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...   Erstellt am 30.01.2007 - 20:55Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Sie sind, ob sie es nun wollen oder nicht, in den kommenden Monaten das wohl meißt beachtete Musicalpaar auf deutschen Bühnen. Alira Ximinez-Carillio und Matthew Orbons

Jetzt ist „Sissi“ nach Wien, Essen, Buderpest, Stuttgart und anderen Spielorten weltweit also in Berlin angekommen. Die bisherigen Reaktionen strafen jene Passage aus dem Libretto , in der es heißt „Sie passt nicht hier her“ Lügen. Der Empfang in Berlin war der einer Kaiserin würdig. 2000 Premierengäste, darunter. Wie bei solchen Anlässen zwangsläufig üblich viel Prominenz, verneigten sich vor Ihrer Majestät. Wo bis Ende Juni noch die Degen der Musketiere schwangen, räumt eine eigenwillige, aus dem Bauernadel zur Herrscherin aufgestiegene Frau mit allerhand kitschigen Klisches auf. Das Puplikum hatte Ihr bereits bei der Premiere vorgeschalteten Previews im Theater des Westens zu Füßen gelegen, doch der tosende Applaus und minutenlage „Standing – Ovations „ bei der Premiere stellten dies in den Schatten.

Mit „Elisabeth“ darf sich das produzierende Stage Entertainment auch in Berlin auf der („tod“) sicheren Seite wähnen. Mit ihrem Meisterstück haben Autor Dr. Michael Kunze und Komponist Sylvester Levay eine neue, eigenständige Form des populärn europäischem Musiktheaters begründet und nach der Welt- Uraufführung 1992 in Wien auch ständig weiter entwickelt.

Hut ab vor Kaiserin Alira

Was die Besetzung angeht, begegnen einem in Berlin ein ausgewogener personeller Mix aus bekannten Gesichtern und Neueinsteigern der Branche.
Alira Ximinez-Carillio in der Rolle der kaprizösen Titel- Heldin war zuletzt schon in den Fängen des Grafen Krolocks in „ Tanz der Vampire“ in Hamburg zu sehen. Stimmlich und schauspielerisch gereift, beseelt die junge Spanierin den anspruchsvollen Part und die Wandlung vom kessen Mädel zur aufbegehrenden Kaiserin und dann zur verhärmten Vettel mit Feingefühl, Intensität und Raffinesse. Auch ihre Darstellung der gealterten und verschobenen, über 50- jährigen Kaiserin wirkt absolut authentisch und glaubwürdig. Den vokalen Härtetest für jede Elisabeth- Darstellerin „ ich gehör nur mir“ meisterte sie mit Bravour. Jetzt darf man gespannt sein auf die Alternates Maria Müller.

Sympatischer Attentäter

Mit Mario Girotti als „lucheni“ konnte man in Berlin ebenfalls nichts falsch machen. Bekannt z. B. aus Aida brachte er das Kunststück fertig den aus der Perspektive der Unterschicht kommentierend durch die Handlung führenden Attentäter und schmierign Anachisten Luigi Lucheni, der am Ende der Kaiserin das Messer in den Bauch der rammt, irgendwie mit südländischem Charme sogar sympatisch wirken zu lassen. Mit vollem Einsatz, souveräner, auch auf entsprechender Routine beruhigender Gelassenheit und Spielfreude liefert der talentierte Italiener einen hervorragenden Job ab.

Matthew Orbons „Tod“

Die ganz große Frage im Theater des Westens war jedoch, wie sich der neue „ Tod“ in das Gesamtbild einfügen würde. Exellent um es vorweg zu nehen. Der charmante Engländer wischte als Neuling die Zweifel beiseite. Er gilt als die größte Musical- Entdeckung dieses Jahres wozu man der künstlerischen Leitung , Marco Bellomo, nur gratulieren kann. Den schwarz gekleideten, in Elisabet verliebten Sensemann spielt er wie sehr nuancenreich, pointiert und mit viel Strahlkraft. Stimmlich ist der große Engländer sowieso über jeden Zweifel erhaben, auch wenn man sich, die Ur- version noch im Ohr. An seinen „ letzten Tanz“ und gewisse Eigenheiten bei der Interpretation vielleicht erst noch gewöhnen muss. Orbons ist kein Klon, er ist bestrebt den „ tod“ als dem großen , mystischen, attraktiven und erotischen Verführer eine eigene, neue, sehr persönliche Note zu verpassen.

Gegen diese starke und ausgeprägtes Front- Trio Elisabeth, tod und Lucheni müssen die übrigen Schlüsselfiguren zwangsläufig verblassen, auch weil ihre Charaktere halt nicht so stark gefärbt sind. Das gilt für den Kaiser (Tim Bähren), dem es nicht gelingt, sich zwischen Pflicht und Herz zu entscheiden, für Kronprinz Rudolf (Randy Rostetter) ebenso wie für die Kaiserin- Mutter Sophi (Jennifer Schäfer), die im Palast die Hosen an hat. Dennoch wurde nur durch eben diese Darsteller und die vielen anderen Ensemblmitglieder das Musical mit Leben bestückt und zu einem unvergesslichen wunderschönen und doch zum nachdenken anregendem Musical, und somit für mich und für die 2000 anderen Premiere Gäste zu einem wunderschönen Abend.


kg





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