsame Frau geworden. So vieles hatte sie vergessen, Dinge, die ihr einst so wichtig waren, die Liebe ihrer Eltern, ihre Familie, ihre Heimat, mit den grünen Hügeln und dem stürmischen grauen Meer.
Kalt und erbarmungslos, so empfand sie die Welt, eine Welt in der sie nicht mehr Leben wollte, sie wollte nicht mehr Sklavin sein, nicht mehr die Ketten tragen, die man ihr angelegt hatte.

Der Heiler hob nur eine braue und enthielt sich jeglichen Kommentars zu der strikten Weigerung, zu zugeben, das Maximus, der Sohn des Richters war, aber auch irgendwo verständlich, würde das doch nur ein angreifbarer Punkt sein.
Nun, wo sich alle um den fiebernden Mann kümmerten, war Aine erst einmal vergessen, die ihren eigenen Kampf gegen sich selbst führte.

Müdigkeit und Schmerz verdrängten erst einmal all ihre düsteren Gedanken, als sie im erwachen begriffen war, das Stimmengewirr verwirrte sie, gab ihr aber auch eine gewisse Sicherheit, wäre sie in den Fängen ihres Herrn, würden sie anderen Geräusche umgeben und sie würde auch kaltes Eisen auf ihrer Haut spüren, Ketten, die man ihr angelegt hätte. Sie entspannte sich leicht und lauschte stattdessen erst einmal dem fernen Donnergrollen und ihrem eigenen erstaunlich ruhigen Atem.
Wieder wanderten ihre Gedanken, durch die Welt die Schatten, die den Beigeschmack des Todes hatten, der Angriff auf ihr Heimatdorf in dem sie einst geboren war, der Beginn ihrer Sklaverei, als Kind, die Bestrafungen, welche man ihrem Körper noch heute ansah, Narben durch Peitschenhiebe, die Kämpfe in der Arena, blutiger weicher Sand, das wilde ekstatische Brüllen einer blutgierigen Menge und sie mitten drin.
Das war ihr Leben, immer begleitet durch Tod und Schmerz, und es schien kein Ende zu nehmen.

Ohne die Augen zu öffnen, tastet sie nach der Quelle des Schmerzes und ertastete einen strammen verband, der ihre Hüfte und auch ihren flachen Bauch verbarg. Noch ein Narbe, noch ein Zeugnis der kalten Welt. Sie seufzte leise und versuchte sich über sich klar zu werden, hatte erst einmal Maximus vergessen, denn nun hatte ihr Leben wieder eine Wende genommen, die ihr Angst machte.
Was sollte sie machen, sie war Sklavin, wollte aber auf keinen Fall zurück zu ihrem Herrn, wusste sie doch was sie erwartete, aber ihm zu entkommen war unwahrscheinlich, das hatte sie heute gemerkt, denn seine Häscher hatten den Befehl sie zum ihm zu bringen.
Sie war verzweifelt und überfordert, was sollte sie tun, den Freitod wählen um endlich frei zu sein, um endlcih einmal eine eigene Entscheidung zu treffen und ihrem Herrn zuvor zu kommen, bevor er sie mit eigenen Händen langsam sterben ließ.
Verdammt, wo war sie nur hinein geraten und warum ausgerechnet sie? Warum hatten die Götter, sie im Stich gelassen, selbst Epona hatte sie verlassen, sonst wäre sie nicht hier. Sie fühlte sich allein gelassen, ratlos.




Maximus ...
Romanos Sohn
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...   Erstellt am 03.06.2007 - 11:10Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Romano Caius. Der Name drang in Maximus Ohr und löste etwas in ihm aus. Der Name war ihm bekannt und Maximus verband nichts schlimmes mit ihm, aber was war das nur. Er konnte sich nicht erinnern. Die Wirklichkeit nahm immer mehr Gestalt an und er war nur noch wenige Augenblicke davon entfernt aufzuwachen. Doch mit dem Aufwachen kamen auch diese Kopfschmerzen wieder. Immer wieder drangen Bilder dieses Kampfes in seinen noch leichten Schlaf. Da waren diese Männer die Aine bedrohten und da war der andere Mann, der ihnen half. Maximus merkte wie er festgehalten wurde und die Worte dieses Mannes drangen jetzt klar und deutlich an sein Ohr. Aine lebte. Lebte sie wirklich. Noch hatte Maximus nicht die Kraft um die Augen zu öffnen, aber er begann leise, kaum hörbar zu sprechen. „Sie...lebt...Aine...“ Erschöpft verstummte er, aber er wurde ruhiger. War es das Wissen, dass Aine lebte, das ihn ruhiger werden ließ oder war es weil Romano ihn festhielt und versuchte zu beruhigen.

Der Heiler beobachte die Szene zwischen Romano und Maximus und bildete sich seine eigene Meinung. Für ihn war klar, dass da ein Vater am Bett seinen verletzten Sohnes saß. Aber er merkte auch, dass sich die beiden erst vor kurzem getroffen haben müssen, denn sonst würde Romano anders reagieren. Er schaute sich Maximus noch einmal an. „Es wird nicht mehr lang dauern, dann ist er richtig wach.“ Der Heiler schaute zu Romano. „Aber es wird wahrscheinlich noch ein paar Tage dauern, bis er wieder richtig in Ordnung ist.“ Er ließ Romano und Maximus allein und ging zu Aine. Sie schlief fester als Maximus, doch auch hier merkte er die ersten Regungen. Also war sie auch dabei aufzuwachen. Er atmete auf. Es schien alles besser mit den beiden Verletzten zu laufen als angenommen.

Maximus bewegte seine Finger und seine Augenlider flatterten. Es war so wie der Heiler gesagt hatte, er war am Aufwachen. Maximus fühlte sich schlecht. Sein Kopf schmerzte und auch sein Rücken tat weh. Dann öffnete er langsam die Augen. Doch was war das, alles was er sah war verschwommen. Er schloss noch einmal die Augen um sie erneut zu öffnen. Das Bild war das gleiche. Er konnte nichts richtig erkennen. Er erkannte auch den Mann nicht, der an seinem Bett saß. „Was...was ist das...“ Maximus bekam leichte Panik, als er nichts sah. Auf seiner Stirn bildeten sich erneut Schweißtropfen. Er versuchte sich zu erheben, doch er hatte noch keine Kraft dazu.

[Dieser Beitrag wurde am 03.06.2007 - 11:10 von Maximus aktualisiert]





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Romano ...
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...   Erstellt am 03.06.2007 - 12:03Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Innerlich atmete Romanio auf, als Maximus etwas flüsterte. Er lächelte und erwiderte daraufhin. "Ja, Aine lebt, Maximus." Fest drückte er Maximus Hand und war sich unsicher, ob er diese jetzt noch weiterhin festhalten sollte. Schliesslich war Maximus ein erwachsener Mann, der mit Sicherheit vor ihrer Begegnung auch ohne jemanden an seiner Seite ausgekommen war der seine Hand hielt. Stumm nickte der Richter dem Heiler zu, der seine Arbeit verstand. "Ja, ist gut. Ich kenne ein Hospital genauso gut von innen wie Eure Patienten." erwiderte er brummelig und rieb sich übers Kinn auf dem sich die ersten Stoppeln zeigte. Rasieren müsste er sich auch mal wieder... und überhaupt war er schon lange auf den Beinen.

Doch der Anblick seines aufwachenden Sohnes entschädigte ihn schon wieder für die Strapazen des Tages. "Wach auf, Maximus. Es geht Aine gut und dir müsste es auch gut gehen. Der Heiler hat dich gut versorgt." Romano drückte Maximus Handrücken abermals und drückte ihn zurück aufs Kopfkissen, als er sich erheben wollte. "Neinnein.. blieb liegen. Was ist denn los? Wen hast du gesehen?" Er nahm einer der Helferinnen das Tuch aus der Hand und tupfte Maximus die Schweisstropfen höchstpersönlich ab. "Bleib lieben, Maximus. Ich bin es nur, Romano Caius. Aine geht es gut. Wach auf.. na komm."





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Romano Caius

Aine
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...   Erstellt am 03.06.2007 - 13:05Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Im aufwachen Begriffen war Aine nicht wirklich, sie war erschöpft und dann war sie auch noch innerlich angespannt, aufgrund der Tatsache, dass sie nun in gewaltigen Schwierigkeiten steckte.
Der Schmerz an ihrer Hüfte war zu ertragen, sie hatte durchaus schon schlimmere Verletzungen durch gestanden, zum Beispiel den Angriff des Löwen in der Arena.
Immer noch kreisten ihre Gedanken um die Tatsache, dass ihr Herr sie nun wieder zurück wollte, sie aber nicht in dessen Fänge zurück, aber hatte sie eine Wahl? Eigentlich nicht, als Sklavin, war man nun eben nicht ein Mensch, war ein Gegenstand, sie gehörte zum Haushalt und man konnte über sie verfügen, wie man wollte.

Dem Tumult um sich herum, nahm sie nicht wirklich wahr, das Heiler nach ihr sah, auch nicht, im Augenblick versuchte sie eine Lösung zu finden, eine Ausweg, doch wie es schien, gab es keinen. Mochte sich auch in Mediteranea einiges ändern, doch würde sich für sie nicht viel ändern.
Immer noch hegte sie den Verdacht das Centurio Quintus sie herein gelegt hatte, dass er ebenso wie ihr Herr, mit ihr spielte und sich einen gewaltigen Scherz erlaubte, auf ihre Kosten, während sie nur noch litt und ihr die Angst den Atem nahm.

Ein drängendes Gefühl sagte ihr, sie sollte aufwachen, doch fand sie dazu nicht wirklich die Kraft, sie wollte eigentlich einfach nur schlafen, aber die Furcht vor ihren Alpträumen hielt sie davon ab, aber aufwachen wollte sie auch nicht wirklich, war doch der Schlaf eine gute Flucht vor der Wirklichkeit.




Maximus ...
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...   Erstellt am 03.06.2007 - 13:47Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Maximus lag da mit geöffneten Augen und doch sah er nichts. Das brachte ihn zum Verzweifeln. Was hatte er denn nur getan, dass es immer ihn erwischte. Hatte er in seinem Leben nicht schon genug mitgemacht? Er seufzte. Alles war so schwierig und noch immer verfluchte er den Tag, an dem er Rom verlassen hatte.

Maximus wurde unruhig. Immer wieder versuchte er sich aufzusetzen, doch irgendjemand hinderte ihn daran. Er hörte wie Romano zu ihm sprach. „Sehen...“ Maximus sprach leise. „...ich kann nichts sehen...“ Seine Stimme klang verzweifelt. Seine Gedanken drehten sich um Aine und ihn. Langsam kam die Erinnerung an den Überfall und den Kampf auf der Straße zurück. Sollte er Romano davon erzählen. Für ihn war es schwierig. Wenn er von dem Kampf erzählte, dann musste er auch von dem Streit zwischen Aine und ihm berichten. Das wollte er nicht. Er würde dann zugeben müssen, dass er sie mochte, sehr sogar, aber er war noch ein Sklave und sie Centuria. Das konnte und durfte nicht sein. Wieder kam in ihm das Bewusstsein eines Sklaven zum Vorschein und damit auch wieder die Angst erneut ins Gefängnis zu müssen. „Ich...ich wollte ihr nur helfen.“ Seine Worte klangen angstvoll, er wusste nicht wie Romano reagieren würde. Maximus schloss für einen Moment wieder die Augen. Er war noch geschwächt und sein Kopf schmerzte. Mit der freien Hand griff er an seinen Kopf. „Mein Kopf...“





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Romano ...
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...   Erstellt am 03.06.2007 - 19:21Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Dann schlug er die Augen auf, doch anstatt ihn direkt anzusehen, schien er ganz woanders hin hinzuschauen. "Maximus? Wo schaust du denn hin? Ich sitze hier.. auf der rechten Seite." Was sagte er da? Er sah nichts mehr? Sein Nacken begann zu kribbeln, begleitet von einem unguten Gefühl... Das durfte doch nicht wahr sein! schoß es Romano gedanklich durch den Kopf. Romano beugte sich vor, schnipste mit einem Finger vor den Augen seines Sohnes. War da doch eine Reaktion gewesen? "Holt den Heiler." befahl Romano und hinderte Maximus abermals daran sich aufzusetzen. "Bleib liegen." Er schnipste noch einmal vor Maximus Augen und war sich erneut unsicher, ob er reagiert hatte. "beruhige dich, ich habe gehört, du wolltest ihr helfen. Aber was ist mit deinem Augen? Hast du Kopfweh?" Romano nahm mit steigender Besorgnis auf der Bettkante Platz und drückte die Hand seines Sohnes. "Der Heiler kommt gleich. Dann wird er sicher erklären können warum du nichts sieht. Du bist am Kopf verletzt." Immer noch kribbelte sein Nacken. Er hatte ihn doch gerade erst gefunden!





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Romano Caius

Maximus ...
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...   Erstellt am 03.06.2007 - 19:48Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Maximus bekam nichts mit, von Romanos Versuchen um zu testen ob er etwas sah. Wieder griff er sich an den Kopf. „Es tut so weh...“ flüsterte er und hatte keine Orientierung in welche Richtung er sprechen sollte. Er hatte starke Kopfschmerzen und die hinderten ihn zusätzlich zu Romano daran aufzustehen. Maximus war verunsichert und hatte zugleich Angst. Was war geschehen? Warum nur konnte er nichts mehr sehen. War das die Strafe dafür, dass er sich nicht untergeordnet hatte und geflohen war? Aber warum nur wurde er so bestraft. Maximus war jetzt wieder der Sklave und nicht mehr der Sohn von Romano und dem Sklaven wurde bewusst, was mit kranken Sklaven geschah. Er hatte es oft genug gesehen und mitbekommen. „Ich...will nicht...sterben...“ flüsterte er. Maximus lag da und starrte irgendwohin, was er aber sowieso nicht sehen konnte.

Der Heiler kam und sah fragend zu Romano. Eine Helferin hatte ihm bereits gesagt, was mit Maximus los war. Der Heiler setzte sich auf die andere Bettkante und versuchte ebenfalls die Reaktionen des Auges zu erkennen. Doch alle Bemühungen waren umsonst. Maximus Augen reagierten nicht. Der Heiler schüttelte mit dem Kopf und nahm Maximus den Verband ab. Vielleicht drückte der Verband und die Platzwunde war so gut vernäht, dass kein Verband mehr nötig war. Der Heiler wandte sich an Romano. „Offenbar hat er einen sehr heftigen Schlag an den Kopf bekommen, von dem auch die Wunde stammt. Dieser Schlag ist vermutlich der Auslöser von Maximus Blindheit. Ich kann nicht sagen, ob die Blindheit von Dauer ist.“ Ernst sah er wieder auf Maximus und dann zurück zu Romano. Etwas leiser fügte er hinzu. „Allerdings sollten wir davon ausgehen, dass er für immer blind bleibt.“ Der Heiler winkte eine der Helferinnen heran und sagte ihr, dass sie ein Mittel gegen die Kopfschmerzen holen sollte. Bald war die Helferin mit dem gewünschten da und flößte Maximus vorsichtig die Flüssigkeit ein. „Das wird die Schmerzen ein wenig lindern, aber bis sie ganz verschwunden sind, dauert es eine Weile.“

Maximus hörte die Worte und war am Verzweifeln. Was würde mit ihm passieren, wenn er für immer blind blieb. Er schluckte die Flüssigkeit die man ihm einflösste. Die Medizin schmeckte bitter, doch es brachte nichts sich dagegen zu wehren. Vielleicht half das Zeug ja wirklich gegen die Schmerzen. „Es...es...tut mir leid...“ flüsterte er und suchte wieder Romanos Hand. Jetzt war er einfach nur ein junger Mann, der die Nähe eines Familienangehörigen brauchte.





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