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Ilchen  Erschafferin
         

Status: Offline Registriert seit: 26.09.2006 Beiträge: 2650 Nachricht senden | Erstellt am 27.10.2006 - 12:25 |  |
Die Elfe schlug die Augen auf und fühlte sich wie benommen. Und in einem Alptraum gefangen. Für den Bruchteil einer Sekunde, sah sie Marek flehend an, hatte sich aber gleich wieder unter Kontrolle und hoffte, er hätte ihren Blick nicht bemerkt. Wie gerädert erhob sie sich, wickelte sich fester in den Mantel und verhüllte ihr Gesicht. Diesmal machte sie es wie die Drow und ließ Dunkelheit vor ihrem Gesicht entstehen, um auch ganz sicher zu gehen, daß nichts nach aussen drang. Sie war sich einfach nicht sicher, ob es ihr gelingen würde, die Kraft aufzubringen, alles hinter ihrer Fassade aus Eis zu verbergen, was in ihr vor ging. Als sie stand, nickte sie nur und wartete darauf, daß Marek sie heraus führen würde. Offensichtlich hatte er ja jetzt die Führung übernommen und sie sowie so nicht die Kraft, sich auf irgend etwas zu konzentrieren.
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Marek  Dreistigkeit kennt keine Grenzen
     

Status: Offline Registriert seit: 09.10.2006 Beiträge: 1382 Nachricht senden | Erstellt am 27.10.2006 - 12:34 |  |
Er führte sie aus der kleinen Höhle heraus, in der sie die Nacht verbracht hatten und ging auf den "Hauptweg", der durch die ganze Höhle führte.
Dann schaute er zu ihr und deutete in die Richtung, in welche sie dem Weg entlang einfach nur folgen musste.
Du gehst einfach immer diesen Weg entlang, bis du nicht mehr weiter kommst, er schaute zu dem Wasser hinab und bemerkte, dass die Flut noch nicht zurückgewichen war. Die Ebbe wird den Weg bald frei machen und ich will, dass du die Höhle dann verlässt!Er bezweifelte stark, dass sie diese Anweisung einfach so hinnehmen würde und um seinen Worten Nachdruck zu verleihen, fügte er noch ein Hast du verstanden?! hinzu. Es quälte ihn so mit ihr zu reden, aber er hatte noch etwas zu erledigen und dabei sollte sie nicht anwesend sein.
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Ilchen  Erschafferin
         

Status: Offline Registriert seit: 26.09.2006 Beiträge: 2650 Nachricht senden | Erstellt am 27.10.2006 - 12:40 |  |
Ich bin nicht taubt
erwiederte sie kalt und machte ohne Wiederworte auf dem Absatz kehrt. Jetzt auch noch weg geschickt zu werden, war so ziemlich das schlimmste, war er hätte tun können, aber sie würde lieber sterben, als das zu zugeben. Lautlos huschte sie durch den spärlich beleuchteten Gang und fühlte sich an ihre Flucht aus dem Unterreich erinnert. Damals hatte sie auch alles verlohren, das für sie von Bedeutung gewesen war und dieses Verlieren schien sie zu verfolgen. Immer und immer wieder. Sie wollte nicht darüber nachdenken, und starrte auf das Wasser, das sich vor ihren Füßen auftat. Noch stand es so hoch, daß sie die Höhle nicht verlassen konnte, ohne Gefahr zu laufen von einer Welle erfasst und gegen die Klippen geschmettert zu werden. Aber vielleicht wäre das eine gar nicht so schlechte Option. Sie wußte, daß sie sich bei der nächstmöglichen Gelegenheit in irgend eine Gefahr stürzen würde, so wie sie es immer tat. Seltsamerweise hatte sie in diesen Fällen immer Glück und schien alles zu überleben, woran andere wohl dreimal gestorben wären.
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Marek  Dreistigkeit kennt keine Grenzen
     

Status: Offline Registriert seit: 09.10.2006 Beiträge: 1382 Nachricht senden | Erstellt am 27.10.2006 - 13:09 |  |
Eine Weile schaute er ihr noch - sichtlich überrascht darüber, dass sie tat, was er verlangte - nach.
Dann schlug er die andere Richtung ein, in welcher sich sowohl die Mannschaft und der Captain, als auch das Schiff seinen Ankerplatz hatte.
Während er auf das Schiff zuging stellte er erleichtert fest, dass die Männer noch schliefen, was kein Wunder war, wenn man bedachte, dass sie bis in die frühen Morgenstunden noch getrunken und gesungen hatten. Nun lagen sie wie Tote kreuz und quer auf dem Bode herum. Marek schaute sich in der Höhle um. Keine Höhle machte den Anschein, als würde der Captain in ihr hausen und ein Blick auf das Schiff verriet ihm, was er wissen musste. Aus den Fensterscheiben der Kapitänskajüte konnte er ein schwaches Licht erkennen.
Zwei Männer standen an der Planke, um den Zugang zum Schiff zu verwehren. Der Captain wünscht nicht gestört zu werden! Auch nicht von dir! entgegnete ihm einer der Beiden blitzschnell. Schade, dass ich nicht nach der Meinung gefragt habe, Stinker!, zischte er zurück und den Bruchteil einer Sekunde später, rammte Marek ihm seinen Säbel in die Brust. Der andere schien so überrascht darüber zu sein, dass wegrannte - wahrscheinlich um Alarm zu schlagen, doch Marek reagierte sofort und warf ihm eines seiner Messer nach, dass mit einem abstoßendem Knacken in seinem Nacken landete. Der Mann fiel einfach um, dem anderen entriß er seinen Säbel wieder und legte ihn vorsichtig zu Boden. Er wollte nicht riskieren, die gesamte Crew zu wecken.
Seinen Säbel steckte er wieder weg und lief eilenden Schrittes die Treppen zu der Kajüte hinab. Höflichkeitsanstalten machte er keine, sondern riß die Holztür einfach auf und tratt ein.
Ich denke, wir haben da noch eine Kleinigkeit zu klären, Captain!, zischte Marek ihm entgegen. Der Captain machte keine Bemühungen, um ihn anzusehen, geschweige denn etwas zu sagen. Ich werde nicht wieder kommen., sprach er dann weiter. Vergiss unseren Handel nicht, Jungchen., sagte er gelangweilt. Meinst du allen Ernstes, du könntest hier hereinschleichen und mir Befehle erteilen?, antwortete er aufgebracht und richtete seinen Blick nun auf ihn. Deine Wachen haben mich jedenfalls nicht aufgehalten, sagte er mit einem kühlen grinsen im Gesicht. Der Captain richtete sie auf und zog seinen Säbel. In seinem Gesicht funkelte nur nach der blanke Zorn. Versuch es!, forderte er ihn auf. Marek zog mit einer langsamen Bewegung seinen Säbel, während er den Captain aus dem Augenwinkel betrachtete und mit der anderen Hand, nach einem weiteren Messer griff, dass er so schnell nach dem Piraten geworfen hatte, dass ihm ein ausweichen nicht einmal mehr hätte in den Sinn kommen können. Das Messer landete genau in seiner Kehle und mit einem stumpfen stöhnen, ging der Captain zu Boden. Jetzt war es an der Zeit diesen Ort zu verlassen. Er schlich die Treppen wieder hinauf und wollte gerade an Deck gehen, als sich eine Faust den Weg in seinen Magen grub. Marek taumelte benommen zurück und konnte sich gerade noch davor retten, die Treppen hinunter zu stürzen. Du hast zwei unserer Männer getötet! Das wirst du noch bereuen!, brüllte ihn sein Gegenüber an. Mareks Augen verengten sich und mit einem stoß seines Säbels, machte sein Gegenüber den Weg frei.
Auf Deck befanden sich mindestens zehn weitere Männer und Marek rechnete nicht mit Erfolgsaussichten. Sie umzingelten ihn und trieben ihn zur Reling, an welche Marek schließlich stieß.
Das wars dann wohl!, sagte einer von ihnen.
Einen Ausweg suchend, fiel sein Blick auf das Wasser, welches sich langsam zurückzog. Die Ebbe setzte ein. Ohne einen weiteren Gedanken an die Folgen zu verschwenden, steckte er seinen Säbel weg und sprang kopfüber von Bord. Die Männer schauten ihm verwirrt nach und lehnten sich über die Reling, um nach ihm zu suchen. So ein Narr! Die Felsen werden ihn aufspießen!
Und der Mann behielt recht, die Ebbe hatte nach ihm gegriffen und zog ihn nun regelrecht aus der Höhle hinaus. Immer wieder wurde er an Felsen gedrückt oder blieb an ihnen hängen. Marek rechnete nicht damit hier lebend herauszukommen und wenn, würde er wahrscheinlich total durchlöchert und blau sein.
Dann sah er über ihm ein Licht, dass er als Sonne einschätze und tauchte, mit letzter Kraft gegen die Strömung ankämpfend auf.
Er war aus der Höhle herausgekommen und er lebte - noch! Mit letzter Kraft zwang er sich an den Strand zu schwimmen, dort angekommen, ging er zu Boden.
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Ilchen  Erschafferin
         

Status: Offline Registriert seit: 26.09.2006 Beiträge: 2650 Nachricht senden | Erstellt am 27.10.2006 - 13:19 |  |
Lessien hockte gelangweilt auf einem Stein und überlegte ernsthaft einfach allein los zu gehen, als aus der Höhle Geräusche an ihre feinen Ohren drangen. Es hörte sich nicht nach einer friedlichen Unterhaltung an, auch wenn sie auf die große Entfernung nicht genau deuten konnte, was vor sich ging. Erschrocken sprang sie auf und wollte schon zurück laufen um nach Marek zu sehen, als sie sich schmerzlich daran erinnerte, daß das nun nicht mehr ihre Angelegenheit war und auf den Stein zurück sank. Sie starrte weiter auf das Wasser hinaus und kam sich verlassener und verlohrener vor, als je zuvor. Etwas trieb schräg unter ihr aus der Höhle hervor, das sie zuerst nicht weiter beachtete, aber doch genauer hin sah, als sie etwas weißes erkannte. Das war Mareks Hemd, nur färbte es sich langsam rot. Einen Moment beobachtete sie das Ganze und fragte sich, was vor gefallen war. Mit der Befürchtung, daß es schon zu spät war, kletterte sie das kurze Stück zum Strand hinunter, an dem er inzwischen angeschwemmt wurde und zog ihn ganz aus dem Wasser. Er lebte, aber sie hätte nicht sagen können, ob er bei Bewußtsein war.
Marek?
fragte sie so teilnahmslos wie möglich und war froh, daß er ihre vor Entsetzen geweiteten Augen nicht sehen konnte.
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Marek  Dreistigkeit kennt keine Grenzen
     

Status: Offline Registriert seit: 09.10.2006 Beiträge: 1382 Nachricht senden | Erstellt am 27.10.2006 - 18:15 |  |
Marek hörte eine ihm vertraute Stimme seinen Namen sagen und nachdem er sich einen Moment zur Orientierung gekönnt hatte, öffnete er die Augen. Es dauerte einen Moment, bis er Lessien erkannte.
Aye!, antwortete er leise Ich war schneller aus der Höhle als du, nicht wahr?Er wollte lachen, doch würgte statt dessen nur ein Wasser-Blutgemisch hervor. Dann versuchte er sich aufzurichten, was ihm allerdings nicht gelang.
Er schaute Lessien einfach nur an und bemühte sich um ein Lächeln, dass in seinem zerkratztem Gesicht sehr albern aussehen musste.
Tut mir leid, Liebes. Ich wollte dir nicht weh tun!, sagte er dann ebenso leise und das Lächeln wich einem gequältem Gesichtsausdruck.
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Ilchen  Erschafferin
         

Status: Offline Registriert seit: 26.09.2006 Beiträge: 2650 Nachricht senden | Erstellt am 27.10.2006 - 18:19 |  |
Die Elfe sah ihn an und konnte nicht im geringsten dem folgen was er sagte. Zum einen, weil sie es nicht witzig fand und zum anderen, weil sie die Zusammenhänge ja immer noch nicht kennen konnte. Statt sich auf irgend etwas einzulassen, stand sie auf, klopfte den Sand von ihrem Umhang und fragte:
Kannst du laufen?
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Marek  Dreistigkeit kennt keine Grenzen
     

Status: Offline Registriert seit: 09.10.2006 Beiträge: 1382 Nachricht senden | Erstellt am 27.10.2006 - 18:28 |  |
Marek biß die Zähne zusammen und stand auf, was als Antwort genügen musste. Dann schaute er an sich herab. Und wieder einmal würde er ein neues Hemd brauchen. Er wollte gerade loslaufen, da machte ihm sein Bein aber einen Strich durch die Rechnung. Du verdammtes Miststück!, brüllte er sein Bein an, dass sich irgendwie taub anfühlte. Dass Lessien das nicht mitbekommen hatte und sich selbst angesprochen fühlte, bedachte er dabei gar nicht.
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Ilchen  Erschafferin
         

Status: Offline Registriert seit: 26.09.2006 Beiträge: 2650 Nachricht senden | Erstellt am 27.10.2006 - 18:33 |  |
Lessien hatte sich abgewandt. Sie konnte den Anblick, den Marek bot, ohne ihm helfen zu können, nicht ertragen. Als er los schrie, wirbelte sie herum und starrte ihn einen Moment lang an. Wenn sie jetzt nicht endgültig verzweifeln wollte, mußte sie wütend werden und das gelang ihr auch ziemlich gut. Sie packte Marek, drückte ihn in den Sand zurück, was ihr wohl kaum gelungen wäre, wäre er bei Kräften gewesen. Damit er sehen konnte wie ernst es ihr war, schlug sie die Kapuze zurück und starrte ihm ins Gesicht.
Wag es nie wieder, so mit mir zu reden, oder ich töte dich, egal was mal zwischen uns gewesen war
zischte sie ihm entgegen und die Art wie sie sprach, machte deutlich, daß sie ihm nicht nur drohte, sondern es ohne zu zögern tun würde.
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Marek  Dreistigkeit kennt keine Grenzen
     

Status: Offline Registriert seit: 09.10.2006 Beiträge: 1382 Nachricht senden | Erstellt am 27.10.2006 - 18:38 |  |
Ich, ehm, hab mein Bein gemeint., sagte er mit einem erschrockenem Blick. Dann aber besinnte er sich erst aller ihrer Worte. Sie hatte war gesagt!
Da er nicht wirklich in der Lage war, schaute er sie im halben Sitzen an.
Was willst du mir damit sagen.... war?
Er hatte natürlich gar nicht erst daran gedacht, dass sie sein Gesagtes nicht verstand, er hatte sich entschuldigt und war irgendwie der Meinung, sie müsste es verstehen.
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