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PerditaDurango ...
Der erste Schultag
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...   Erstellt am 02.06.2009 - 23:30Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hier der erste Teil in einer deutschen Übersetzung, die zwar weder offiziell noch perfekt ist, dafür aber mit viel Engagement von den Schülerinnen* aus meiner 10. Klasse und mir in Deutsch angefertigt wur
Stephenie Meyer schrieb


    Shopping mit Alice

    Das Auto war geschmeidig, schwarz und kraftvoll; seine Fenster waren limousinenschwarz getönt. Der Motor schnurrte wie eine große Katze als wir durch die tiefe Nacht rasten.
    Jasper fuhr einhändig, unvorsichtig, wie es schien, doch das muskulöse Auto flog mit perfekter Präzision vorwärts.
    Alice saß mit mir auf der schwarzledernen Rückbank. Irgendwie, während der langen Nacht, war mein Kopf gegen ihren Granithals gesunken, während ihre Arme mich umfassten und ihre Wange oben auf meinem Kopf gedrückt. Die Vorderseite ihres dünnen Baumwollshirts war kalt, feucht von meinen Tränen. Hin und wieder, wenn mein Atem unregelmäßig wurde, murmelte sie irgendwas Beruhigendes; in ihrer schnellen, hohen Stimme hörten sich die Ermutigungen an wie Gesang. Um mich selbst zu beruhigen, konzentrierte ich mich auf die Berührung ihrer kühle Haut; es fühlte sich wie eine physische Verbindung zu Edward an.
    Beide hatten mir versichert – als ich voller Panik realisierte, dass alle meine Sachen noch in dem Transporter – dass es notwendig gewesen sei, sie zurückzulassen, hatte was mit dem Geruch zu tun. Sie sagten mir, ich solle mir wegen Geld oder Kleidung keine Sorgen machen. Ich wollte ihnen glauben, während ich versuchte zu ignorieren, wie unwohl ich mich in Rosalies schlecht passenden Outfit fühlte. Es war eigentlich zu nebensächlich daran zu denken.

    Auf den glatten Highways fuhr Jasper das Auto nie unter 180 Stundenkilometern. Es schien, als seien ihm Geschwindigkeitsbegrenzungen völlig unbekannt, aber wir sahen nie eine Geschwindigkeitskontrolle.
    Die einzigen Unterbrechungen der monotonen Fahrt waren die Tankstopps. Nebenbei bemerkte ich, dass Jasper jedesmal in bar bezahlte.
    Die Morgendämmerung brach an, als wir uns irgendwo in Nordkalifornien befanden. Ich schaute mit trockenen, brennenden Augen zu, wie das graue Licht sich über den wolkenlosen Himmel ergoss. Ich war erschöpft, doch der Schlaf kam nicht zu mir, mein Kopf war viel zu voll mit verstörenden Bildern um sich in die Bewusstlosigkeit hinein zu entspannen. Charlies verletzter Ausdruck – der tote Blick in Edwards Augen, nachdem er das letzte Mal geküsst hatte; wie Schnappschüsse erschienen sie vor meinen Augen, während meine Gefühle zwischen Terror und Verzweiflung schwankten.

    In Sacramento wollte Alice, dass Jasper anhielt, damit sie was zu essen für mich kaufen konnte. Doch ich schüttelte müde meinen Kopf und sagte ihm mit hohler Stimme, er solle weiterfahren.

    Einige Stunden später, in einem Vorort außerhalb von L. A., sprach Alice wieder leise mit ihm, und er verließ die Autobahn unter meinem matten Protest. Von der Autobahn aus war ein großes Einkaufszentrum zu sehen, und dort fuhr er hin, in das Parkhaus im Untergeschoss, um zu parken.
    »Bleib beim Auto,« instruierte sie Jasper.
    »Bist du sicher?« Er klang besorgt.
    »Ich sehe hier niemanden,« sagte sie. Er nickte einverstanden.
    Alice nahm meine Hand und zog mich von dem Auto weg. Sie ließ meine Hand nicht los, als wir aus der dunklen Tiefgarage hinaus gingen. Sie umging die Außenbereiche und hielt sich im Schatten. Ich bemerkte, wie ihre Haut in dem Sonnenlicht schimmerte, welches vom Gehweg reflektiert wurde.
    Das Einkaufszentrum war voll, viele Leute gingen an uns vorbei, einige von ihnen schauten uns nach, als wir an ihnen vorbeigingen.
    Wir gingen unter einer Brücke hindurch, welche das obere Stockwerk des Parkhauses mit der ersten Etage eines Kaufhauses verband, uns immer außerhalb des Sonnenlichtes haltend.
    Als wir drinnen waren, unter der künstlichen Beleuchtung, sah Alice etwas weniger auffällig aus – lediglich ein kreideweißes Mädchen mit wachen, aber schattierten Augen und einer schwarzen Stachelfrisur. Die Ringe unter meinen Augen, dessen war ich überzeugt, waren offensichtlicher als ihre. Immer noch erregten wir die Aufmerksamkeit von allen, an denen wir vorbei gingen. Ich fragte mich, was sie wohl zu sehen glaubten. Die filigrane, tanzende Alice, mit ihrem hervorstechenden Engelsgesicht, gekleidet in blassen, dünnen Stoffen, welche ihre eigene Blässe nicht im Mindesten herunterspielten, meine Hand haltend, offensichtlich führend, während ich müde hinterher trottete, in meinen schlecht passenden, aber teuren Kleidern, mein stumpfes Haar verknotet auf dem Rücken hängend.
    Alice führte mich zielsicher in die Restaurantmeile.
    »Was möchtest du essen?«
    Der Geruch des fettigen Fast Foods drehte mir den Magen um. Doch Alice‘ Augen waren nicht empfänglich für meine Beeinflussung. Also bat ich unentschlossen um ein Truthahn-Baguette.
    »Kann ich mal zur Toilette?« fragte ich, als wir auf die Warteschlange zugingen.
    »Ok,« sagte sie und wechselte die Richtung, ohne meine Hand loszulassen.
    »Ich kann alleine gehen.« Die alltägliche Atmosphäre eines gewöhnlichen Einkaufszentrums brachte mich dazu, mich so normal zu fühlen wie nicht mehr seit unserem desaströsem Spiel in der letzten Nacht.
    »Entschuldigung, Bella, aber Edward wird meine Gedanken lesen, wenn er herkommt, und wenn er sieht, dass ich dich auch nur eine Minute aus den Augen gelassen habe...« Sie verlor sich in den Gedanken über die schlimmen Folgen, die das haben würde.
    Wenigstens wartete die außerhalb der Kabine in der überfüllten Toilette. Ich wusch mir die Hände und das Gesicht, während ich die erschreckten Blicke der anderen Frauen um mich herum ignorierte. Ich versuchte, mit meinen Fingern durch mein Haar zu kämmen, aber das gab ich schnell auf.
    An der Tür nahm Alice mich wieder bei der Hand, und wir gingen langsam zurück zur Essensschlange. Ich ließ mich mitschleppen, aber sie schien nicht ungeduldig mit mir zu sein.
    Sie sah mir zu wie ich erst langsam, dann, als der Appetit zurückkehrte, schneller aß. Ich leerte das Getränk, welches sie mir gebracht hatte, so schnell, dass sie kurz von mir wegging, um ein anderes zu holen – ohne jedoch die Augen von mir zu lassen.
    »Ist definitiv bequemer, das Essen was ihr esst,« bemerkte ich als ich aufhörte, »aber es sieht nicht sehr lustig aus.«
    »Jagen ist vermutlich viel aufregender.«
    »Kannst du dir gar nicht vorstellen.« Ihre weißen Zähne blitzten, und einige Leute drehten ihre Köpfe in unsere Richtung.
    Nachdem wir unsere Abfälle weggeworfen hatten, führte sie mich durch die weiten Gänge des Einkaufszentrums, während ihre Augen hier und dort aufblitzen, wenn sie etwas sah das sie wollte, mich von einem Halt zum nächsten zerrend.
    An einer teuren Boutique hielt sie kurz an, um drei Sonnenbrillen zu kaufen, zwei für Damen und eine für Herren. Ich bemerkte, wie der Angestellte sie mit einem völlig neuen Ausdruck ansah, als sie ihm eine ungewöhnliche, mit goldenen Buchstaben bedruckte Kreditkarte reichte. Sie fand einen Laden, wo sie eine Haarbürste und Haargummis kaufte.
    So richtig los legte sie aber erst, als sie mich in einen Laden zog, den ich sonst nie frequentierte, weil der Preis eines Paares Socken sich nicht mehr in meiner Liga befand.
    »Du hast Größe 36.« Es war eine Feststellung, keine Frage.
    Sie benutzte mich als Packesel und belud mich mit einer atemberaubenden Menge an Kleidern.
    Hin und wieder sah ich, wie sie nach einer extra kleinen Größe griff, als sie etwas für sich selbst aussuchte. Die Sachen, die sie für sich selbst aussuchte, waren alle aus leichten Stoffen, aber langärmlig oder bodenlang, dazu gedacht so viel von ihrer Haut zu bedecken wie möglich. Ein breitkrempiger, schwarzer Strohhut krönte den Berg von Kleidung.
    Die Verkäuferin zeigte eine ähnliche Reaktion auf die ungewöhnliche Kreditkarte, sie wurde serviler, und nannte Alice »Miss«. Der Name, den sie nannte, war mir allerdings unbekannt. Als wir endlich wieder aus dem Einkaufszentrum herauskamen, waren unsere Arme mit Tüten und Taschen beladen, von denen sie den Löwenanteil trug, fragte sich sie danach.
    »Wie hat sie dich genannt?«
    »Die Kreditkarte lautet auf Rachel Lee. Wir werden sehr vorsichtig sein, um dem Tracker keine Spur zu hinterlassen. Lass uns dich umziehen!«
    Ich dachte darüber nach, als sie mich zu den Toiletten zurückführte, wo sie mich in die Rollstuhlfah-rer-Kabine schob, wo ich mehr Platz hatte. Ich hörte, wie sie in den Taschen herumkramte, bis sie schließlich ein hellblaues Baumwollkleid für mich über die Türe hängte. Ich zog Rosalies zu lange und zu enge Jeans dankbar aus und riss mir die Bluse herunter, welche genau an den falschen Stellen um mich herum schlackerte, und warf sie ihr über die Tür zu. Sie überraschte mich mit einem Paar weicher Ledersandalen, die sie unter der Tür hindurch schob – wann hatte sie die gekauft?
    Das Kleid passte erstaunlich gut, der teure Schnitt offenkundig in der Art und Weise, wie es um mich herum floss.
    Als ich die Kabine verließ, bemerkte ich, wie sie Rosalies Sachen in den Mülleiner stopfte.
    »Behalte deine Sneaker,« sagte sie. Ich legte sie ganz oben auf die Taschen.
    Wir gingen zurück zur Tiefgarage. Alice bekam diesmal weniger neugierige Blicke, sie war so hinter Einkaufstaschen versteckt, dass ihre Haut fast unsichtbar war.
    Jasper wartete. Er glitt aus dem Auto, als er uns kommen sah – der Kofferraum war bereits offen. Als er nach meiner ersten Einkaufstasche griff, warf er Alice einen sardonischen Blick zu.
    »Ich wusste, ich hätte gehen sollen!« murmelte er.
    »Ja, stimmte sie zu. »Auf der Damentoilette hätten sie dich wirklich gern gesehen.« Er antwortete nicht.
    Alice grub schnell durch ihre Taschen, bevor sie sie im Kofferraum verstaute. Sie gab Jasper eine Sonnenbrille und setzte selbst eine auf. Die dritte gab sie mir, und die Haarbürste. Und sie kramte ein langärmeliges Shirt hervor, schwarz transparent, zog es über ihr T-Shirt und ließ es offen. Schließlich setzte sie den Strohhut auf. Bei ihr sah das behelfsmäßige Outfit aus als käme es direkt vom Laufsteg. Sie nahm eine weitere Handvoll Kleider und rollte sie zu einem Ball zusammen, sie öffnete die hintere Türe und machte daraus ein Kissen auf der Rückbank.
    »Du musst jetzt schlafen,« befahl sie mit fester Stimme. Ich kroch gehorsam auf den Rücksitz, legte mich sofort hin und machte es mir auf der Seite liegend gemütlich. Ich schlief schon halb, als das Auto losfuhr.
    »Du hättest mir nicht alle diese Sachen kaufen müssen,« murmelte ich.
    »Mach dir darüber keine Sorgen, Bella. Schlaf.« Ihre Stimme war ruhig.
    »Danke,« flüsterte ich und glitt in einen ruhelosen Schlaf.


Übersetzt von: Alena, Alessandra & Alessandra, Alessandro, Cecilia, Chiara, Daniela, Dorotea, Erica, Francesca, Giulia & Giulia, Ivan, Letizia, Rafaella, Paolo, Sabrina, Vivian.
__________
* Es sind nur drei Jungs dabei, für deren aufopferungsvoller Mitarbeit hiermit ausdrücklich gedankt wird.




edwardlovesbella 
Der erste Schultag
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...   Erstellt am 11.08.2009 - 14:03Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Könnte ich den link dazu haben.




PerditaDurango ...
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...   Erstellt am 12.08.2009 - 20:18Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Zu der Übersetzung gibt es keinen Link. Das haben meine Schüler und ich in der Schule im Fach Deutsch angefertigt. Die englischen Originaltexte findet du bei stepheniemeyer.com.




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