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Ragnar Germanischer Hohepriester

Status: Offline Registriert seit: 02.12.2005 Beiträge: 174 Nachricht senden | Erstellt am 04.12.2005 - 17:01 |  |
Einer der größten und bei weitem der komfortabelste Raum auf dem Schiff. Es gibt ein Bett, drei Truhen, die mit Schlössern gesichert sind, einen Tisch mit zwei Stühlen und sogar zwei kleine Fenster, die etwas Licht hereinlassen. Auf dem Boden liegen einige bunte Teppiche und zahlreiche Kerzen stehen hier und zumeist sind viele von ihnen angezündet.
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 Immer in Ragnars Nähe: sein Rabe Hugin.
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Ragnar Germanischer Hohepriester

Status: Offline Registriert seit: 02.12.2005 Beiträge: 174 Nachricht senden | Erstellt am 04.12.2005 - 17:12 |  |
cf: Deck
Mit schnellen Schritten betrat Ragnar seine Kajüte. Ihm folgten zwei Männer, die den bewusstlosen Fremden unsanft auf den Boden vor seinen Füßen warfen. Mit einem abschätzigen Blick musterte Ragnar den Mann. "Fesselt ihn", sagte er schließlich.
Weniger als zwei Minuten später war Ragnar mit dem sicher an einen Stuhl gefesselten Mann alleine in dem Raum. Er selbst setzte sich nun auf seinen Tisch und begann Hugin mit ein wenig Fleisch, das auf einem Teller lag, zu füttern. Es war ihm nicht bewusst, doch der eigentliche Grund dafür, dass er auf dem Tisch saß war, dass er dadurch größer und respekteinflößender erscheinen wollte als Normin.
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Normin Ehem. Rebellanführer Administrator

Status: Offline Registriert seit: 27.05.2004 Beiträge: 7990 Nachricht senden | Erstellt am 04.12.2005 - 17:35 |  |
(vom Zelt am Höhlenausgang in der bis dahin geheimen Bucht)
Normin hatte während der Überfahrt nichts mitbekommen. Auch nicht, daß er nun auf einem Schiff war, gefesselt an einem Stuhl in der Kajüte dieses Fremden.
Sein Kopf lag halbwegs auf seinen Oberkörper zusammengesunken, als er langsam erwachte. Er stöhnte auf, denn das erste, was er verspürte, war ein unsäglicher Schmerz in seinem Kopf und eine furchtbare Leere. Da waren kaum Gedanken, nur Schmerzen und Empfindungen. Nur langsam öffnete er leicht und leise stöhnend seine Augen und als erstes schaute er auf seine Beine unter ihm und sah die blutene Wunde an seinem Obershenkel, welche ebenfalls schmerzte. Aber all diese Eindrücke waren nichts gegen das, was sich in seinem Kopf abspielte: Nämlich so ziemlich nichts, außer ein paar wenige Fragen: Wo kommen diese verdammten Schmerzen her, die in seinem Kopf pochten, als würde jemand mit einem Balken auf ihn immer und immer wieder einschlagen.
Langsam hob er den Kopf und blinzelte vollkommen orientierungslos in der Gegend herum. Wo war er hier? Was war das hier. Instinktiv wollte er mit seinen Händen an seinen Kopf greifen, aber irgendwie ging das nicht. Sie hingen fest. Etwas schnürte ihn in seine Handgelenke. Hielt man ihn fest? War er gelähmt. Normin schien eine Ewigkeit zu brauchen, um festzustellen, daß er gefesselt war. »Verdammt!« murmelte er leise und dann sah er sein Gegenüber. Einen Mann, der ihn etwas überragte, da er wohl auf einem Tisch saß. Und der Mann schaute irgendwie unfreundlich. Oder war das dieser komische Vogel, der auf dessen Schulter saß? Normin versuchte nun deutlicher sich alles anzuschauen, aber irgendwie war da ein Schleier vor seinen Augen, der alles unscharf erscheinen ließ. »Wer seid Ihr ... und wo bin ich hier? Überhaupt ...« Normins Worte kamen eher schwach und langsam über seine Lippen und er bekam seine Augen nicht richtig auf. » ... was ist passiert?« Normin hatte keinerlei Ahnung. Warum nur hörten diese Schmerzen nicht einfach auf, die seine Gedanken so benebelten. Er schaute in die Richtung des Mannes, den er nicht einmal richtig erkennen konnte.
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Ragnar Germanischer Hohepriester

Status: Offline Registriert seit: 02.12.2005 Beiträge: 174 Nachricht senden | Erstellt am 04.12.2005 - 18:18 |  |
Hatte Ragnar sich bisher nur mit seinem Vogel beschäftigt, so wandte sich sein Blick nun dem Fremden zu, der langsam zu erwachen schien. Ein hinterhältiges Funkeln erschien in seinen Augen und er grinste den gefesselten Mann so an, dass dieser seine angespitzten Scheidezähne sehen konnte. Es bereitete ihm diebische Freude, dass der Krieger, der seinen Männern eine ernste Gefahr gewesen war, nun so kraftlos und sichtlich voller Schmerzen vor ihm saß, ganz und gar abhängig von ihm und davon, was er mit ihm zu tun gedachte.
Gedankenverloren kraulte Ragnar Hugin, während er Normin scharf in die Augen sah. Zum Glück war der Sessel mit seinem Gefangenen so nahe bei ihm, dass er ihn genau sehen konnte und er nicht dank seiner schlechten Augen nur ein verschwommener Schemen für ihn war. „Die Fragen stelle nur ich hier“, sagte Ragnar schließlich mit einer Stimme so kalt wie Eis.
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Normin Ehem. Rebellanführer Administrator

Status: Offline Registriert seit: 27.05.2004 Beiträge: 7990 Nachricht senden | Erstellt am 04.12.2005 - 18:24 |  |
Schneidig scharf schienen Normin die Worte des Fremden zu treffen, aber er blieb relativ ruhig, da er so keinen Plan hatte. Normin schaute dennoch in die Richtung des Mannes, welchen er erst lnagsam richtig erkennen konnte. »Dann stell deine Fragen!« knurrte er unsanft.
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Ragnar Germanischer Hohepriester

Status: Offline Registriert seit: 02.12.2005 Beiträge: 174 Nachricht senden | Erstellt am 04.12.2005 - 20:10 |  |
Mit unveränderter Stimme begann Ragnar nun die Fragen zu stellen, die wohl gestellt werden mussten, ihn jedoch nicht wirklich interessierten. „Wer bist du? Woher kommst du? Hast du Freunde, die dich suchen werden?“ Plötzlich hellte sich Ragnars Miene auf, was ihn jedoch nicht sympathischer machte, ganz im Gegenteil. Sein Grinsen wurde noch diabolischer, als ihm ein Gedanke kam, der ihm überaus gefiel. „Ich rate dir, mich nicht anzulügen und mir sofort zu sagen, was ich wissen will. Wirst du das nicht tun, so habe ich durchaus Mittel und Wege, die Antworten zu bekommen.“
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Normin Ehem. Rebellanführer Administrator

Status: Offline Registriert seit: 27.05.2004 Beiträge: 7990 Nachricht senden | Erstellt am 04.12.2005 - 20:25 |  |
Normin blinzelte weiter und versuchte den Mann nun besser zu erkennen, denn seine Stimme klang nicht wirklich freundlich, in Gegenteil. Doch irgendwie war sein Blick immer noch seltsam verschleiert. Dennoch spürte er förmlich ein diabolisches Grinsen in seiner Gegenwart, mal von den Worten vollkommen abgesehen.
Normin verstand überhaupt nichts und wußtee nicht einmal, wie er sich verhalten sollte. Natürlich empfand er seine Lage nicht wirklich als angenehm, aber seine übliche Wut blieb aus. Das hatte einen Grund. Denn gerade wollte er zur Antwort ansetzen, da stand ihm nur sprachlos sein Mund offen und nur wenige Worte verließen diesen: »Ich bin ... ich ... bin ... «
Irgendwas stimmte hier gerade gewaltig nicht. Ihm fiel sein Name nicht ein. Gab es soetwas? Immerhin wußte er, daß er doch einen Namen hatte. Er war doch wer.
Doch aufeinmal kräuselte er die Stirn und starrte gebannt zu Boden. Wer war er? Ja, verdammt nochmal! Er versuchte einen erneuten Anlauf, sah in die Richtung des Mannes, diesmal nicht so funkelnd, eher verzweifelt: »Ich heisse ... «
Gähnende Leere war in seinem Hirn, in seinen Gedanken. Das konnte doch nicht sein. Er konnte doch schließlich denken und Worte aussprechen. Aber dann mußte er es einsehen, voller Verzweiflung. Er wußte es nicht. Er wußte so kaum etwas, außer, daß er existierte, aber wer war er und warum war er hier? Nun starrte er den Mann vor sich an, vergaß die Worte, die dieser gesprochen hatte und stammelte nur: »Ich ... weiß es nicht!« Aber das gab es doch nicht!!! Normin begann an den Fesseln zu zerren.
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Ragnar Germanischer Hohepriester

Status: Offline Registriert seit: 02.12.2005 Beiträge: 174 Nachricht senden | Erstellt am 04.12.2005 - 21:12 |  |
„Was soll das heißen, du weißt es nicht?!“ donnerte Ragnar. Er hatte schon zahlreiche Verhöre geführt und die unterschiedlichsten Antworten gehört, aber diese war ihm noch nie untergekommen. Der Kerl meinte wohl, er wäre besonders stark und klug und konnte ihn, den berühmten Roten Raben, für dumm verkaufen. Nun, da hatte er sich gewaltig getäuscht.
Als der Mann nun auch noch begann, an seinen Fesseln zu zerren, da riss der ohnehin sehr schmale Faden von Ragnars Selbstbeherrschung endgültig. Ohne von dem Tisch herunterzugehen – das hätte nämlich beutet, dass er seine Größe hätte preisgeben müssen und das konnte und wollte er nicht, nicht vor diesem hinterhältigen Stück Dreck vor ihm – griff Ragnar hinter sich und holte einen etwa einen Meter langen Stab, an dessen Spitze ein scharfer Dorn befestigt war, hervor. Ohne den Mann, der vor ihm auf dem Stuhl saß, vorzuwarnen, zog er nun diesen Dorn mit einigem Druck über die Wunde auf dessen Oberschenkel. Das Blut, das eigentlich schon gestillt war, begann wieder zu fließen.
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Normin Ehem. Rebellanführer Administrator

Status: Offline Registriert seit: 27.05.2004 Beiträge: 7990 Nachricht senden | Erstellt am 04.12.2005 - 21:19 |  |
Normin sah nur eine Bewegung seines Gegenübers, aber nicht genau, was er tat, als er plötzlich etwas auf sich zukommen sah und er einen entsetzlichen Schmerz an seiner Wunde am Oberschenkel spürte, als ihn dort etwas traf. Normin bemührte sich zwar irgendwie um Fassung, dennoch zuckte er gewaltig zusammen und stöhnte verhalten auf, bis er dann spürte, wie das Blut erneut langsam und warm sein Bein runter rinn. »Was solldas??« steiss er zwischen seinen zusammengepressten Lippen hervor. »Wer bist du, verdammter Deckskerl?« Normin schien noch nicht ganz zu begreifen, in welcher Lage er sich befand und zerrte erneut an seinen Fesseln, so sehr, daß er sich mit dem Stuhl, an dem er festgebunden war sich wenige Centimeter auf Ragnar zubewegte.
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Ragnar Germanischer Hohepriester

Status: Offline Registriert seit: 02.12.2005 Beiträge: 174 Nachricht senden | Erstellt am 04.12.2005 - 22:03 |  |
Das der Fremde sich samt des Sessels auf Ragnar zu bewegte, kümmerte ihn wenig. Er wusste, dass er sicher gefesselt war und ihn nicht plötzlich anspringen konnte. Außerdem genügte auch nur der leiseste Befehl und sofort wäre der Raum voll von Ragnars Männern gewesen. Nein, er brauchte sich wirklich nicht zu fürchten und konnte stattdessen seine Neigungen voll ausleben. Er würde lediglich den Raum wechseln müssen, falls die Sache zu blutig werden drohte, dachte er nüchtern.
„Ich bin dein schlimmster Albtraum“, zischte Ragnar. Er genoss es, zu spüren, wie der Rausch der Macht durch seine Adern floss, ihn ganz erfüllte mit jenem unbändigen und so unglaublich guten Gefühl, unbesiegbar zu sein. Langsam entfernte Ragnar den Stab von der Wunde des Mannes und begann nach und nach jeden einzelnen Kratzer auf dessen Körper mit immer stärkerem Drück nachzuziehen. „Antworte auf meine Fragen!“ Ohne abzuwarten, ob der Mann nun reagieren würde, griff Ragnar nach dem Becher, der neben dem Teller mit dem Fleisch stand. Es war Alkohol darin, oh ja, doch weder Wein noch Met oder Bier, sondern viel hochprozentigerer Alkohol. Diesen goss er nun mit Schwung über die blutende Wunde auf dem Oberschenkel seines Opfers.
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