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Republicain  Dieses Baums Blatt


Status: Offline Registriert seit: 14.10.2005 Beiträge: 522 Nachricht senden | Erstellt am 14.10.2005 - 07:32 |  |
Salut, ich suche nach wie vor Quellen für authentisches Rauchwerk, denn rauchen sollte wohl ein jeder Gentilhomme unserer Zeit. Die Familienporträts selbst sind voll mit Herren mit langer Tonpfeife im Wohnzimmer. Bis jetzt kenne ich nur vom Second Lieutenant der Westphalen Zigarillos nach angeblich Originalrezeptur. Allerdings schmeckten die zwar nicht schlecht, stinkte n aber entsetzlich, nicht zu vergleichen mit Firma Dannemann und Co. In Sachen Pfeifentabak wurde ich bis jetzt belehrt, dass der heutige wohl zu schwach sei, im Vergleich zu dem der im 18.Jh in Deutschland konsumiert wurde. S et F
Signatur ... Das Sturmläuten, das nun anheben wird, ist kein Alarmsignal, es bedeutet den Generalangriff auf die Feinde des Vaterlandes. Um sie zu besiegen, brauchen wir Mut, meine Herren, Mut und nochmals Mut; dann ist Frankreich gerettet. |
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Nanny  Dieses Baums Blatt


Status: Offline Registriert seit: 12.10.2005 Beiträge: 656 Nachricht senden | Erstellt am 14.10.2005 - 09:28 |  |
Hallo, es gibt zum Beispiel dieses Buch: Genussmittel : ein kulturgeschichtliches Handbuch / Thomas Hengartner ... (Hg.). - Frankfurt [u.a.]: Campus-Verl., 1999. - 292 S. 3-593-36337-2
Wenn du fertige Ware möchtest: Am Tabakblatt selbst und an der Form der Zigarre hat sich ja nicht viel geändert , also solltest du vielleicht nach Gefühl gehen, da es ja auch nicht wünschenswert ist, das du oder deine Gesprächspartner grün im Gesicht werden. Es wäre also nötig, herauszufinden, wie sie damals aussahen und dann evtl. Bauchbinden selbst gestallten oder die Verpackung, damit man dort sich historisch angeleichen kann. Für meinen Tabak habe ich 1x einen indianischen Tabaksbeutel (Souveniers, Souveniers!) oder ein Zigarettenetui aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts
[Dieser Beitrag wurde am 14.10.2005 - 09:35 von Nanny aktualisiert]
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Nanny  Dieses Baums Blatt


Status: Offline Registriert seit: 12.10.2005 Beiträge: 656 Nachricht senden | Erstellt am 14.10.2005 - 12:37 |  |
Hier noch ein paar Buchtitel: Vom Rauch der Jahrhunderte. von Billerbeck, Klaus-Dieter; Kartoniert 400 Jahre Tabakkultur. Geschichten und Anekdoten aus der Welt des Rauchens. 220 S. 325g 2005 Books on Demand ISBN 3-8334-2957-7
Kluttig-Altmann, Rolf / Kügler, Martin Tabak und Tonpfeifen im südlichen Ostseeraum und in Schlesien Herausgegeben von Ostpreußisches Landesmuseum Lüneburg Husum Druck- und Verlagsgesellschaft 3-89876-187-8 60 Seiten, zahlr. zum Teil farbige Abbildungen 8,95 Eur[D]
[Dieser Beitrag wurde am 14.10.2005 - 12:40 von Nanny aktualisiert]
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Republicain  Dieses Baums Blatt


Status: Offline Registriert seit: 14.10.2005 Beiträge: 522 Nachricht senden | Erstellt am 14.10.2005 - 13:08 |  |
Spitze. Ich werde es mal versuchen, wenigstens eins von den Büchern aufzutreiben. Hoffendlich ist der Abschnitt über das 18.Jh dann auch befriedigend. Na ja und der französische Tabak ist auch so schlimm nicht wie der deutsche und ähnelt dem heutigen derart, dass man wohl den Tabak aus Berlin von "Tabakskolegium" hernehmen kann. Zigarillos sind tatsächlich zu unserer Zeit noch sehr selten. Ich habe mal gehört, dass so um 1790 die erste Zigarillomanufaktur in Hamburg eröffnet wurde und daher als Art Replikas davon hatte dieser Landwehroffizier in Kommern auch seine Zigarillos. Es gibt übrigens relativ preiswert Originaltabatiéren auf dem Antikmarkt. Mein Herr hat sich eine für um die 70 € aus Messing und aus dem 18.Jh und schon sehr, sehr schön gearbeitet gekauft. Ich weiß nur, dass sie im Raum Köln erhältlich sind. Apropos, wenn nocheinmal wie in Opherdiecke (vermutl. falsch geschrieben) Rauchen durchaus erwünscht ist, könnte man den Fidibus, statt Streichhölzern an die Kerzen legen. Damit kann man auch wunderbar authentisch, wenn man nicht gerade Stein und Stahl rausholen möchte die Kerzen anzünden, wenn eine schonmal brennt.
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Nanny  Dieses Baums Blatt


Status: Offline Registriert seit: 12.10.2005 Beiträge: 656 Nachricht senden | Erstellt am 14.10.2005 - 13:49 |  |
Die Bücher sind alle über den Buchhandel zu bekommen und liegen alle unter 20 Euranten. Du kannst in der buchhandlung auch nachfragen, ob sie sie dir zur ansicht bestellen. Früher war das allgemein üblich, heute weniger. Den über den leihverkehr der bibliotheken kann man nur Bücher bestellen, die mehr als 15 Euro kosten (Regeln, Regeln) Ach ja, von dem Fidibus habe ich als Dame nicht viel. Freundlich lächelnd verabschiedet man sich zu einem kleinen Spaziergang, damit nicht auffällt, was man an undamenhaftem Werk vorhat  Mit Stein und eisen habe ich mir schon die Seele aus dem Leib geschlagen - aber ich bekomm es nicht hin!
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Republicain  Dieses Baums Blatt


Status: Offline Registriert seit: 14.10.2005 Beiträge: 522 Nachricht senden | Erstellt am 14.10.2005 - 14:12 |  |
Wenn wir schonmal so nett plaudern... Ich muss mal eine Freundin aus dem Rokoko fragen, was ihre Quelle ist, aber ich glaube sie hat es irgendwoher, dass auch Frauen rauchen, aber das würde vermutlich ohnehin nur für Frankreich gelten, ich glaube so etwas auch schon einmal im Frauenzimmerlexikon (1715) gelesen zu haben. Ich denke allerdings, wenn dann waren die Frauen dann unter sich, ähnlich in den Tabakskolegien der Herren des 18.Jh. Insgesamt kann es auch sein, dass im Zuge der Zurückdrängung der Emanzipation der Frau, die ja im 18. Jh zumindest in Frankreich eingesetzt hatte, Frauen mit "typisch" männlichen Schwächen schon wieder nicht mehr als reine Exotinnnen galten, sondern einfach auf kein Verständnis mehr stießen.
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Nanny  Dieses Baums Blatt


Status: Offline Registriert seit: 12.10.2005 Beiträge: 656 Nachricht senden | Erstellt am 14.10.2005 - 14:43 |  |
Nun kenne ich mich bei Frauen und Rauchkultur besser im 19. Jahrhundert aus. Vor allem im USA-Westen hatten sie ja mehr Freiheiten, als an der USA-Ostküste oder in Europa. Ich möchte ja auf einem Empire-Treffen, zu denen es mich seit einiger Zeit verschlägt, nicht unangenehm auffallen... also bin ich für jede Information dankbar. Denn es kommt bestimmt der Ort, an dem ich nicht zum Spazierengehe komme...
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Una  Ast


Status: Offline Registriert seit: 12.10.2005 Beiträge: 201 Nachricht senden | Erstellt am 14.10.2005 - 19:08 |  |
Ditto.
Es ist immer dumm, wenn man sich heraus schleichen muss, weil man eine Zigarette rauchen möchte. Ich habe keine Probleme, mir meine selbst zu drehen oder Filterzigaretten zu verbrämen (z.B. als Zigarillos, die ja im Empire und im Viktorianischen Zeitalter doch mehr geraucht wurden), aber als Frau darf man sich ja nicht mit den Männer zusammen für eine Zigarre und einen Sherry/Brandy/Whiskey zurück ziehen 
Signatur We are not human beings on a spiritual journey. We are spiritual beings on a human journey.
- Stephen Covey |
GeneralEtienneRoda  Der Blätter zwey


Status: Offline Registriert seit: 14.10.2005 Beiträge: 29 Nachricht senden | Erstellt am 14.10.2005 - 21:39 |  |
Hallo Ihr Lieben, im Militärbereich gilt es Heute als verpönt Zigaretten zu rauchen. Weil unauthentisch. Das ist auch richtig so, hat uns aber am Anfang der 90er Jahre sehr viel Standhaftigkeit gekostet es im Reenacmtent durchzusetzen. Man war es gewohnt nach Primärquellen zu gehen, das ist auch Heute sicher noch richtig. Primärquellen belegen eindeutig, daß die Papierzigarette, also Tabk eingerollt in Papier, in unserer Zeit nur in Spanien, dort aber sehr verbreitet war. In Deutschland war fast ausschließlich die Pfeife geräuchlich. Im Spanienfeldzug gab es seit 1808 sehr viele Deutsche in den Diensten beider Seiten und es ist bekannt daß diese das Rauchen von Zigaretten oder Zigarren in Deutschland bekannt gemacht haben.
Wir haben viele Jahre lang gesucht und recherchiert um belegen zu können daß es durchaus auch in Frankreich gebräuchlich war, Zigarren zu rauchen.
Dazu gibt es zwei unzweideutige Primärquellen:
1. Tagesbefehl des Generals Bonaparte die Einschiffung der Truppen zum Ägyptenfeldzug 1798 betreffend, der unmißverständlich klarmacht daß das Pfeiferauchen nur an Deck, das Rauchen von Zigarren (Cigares) aber wegen der Brandgefahr an Bord gänzlich verboten sei.
2. Eine Quittung des Hafens von LeHavre 1810, der die Einschiffung von mehrerren Kisten Tabakwaren, darunter einige für Pfeifentabak, andere Kautabak, aber auch 5000 Stück Zigarren attestiert. Die Quittung befindet sich in meinem Besitz.
Stefan
Signatur "Gott ich danke Dir, daß Du mich nicht geschaffen hast wie jene..." |
Nanny  Dieses Baums Blatt


Status: Offline Registriert seit: 12.10.2005 Beiträge: 656 Nachricht senden | Erstellt am 14.10.2005 - 22:46 |  |
Aus welchem Land wurden die Rauchwaren imporiert? Das fände ich jetzt noch interessant!
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