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Ronald ...



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...   Erstellt am 13.11.2006 - 10:13Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wie die meisten, habe ich meinen Laptop mit elektronischen Seekarten an Bord. Als Backup habe ich mir einen PDA (Typ Yakumo alpha GPS) zugelegt und die Software Pocket Navigator von Maptech installiert. Der Grundgedanke war, dass mir mit dem PDA ein System von GPS und Seekarten auch bei Stromausfall für etwa 4 Stunden zur Verfügung steht, wobei man die 4 Stunden nicht am Stück nutzen muss. Somit habe ich Papierkarten nur noch in größeren Maßstäben mitgeführt.

Bei anfänglichen Installationsschwierigkeiten (wollte die Seriennummer nicht annehmen) half mir der NV-Verlag vorbildlich und nach ein paar Minuten Telefonat lief das Programm auf dem Laptop. Von hier aus kann man die Software leicht auf den PDA übertragen und BSB Karten auf den PDA überspielen. Der Transfer dauert relativ lange, was auch am PDA (USB1 oder 2) liegen kann. Bei dieser Übertragung werden die Karten vom BSB in das PDA-Format QCT gewandelt. Einmal gewandelt kann man die Karten schneller mit einem Kartenleser zwischen PC und PDA hin- und herschieben. Mit der Maptech-Software sollte man immer ganze Kartensätze installieren, da ein auswählen einzelner Karten sehr umständlich ist. Vom NV-Verlag wurde mir empfohlen, auf langen Strecken sehr große Speicherkarten (4GB) oder mehrere kleine zu nutzen.

Einmal auf dem PDA hat man vollwertige BSB-Karten, mal abgesehen von der Bildschirmauflösung des PDA. Man kann, wie auf dem Laptop ein- und auszoomen und den Kartenmaßstab wechseln. Nur an die Funktion des Stiftes muss man sich gewöhnen. Lange drücken entspricht einem Doppelklick. Auf unserem kleinen Schiff steht Strom nur begrenzt zur Verfügung und so hat der PDA den Laptop schnell abgelöst. Er lief dann Tag und Nacht, plottete die Strecke mit und ein gelegentlicher Blick auf das Display gab einem die Gewissheit noch auf Kurs zu sein, was besonders beim Kreuzen vor der französischen Küste mit den starken Gezeitenströmungen angenehm war.

Der PDA ist kein vollwertiger Ersatz für einen Kartenplotter. Er ist hierfür zu klein und der Bildschirm zu dunkel. Bei uns war er im Niedergang befestigt und dort gut zu erkennen. Auf der Langstrecke reicht ein gelegentlicher Blick auf den kleinen elektronischen Helfer und man hat zudem ein Backup zum Laptop. So konnten wir bei absolutem Stromausfall mit Hilfe des PDA's nachts in einen französischen Flusslauf motoren. Alles wirklichkeitsfremd wie in einem Computerspiel. Nur die Felsen, die gelegentlich aus dem Dunkel auftauchten waren echt. Der Anker fiel nach PDA-Seekarte und Echolot. Das Ufer haben wir erst am nächsten morgen gesehen.

Der Yakumo alpha GPS war als PDA nicht die erste Wahl, auch wenn er mit 180 € ohne Software sehr günstig ist (Internetkauf) und über einen eingebauten GPS-Empfänger verfügt. Zum Suchen der Position hat er ewig gebracht. Dies wurde wesentlich besser, nachdem wir dem Gerät eine externe Antenne spendiert haben. Leider war diese schon nach einigen Tagen auf See nicht mehr zu gebrauchen, da die Anschlüsse viel zu filigran gearbeitet sind. Ein zweiter Schwachpunkt sind die 12 Volt Kabel. Auf 1.000 sm habe ich zwei Stück verbraten. Dies obwohl diese von 12 bis 24 Volt arbeiten sollten. Yakumo sieht sich nur in der Lage, ein Ersatzkabel zu senden, wenn das alte Kabel in der Werkstatt eintrifft, was bei kurzen Heimataufenthalten kaum möglich ist. Der Yakumo alpha GPS vergisst gelegentlich dass er eine 1GB SD-Karte hat. Hier hilft nur der Neustart des Betriebssystems, der zugegeben nur wenige Sekunden dauert. Auf dem Stand des NV-Verlags wurde mir ein wasserdichter PDA mit GPS gezeigt. Das Gerät machte einen soliden Eindruck, hat mit über 600 € aber auch einen stolzen Preis.

Die nächste Anschaffung ist wohl einen WLan Karte für den PDA. Hotspots gibt es in den meisten Häfen genug. So kann man mit dem kleinen Ding auch Emails senden und abholen, Grib-Files downloaden oder den Wetterbericht abrufen. Die Daten überspielt er selbstständig auf den Laptop, sobald beide verbunden sind. Der PDA ersetzt bestimmt keinen Kartenplotter, vielseitiger ist er bestimmt.




Bernd ...





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...   Erstellt am 14.11.2006 - 10:55Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hi Ronald,

ich kann das alles voll bestätigen, benutze den PDA aber nur an Stellen, wo ich nicht immer in die Naviecke laufen kann, um auf´s Notebook zu sehen.
Das mit dem 12V-Kabel ist bei mir jetzt auch eingetreten, Yakumo selbst sieht sich ausserstande, mir kurzfristig ein neues Kabel zuzusenden, so muss ich ohne in die Karibik fahren, Servicewüste Deutschland.
Die Maptech-Karten sind okay, besonders dass man sie auf Laptop und PDA benutzen kann. Der Service von NV-Arnis ist vorbildlich!
Ich würde es auch wieder so machen, aber kein Yakumo mehr nehmen!





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Gruss

Bernd

Ronald ...



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...   Erstellt am 15.09.2009 - 23:45Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hier eine Ergänzung zu meinem ersten Beitrag.

1.Die alte Verson des Pocket Navigators läuft nicht mehr mit dem Betriebssystem WinMobile 6. Hier ist ein Update notwendig. Das bekommt man kostenfei vom NV-Verlag. Soweit hört sich das gut an.

2. Um die Software zu aktivieren braucht man einen Internetanschluss. Hat man keinen braucht man 3 Seriennummern. Nur meine "alten" Karten hatten keine Nummern und so konnte ich das Programm an Bord nicht in Betrieb nehmen.

3. Nachdem ich das Programm über das Internet aktiviert hatte, konnte ich Karten von Drittanbietern nicht mehr nutzen. Es gingen nur die Karten von Maptech (ärgerlich).

4. Wenn man nicht die neueste Version des Pocket Navigators, sondern die etwas ältere Version 5.2.6 installiert, bekommt man den neuen Aktivierungscode per Telefon und alles läuft.

Zusammengefasst: Die Version 5.2.6 erfüllt meine Anforderungen an ein Programm für Segler. Neuere Versionen sind nichts für Langstreckensegler. Wer hat schon überall Internet und warum soll man alte Karten von 3. Anbietern wegschmeißen.





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