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Ermione 
AurorIn
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...   Erstellt am 01.06.2007 - 18:00Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Die drei Eckpfeiler der Harry Potter-Bücher und ihre Bedeutung für Band 7
(von Ermione)



Seit Rowling bei einem Interview verraten hat, dass sie zwei Figuren sterben lassen wird, die in ihrem ursprünglichen Konzept überleben sollten und dafür eine weitere Figur vorläufig nicht zu „töten“ beabsichtigt, ist die Gerüchtebörse, wer in Band 7 sterben wird, wieder voll im Gang, wobei der Protagonist Harry als heißer Todeskandidat gehandelt wird. Grund genug somit diesmal einige Überlegungen zu Band 7 zu versuchen.

Was Harrys möglichen Tod betrifft, finde ich, dass wir eines nie außer acht lassen dürfen: Harry ist der Protagonist, um den es in dem siebenteiligen Buch, an dem Rowling schreibt, geht und deshalb ist sein Tod bzw. sein Überleben ein entscheidender Eckpfeiler der Handlung. Somit dürfte dieser Punkt bereits in Rowlings ursprünglichen Konzept entschieden worden sein. Sollte Rowling diesbezüglich noch eine Änderung vornehmen, kann davon ausgegangen werden, dass diese Änderung einen entscheidenden Einschnitt in ihr ursprüngliches Konzept bedeuten würde. Insofern sind Theorien, dass Rowling erst jetzt beschlossen hat, Harry sterben zu lassen, damit es keine Fortsetzung geben kann und Ähnliches, eher uninteressant. Rowling hat immer wieder betont, dass sie ihr Harry Potter-Buch in 7 Teilen geplant hatte und die bisher erschienenen Bücher zeigen genug Übereinstimmungen und Querverbindungen unter einander, die bestätigen, dass Rowling die Buchserie tatsächlich als Ganzes entworfen hat. Somit kann davon ausgegangen werden, dass das Ende der Bücher bereits in Buch 1 angelegt ist.

Wenn wir nun herausfinden wollen, wie die Buchserie enden könnte, müssen wir als erstes herauszufinden versuchen, was nun der entscheidende rote Faden ist, der sich durch Rowlings Buchserie zieht, und sozusagen den Haupthandlungsstrang darstellt. Fest steht, dass der Protagonist Harry die Zentralfigur ist und dass er im Mittelpunkt der Handlung steht. Ebenfalls klar ist, dass Harrys Kampf mit Lord Voldemort einen wichtigen roten Faden innerhalb der Buchserie bildet. Seit der Ermordung seiner Eltern durch Lord Voldemort überschattet diese Figur Harrys Leben. Spätestens, seit dem wir die erste Prophezeiung von Sybill Trelawney kennen, wissen wir, dass Lord Voldemort, indem er die Erfüllung dieser Prophezeiung zu verhindern versuchte, Harrys und sein Schicksal eng miteinander verknüpft hat. Indem Lord Voldemort Harry zu dem gemacht hat, der die Macht hat, ihn zu besiegen, ist klar, dass Harry die Geschichte mit Lord Voldemort zu einem Ende bringen muss, wenn er jemals ein eigenes Leben ohne diesen führen will. In Band 7 wird dieser roten Faden sicher gelöst werden.

Welche anderen Komponenten sind in bezug auf Harry und den bisherigen Handlungsverlauf noch feststellbar? Ein wichtiger Hinweis dafür findet sich gewöhnlich dort, wo die eigentliche Handlung der Bücher beginnt. Aber sofort ergibt sich da die Frage: An welcher Stelle hat denn die eigentliche Handlung überhaupt begonnen? War es wirklich das erste Kapitel, das erzählte, wie Harry in den Ligusterweg kam und warum er dort aufwachsen musste.

Sicher die Buchserie beginnt mit Vernons Weg zu Arbeit. Aber das ist – dramaturgisch betrachtet – noch nicht der Beginn der tatsächlichen Handlung der Buchserie. Das erste Kapitel bildet dazu nur ein Vorspiel.

Die eigentliche Handlung beginnt dagegen erst ungefähr 10 Jahre später (in Kapitel 2). Doch auch diesmal wird nicht sofort die eigentliche Handlung eröffnet, sondern deren Beginn verzögert, indem Rowling zuerst einmal „die Bühne errichtet“, auf welcher der erste Akt von ihrer Geschichte spielen wird. Das zweite Kapitel zeigt das Umfeld, in dem Harry aufwachsen musste. Erst in jenem Moment, als die Briefe aus Hogwarts den Ligusterweg überschwemmen, setzt die eigentliche Handlung der Buchserie ein. Zunächst wissen wir gar nicht, worauf es herauslaufen wird, aber wir wissen ab jenem Moment, als der erste Brief bei den Dursleys landet, dass Harrys Leben eine entscheidende Wende nehmen wird, und an dieser Stelle beginnt auch die tatsächliche Romanhandlung.

Dass die eigentliche Handlung in dem Augenblick beginnt, wo das Leben des/r Protagonisten/in einen entscheidenden Wendepunkt erreicht hat, ist in der Literatur und Unterhaltungsliteratur nicht unüblich. Rowling wählt als Zeitpunkt den Wechsel von der Volksschule (bzw. Grundschule) in eine höhere Schule. Schon die Wahl der Schule entscheidet über Harrys weiteres Leben und darüber, dass die Harry Potter-Buchserie überhaupt möglich wird. Denn die Dursleys hatten bereits eigene Pläne für Harrys weitere Schullaufbahn geschmiedet. Ursprünglich sollte Harry die „Stonewall High“, die örtliche öffentliche Schule besuchen. Doch diese Pläne werden vereitelt und Harry gelangt stattdessen nach Hogwarts. (Man beachte in diesem Zusammenhang die Symbolik des Namens jener Schule, die Harry ursprünglich besuchen sollte: Stonewall High bzw. Steinwand Höhe signalisiert eine hohe Mauer und das ist passend zum Endpunkt für Harrys Entwicklung, den diese Schule bedeutet hätte. Hätten die Dursleys sich durchgesetzt, gebe es keine Harry Potter-Bücher.)

Auch nicht unüblich ist, dass der Wendepunkt nicht sofort eintritt, sondern erst nach der Bewältigung von Hindernissen erreicht werden kann. Die Dursleys versuchen zu verhindern, dass Harry nach Hogwarts geht, aber sie verlieren letztlich den Kampf und Harry kommt nach Hogwarts. Obwohl er regelmäßig zu den Dursleys zurückkehrt, ist dies der Beginn eines neuen Lebens für ihn. Und Hogwarts, die Schule, die Harry besucht, wird für Harry zum eigentlichen Lebensmittelpunkt und zu seinem neuen Zuhause.

Dies zeigt zum Beispiel der Wortwechsel mit Hermione und Ron in Buch 1, ehe die drei sich entschließen, gemeinsam durch die Falltüre zu gehen.

JKR schrieb
    ...
    "You can't!" said Hermione. "After what McGonagall and Snape have said? You'll be expelled!"

    "SO WHAT" Harry shouted. "Don't you understand? If Snape gets hold of the Stone, Voldemort's coming back! Haven't you heard what it was like when he was trying to take over? There won't be any Hogwarts to get expelled from!
    ...

    Quelle: HP1, S. 196f., Kapitel 16: Though The Trapdoor bzw. Durch die Falltür


Noch deutlicher wird es in Buch 2, wenn Harry Dobby, der nicht will, dass er nach Hogwarts zurückgeht, wissen lässt:

JKR schrieb
    "W-what?" Harry stammered. "But I've got to go back - term starts on September first. It's all that's keeping me going. You don't know what it's like here. I don't belong here. I belong in your world – at Hogwarts."

    Quelle: HP2, S. 17f., Kapitel 2: Dobbys Warnung bzw. Dobby's Warning


Harrys Schicksal ist eng mit dem der Schule Hogwarts verbunden. Nicht nur Harry gerät in jedem Buch mindestens einmal in Lebensgefahr, auch die Schule ist stets in irgendeiner Form Schauplatz einer Bedrohung oder selbst bedroht. Ihre Rettung fällt in den Büchern 1, 2 und 5 stets mit der von Harry zusammen. Indem Harrys Lage eine Lösung erfährt, wird auch die Bedrohung für die Schule abgewendet. (Eine solche Sichtweise würden auch die Bücher 3, 4 und 6 zumindest zulassen.)

Hogwarts ist somit der Hauptschauplatz der Buchserie, aber dieses Hogwarts ist nicht nur für Harry die tatsächliche Heimat. Seit Band 6 wissen wir, dass Hogwarts auch für den Gegenspieler Lord Voldemort der entscheidende Ort ist, der für ihn so etwas wie eine Heimat bedeutet hat.

JKR schrieb
    'Firstly, and very importantly, Voldemort was, I believe, more attached to this school than he has ever been to a person. Hogwarts was where he had been happiest; the first and only place he had felt at home.'

    Quelle: HP6, S. 403f., Kapitel 20: Lord Voldemort's Request bzw. Lord Voldemorts Gesuch



Eine weitere Figur, deren Schicksal eng mit der Schule Hogwarts verknüpft ist, ist Dumbledore. Selbst als ihn das Ministerium offiziell als Schulleiter absetzt und sogar eine andere Figur mit diesem Amt betraut, bleibt er der wahre Schulleiter. Nicht einmal im Tod wird diese Verbindung aufgelöst, wie der Ort seiner letzten Ruhestätte verrät. (Man beachte, Dumbledore wird auf dem Hogwartsgelände beigesetzt, innerhalb seiner Schule. Er wird nicht auf dem Friedhof beigesetzt.)

In Buch 6 gelingt es den Todessern/innen dank Draco zwar in Hogwarts einzudringen, aber der Angriff kann noch einmal abgewehrt werden. Somit ist ziemlich sicher, dass das tatsächliche Schicksal von Hogwarts sich erst in Buch 7 entscheidet; wie auch das Schicksal Harrys. Hogwarts bleibt uns für Buch 7 als Schauplatz erhalten. Es ist die weitere Hauptkomponente der Buchserie.

Berücksichtigen wir die besondere Verbindung, die sowohl Harry als auch Lord Voldemort zu Hogwarts haben, spricht eigentlich alles dafür, dass der Showdown zwischen Lord Voldemort und Harry (in welcher Form er auch immer stattfinden wird) nur auf Hogwarts stattfinden kann. Dieser Showdown wird nicht nur Harrys Schicksal entscheiden, sondern auch das Schicksal von Hogwarts.

Der ideale Schauplatz für den Showdown könnte vielleicht die Kammer der Geheimnisse bzw. Chamber of Secrets (deutsche Übersetzung: Kammer des Schreckens) sein. Mögliche Ansatzpunkte dafür sind, dass sich dieser Ort auf Hogwarts befindet und sowohl mit dem Leben von Lord Voldemort als auch mit der Geschichte Hogwarts verbunden ist. Hinzu kommt, dass in den Büchern 2 (Mitteilung von Professor Binns zur Kammer der Geheimnisse) und 5 (Lied des Sorting Hat) angedeutet ist, dass ein weiterer Handlungsfaden der Harry Potter-Bücher in jene Zeit verweist, als Salazar Slytherin Hogwarts verlassen hat. Er hinterließ Hogwarts immerhin die Kammer der Geheimnisse, und es gibt Hinweise dafür, dass es zwischen der Trennung Slytherins von den anderen Hogwarts-Gründern/innen und der Handlung um seinen Nachfahren Lord Voldemort eine Verbindung besteht. (Auch wenn diese für mich zurzeit noch nicht ganz durchschaubar ist.)

Die Kammer der Geheimnisse wäre somit aufgrund ihrer Symbolik als Bindeglied zwischen Voldemort und den Hogwartsgründern/innen ein idealer Ort für den Schluss-Showdown. Der Name des Ortes deutet übrigens daraufhin, dass die Kammer noch weitere Geheimnisse bergen dürfte, die in Buch 7 noch eine Rolle spielen könnten.

Da Hogwarts neben den Figuren Harry und Lord Voldemort der weitere Eckpfeiler der Harry Potter-Buchserie ist, bin ich mir ziemlich sicher, dass Harry nach den Sommerferien in Buch 7 nach Hogwarts zurückkehren und dort sein letztes Schuljahr beenden wird. Auch die Handlung der 6 bisher erschienen Bücher legt Hogwarts als Hauptschauplatz von Buch 7 nahe. Ein weiterer Hinweis dafür ist auch, dass die Harry Potter-Serie nicht nur als phantastischer Abenteuerroman und als Kriminalgeschichte, sondern auch als Schulgeschichte und Entwicklungsroman angelegt ist. Während typische phantastische Abenteuerromane, Kriminalgeschichten und Entwicklungsromane einen Schulabbruch nicht grundsätzlich ausschließen, spricht der Umstand, dass die Harry Potter-Serie auch eine Schulgeschichte ist, dagegen. In der Schulgeschichte wird die Schule ordnungsgemäß beendet. (Es sei denn, es ist eine Endlosserie.) Dass die Harry Potter-Serie als Schulgeschichte geplant war, zeigt Rowlings Aussage, dass sie sieben Bücher schreiben wollte, ein Buch für ein Schuljahr.

Freilich am Ende von Buch 6 spricht einiges gegen Hogwarts als Schauplatz. Abgesehen davon, dass das Schuljahr einige Wochen früher endete und die Schule als Folge des Überfalls und Dumbledores Ermordung (vorläufig zumindest) geschlossen wurde, hat Harry selbst die Absicht, nicht mehr nach Hogwarts zurückzukehren. Über seine vorläufigen Pläne sind wir informiert: Harry will die Schule abbrechen und sich stattdessen ausschließlich dem Kampf gegen Lord Voldemort widmen. (Vgl. HP6, S. 606f., Kapitel: The White Tomb bzw. Das weiße Grabmal)

Dennoch bin ich sicher, dass Hogwarts am Ende der Sommerferien (oder vielleicht erst einige Monate später) wieder geöffnet wird, und Harry dann dorthin zurückkehren wird. Dass Hogwarts wieder eröffnet wird, hat Rowling sozusagen verraten, da es nach ihrer eigenen Aussage in Band 7 eine neue Lehrkraft für Verteidigung gegen die Dunklen Künste geben wird. Das ergibt keinen Sinn, wenn die Schule im nächsten Herbst nicht wieder geöffnet wird.

Die Wiedereröffnung der Schule bedeutet zwar nicht zwingend, dass auch Harry wieder automatisch dorthin zurückkehren wird, aber es gibt dafür einige Indizien. Für eine Rückkehr Harrys spricht in erster Linie die Rolle von Hogwarts als Hauptschauplatz und Eckpfeiler der Handlung.

Daneben gibt es aber auch plotrelevante Gründe, die Harrys Rückkehr nach Hogwarts nahe legen würden. Zwar hat Harry in Buch 3 und 5 die Idee zu fliehen gehabt, aber letztlich war er nicht einmal vorübergehend auf der Flucht. Bislang war Harry ein Protagonist, der stets eine Art festen Wohnsitz besaß, von dem aus er seine Abenteuer erlebt hat und wohin er immerhin zurückkehren oder wenigstens ausruhen konnte. Auch für seine Horcrux-Suche wird Harry irgendeinen Wohn- und Rückzugsort benötigen, wo er nicht ständig bedroht ist.

Denn welchen anderen Ort als Hogwarts gibt es, wohin Harry gehen kann? Im Ligusterweg will er selbst nicht bleiben, zudem steht zu befürchten, dass die Dursleys ganz froh sein werden, dass er endlich weg ist. Wie Vernons Verhalten in Buch 5 zeigte, geht es diesem inzwischen nicht mehr darum, Harry von Hogwarts fernzuhalten, sondern er will ihn überhaupt loswerden. Eine weitere Möglichkeit sind die Weasleys, aber Harry wird wohl zu viel Angst haben, sie durch seine ständige Anwesenheit zu gefährden. Weiter kommt hinzu, dass Molly und Arthur ihm sicher zureden werden, dass er wieder nach Hogwarts zurückkehrt. Sie werden auch nicht davon begeistert sein, dass Ron wegen Harry nicht mehr dorthin zurückgehen will.

Ferner kommt hinzu, dass das Haus im Ligusterweg und der Fuchsbau in Buch 7 vielleicht durch einen Todesserangriff ausgelöscht werden könnten. Der Umstand, dass Harry zu den Dursleys noch einmal zurück muss, damit er bis zu seinem 17. Geburtstag geschützt ist, könnte ein Hinweis dafür sein, dass zumindest einer der beiden Orte Ziel eines Angriffes sein wird, da der Schutz sich noch bis zum 31. Juli 1998 bewähren muss. Nachdem Rowling auf die Bedeutung dieses Schutzes in mehreren Büchern hingewiesen hat, wird sie ihn sicher nicht zum „roten Hering“ verkommen lassen.

Harry könnte sich natürlich auch eine eigene Wohnung oder ein Zimmer mieten, aber es wird wohl kaum für ihn möglich sein, so viele Schutzmaßnahmen vorzunehmen, dass er dort vor Lord Voldemort und seinen Anhängern/innen wirklich sicher ist und nicht ständig auf der Hut sein muss.

Gegen das Haus am Grimauldplatz spricht, dass es das Hauptquartier des Ordens ist. Harry wird den Ordensmitgliedern wohl eher aus dem Weg gehen. Zum einen dürfen diese nichts von der Horcrux-Suche erfahren, zum anderen werden sie versuchen Harrys Entscheidungen zu beeinflussen und ihn ebenfalls zur Rückkehr nach Hogwarts zu bewegen. Daneben ist Harrys Mobilität in Hogwarts weniger eingeschränkt als am Grimauldplatz. Mit der Karte des Rumtreibers und dem Tarnumhang verfügt Harry über die Mittel, Hogwarts heimlich zu verlassen, um seine Horcrux-Suche fortzusetzen. Außerdem ist er mit der Topographie der Schule besser vertraut, als mit der des Hauses am Grimauldplatz. Und die Schulporträts sind ihm sicher freundlicher gesinnt als die Gemäldegalerie der Familie Black. Weiter bietet die Schule mit der Bibliothek und anderen magischen Einrichtungen eine Menge Hilfsmittel, die Harry für seine Aufgabe unbedingt benötigt. Und in Hogwarts ist es für Harry leichter sich dem Zugriff der anderen Figuren zu entziehen. Selbst wenn die Schule von Voldemorts Anhängern/innen allmählich überschwemmt werden sollte, ist Harry dort zumindest einigermaßen geschützt, und er hat dort auch Verbündete und Helfer/innen, auf die er jedoch nicht ständig Rücksicht nehmen muss und die sich nicht ständig in seine Angelegenheiten einmischen werden. Hogwarts bleibt somit der einzige Schauplatz, der als Ausgangspunkt und Rückzugsort für Harrys Aktivitäten wirklich ausgezeichnet passt.

Weiter kommt hinzu, dass es für Harry in Band 7 sehr eng werden wird, nun, wo er für Voldemort nach der Ermordung Dumbledores die Zielscheibe eins ist. Es wird nicht viele Orte geben, wo sich Harry ohne in unmittelbarer Gefahr zu sein, aufhalten kann. Falls Harry nicht selbst zu der Erkenntnis kommt, dass er vielleicht doch die Schule abschließen sollte und seine Aufgaben neben dem Schulalltag zu bewältigen versucht, könnte es auch sein, dass Harry letztlich im Herbst nach Hogwarts zurückkehren muss, weil dies für ihn der letzte Zufluchtsort ist. Erschwerend kommt hinzu, dass Harry nicht nur Voldemort, sondern auch das Ministerium gegen sich haben wird, nachdem er sich im Schlusskapitel von Buch 6 gegen Scrimgeour gestellt hat. Auch wenn dieser wohl nicht wagen wird, offizielle Maßnahmen gegen den „Auserwählten“ vorzunehmen, sind zumindest Hindernisse und heimtückische Angriffe von Seiten des Ministeriums nicht auszuschließen.

Die Harry Potter-Serie hat drei Haupteckpfeiler: Harry, Lord Voldemort und Hogwarts. In Band 7 werden diese drei Haupteckpfeiler beim Showdown zusammengeführt werden. Was den Schluss betrifft, hat Rowling verraten, dass ein Schüler nach Hogwarts als Lehrer zurückkehren wird. Somit wissen wir, dass Hogwarts als Schule überleben wird. Bislang haben alle Bücher damit geendet, dass Hogwarts und Harry überlebt haben. Warum sollte das in Buch 7 anders sein?

Aber könnte es nicht sein, dass Rowling diese Verbindung in Buch 7 aufhebt? Könnte diesmal das Überleben Hogwarts bedeuten, dass Harry sich selbst opfern muss? Dies wäre allerdings eine ungewöhnliche Lösung, da es doch üblich ist, in diesem Fall den Ort, der immerhin wieder aufgebaut werden kann, und nicht den/die Protagonisten/in zu opfern. Weiter spricht gegen Harrys Tod, dass die Harry Potter-Serie auch ein Entwicklungsroman ist. Ein Entwicklungsroman endet gewöhnlich nicht damit, dass der/die Protagonist/in stirbt, sondern, dass die Jahre seiner/ihrer Entwicklung beendet sind. Das muss nicht ausschließen, dass der/die Protagonist/in den Tod anderer Figuren erleben muss, schließt aber gewöhnlich den eigenen Tod aus.

Sollte Harry am Schluss von Buch 7 tatsächlich sterben, könnte ich mir nur folgende Variante vorstellen. Im Schlusskapitel, dem Epilog, skizziert Rowling noch kurz, Harrys weiteres Leben, nachdem er sich von Lord Voldemort befreien konnte, und dieses endete damit, dass er im Alter von xxx Jahren gestorben ist – der Tod als natürlicher Schluss des erfüllten und gelebten Lebens, das Harry begonnen hatte, nachdem er Lord Voldemort hinter sich lassen konnte.

Finite

Artikel aus der bisher letzten Ausgabe des "Quibblers"


[Dieser Beitrag wurde am 01.06.2007 - 18:16 von Ermione aktualisiert]





Signatur
"Im Übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht."
(Kurt Tucholsky)


http://de.geocities.com/ermione13/index.htm


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