Krümel Neuling


Status: Offline Registriert seit: 30.04.2004 Beiträge: 2 Nachricht senden | Erstellt am 30.04.2004 - 08:01 |  |
Herkunft und Geschichte der Irish Tinker
Der Tinker ist in Irland und Nordengland Zuhause wo er als robustes, leichtfuttriges und cooles Pferd gehalten wird. Ursprünglich war der Tinker ein Pferd des fahrenden Volkes den Zigeunern, deren Beruf vorwiegend das Kesselflicken war ( Kesselflicker = Tinker ). Heute nennt man diese Gipsys, Handlungsreisende oder der gebräuchlichere Ausdruck „ Travaller “, da der Ausdruck Tinker eher ein Schimpfwort oder in Irland von abwertender Bedeutung ist.
Aussehen des Irih Tinker
Jeder Tinker sieht anders aus, es gibt jedoch gewisse rassetypische Merkmale.
Größe: ca. 140 cm bis 158 cm – gängigste Größen, es gibt sie auch größer beziehungsweise kleiner. Der Tinker ist ein kräftiges, untersetztes Gebrauchspferd.
Körperbau: Er hat einen großen langen Kopf ( meist ramsnasig, eventuell gerade ).
Meist dunkler Kopf mit Blesse, aber auch Stern und Schnippe kommen vor, auffallend ist der „Ziegenbart“ in der Kinnkettengrube, einige Tinker haben einen so genannten „ Kaiser – Wilhelm – Bart“ auf der Oberlippe.
Das Auge des Tinkers ist groß und der Gesichtsausdruck ist lieb, ruhig und wachsam. Die Augen sind meist dunkel, aber auch blaue Augen (Fischaugen) kommen vor. Es sehen diese Augen oft grau bis hellblau aus. Dies ist jedoch weder ein Mangel noch eine Beeinträchtigung. Diese Tinker sehen genauso gut. Es ist nur eine Sache des Geschmackes, ob ein Tinker den man haben möchte so ein blaues Auge haben darf.
Die Ohren sollen groß und lang sein ( der Zigeuner meint, große Ohren hören besser auf den Herrn und im Straßenverkehr sind diese Pferde ruhiger, da sie besser hören ).
Der Hals ist kurz, kräftig und gut bemuskelt. Die Schulter ist steil, die Brust breit, meist wenig Widerrist – ein etwas langer Rücken ist eher typisch für diese Pferderasse. Eine lange Nierenpartie und in der Hinterhand überbaut mit guter, kräftiger Bemuskelung, eine gespaltene Kruppe ( typische Kaltblutkruppe ) mit tiefem Schweifansatz.
Das Fundament ist kräftig ( kurze Beine ) mit starken Gelenken, der starke seidige Behang, der ab Carpal- beziehungsweise Sprunggelenk bis über die Hufe wächst ist ein Muss für diese Pferderasse. Die Gliedmaßen sind eher derb, nicht immer korrekt. Oft kommt eine kuhhessige, steile oder säbelbeinige Stellung der Hinterbeine vor, weiche Fesselung mit langen Röhren.
Färbung ( Scheckung ) des Irish Tinker
Bei den Tinkern ist die häufige Scheckung die Rappscheckung ( Piebald ), es gibt auch Braun- und Fuchsscheckung ( Skewbald ). Der Irish Tinker ist in der Regel immer ein geschecktes Pferd. Es gibt auch einfarbige Tinker wobei für die Zucht die gescheckten bevorzugt werden.
Ein Tinker für die Zucht soll ausgewogen in der Farbe sein, optimal ist eine Farbzusammenstellung von 50% / 50% und Tobianoscheckung
( Plattenscheckung ).Wobei der Traveller teilweise ein weißes Pferd mit zweifarbigen Ohren, mit schwarzem Brustfleck und schwarzen Flanken bevorzugt, somit eine Scheckung von ca. 20-30% schwarz mit 70-80% weiß zustande kommt. Kronrandflecken oder dunkle Strähnen im Behang sind nicht selten. Oft findet man auch Tinker mit dunklen Köpfen und an Brust und Flanke je einen großen Fleck.
Die Tobianoscheckung besteht aus ruhigen Konturen der Plattenscheckung. Das Weiß kreuzt die Rückenlinie und geht vom Bauch aus. Die Beine sind meist weiß, Mähne und Schweif ein oder zweifarbig. Der Kopf hat Abzeichen wie Blesse, Schnippe, Stern und so weiter. Am Körper können vereinzelte Ink- Spots auftreten, das heißt viele Tinker haben zu der großflächigen Scheckung
kleine, dunkle Flecken oder Punkte im weißen Fell. Diese Flecken werden Inkspots oder Tintenflecken genannt. Diese Flecken haben nichts mit einer Tigerscheckung zu tun.
Die Overoscheckung, wie sie bei Paint- Horses auftreten, ist bei Tinkern nicht erwünscht, sie sind auch sehr selten. Bei der Overozeichnung finden sich unruhige Konturen, das Weiße ( von der Seite aus gesehen ) kreuzt die Rückenlinie nicht. Der Kopf ist vorwiegend weiß wobei bei einer Blesse über die Augen gehend meist ein blaues Auge zu finden ist.
Bei den Farbzusammenstellungen unserer Tinker findet man jedoch immer wieder Tobianoschecken, die Overogene in sich tragen. Das zeigt zum Teil die unruhige Scheckung sowie auch oftmals ein oder zwei blaue Augen.
Als Färbung kennen wir bei Tinkern auch die Farben „Lemon and White“ sowie die Färbung „Blue-roan and White“ und die Porzelanscheckung. In der Zucht sind diese Tiere nicht erwünscht, sie vererben gerne als Elterntiere den Schimmelfaktor weiter. Ein Schimmel erweist sich in der Zucht immer als dominant und dies ist bei der Tinkerzucht nicht erwünscht.
Merkmale: Leichtfuttrig, cool, genügsam
Charakteristik: Nervenstark, gutmütig, cool, ehrlich, lern- und leistungsbereit, menschenbezogen, kontaktfreudig, friedlich, verschmust. Starkes Sozialverhalten ( Herdenhaltung ideal )
Temperament: Meist völlig cool, ausgeglichen Aber auch manchmal misstrauisch, mit gewisser Nervigkeit, z.T. übersensibel, die sehr schweren Typen oftmals stur, phlegmatisch , träge und unsensibel.
Eignung: Ideal als Familien- und Freizeitpferd Dressur u. Springen bis Kl. A Westernreiten, Fahrpferd, Voltigierpferd, Therapiepferd, Wanderreiten.
das war was über den Irish-Tinker mein Liblings-Pferd!Nun ja da ich das nicht zum 3mal schreiben wollte habe ich das aus meinem forum kopiert!

Signatur Irish-Tinker sind die besten! Roborowski sind klein aber oho! |