Fatmita  Einwanderungs-Expertin
      

Status: Offline Registriert seit: 24.08.2006 Beiträge: 1645 Nachricht senden | Erstellt am 20.09.2009 - 21:42 | |
„Gut ausgebildet und motiviert“
KARTONFABRIK VAREL Papiertechnologen freigesprochen und Meisterbriefe überreicht

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Erinnerungsbild mit den ausgelernten Auszubildenden, den Ruheständlern und den erfolgreichen Umschülern und Meistern auf dem Werksgelände. BILD: HANS BEGEROW Bild vergrößern
ELF PAPIERTECHNOLOGEN UND ZWEI INDUSTRIEKAUFFRAUEN SOWIE ZWEI MEISTER WURDEN GEEHRT. SIEBEN NEUE AUSZUBILDENDE WURDEN EINGESTELLT.
VON HANS BEGEROW
VAREL - Mit der Freisprechung hat die Ausbildung für elf Papiertechnologen und zwei Industriekauffrauen bei der Papier- und Kartonfabrik geendet. Der geschäftsführende Gesellschafter Jürgen Evers und Geschäftsführer Uwe Wollschläger beglückwünschten die erfolgreichen Auszubildenden, Umschüler und zwei neue Meister. Dennis Hieronymus und Sven Schindler absolvierten die Meisterprüfung, vier weitere Mitarbeiter absolvierten den Fernlehrkursus an der Papiermacherschule in Steyrermühl (Österreich).
„Es ist wichtig für die Kartonfabrik, dass wir gut ausgebildete Auszubildende haben“, sagte Uwe Wollschläger. Gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter trügen zum Erfolg der Papier- und Kartonfabrik bei. Wollschläger verhehlte nicht, dass die Finanz- und Wirtschaftskrise sich auf das Geschäft ausgewirkt hat, vor allem bei Wellpappenpapieren gebe es ein Überangebot – verursacht auch durch Subventionen der Europäischen Union.
Nachfrage nach Karton
„Wir mussten die Produktion drosseln“, sagte Wollschläger. Bei Kartonagen dagegen – Abnehmer ist unter anderem die lebensmittelverarbeitende Industrie – gab es keine Rückgänge. Die Kartonmaschine 3, vor 50 Jahren aufgebaut, sei erweitert worden. Während das Unternehmen natürlich hofft, dass die Nachfrage nach Wellpappenpapieren steigt, sind Maßnahmen ergriffen worden, um flexibel auf Auftragseinbrüche zu reagieren. Eine bestand darin, Arbeitszeitkonten aufzubauen, um Kurzarbeit zu vermeiden, „Teile der Produktion abzustellen ohne staatliche Hilfe in Anspruch zu nehmen“. So wurden den ausgelernten Papiertechnologen zunächst auch nur befristete Verträge angeboten.
Investition in Ausbildung
Zahlreiche Maßnahmen zur Kostenreduzierung sind ergriffen worden. Ein Punkt freilich bleibt dabei ausgespart: „In der Ausbildung wird nicht reduziert. Wir investieren auch in Ausbildung.“
Die Papiermaschine 5, Weihnachten 2004 erstmals im Betrieb, hat seit Produktionsstart eine Million Tonnen Wellpappenpapiere produziert. Übrigens mit einem einzigartigen System. Direkt von der Maschine werden Container beladen, die den Export der Rollen in ferne Länder ermöglichen. So beliefert die Kartonfabrik in lateinamerikanische Staaten wie Uruguay oder Chile, und Wellpappenpapiere aus Varel wurden auch nach Israel geschafft.
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