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<Paul>
unregistriert

...   Erstellt am 02.10.2004 - 13:29Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wer auch immer dieses Schriftstück verfasst hat, es entspricht in den meisten Punkten auch meiner Meinung.
Man mag darüber streiten, ob ein großes Bundesland "Thürsachshalt", der Stein des Weisen ist, um Kosten wegen der Verwaltungsgröße zu sparen, aber es macht auf jeden Fall Sinn, wenn man politische und wirtschaftliche Ziele in Deutschland geltend machen will. Ähniches gilt für die Schulbildung, die einer der wichtigsten Schlüssel zu Deutschlands Zukunft ist.
Aus diesem Grund bin ich auch der Meinung, dass man das Thema Finnland und DDR-Schulsystem mal einer genaueren Prüfung unterziehen sollte. Sicherlich muss man das Thema unter der fortgeschrittenen Entwicklung Europas betrachten, aber dass Finnland die DDR-Erfahrungen in Ihrem Bildungswesen verarbeitet hat, ist auf keinen Fall eine Randposse der Geschichte (wie es manche Presse beurteilt hat, die das DDR-Bildungssystem nur unter dem Aspekt "Gleichmacherei" gesehen hatte).
Dass viele ostdeutsche Bürger mittlerweile anders denken, kann man z.B. auch an der Wiedereinführung der Ordnungsnoten sehen. An diesem Beispiel kann man übrigens auch gut den schizophrenen Umgang der Kultusminister mit dem DDR-Erbe verfolgen: Muss man für die Ordnungsnoten ein (teuer entworfenes) eigenes Notensystem vorsehen, nur um (scheinbar) keinen Vergleich mit den DDR-Kopfnoten aufkommen zu lassen? In Sachsen gibt es die Noten 1-5 und in Thüringen die Noten 1-4!?
Auf dem Bildungssektor ist eine einheitliche Marschrichtung der Bundesländer mit Sicherheit wichtig. Und wenn die Bundesländer um Ihre Hohheit (oder Fördertöpfe?) auf diesem Sektor fürchten, muss die Bildung eben wieder Sache Deutschlands werden.
Gemessen wird das Bildungssystem international nicht an den Bundesländern, sondern an Deutschland. Unter diesem Aspekt ist es geradezu lächerlich von verschiedenen Bundesländern, sich auf die Bundesländer-Hitliste zu beziehen, wenn diese im internationalen Maßstab in unteren Regionen dümpelt.
Damit bin ich wieder auf den Vergleich mit Booten zurückgekommen.

Lasst nicht Minister an Ruder, die es allen recht machen wollen, um am Ende ein Boot mit Steuerrudern zu haben, die in alle Richtungen gehen und damit überhaupt nichts bewirken! (Das gilt für Bildung und Wirtschaft)

Lasst Minister ans Ruder, die dem Kahn ein kräftiges Steuerruder und damit die richtige Richtung geben. Die Besatzung müssen wir schon selbst stellen, und um so wichtiger ist es, unseren Nachwuchs gut auszubilden, damit dieser überhaupt weiß, dass ein Schiff dazu da ist, Ziele zu erreichen und nicht nur, um darauf zu tanzen! (Und das man die Wegweiser lesen und die Entfernungen ausrechnen kann!)

Paul




<denkanstosser>
unregistriert

...   Erstellt am 03.10.2004 - 11:14Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Paul, danke für Deinen Beitrag- dein abschließendes Bild kann übrigens treffender nicht sein. "Wer auch immer das geschrieben hat" - wir wollten die Diskussion nicht an unsere Person(en) festmachen lassen, deshalb einfach Gruppe. Wir sind eben mal 5 Mann - die Mitten unter uns leben. Ganz oder fast normal. Uns teilt gemeinsam die Angst, daß uns diese Republik bald genauso um die Ohren fliegt, wie damals die DDR. Wir wollten einfach was tun - ob es gelingt, liegt nicht zuletzt daran,wie wir den Transport der Ideen in die breite Gesellschaft bewerkstelligen.Zur Zeit scheint das Interesse eher begrenzt.... Haben schon drüber nachgedacht, eventuell den Radiosender JUMP für eine breite Diskussion zu gewinnen... Es wäre schön, wenn du dich im Forum anmeldest, wir würden dann mit dir direkt per e-mail in Kontakt treten..




<BürgerDieserRepublik>
unregistriert

...   Erstellt am 04.10.2004 - 13:30Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Erste denken - dann reden!

An dieser Stelle werden ich nicht kritisieren - sondern nur kommtentieren - sodass der eine oder andere sich vielleicht noch mal etwas anders informiert.

Es ist absurd und waghalsig das DDR-Bildungssystem, und damit meine ich dieses als Gesamtheit, mit dem Schulsystem der nordischen Ländern Europas zu vergleichen.

Grund 1: Man kann kein rein staatliches Schulsystem, wie es das der DDR war, mit einem Schulsystem, dass überwiegand privatwirtschaftlich betrieben wird, vergleichen.

Ich gebe euch, die ihr hier mitdiskutiert, einen Tipp. Geht bitte einmal in eine staatliche Schule in Finnland. Das was ihr dort seht, würde manche deutsche elitäre Gesellschaftsschicht, als sozialen Abschaum und minderbemitteltes Kleinbürgertum bezeichnen. Wer breitbandige Bildung will, der muss selektieren und das so schnell und so früh wie möglich. Ich habe es getan und nach wenigen Wochen war ich bereit, für teures Geld, auf ein privates Gymnasium zu gehen.

Grund 2: In Finnland bzw. anderen nordischen Ländern leben insgesamt nicht mehr als 35 Mio. Einwohner. Falls ich richtig infomiert bin, ist das also noch nicht einmal die Hälfte der Einwohner der BRD. Diesbezüglich ist auch die DDR, als Land mit geringer Bevölkerungsdichte zu betrachten. Grundlegene Folge dieser Aussage ist jedoch, das bei weniger Kindern, die in elitären Bildungseinrichtunge unterrichtet werden, natürlich statistisch gesehen, mehr gute Kinder mit dabei sind, wenn eine solche Umfrage gemacht wird und soweit ich weiß wurde die Umfrage nicht mit Hilfe eines demographischen Faktors heruntergerechnet.

Grund 3: Multinationalität - ob diese gut oder schlecht ist, darf ich in diesem Zusammenhang leider nicht kommentieren - birgt immer ein hohes Maß an Qualitätsverlust. Folglich werden in einem Land mit einer Bevölkerung wie Deutschland, durch den doch sehr hohen Anteil an nicht deutschstämmigen Bürgern (diese Äußerung ist nicht rassisch sondern völkerrechtlich zu sehen) viele sprachliche und pädagogische Probleme auftreten, mit denen manch nordisches Land nicht arbeiten muss.

An dieser Stelle werden ich meinen Beitrag, aus zeitlichen Gründen abbrechen. Der Wille zu Fortsetzung ist aber da und ich werde von meinem laut Grundgesetz, mir zugesprochenen Recht auf freie Meinungsäußerung, redlichen Gebrauch machen.

Mit freundlichen Grüße
chr. BürgerDieserRepublik

PS.: Es wäre schön, zumindestens bin ich bereit dazu, wenn dieses Forum, nicht anonym laufen würde, sondern jeder Benutzer auch "wirklich" ersichtlich macht, wer er in Wirklichheit ist. Abgesehen davon sind durch IP Adressen und Remark-IDs sowieso alle Daten abrufbar. Ein Tipp dazu, es ist sicherlich nicht vorteilhaft für manche Firma, wenn solche "fragwürdigen" doch sehr kritischen Adressen unter ihrem Namen laufen.







<denkanstosser>
unregistriert

...   Erstellt am 04.10.2004 - 14:15Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wir sind schon dankbar, daß die Themen diskutiert werden - wir erheben überhaupt nicht den Anspruch auf "Allwissenheit". Zunächst erst mal danke für den Tipp bezüglich der Nennung von Firmennamen.Wir wollten dieses Unternehmen lediglich als eventuelles Vorbild darstellen- haben nicht an einen negativen Zusammenhang gedacht. Wird geändert! Wir haben ausdrücklich zu Bedenken gegeben, daß das derzeitige Schulsystem im Osten schlecht funktioniert.Hier gibt es diese Probleme mit anderen Nationlitäten, wie im Westen, nicht.Dafür haben wir doch Föderalismus, daß wir u.a. auch das Bildungssystem an konkrete Bedingungen des jeweiligen Landes besser anpassen können.Für westliche Länder wäre ein Bezug auf die DDR sicherlich nicht richtig. Wir möchten natürlich eine offene Diskussion - wollen sie hiermit ein wenig vorbereiten.




<BürgerDieserRepublik>
unregistriert

...   Erstellt am 04.10.2004 - 16:46Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Nur zwei kurze Anmekungen.

Ersten, haben wir die Probleme mit anderen Nationalitäten auch hier. Nur soviel, auch ich komme aus dem Raum Saalfeld-Rudolstadt und weiß daher, welche Situtationen in allen unseren Schulen (sowohl Grund bzw. Förderschule, bis hin zum Gymnasium) herschen. Nach einem kurzen Anruf im LRA bestätigte mir man meine Vermutung auch. Besonder Russland-Deutsche und Menschen türkisch-stämmiger Abstammung bereiten der Schulverwaltung immer wieder Probleme (zudem gibt es natürlich auch Probleme die von unserer Einheimischen ausgelöste werden). Hier gibt es meiner Meinung nach, sicher Diskussionsbedarf!

Fraglich finde ich deine Äußerung, die den Förderalismus betrifft. Ihr sprecht in eurem Programm, ich nenne euer Eingangsstatement jetzt einfach mal so, gegen die jetzige Form des vorherschenden Bildungsförderalismus, nutzt ihn aber jetzt als Werkzeug, zum lösen, mit großer Sicherheit sage ich das, hausgemachter Probleme, die wohl eher wie ein Einzelfall behandelt werden sollten.

Zu dem ist das schlechte Bildungssystem kein Phänomän des Osten, besonders nicht wenn man eine bundeseinheitliche Regelung anstrebt, sondern eine Strukturkrise die im Zusammenhang vieler Faktoren, in Deutschland Fuss fast. Wenn sich gewisse Grundlagen besonders was die Leistungsfähigkeit und die Leistungsbereitschaft von Schülern und Lehrkörpern nicht ändert, wird auch ein neue Struktur ihr Ziel weit verfehlen.

Mit freundlichen Grüße
chr. BürgerDieserRepublik




aabbcc 



...

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Registriert seit: 04.10.2004
Beiträge: 1
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...   Erstellt am 04.10.2004 - 17:39Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo!
Ich mußte am Samstag den 02.10.04 so herzlich lachen als ich in der OTZ den Beitrag unserer Wirtschaftsweisen gelesen habe, dass wir das dumme und ewig jammernte Volk endlich querdenken lernen sollen. Wer jammert denn am meisten? Das sind doch die Herrn Unternehmer. Denen geht es ja sooo schlecht. Die brauchen uns dummes Volk doch nur einen Arbeitsplatz zu geben und einen vernünfigen Lohn zu zahlen und schon jammert Keiner mehr. Aber nein sie bieten uns Arbeitsplätze für 1 Euro an, verlangen aber gleichzeitig das wir viel Geld wieder ausgeben. Diese Herren Unternehmer sollten mal Nachhilfe im Rechnen bekommen oder weniger Bananen essen. Ich hoffe und wünsche mir nur für das kommende Jahr das eben diese Herren auch was von Harz 4 abbekommen, denn es ist nun mal eine einfache Rechnung die auch diese Herren begreifen müssten: Wenn das Volk kein Geld hat kann es nicht einkaufen, also bleibt der Umsatz aus, nach Berlin fliest keine Umsatzsteuer und dieser verlogene Staat geht endlich pleite.




<denkanstosser>
unregistriert

...   Erstellt am 06.10.2004 - 13:12Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


auch Hallo, zunächst ist es positiv, daß sie lachen mußten und nicht heulen. Weiterhin ist es richtig, daß eben auch Unternehmer am Jammern sind. Wirtschaftsweise gibt es in Deutschland schon zur Genüge -da wollten wir uns eigentlich nicht einordnen lassen. Aber sei`s drum. Vielleicht können wir Sie sogar für unsere Ideen gewinnen - unsere Ziele sind sicherlich die gleichen, die Wege dahin aber ein wenig anders.Vor allem wollen wir sachlich diskutieren und nicht wieder wertvolles Porzellan zertrümmern.




<Nico Wagner>
unregistriert

...   Erstellt am 06.10.2004 - 22:53Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ja, das alles sind recht gute Ideen. Im Grunde vernünftig. Mir ist aber zu viel "heile Welt" darin. In aller Kürze meine Kommentare:

Zu Erstens:
Der Durchschnitt der Menschen (auch bei uns) ist nicht fair miteinander, leider. An einem unrealistischen Menschenbild ist unter anderem der Sozialismus/Kommunismus gescheitert.

Zu Zweitens:
Voll und ganz einverstanden. Thüringen hat vielleicht halb so viele Einwohner wie Berlin und leistet sich diesen ganzen Schnickschnack. Das Thema wird ja in der Föderalismuskommission momentan ganz groß diskutiert. Auch andere Leute machen sich massiv Gedanken darüber, wie es damit weitergehen soll. Sicherlich nicht so, wie bisher. Ein sehr weites Feld Staatstheoretiker und Volkswirtschaftler.

Zu Drittens:
Das alles ist ganz und gar unrealistisch. So gerne ich es würde, wir werden die Werbeindustrie nicht dazu bringen, die Werbung für Blödsinn zu unterlassen, ebensowenig wie wir keine Unternehmen von der Abwanderung ins Ausland abhalten. Das sind alles Zwänge, die uns unser System auferlegt, unter denen wir alle handeln und entscheiden müssen. Hierzu empfehle ich die Lektüre des Buches "Ist Deutschland noch zu retten?" von Prof. Sinn (IfO Institut, München).

Zu Neuntens:
Eines ist doch klar: Wenn ich mit jemanden in Wettbewerb trete, der mit weniger zufrieden ist als ich, habe ich ein Problem. Unseres ist, daß unsere Politiker zu feige sind, dies der Bevölkerung klarzumachen. Unser Lebensstandard wird stark sinken, die Schere zwischen viel- und wenigverdienenden wird sich gewaltig öffnen, auch wenn das unserer Mentalität zuwiderläuft (viele andere Nationen/Völker haben damit kein Problem). Siehe auch zum Thema "Abwanderung von Unternehmen", s.o. Es nehme doch einmal jeder, der gerade irgendein Konsumgut gekauft hat, dieses ind die Hand und schaue nach wo es hergestellt wurde, meistens "Made in China", in sehr seltenen Fällen "Made in Germany". Ja, wenn wir die Grenzen öffnen und Handelsbarrieren beseitigen (was ich grundsätzlich richtig finde), müssen wir mit so etwas leben. Es bleibt bald nicht mehr viel für uns.




<denkanstosser>
unregistriert

...   Erstellt am 08.10.2004 - 06:35Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Nico,Dein Beitrag hat mich besonders betroffen gemacht.Ich habe mich auch deshalb dazu entschlossen, die Anonymität zu verlassen." Es bleibt bald nicht mehr viel für uns" - damit will und kann ich mich nicht abfinden. Da könnten wir ja sofort zum kollektiven Selbstmord wie im Mai 1945 übergehen. Was sollte da unser Leben noch für einen Sinn haben? " Zuviel heile Welt" - die soziale Marktwirtschaft war der richtige Ansatz um die Vorteile des freien Marktes mit den Vorteilen des Sozialismus (nicht Stalinismus) zu verbinden. Unser Problem ist einzig und allein, dass wir uns immer mehr von dieser heilen Welt fort und zum Turbokapitalismus hin treiben lassen.Deutschland war durch seinen Fleiß, Erfindergeist und nicht zuletzt wegen seiner sozialen Marktwirtschaft ein Vorbild für die ganze Welt. Und diese hatte, solange es die DDR gegeben hatte, auch noch funktioniert.Nun plötzlich soll die soziale Marktwirtschaft unbezahlbar sein? Die BRD ist unendlich reich - das Problem ist nur, daß viele ein viel zu großes Stück von diesen Kuchen für sich beanspruchen. Das verrückte ist ja, daß sie trotzdem nicht glücklich werden - die "fressen" soviel, daß ihnen selbst schlecht wird.
"Das System ist so" - das System sind wir!Wir haben eine Demokratie, wir brauchen keine Führer, um diese Selbstzerstörer wieder auf den Teppich zu holen. Bitte nicht resignieren - Kopf hoch und mutig sein und vor allem den verantwortlichen Politiker auf die Füsse treten! Wir müssen uns nicht die beschissenen Arbeitsbedingungen der 3.Welt und Osteuropas zum Beispiel nehmen - und machen wir diesen " armen Schweinen" Mut, daß sie auch Aussicht auf ein wirklich besseres Leben haben. Bis bald Hartmut Holzhey




<Nico Wagner>
unregistriert

...   Erstellt am 08.10.2004 - 10:09Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ja, das alles sind recht gute Ideen. Im Grunde vernünftig. Mir ist aber zu viel "heile Welt" darin. In aller Kürze meine Kommentare:

Zu Erstens:
Der Durchschnitt der Menschen (auch bei uns) ist nicht fair miteinander, leider. An einem unrealistischen Menschenbild ist unter anderem der Sozialismus/Kommunismus gescheitert.

Zu Zweitens:
Voll und ganz einverstanden. Thüringen hat vielleicht halb so viele Einwohner wie Berlin und leistet sich diesen ganzen Schnickschnack. Das Thema wird ja in der Föderalismuskommission momentan ganz groß diskutiert. Auch andere Leute machen sich massiv Gedanken darüber, wie es damit weitergehen soll. Sicherlich nicht so, wie bisher. Ein sehr weites Feld Staatstheoretiker und Volkswirtschaftler.

Zu Drittens:
Das alles ist ganz und gar unrealistisch. So gerne ich es würde, wir werden die Werbeindustrie nicht dazu bringen, die Werbung für Blödsinn zu unterlassen, ebensowenig wie wir keine Unternehmen von der Abwanderung ins Ausland abhalten. Das sind alles Zwänge, die uns unser System auferlegt, unter denen wir alle handeln und entscheiden müssen. Hierzu empfehle ich die Lektüre des Buches "Ist Deutschland noch zu retten?" von Prof. Sinn (IfO Institut, München).

Zu Achtens:
Die Banken haben große, teure Fehler gemacht. Trotzdem kann Ihnen keiner verdenken, wirtschaftlich zu handeln und notfalls Filialen zu schließen, die sich nicht rentieren. Jeder von uns würde so handeln. Allerdings 25% Eigenkapitalrendite zu verlangen wie die Deutsche Bank wie noch vor 2 Jahren ist schlichtweg unverschämt. Die Banken werden sich darauf besinnen, daß auch mit dem Mittelstand gutes Geld zu verdienen ist, wenn man es richtig macht.

Zu Neuntens:
Eines ist doch klar: Wenn ich mit jemanden in Wettbewerb trete, der mit weniger zufrieden ist als ich, habe ich ein Problem. Unseres ist, daß unsere Politiker zu feige sind, dies der Bevölkerung klarzumachen. Unser Lebensstandard wird stark sinken, die Schere zwischen viel- und wenigverdienenden wird sich gewaltig öffnen, auch wenn das unserer Mentalität zuwiderläuft (viele andere Nationen/Völker haben damit kein Problem). Siehe auch zum Thema "Abwanderung von Unternehmen", s.o. Es nehme doch einmal jeder, der gerade irgendein Konsumgut gekauft hat, dieses ind die Hand und schaue nach wo es hergestellt wurde, meistens "Made in China", in sehr seltenen Fällen "Made in Germany". Ja, wenn wir die Grenzen öffnen und Handelsbarrieren beseitigen (was ich grundsätzlich richtig finde), müssen wir mit so etwas leben. Es bleibt bald nicht mehr viel für uns.

Allgemein bleibt zu sagen, daß es mich verwundert, daß einige namenlose Querdenker nicht bereit sind, politische Verantwortung zu übernehmen. Wir brauchen kompetente Leute in der Politik. Das fehlende persönliche Engagement ist es, was uns fehlt. Wir brauchen keine Querdenker, sondern Macher.

Nico Wagner
Pößneck




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