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Adolphe ...
Zweig
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...   Erstellt am 17.03.2006 - 12:57Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Als guter Preuße rauche ich natürlich nur den einheimischen Tobak.....

Es sein denn, ich kann anderen Tobak erbeuten....

Ich denke mal, dass das aromatisieren damals nicht mit dem von Heute verglichen werden kann.

Interessant wären für mich auch eure Raucherfahrung. Als Musketier/Wehrmann führe ich natürlich eine sogenannte Wachpfeife mit mir. Die hat einen sehr kleinen Kopf. Im Gegensatz zu den langstieligen Holländerpfeifen mit großen Kopf, ist sie sehr schwer zu rauchen. Besonders mit frischen Tabak zieht sie kaum und geht laufend aus.
Mit trockenen Tabak geht es (und knallt für einen Nichtraucher besonders gut )

Mr.Edward, konnten Sie schon einen Zopf erwerben?





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Edward ...
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...   Erstellt am 17.03.2006 - 13:19Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich musste erst einmal im Pfeife-rauchenden Freundes- und Bekanntenkreis die Werbetrommel rühren, da der Händler eine Mindestbestellwert hat. Gestern fand sich der letzte Interessent, morgen geht die bestellung raus. Ich hoffe, das meine Bronchitis bis zum Eintreffen des Tabaks abgeklungen ist.

Die Proble, die Sie mit der Wachpfeife beschreiben kenne ich so nur von den langen Tavernenpfeifen.
Meine kleinen Tonpfeifchen ziehen hervorragend (eine rauche ich bereits seit nunmehr fast 8 Jahren) Allerdings stopfe ich Tonpfeifen auch nicht allzu fest.

Zwei Fragen stellen sich mir allerdings noch:

1.
Wie reinigt man die Tonpfeifen korrekt.
Irgendwo las ich einmal, daß man sie zwecks des ausbrennens ins Feuer legen soll. Dies tat einer meiner Tonpfeifen allerdings nicht sehr gut, da sie beim nächsten rauchen zerbrach. Zur Zeit schabe ich den gröbsten Kniest mittels eines Drahtes aus dem Rohr, weiß aber überhaupt nicht, ob dies korrekt ist.

2.
Wie bringt der Gentleman seine, doch sehr stoßempfindliche, Tonpfeife auf Reisen unter?
Aus gesicherter Quelle weiß ich, das an bestimmten Orten (Tavernen, Caféhäusern) Tonpfeifen auslagen, deren die Gäste sich bedienen konnten.
Von Soldaten weiß ich, das sie spezielle runde Messingbehälter für ihre Tonpfeifen hatten.
Aber wie bewahrte und schützte man sonst seine Pfeife(n), wenn man auf Reisen ging?





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Das Glück, dem scheußlichen Gemetzel lächelnd, schien des Rebellen Hure, doch Held MacBeth
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Republicain ...
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...   Erstellt am 17.03.2006 - 14:12Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Die kleinen Pfeifen passen in die Tabaksdosen mit hinein, die langen wurden ja auf Reisen nicht mitgenommen. Außerdem scherte es damals niemanden wenn die Pfeifen kaputt gingen. Tonpfeifen sind und waren Wegwerfartikel, nicht umsonst finden sich noch heute so viele Reste auch auf Schlachtfeldern. Ich glaube damit kann Adolphe vielleicht dienen (?). (wenn, dann aber zuerst für mich )
Es gab auch (habe ich glaube ich in der Kobell-Ausstellung gesehen) Pfeifen mit seperatem Tonkopf, deren Stiele wohl aus Holz waren.

Der springende Punkt beim Ausbrennen liegt meiner Erfahrung nach darin, die Pfeife gleichmäßig dem Feuer auszusetzen. Das Problem ist eher das Rausholen. Meine Pfeifen waren nach dem Ausbrennen stets tadellos und sofort wiederverwertbar. Natürlich ist die Haltbarkeit der Pfeifen (8 Jahre - meine Gratualtion!) von Anzahl und Charakter der Veranstaltungen abhängig. Hast du sie im Hut und stürmst in Italien einen Berg in der größten Hast hoch und hantierst dabei, soll vorkommen , mit der Muskete rum, da wird die Pfeife kaum mehr als ein par Wochen alt.





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... Das Sturmläuten, das nun anheben wird, ist kein Alarmsignal, es bedeutet den Generalangriff auf die Feinde des Vaterlandes. Um sie zu besiegen, brauchen wir Mut, meine Herren, Mut und nochmals Mut; dann ist Frankreich gerettet.

Marianne ...
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...   Erstellt am 17.03.2006 - 14:22Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Was mich jetzt auch interessiert, da ich da überhaupt keine Ahung von habe, ist, ab wann es Zigaretten gab. Ich habe bei meinem Besuch in Bath, wo es ein Haus gibt, das quasi so restauriert ist, wie es Ende des 18. Jahrhunderts ausgesehen haben muß. Also auch die Inneneinrichtung. Dort lagen auf einem Tisch sowohl einen langstielige Pfeife als auch Zigaretten. Ich finde leider kein Bild davon online.





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Republicain ...
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...   Erstellt am 17.03.2006 - 14:49Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Zigaretten sind für Deutschland recht unüblich, sollen aber von frz. Truppen aus Spanien 1813 mit nach Deutschland gebracht worden sein. Allerdings werden sie das Zeug schnell aufgeraucht haben und keinen Hersteller für neue und also dann wieder auf Pfeifen zurück gegriffen.
Ich glaube das Thema fand weiter oben schon Erwähnung.





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...   Erstellt am 17.03.2006 - 19:55Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Zigaretten soll es angeblich in südlichen Ländern schon gegeben haben. Es ist mir allerdings noch kein schlüssiger Beweis unten die Augen gekommen.
Auch wenn es sowas z.B. in Spanien gegeben hätte, war es hier noch lange nicht üblich und somit ein NoNo für unsere Epoche.
Zu den Tonpfeifen als Wegwerfartikel hat Republicain schon was geschrieben. Ergänzend sei noch anzumerken, das die Tonpfeifen nach 1800 zunehmend an Beliebtheit verloren und von anderen Materialien wie Wurzelholz oder Meerschaum verdrängt wurde.
Ein Beispiel sei hier angeführt:
Gouda war ein Zentrum der Tonpfeifenherstellung in Holland. 1740 existierten dort 374 Pfeifenmacher, 1806 waren es noch 11!

Leider ist es mir noch nicht gelungen, eine ganze Tonpfeife auf den Feldern der Ehre zu finden. Immer nur Bruchstücke........

[Dieser Beitrag wurde am 18.03.2006 - 09:43 von Adolphe aktualisiert]





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...   Erstellt am 18.03.2006 - 09:57Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Zur Aufbewahrung von Tonpfeifen:
Es gab für die langstieligen Holländerpfeifen spezielle Ständer die zu Hause und sonst überall zu finden waren. Der Transport solch einer Pfeife konnte in einem mit Holzwolle gepolsterten Kästchen erfolgen.
Es gab auch spezielle Pfeifenfutterale aus Holz, die anscheinend für die jeweiligen Pfeife gefertigt wurden. In dem Buch " Collectors Illustrated Encyclopedia of the American Revolution" sind so welche abgebildet.
Wäre mal interessant, ob sich die Besitzer dieser Pfeifen die Dinger selber gebaut haben. Auf der einen Seite sind die Pfeifen Pfennigsartikel gewesen, auf der anderen Seite konnte sie weitab in der Wildnis zu einem kostbaren, schützenswerten Artikel mutieren.
Kleinere Pfeifen wurden in den länglichen Tabaksdosen (Iserlohner) transportiert.

Vielleicht schaffe ich es ja mal meinen neuen Scanner zu vermitteln, das ich der Boss bin und er gefälligst das zu tun hat was ich will.

Dann kann ich mal Bilder einstellen.....





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Marianne ...
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...   Erstellt am 18.03.2006 - 16:54Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Off Topic: Ich habe die wilde Theorie, dass Scanner in Mondphasen funktionieren. So kommt es mir auf jeden Fall recht häufig vor





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...   Erstellt am 19.03.2006 - 01:59Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Adolphe schrieb
    Ergänzend sei noch anzumerken, das die Tonpfeifen nach 1800 zunehmend an Beliebtheit verloren und von anderen Materialien wie Wurzelholz oder Meerschaum verdrängt wurde.


Mhhh... Meerschaum wird wohl auch damals für die breite Masse der Raucher unerschwinglich gewesen sein.
Selbst heute sind (echte)Meerschaumpfeifen sehr, sehr teuer. (Und stehen den Tonpfeifen in puncto Zerbrechlichkeit in nichts nach!)
Um 1800 gewann dann die Porzellanpfeife (Mir persönlich ist sie geschmacklich ein Greuel) in Preussen enorm an Popularität. Und auch die erste Bruyère-Pfeife soll angeblich 1802 im französischen Jura-Städtchen Saint-Claude entstanden sein.
Aber Pfeifen aus anderen Materialien als (Bruyère)Holz oder Ton gab es schon lange vorher: Im 17. Jahrhundert rauchten Landsknechte Pfeifen aus Metall! Aus dem 18. Jahrhundert sind Pfeifen von Offizieren erhalten, die aus Silber gefertigt waren.
Sicherlich ein schönes Material! Aber eine Silberpfeife würde ich auf gar keinen Fall (geschmacklich) re-enacten wollen!





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...   Erstellt am 19.03.2006 - 11:09Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich konnte mal vor Jahren auf einem Aniquitätenmarkt eine kleine Messingpfeife erwerben. Soll Ende 18. Jahrhundert sein. Sie ist aus einem Guss, ca 11 cm lang, der Stiel ist in der Mitte etwas abgewinkelt.Der Kopf ist sehr klein, die Öffnung hat ca. 9mm Durchmesser und ist ca. 1cm tief. Der Händler hatte mehrere dieser Pfeifen. Die meisten hatten genau auf dem Knick des Stieles noch eine Öse, man konnte sie an der Uhrkette befestigen.
Sie ist ja ziemlich brechunempfindlich. Ich konnte bisher aber nichts in der Literatur darüber finden.
Hatte mal die Idee, das es eine Pfeife für Seeleute sei. Wg dem unempfindlichen Material..
Hat jemand so was schon mal gesehen?





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