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Stefan unregistriert
| Erstellt am 03.10.2006 - 22:45 |  |
Hallo an Alle,
nun ist sie wieder vorbei, die weltweit größte Messe der Fotografie. Und was soll ich sagen? Die richtigen Neuerungen wie zu Zeiten der analogen Fotografie gibt es scheinbar nicht mehr. Es werden immer mehr Pixel auf die Chips gepackt und das Ganze wird dann uns Konsumenten als Weltneuheit verkauft.
Eine wirkliche Innovation ist natürlich folgendes:
Alle neuen Kameras von Hewlett Packard haben eine Computertechnik eingebaut, die der Hersteller als „HP Real Life Technologies“ bezeichnet. Damit werden auf Knopfdruck Personen auf den Aufnahmen um bis zu 20 Prozent schmaler. Nur die Realität bleibt dabei auf der Strecke. Dafür sehe ich dann zumindest auf den Fotos nicht mehr so dick aus. Ist doch toll?
Mein Fazit von einem Tag in Köln, mit der Zeit hätte ich auch etwas besseres anfangen können. Wer nicht da war, hat nix verpasst.
Etwas entäuschte Grüße
Stefan
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Minotaurus  Hausherr und Gastgeber
    

Status: Offline Registriert seit: 13.06.2006 Beiträge: 1550 Nachricht senden | Erstellt am 11.10.2006 - 20:53 |  |
Da bin ich aber froh, daß ich nix verpaßt habe. 
(psst! ich war nämlich nicht dort)
Die "Real Life Technologies" hätten sie sich sparen können, das ist nur fototechnischer Firlefanz, den eh kein Schwein braucht.
Noch mehr Pixel braucht auch niemand, eine bessere Optik wäre mehr wert und auch sinnvoller.
Das eigentliche Problem der digitalen Fotografie sehe ich eher darin, daß es anscheinend bis heute nicht gelungen ist, das Problem mit Über- oder Unterbelichtung (egal, ob gewollt oder ungewollt) in den Griff zu bekommen. Das konnten die "alten" Kleinbildkameras noch viel besser.
Oder bin ich wieder mal nicht auf dem Laufenden? 
(Spiegel)reflexartige Grüße vom Mino
Signatur

Worte, Worte, nichts als Worte! Dazwischen manchmal ein Gedanke.
(Marcel Reich-Ranicki) |
Stefan unregistriert
| Erstellt am 12.10.2006 - 22:38 |  |
Mino schrieb
Die "Real Life Technologies" hätten sie sich sparen können, das ist nur fototechnischer Firlefanz, den eh kein Schwein braucht.
Noch mehr Pixel braucht auch niemand, eine bessere Optik wäre mehr wert und auch sinnvoller. |
Na da sind wir Zwei aber mal wieder einer Meinung.
Mehr Pixel könnte ja vielleicht gut sein. Nur solange die Chipfläche nicht vergrößert wird steigt nur das sogenannte Rauschen (früher sagten wir, das Bild ist grobkörnig). Dagegen wird dann wieder ein Programm eingesetzt, welches das Bild weichzeichnet! Super Idee und der Kunde wundert sich, daß seine Bilder nicht richtig scharf sind.
Mino schrieb
Das eigentliche Problem der digitalen Fotografie sehe ich eher darin, daß es anscheinend bis heute nicht gelungen ist, das Problem mit Über- oder Unterbelichtung (egal, ob gewollt oder ungewollt) in den Griff zu bekommen. |
Ein schlauer und sehr netter Lehrer (so etwas soll es auch im Norden geben, gut ist ja auch die Fotoschule in Kiel, also keine öffentliche Schule)von mir hat gesagt, digital fotografiern kann man eigentlich nur bei bedecktem Himmel! Sonne ist der Tod der digitalen Bilder. Weil der Chip der Kamera den hohen Kontrast bei Sonne (noch) nicht richtig verarbeiten kann. Im Gegensatz zum Zelluloidfilm. Das Ergebnis sind dann unter- oder überbelichtete Bilder.
Bei einer digitalen Spiegelreflex sind die Ergebnisse aber schon deutlich besser. Sofern sie eine Mehrfeld- /Matrixmessung haben. Die Messfelder sind also mehr oder weniger (Herstellerabhängig) gleichmäßig über das ganze Sucherfeld verteilt. Ein Vergleich mit einem Dia halten diese Bilder selbstverständlich auch immer noch nicht stand. Gut, als Papierbild eventuell, als "Leinwandbild" NIE. Sag ich.
Und Tschüß sag ich jetzt auch. Muß noch dringend auf einen weiteren Beitrag antworten (mindestens einer) und schlafen soll ich auch noch. Sagt meine Frau.
Unterbelichtete Grüße
Stefan
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Stefan unregistriert
| Erstellt am 22.10.2006 - 19:20 |  |
Nachtrag zm Rauschproblem:
In der c`t spezial Digitale Fotografie 6/06 ist das Problem mit den vielen millionen Pixeln sehr gut erklärt.
Auf Wunsch kann ich den Artikel als PDF verschicken.
Pixlige Grüße
Stefan
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<alabama-linedancer> unregistriert
| Erstellt am 01.12.2006 - 16:00 |  |
Hallo,
also für mich hatte die Photokina schon ein paar Überraschungen parat:
- Pentax baut keine Mittelformat-Kameras mehr
- Von Mamiya wurde ähnliches behauptet; bei denen war ich aber nicht auf dem Stand
- Kodak und Leica bauen keine Diaprojektoren mehr
Stefan schrieb
Nur solange die Chipfläche nicht vergrößert wird steigt nur das sogenannte Rauschen (früher sagten wir, das Bild ist grobkörnig).
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Das sind aber zwei völlig unterschiedliche Dinge.
Gruß
alabama-linedancer
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Stefan unregistriert
| Erstellt am 01.12.2006 - 21:05 |  |
alabama-linedancer schrieb
also für mich hatte die Photokina schon ein paar Überraschungen parat:
- Pentax baut keine Mittelformat-Kameras mehr
- Von Mamiya wurde ähnliches behauptet; bei denen war ich aber nicht auf dem Stand
- Kodak und Leica bauen keine Diaprojektoren mehr
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Für mich ist/war das keine Überraschung. Sondern eine (leider) logische Entwicklung. Mamiya baut angeblich noch.
alabama-linedance schrieb
Stefan schrieb
Nur solange die Chipfläche nicht vergrößert wird steigt nur das sogenannte Rauschen (früher sagten wir, das Bild ist grobkörnig). |
Das sind aber zwei völlig unterschiedliche Dinge.
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Siehe c`t spezial Digitale Fotografie 6/06! Leider habe ich meine Ausgabe schon entsorgt. Kann Dir den Artikel also nicht mehr zu schicken.
c`t schrieb
Der Trend geht bei den Kompakten auch in diesem Jahr zu immer kleineren und damit rauschfreudigeren Bildsensoren - Sony bringt bei der 12fach-Zoom-Kamera DSC-H5 und der kleinen Cyber-shot W70 inzwischen rekordverdächtige 7,2 Millionen Pixel auf einem 1/2,5"-CCD unter. Auch wenn die preiswerte Fertigung dieser Chips den Geldbeutel des hauptsächlich auf Megapixel-Zahlen schielenden Konsumenten schont, bedeutet dies eher einen Rückschritt in Sachen Bildqualität und kreativen Spielraums. Da helfen auch keine algorithmische Entrauschung und kein „ISO-Verwacklungsschutz“ - Letzteres ist bei näherer Betrachtung kaum mehr als eine Marketing-Phrase. |
Dieses Zitat ist allerdings aus der "normalen" c´t, aber der Sinn geht da trotzdem draus hervor?
Rauschende Grüße
Stefan
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<alabama-linedancer> unregistriert
| Erstellt am 01.12.2006 - 22:53 |  |
Ich habe nur gesagt, dass Grobkörnigkeit und Rauschen zwei völlig unterschiedliche Sachen sind.
Grobkörnigkeit hat damit zu tun, dass die lichtempfindlichen Elemente des Films so groß sind, dass man sie (bei entsprechender Vergrößerung) sehen kann.
Das Rauschen ist ein Phänomen von elektronischen Bauteilen, was Bildsensoren ja sind. Um die Signale solcher Sensoren verwenden zu können, muss man sie verstärken. Und wenn die einzelnen Pixel immer kleiner werden, bekommen sie auch immer weniger Licht. Daher muss man die Verstärkung erhöhen und verstärkt dabei natürlich auch das Rauschen mit.
Wenn irgendwann mal die Pixel so klein werden, dass das Rauschen eine ähnliche Größenordnung wie das Nutzsignal erreicht, werden bestimmt sehr interessante Bilder entstehen 
Gruß
alabama-linedancer
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Stefan unregistriert
| Erstellt am 13.01.2007 - 13:52 |  |
Da habe ich doch was tolles von der Photokina unterschlagen!

Meine neue Kamera! Wenn mir jetzt bitte freundlicherweise jeder "Gucker" 2000,- € auf mein Konto überweist, kann ich sie vielleicht auch kaufen. Danke im Voraus.
Für mehr Information guckst Du hier.
Träumende Grüße
Stefan
Ach so, hier meine Kontonummer: 000000000 BLZ: 99999
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Minotaurus  Hausherr und Gastgeber
    

Status: Offline Registriert seit: 13.06.2006 Beiträge: 1550 Nachricht senden | Erstellt am 13.01.2007 - 15:31 |  |
Stefan schrieb
Da habe ich doch was tolles von der Photokina unterschlagen!
Meine neue Kamera! |
Hallo Stefan,
das Geld habe ich soeben angewiesen! *jedenmeineidschwör* Und ich wünsche Dir viel Spaß damit.
Ansonsten erinnert diese Kamera eher an die ersten Mobiltelefone vor fast 30 Jahren. ("Dallas" und so...)
Auch damals hatte man so eine Art Ghetto-Blaster an der Backe, wenn man die modernsten Errungenschaften der Technik zum Telefonieren nutzen wollte. 
Ob diese Kamera eine reale Chance auf dem Markt hat, kann ich nicht beurteilen, der Preis und vor allem das Format sprechen eher dagegen.
Beeindruckend sind allerdings die technischen Daten.
Wenn dann noch das Problem mit dem Helligkeitsabgleich endlich in den Griff zu bekommen ist, dürfte es sich sogar um eine ernsthafte Konkurrenz für herkömmliche Spiegelreflex- und Mittelformat- Kameras handeln.
Wie gesagt, wenn sie am Markt überhaupt Fuß fassen kann... 
Begeisterte, aber auch skeptische Grüße vom Mino 
Signatur

Worte, Worte, nichts als Worte! Dazwischen manchmal ein Gedanke.
(Marcel Reich-Ranicki) |
Stefan unregistriert
| Erstellt am 17.01.2007 - 13:56 |  |
Mino schrieb
Wie gesagt, wenn sie am Markt überhaupt Fuß fassen kann... |
Für den Massenmarkt wird es wohl nicht reichen. Wohl eher etwas für ein paar wenige Spezis und Leute, die nicht wissen, was sie mit ihrem Geld machen sollen.
Vielleicht steigen ja auch die "Geiz ist geil" Märkte in die Vermarktung ein?
Mino schrieb
das Geld habe ich soeben angewiesen! |
Immer noch kein Eingang auf meinem Konto!
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