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Gartenbahner ...



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...   Erstellt am 14.07.2012 - 00:36Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo zusammen!
Ich bin derzeit noch Analogbahner und würde den Umstieg auf Digitaltechnik von einer funktionierenden modernen Rückmeldetechnik abhängig machen. Nicht, weil mich die vielen weiteren Möglichkeiten nicht interessieren würden, aber ich scheue die Investition in eine Sackgasse.

Nach dem, was in den letzten Jahren über die 'Railcom'-Entwicklung zu lesen war, befürchte ich, dass der Weg in eine solche führt. Meinem letzten Stand zufolge eignet sich die bisher angebotene Railcom-Technologie aufgrund der zu geringen Stromimpulsstärke nicht für die Verwendung auf Gartenbahnen. Mein Favorit bei den Digitaltechnikherstellern ist Zimo, zumal auch zu dem genannten Thema hier eine bessere Lösung in Aussicht gestellt wurde. Was ist aber nun aus dem 'Zack'-Projekt geworden? Man hört plötzlich gar nichts mehr davon! Ob nun 'Railcom', 'Zack' oder etwas anderes - ohne solides Kommunikations-Rückrad keine Zukunft!
Das Nächste, was mich bei diesem Thema beunruhigt, ist, dass die hochgepriesenen 'Railcom'-Eigenschaften bzgl. Zugverfolgung auch nicht ohne Schienenaufsägen und zusätzlichen (herstellerspezifischen) Bus zum Einsammeln der Lokaldetektordaten auskommen. Eigentlich im digitalen Zeitalter ein schwaches Bild!

Wenn der globale Detektor im gesamten Streckennetz von den Lokdekodern Informationen direkt empfangen kann, wäre doch das Naheliegenste, Lokdekoder zu entwickeln, die über IR oder RFID Gleisabschnitte erkennen können. Oder simpler: Dekoder mit einer brauchbaren Anzahl von frei verwendbaren Digitaleingängen, deren Status als ein Byte/Wort zurückgemeldet wird. Diese Universalschnittstelle könnte dann z.B. mit einer IR/RFID-Erfassung beschaltet werden. Weiß jemand, ob es geeignete Dekoder gibt oder ob so etwas in Planung ist?





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Oliver ...
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...   Erstellt am 14.07.2012 - 09:21Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo!
Decoder, die einen "IR-Eingang" haben, gab es schon: MX690
Nur wurde eben nie eine passende SW mit Rückmeldung etc. entwickelt. RailCom hatte damals als es den MX690 noch gab, derartiges nie vorgesehen. Der kommende MX696 hat daher keinen solchen Eingang mehr ...
Es ist allerdings eine Großbahnnormschnittstelle in Planung, in der so ein Eingang wieder vorgesehen ist.
ZACK war in erster Linie als Antwort zu RailCom + gedacht und sollte im Grunde eine Weiterentwicklung des bereits bestehenden ZIMO Zugnummernrückmeldeverfahrfens sein.
Wie und ob es mit RailCom +, oder ZACK weitergeht, kann ich derzeit nicht beantworten.
Auch über eventuelle Gleismelder via IR, oder ähnlich RFID etc. wird nachgedacht.
IR wäre billig, aber im Freien schon durch vorhersehbare Verschmutzungen im Betrieb unzuverlässig. Also dann doch eher was Kapazitives. Das müsste allerdings auch so klein sein, dass man den Empfänger auch in kleine H0 Loks unterbringt (denn nur dann würde sich der Aufwand dafür eventuell rechnen!). Andererseits wäre diese Methode nicht mehr so kostengünstig - will der Benutzer einen eventuellen Mehrpreis für Sender und Decoder auch bezahlen (viele wollen ja nicht einmal mehr FAs, weil sie befürchten, dass dadurch der Decoder teurer würde...)?

Fakt ist, dass es derzeit keine entsprechenden Komplettsysteme gibt, dass jene Hersteller, die entsprechende Nachrüstlösungen anbieten in diesem Segment ein Nischendasein führen, dass die Nachfrage zwar prinzipiell da ist, aber viel zu gering, als das damit entsprechend Druck auf die Industrie ausgeübt werden könnte, damit sich was bewegt.

Und zu guter Letzt: ohne Gleisabschnitte und einfache Belegtmeldung wird ein automatisierter Betrieb sowieso nie möglich sein - man muss ja auch einen Waggon dedektieren können (ohne IR und RFID etc. - oder glaubt hier wirklich wer, dass die Modellbahner dann in jeden Waggon einen entsprechenden Decoder verbauen würden?).

Persönlich würde ich zwar so ein System bevorzugen und auch in jeden Waggon die nötigen Decoder verbauen - nur ich bin ja sowieso eine Ausnahme ...

Irgendwann wird es sicher was entsprechendes geben - irgendwann ... bis dahin gibt es sicher schon die x. neue Zentrale und 100 neue und wieder verworfene Ideen.
Net bös sein, aber Digitaltechnik "für die Zukunft" zu kaufen, oder darauf zu warten, dass endlich das kommt, was man gerne um den Preis haben will, ist so sinnvoll, wie auf den "richtigen Fernseher" zu warten ...
Ah ja - solange sich der Kunde ausschließlich am Preis orientiert und nicht an der Funktionalität, ist es soweiso egal, was ein System wie kann ...

[Dieser Beitrag wurde am 14.07.2012 - 09:24 von Oliver aktualisiert]





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Gartenbahner ...



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...   Erstellt am 14.07.2012 - 21:31Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Vielen Dank für die ausführliche Antwort!

Mit der einfachen Belegtmeldung ist gemeint -
elektrischer Impuls beim Fahren eines Rades über die Trennstelle und Auswertung/Rückmeldung via S88 ?

Auch das geht moderner, wenn man die Zugverfolgung (entspr. ausgestatteten) stationären Detektoren überträgt. Z.B. Weichendekoder mit Digitaleingängen: Lokerkennung mittels RFID, Belegtmeldung/Fahrzeugzählung über Magnet und Reedkontakt o.ä., Rückmeldung über Gleise an Globaldetektor.

Gibt es eigentlich im Bereich der Funksteuerungen mittlerweile eine 'echte' Rückmeldung (nicht nur: Empfänger hat Befehl verstanden und Ausgang gesetzt)?





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Oliver ...
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...   Erstellt am 15.07.2012 - 10:10Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo!
Nun die Rückmeldung über einen Gleiskontakt, Reed, oder was auch sonst immer (auch RFID) ist derzeit überall mittels Bussystem realisiert - egal wie der heist.

Im Grunde wäre ja auch ein Globaldedektor o.ä. via RailCom letztendlich ein Bus

Derzeit sehe ich da aber eher das Problem beim Traffik.

RailCom funktioniert einwandfrei mit wenigen Loks, die einzeln senden.
Schon eine simple Traktion via Consistadresse, funktioniert nicht mehr!
Grund: Eine Consistadresse kann nur eine kurze DCC Adresse sein. Meine Loks haben aber 4 Stellige Adressen. RailCom sendet nun unter der 4-Stelligen Primäradresse, nicht aber unter der Consistadresse (es sei denn, ich stelle diese als Primäradresse ein).

Geht also nur eine Traktionsbildung in der Zentrale. Dann werden immer die RailComDaten der jeweiligen aktiv sichtbaren Adresse angezeigt.

Nachteil: Der Traffik bei größeren Verbunden (im US Bereich an der Tagesordnung), wird eklatant hoch (3 Loks vorn, 2 in der Mitte, 1 am Ende - und das nur für EINEN Zug!
Dieser Traffik ist allerdings auch da, wenn mit einer Consistadresse gefahren wird - obwohl man sie dann nicht auswerten kann ...

Und da geht es nur um zb. Geschwindigkeitsdaten, oder um die Adresse! Mehr wird ja derzeit nicht übertragen (obwohl ja prinzipiell weit mehr möglich wäre - nur konnte man sich nicht einigen, was man alles übertragen will... )

Bei den Fernsteuerungen kenne ich nur die neueren Fernsteuerungen im GHz Bereich, die Rückmeldefähig sind - was die allerdings genau rückmelden weis ich auch nicht.

[Dieser Beitrag wurde am 15.07.2012 - 10:14 von Oliver aktualisiert]





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...   Erstellt am 16.07.2012 - 23:23Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo,
m.W. ist der globale Detektor ein Gerät, das Railcom-Nachrichten einerseits direkt aus dem Gleis und andererseit über den zusätzlich notwendigen Bus von den lokalen Detektoren empfängt. Letzteres würde mich auf einer H0-Anlage auch nicht sonderlich stören, aber bei einer Gartenbahn würde ich gerne auf die zusätzliche 'Physik' verzichten, zumal die Hersteller sich hier noch nicht auf eine Basis geeinigt haben.

Über Mehrfachtraktion habe ich mir bisher noch keine großen Gedanken gemacht, aber gibt es denn nicht generell ein Flaschenhalsproblem beim globalen Detektor - egal ob die Daten nun aus dem Gleis oder über Bus kommen? Ich meine, wenn die Datenlieferung mehrerer Lokdekoder das System schon ausreizt, wie soll das denn mit noch weiteren Lokaldetektoren zur Streckenüberwachung funktionieren?





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...   Erstellt am 17.07.2012 - 08:43Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo!
Ich weis es nicht - ich habe bisher nur lokale Dedectoren gefunden, wie zb. den hier:
-> http://www.tams-online.de/htmls/produkt … RCD-2.html
Und der arbeitet auch mit einem Bus-System und natürlich mit Gleisabschnitten.

Es kann auch gar nicht anders funktioniern!

Das DCC Protokoll ist dafür nicht ausgelegt. Die RailComLücke wurde nachträglich eingepflanzt und ist im Grunde viel zu Kurz, um hier massig Daten zu übertragen. Davon abgesehen, ist der Rad/Schiene-Kontakt sowieso eine eher unsichere Anglegenheit - ja sogar beim Kontakt von Gleis zu Gleis mangelt es (Übergangswiderstände und Schlimmeres).

Um also SICHER Daten zu empfangen muss ein getrennter Bus her.
Um dann auch noch feststellen zu können WO ein Fahrzeug steht und dieses auch auslesen zu können, müssen Gleisabschnitte her.

SO - und wozu brauche ich dann noch RailCom?

Jedes PC-Programm kann eine Zugverfolgung und "weis" dann, wann, wo welcher Zug in welchen Abschnitt steht/fährt ....

Das Einzige, was RailCom hier interessant macht, ich kann eine Lok per Hand von einem Abschnitt in den Nächsten stellen und das System erkennt das - DAS kann aber ZIMO mit seiner Zugnummernerkennung und MX9 schon seit Jahrzehnten - und zwar zuverlässig auch bei Großanlagen!

Den einzigen Global Dedector, den ich kenne, befindet sich im MX31ZL. Da funktioniert die Rückmeldung der Geschwindigkeitswerte auch mit mehreren Fahrzeugen am Gleis, weil ja eh immer nur das Aktive angezeigt wird - aber mehr als 10 Fahrzeuge am Gleis, die Melden habe ich auch nicht ...

Systeme, die erkennen wo sich welche Lok befindet - und zwar OHNE Gleisabschnitte, Module und Kabelverhau, gibt es nicht!

Obwohl, es gibt da ein System für H0, dass Fahrzeug mit Ultraschallgeber (die natürlich in die Lok eingebaut werden müssen) und mindestens 3 Empfängern über der Anlage lokalisiert - ähnlich wie ein GPS. Soweit ich weis, denkt auf Faller für sein CarSystem über etwas Ähnliches nach.

Nachtrag:
Die Rückmeldung könnte anstelle Drahtgebunden natürlich auch per Funk realisiert werden ... Dennoch ohne Gleisabschnitte zur Besetzmeldung und entsprechnde Module geht es dann auch nicht.

[Dieser Beitrag wurde am 17.07.2012 - 08:46 von Oliver aktualisiert]





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...   Erstellt am 17.07.2012 - 21:53Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo!

Aktuelle Digitalzentralen integrieren teilw. bereits einen globalen Detektor (s. Auszug). Ich bin bisher davon ausgegangen, dass dieser dann im gesamten (ungeteilten) Streckennetz von Railcom-Decodern generierte Nachrichten empfangen kann und hierfür eine entsprechende Kapazität zur Verfügung steht. Entfällt diese Voraussetzung, dann machen in der Tat meine weitergehenden Überlegungen keinen Sinn! - Wozu RailCom?

Auszug Systembeschreibung ZIMO MX10:
Das MX10 ist mit einem „RailCom-Präzisions-Global-Detektor“ ausgestattet. „Global“ heißt, dass es sich um alle jene RailCom-Funktionen handelt, die unabhängig von der aktuellen Position des Fahrzeugs sind...





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...   Erstellt am 18.07.2012 - 11:25Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo!

Das MX10 *wird* ausgestattet sein ... derezit gibt es das noch nicht ...
Und ausser ZIMO MX31ZL, TAMS und ESU fällt mir *derzeit* keine Zentrale ein.
Wir werden sehen, was dann wirklich vorhanden und was damit wirklich machbar sein wird.
Unter Laborbedingungen funktioniert viel ....





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