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Mondnixe
unregistriert

...   Erstellt am 07.08.2008 - 15:34Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen



Bildquelle


In diesem Sinne ist der Tee das Symbol für alles Reine auf Erden, denn er bedarf in seiner Zubereitung der peinlichsten Reinlichkeit, vom Pflücken, Dörren und Aufbewahren bis zum Aufgießen und Trinken, und kann durch die flüchtigste Berührung mit fettigen Händen oder Tassen nur allzu leicht verdorben werden. Darum genießt man den Tee am richtigsten in einer Atmosphäre, wo jeder Gedanke an Prunk oder Luxus aus dem Herzen verbannt ist.

Lin Yutang




<Zoe>
unregistriert

...   Erstellt am 12.08.2008 - 11:46Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Denn Teeismus ist die Kunst, Schönheit zu verhüllen, um sie zu entdecken, und etwas anzudeuten, was man nicht zu enthüllen wagt.
Es ist das feine Gebeimnis, leise und doch gründlich über sich selbst zu lachen,
und ist somit die gute Laune selbst
— das Lächeln der Philosophie.

Kakuzo Okakura




Cecilia ...



...

Status: Offline
Registriert seit: 28.06.2007
Beiträge: 426
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...   Erstellt am 19.08.2008 - 07:43Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen




»Als Erstes am Morgen muss ich eine Tasse heißen Tee trinken, um aufzuwachen. Zum Frühstück trinke ich Tee, um 10 Uhr trinke ich Tee, nach dem Essen Tee, um 17.00 Uhr Tee, zum Abendbrot und bevor ich ins Bett gehe die letzte Tasse Tee zum Einschlafen.«

Dass es nicht immer derselbe Tee ist, versteht sich natürlich. Am Morgen ist es ein rassiger, stark duftender, belebender Ceylon, zum Frühstück eine gute Mischung von Indientee mit der Vorherrschaft eines weichen, sanfteren Dooars.
Um 10 Uhr eine Assammischung, nach dem Essen ein zarter, blumiger, feinaromatischer Darjeeling, um 17.00 Uhr ein Tee aus dem Hochland Ceylons, gemischt mit Javatee, dessen eigenartiger Geschmack pikant und reizvoll ist, zum Abendbrot wiederum eine kräftige Mischung herben Tees, und vor dem Schlafengehen einer der fast süßlichen, blumigen, weichen und mit allen Wohlgerüchen Indiens durchzogenen Tees von Travancore oder von den blauen Hügeln Nilgins, der liebliche Träume verschafft ...




<Zoe>
unregistriert

...   Erstellt am 06.09.2008 - 11:06Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Die japanische' Teezeremonie Gha-no-yu („heißes Wasser für Tee") ist so delikat, detailreich und komplex, dass sie jeden Nichteingeweihten überfordert. Die Zeremonie verbindet Zen-Philosophie mit Meditation, Spiritualität und einem tief verwurzelten Sinn für Tradition, Natur und Gastfreundschaft, Tee wurde in Japan erst angebaut, nachdem in der Zeit der chinesischen Fang-Dynastie (um 700) Samen ins Land gebracht worden war.

Einer der frühesten Berichte über eine Teezeremonie datiert von der Regierungszeit Kaiser Shomus (724-74')).

Doch erst in der Kamakura-Epoche (1122-1333) entstand die kunstvolle Förmlichkeit von Cha-no-yu.

Myo-ei Shonin (um 1200), der die Teezeremonie als zentralen Bestandteil eines religiösen Lebens propagierte, beschrieb die

„Zehn Tugenden des Tees":


Hat den Segen aller Götter
fördert die Achtung vor den Eltern
Schlägt den Teufel in die Flucht
Vertreibt Schläfrigkeit
Hält Krankheiten fern

Stärkt Freundschaft
Schult Körper und Geist
Löscht Leidenschaften
Verhilft zu einem friedlichen Tod
Hält die Fünf Eingeweide im
Gleichgewicht





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