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Red Sand
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Rana ...
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...   Erstellt am 02.04.2008 - 17:22Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


So, ich tue euch nun auch mal mein eigenes "Werk der Nacht" an und versuche damit, so ganz nebenbei, vielleicht noch einige Leserlein zu finden, die mir auch mal Feedback (was sich bitte nicht auf ein bis zwei Sätze beschränkt) dalassen.

Warnung: Achtung, ich verwende hier vollkommen eigene Charas. Wer damit nicht klar kommt, der möge bitte wieder gehen. Außerdem habe ich bisher nur drei Kapitel fertig, wer also nicht so lange warten kann und mich dann zu nervt, der möge bitte auch gehen. Danke im Vorraus.

Opus Noctem
Prolog


Der Tod bestimmt das Handeln von Lebewesen. Er streckt seine knochigen Finger nach allem Leben aus und dennoch … das Leben fürchtet ihn, will ihm möglichst entgehen. Des Schlafes Bruder duldet kein Entrinnen … selbst uns begleitet er … selbst ich habe seinen eisigen Atem stets im Nacken … und dennoch, ich fürchte ihn. Ich würde verlieren, was mir wichtig ist, wichtig für meine Existenz, wichtig für meine Seele, wichtig für mein Herz, jenen schwarzen Klumpen, den ich schon vor Jahren aufgegeben habe. Nichts und niemand kann mich aus diesem Abgrund herausholen … niemand … niemand den ich kenne, niemand den ich nicht kenne, nur jemand der mich kennt, der meine Seele kennt … dem mein Herz gehört. Nur er kann es … er, der in meinen Erinnerungen nur noch ein schemenhafter Gedanke ist, er dessen Name mir seit meiner Geburt so vertraut und doch so fremd erscheint, er … mein Zwillingsstern, mein Ebenbild … mein Bruder …

Müde sank die Stirn gegen das kalte schwarze Material, an welches er sich anlehnte. Stumme, blutige Tränen rannen unbemerkt über seine Wangen, fielen auf den nackten kalten Steinboden. Die Zeit schien still zu stehen, kein Laut war zu hören, selbst das Tropfen der Tränen blieb stumm. Er hatte sich an diesen Ort gerettet, gerettet vor der Missachtung derer, die ihm nahe standen, vor den Menschen, die sich selbst seine Freunde nannten. Sie hatten ihn zurück gelassen, sind blind in den Tod gerannt und haben es geschafft ihn zu besiegen, ihm zu entgehen, ihn über ihre Feinde zu bringen. Und er? Er saß jeden Tag, jede Nacht, in diesem Turm und wartete auf ihre Rückkehr, doch … niemand kehrte zurück … niemand. Er hörte, einer wäre gefallen, gefallen und wieder auferstanden – Luzifer, der Morgenstern … der Lichtbringer. Der blaue Gott habe die Aufgabe, welche seiner Familie auferlegt wurde, angenommen – Zephyrus hatte sich in die Windschlucht zurückgezogen. Ihre Gefährtin soll bei Luzifer geblieben sein, erst freute er sich und hoffte, sie würde ihn dennoch besuchen, aber nach einem halben Jahrhundert gab er auch diese Hoffnung auf. Sein Bruder … hatte sich eines Menschenkindes angenommen.

Sie haben mich verlassen, weil sie denken, ich wäre nicht geeignet für einen Krieg. Ich werde in den Krieg ziehen … in den letzten Krieg, den das Antlitz der Welt je gesehen hat … ich werde endlich Anerkennung finden … Anerkennung vom Tod … jenem Wesen, welches als einziges nicht von meiner Seite gewichen ist nachdem ich hierher gekommen war und … nachdem ich der wurde, der ich nun bin. Der letzte Krieg … meine letzte Schlacht … alles und nichts … ich werde mir alles holen, was mir zu steht und nichts zurücklassen, was mich verletzt hat und verletzen würde. Eine perfekte Welt für eine befleckte, unreine Seele, in der ich bestimme, wer an meiner Seite ist … Bruder … es tut mir Leid, aber du wirst es nicht sein … dein Schicksal steht fest … dein Schicksal ist das selbe wie meines … Verzweiflung, Trauer, Einsamkeit und Schmerz … ein Leben am Rande des Irrsinns und des Nichts … ein Leben in den Hölle. Dein Name steht bereits fest … deiner und der unserer Gefährten … ihr werdet die ersten sein, die ich mit mir in die Verdammnis reiße … die, die als erstes in diesem Krieg fallen … Im Krieg, den ich entfachen werde.

Langsam erhob er sich und sah hinauf zu der steinernen Fratze, die in dem schwarzen kristallinen Material war. Ein Gesicht, welches einem Insekt glich und keinem menschlichen Leben mehr, ein Wesen, das nicht aus dem Diesseits stammen konnte, ein Wesen, welches das Böse selbst war. Ohne den Blick zu senken trat er einige Schritte zurück und fiel auf die Knie. Er würde ihr Reich auferstehen lassen … und die vernichten, die sich ihm in den Weg stellten.
„Dieser Krieg wird der letzte sein, mein Fürst …“, hallte die leise Stimme wie ein unheilvoller Hauch des Todes durch die unterste Schale der Hölle, „ … Abbadon.“

Kapitel 1 – Windcanyon I
Der Wind heulte durch die Schlucht, deren letzter Ausläufer weit in den Himmel über dem Meer ragte. Schwarz-rote Haare tanzten in diesem milden Sturm, ebenso wie die blassgrünen Schlingen. Tiefgrüne Augen fixierten die kleine Hütte vor der Schlucht. Es war immer noch ein Wunder, dass dieses Häuschen stand. Der Wind erreichte in diesem Teil der Welt eine unbeschreibliche Geschwindigkeit und Zerstörungskraft, rieb sich an den grauen Steinen der Schlucht und ließ diese wie ein tobendes Tier aufjaulen.
Zügig ging die Schwarz-rothaarige auf die kleine Hütte zu. Den Wind hatte sie im Rücken, er schien sie anschieben zu wollen. Ein routinierter Griff in einen Blumenkübel förderte einen kleinen Schlüssel zu Tage und die Tür wurde aufgeschlossen. Draußen heulte der Wind wieder auf, als sie aus seinem Machtbereich heraustrat und somit in die Hütte hinein. Er schien sich über den Verlust zu ärgern.
„Jaja, du mich auch“, wurde er gleich angemotzt und die Tür wurde geschlossen. Der Schlüssel wurde achtlos in eines der Fensterbretter geworfen und die Grünäugige öffnete ihre Jacke.
„Wollen wir doch mal sehen, ob wir für dich was finden“, lächelte sie und holte ein kleines rotes Kätzchen aus ihrer Jacke hervor. Der kleine Kater maunzte zustimmend und wurde sofort auf dem Boden abgesetzt, wo er auch augenblicklich seiner Retterin hinterher tapste. Die ging zügig in den hinteren Teil des kleinen Hauses und sah verärgert zum Kamin. Eigentlich sollte er entfacht worden sein, aber allen Anschein nach war ihr Lebensgefährte außer Haus. Und das obwohl sie es ihm ausdrücklich verboten hatte. Sie fluchte leise vor sich hin, als sie die Vorräte überprüfte und nach etwas Fressbarem für das Katerchen Ausschau hielt. Die kleine rote Pelzkugel schlich unterdessen um ihre Beine, die bis zu den Knien in schwarzen Schnürstiefeln steckten. Seufzend erhob sie sich wieder und die blassgrünen Schlingen, die an der kurzen Hose befestigt waren, baumelten wieder herab, was sofort die Aufmerksamkeit des Katers erregte und er begann danach zu haken.
„Hey, meine Klamotten sind doch nicht dein Spielzeug“, empörte sich Rana sofort und zog die Schlingen wieder aus der Reichweite der Krallen. Ein enttäuschtes Maunzen war zu vernehmen.
„Ich würde dir was geben, aber wir haben nicht mehr so viel.“ Entschuldigend sahen die dunkelgrünen Augen zu der Fellkugel herab, die sich nur hinsetzte und ebenso wehmütig zurück blickte. Kurz legte Rana den Kopf schief, schien nach zu denken, hockte sich anschließend wieder vor den Kater und tippte ihm mit dem rechten Zeigefinger gegen die Stirn.
„Farel.“ Der Kater lenkte den Finger ab und begann zu schnurren.
„Gut, dann suchen wir mal weiter, eh du mich noch frisst.“

Einige Zeit später saß das Katerchen zufrieden schmatzend auf dem Boden und Rana ihm gegenüber, mit dem Rücken zur Tür. Sie beobachtete das kleine Tierchen beim Fressen und strich ihm ab und an einmal durch das weiche Fell, was gleich mit einem deutlichen Schnurren quittiert wurde. Sie merkte nicht, wie die Tür ein weiteres Mal geöffnet wurde und ihr Mentor das Haus betrat. Er legte den Schlüssel leise zu ihrem und fuhr sich durch die zerzausten blassblauen Haare. Die goldenen Augen fixierten die Schwarz-rothaarige, die immer noch auf dem Boden saß und den Kater beobachtete, ihn einfach nicht bemerkte. Langsam ging er auf sie zu, darauf bedacht kein Geräusch von sich zu geben. Er wurde immer noch nicht beachtet, zu sehr schien Rana in ihrer Tätigkeit vertieft zu sein. Lächelnd blickte der Windgott auf sie herab und ging in die Knie. Wie er sie kannte, würde sie gleich an die Decke gehen vor Schreck und ihn dann wieder anstottern, bis sie sich erinnerte, dass sie ihn ja eigentlich ‚Stubenarrest’ erteilt hatte und ihn ausschimpfen würde, was er wiederum nur mit einem Lächeln quittieren würde und sie wieder anfangen würde zu stottern. Siebzehn Jahre mit diesem Wildfang unter einem Dach machten so was berechenbar.
Er legte ihr von hinten einen Arm um die Hüfte und bettete sein Kinn auf ihrer Schulter. Ihre darauf folgende Reaktion, war genau die, die er vorher gesehen hatte: Sie sprang auf und einen Meter von ihm weg, womit er wieder mal als Sieger des Tages hervor ging.
„D … du bist ja schon wieder … äh … da?“, kam es nun auch gestottert von Rana, was ihm nur ein Lächeln abverlangte. Ja, diese Furie konnte man auch zähmen.
„Ja, ich bin schon wieder da“, erwiderte er und strich nun ebenfalls dem kleinen Kater durch das Fell.
„Äh … also … ich …“, unwirsch schüttelte Rana den Kopf, „Wo warst du eigentlich?“ Und nun kam der Teil, in dem sie ihn anpflaumte, weil er nicht hier geblieben ist.
„Ich war im Dorf“, antwortet er mit einem Lächeln. Gleich würde sie wieder anfangen zu stottern, da war er sich ziemlich sicher.
„Und was hast du bitte dort gemacht? Ich hatte dir doch gesagt, du sollst hier bleiben. Erstens muss immer einer von uns in der Schlucht bleiben und zweitens musst du dich noch schonen“, schimpfte Rana. Der Blauhaarige legte den Kopf schief. Sie fing nicht an zu stottern? Seltsam. Irgendwas stimmte da nicht. War sie etwa krank? Hatte er sie doch angesteckt?
„Also … ich … ähm … ich … also“, stotterte sie nun doch los. Na bitte, ging doch.
„Ich wollte mich nur wegen des Festes morgen erkundigen“, erklärte er sich und erhob sich ebenfalls.
„Ähm … achso. Und … wieso hast du da noch mal nachgefragt?“, nun war es an ihr den Kopf schief zu legen.
„Nur um sicher zu gehen, wann es losgeht und ob wir kommen sollen“, seufzte er und ging zum Kamin um ihn endlich anzufeuern.
„Das hätte ich dir auch sagen können“, schmollte Rana nun auch los, was gleich wieder mit einem Seufzen geahndet wurde.
„Ich kann nicht drei Wochen im Haus bleiben. Ich musste einfach mal raus. Und außerdem war es mir ein Bedürfnis dich mal wieder auf die Palme zu bringen“, verteidigte er sich mit einem Grinsen und warf einen Holzscheit in den Kamin.
„Zephy!“, fauchte Rana ihn auch gleich an, worauf sich Farel erschreckte und ebenfalls fauchte. Die beiden Wächter sahen den Kater fragend an, zogen einen Augenbraue hoch und fingen nach einigen Augenblicken an zu lachen. Dieses Tier passte wirklich blendend zu ihnen.

„Wo hast du eigentlich den Kater her?“, fragte Zephyrus, als sie vor dem Kamin saßen.
„Ich hab ihn am Rand der Schlucht gefunden. Und übrigens heißt er Farel“, erwiderte die Grünäugige.
„Das wievielte Tier ist das jetzt?“, seufzte der Windgott. In den letzten vierzehn Jahren hatte die Schwarz-rothaarige immer wieder irgendwelche Tiere mit her gebracht und sich um sie gekümmert. Das schlimmste war das Waldpuma vor zwei Jahren, der ihm bald die Augen ausgekratzt hätte. Das Tier wurde wieder zurück gebracht und eine Woche später schleppte sie ein Wolfsjunges an. Er war ja nicht unmenschlich, aber auch dieses Pelzknäul fand keine zwei Minuten später wieder den Weg vor die Tür.
„Es ist doch nur ein kleiner Kater … oder wäre dir ein Braunbär-Junges lieber gewesen?“
„Mir wäre gar nichts am liebsten gewesen. Sobald der Kleine mich auch nur anknabbern will, lernt er fliegen.“
„Du bist wirklich fies!“ Der Blauhaarige schluckte schwer, als sie ihn wieder mit diesem Hundeblick ansah und ihn förmlich anbettelte, dass der kleine Kater bleiben konnte. Als sie das das letzte Mal gemacht hatte, hatte er nicht nachgegeben und sie ist ihm auch noch auf den Schoß geklettert. Irgendwie wusste sie schon, wie sie mit ihm umgehen musste.
„Okay, okay, wir behalten ihn, aber hör mit diesem Blick auf“, gab er dann doch nach.
„Wieso?“, fragte Rana gespielt naiv, worauf der blauhaarige Windgott sich erhob, „Zephy?“ Der Körper des Goldäugigen versteifte sich und die Augen verengten sich.
„Hier ist jemand“, flüsterte er vor sich hin. Rana sah ihn fragend von unten herauf an.
„Beim letzten Ausläufer, eine fremde Person in der Schlucht. Wenn sie …“, er schüttelte den Kopf, „Komm mit!“ Ruckartig stand die Schwarz-rothaarige auf und folgte ihrem Mentor, der neben der Tür nach seiner Hellebarde griff.
Eine zwei Meter lange Waffe, mit einer blassen bläulich schimmernden Klinge, die mit azurblauen Linien durchzogen war und ebensolche Steine waren in den Griff eingearbeitet. Zephyrus, der Westwind – so war ihr gemeinsamer Name und diese Hellebarde brachte den Wind, über den der Blauhaarige herrschte, perfekt zum Ausdruck. Bei jedem kraftvollen Schwung verschwammen die Konturen und die Klinge und die Linien auf ihr verschmolzen zu einem bläulichen Schimmer, der einem Windhauch des Westwindes glich und den Gegner zurück warf.
Rana griff nach ihrem Kampfstab und folgte ihrem Mentor in den Sturm hinaus, Richtung nördlichen Ausläufer, wo der Fremde war.

--------------------------------------------
So, das war der Prolog und das erste Kapitel. Sollte durch Zufall irgendjemand die vorherige Version gekannt haben, der kann ja mal fleißig Rätselraten, wer der Schnuffie im Prolog ist. Für alle anderen: Kein Kommentar ^.~

[Dieser Beitrag wurde am 02.04.2008 - 17:23 von Rana aktualisiert]





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...   Erstellt am 03.04.2008 - 11:30Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich finde du hast eine sehr schöne Art zu schreiben.
Im prolog kommt das alles sehr betont rüber.
Du beschreibst den Wind wie er wehr und beschreibst im Detail das find ich schön.
"..Mein Zwillingsstern,mein Ebenbild..Mein Bruder"
Sehr schön umschrieben und dennoch drückt es alles aus was man zum verstehen braucht.

Weiter so,ich freue mich aufs nächste Kap ^-^





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...   Erstellt am 03.04.2008 - 11:44Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Freut mich, wenn es dir gefällt. Der Prolog hat mich bis jetzt am meisten Nerven gekostet, deswegen bin ich da besonders Stolz drauf ^^

Ich hoffe ich kann den Stil auch über längere Zeit beibehalten und hoffe auch, es wird nicht wieder zu parodistisch -.- Passiert mir öfters

Dat nächste Kap, kommt dann heute Abend oder morgen früh ^.~





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...   Erstellt am 03.04.2008 - 14:01Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hab ich mir schon fast gedacht,dass der Prolog schwierig war.
Das so detailiert darzustellen ist echt nicht leicht.Ich kenn das,ich schreibe selber :P

Darf ich fragen wie alt du bist?Unter oder über 16?..





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...   Erstellt am 03.04.2008 - 14:14Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Nya, ich hab beim Prolog nach einiger Zeit aufgehört die Versionen zu zählen xD Waren so viele.

Klar, bin stolz auf mein Greisenalter. Wenn du es genau wissen willst, werd ich am 08. August 20, soll heißen bin ein 88iger Jahrgang ^^ Merkt man aber net wirklich -.-





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...   Erstellt am 03.04.2008 - 14:17Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Doch das mrkt man..Nämlich daran wie du schreibst,deswegen hab ich gefragt^^
Jüngeren fällt es schwer sich gewählter auszudrücken...Und ich wusste,dass du etwas älter bist.

PS:Alu ist auch 19 und wird 20..Dat is nich alt ^^





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...   Erstellt am 03.04.2008 - 14:22Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wenn man die dumme Angewohnheit hat sich in den dümmsten Situationen zu balmieren (irres Gelächter in Bücherläden, Ausbrüch mit Sprüchen wie 'Dunkelheit heil!' etc.) dann ist für einen 19 oder 20 schon alt. Die meisten Leute halten mich für 16 (so seh ich auch aus), aber egal.
Hab schon mal das zweite Kap mitgebracht ^^

Kapitel 2 – Windcanyon II
Die Steilhänge der Schlucht säumten ihren Weg. Die Drachen, die auf einigen der Felsvorsprünge lagen beobachteten die Wächter, wie sie durch den Sturm eilten. Sie würden ihnen nichts tun, sie würden niemandem etwas tun, sofern er nicht in die Nähe ihrer Ruheplätze kam.
Keiner der Drachen in der Windschlucht glich dem anderen. Einige waren vierbeinig, mit wuchtigem Körper und verkümmerten Flügeln, andere hatten gigantische Schwingen, bewegten sich aber dennoch laufend fort. Lindwürmer, mit dem Körper, der einer Schlange ähnelte, hielten sich mit ihren Schwingen in der Luft. Zweibeinige Drachen lagen auf niedrigeren Felsvorsprüngen und sahen sie aus gefährlichen gelben Augen an.
Beide Wächter liefen dennoch ungeachtet der großen Echsen weiter. Sie müssten zu diesem Fremden, ehe er sich selbst in den Tod schickte. Die Verhältnisse in dieser Schlucht waren für Außenstehende zu komplex und somit liefen sie des Öfteren Gefahr, von den Drachen angegriffen zu werden. Zu dem Wind, der ihnen entgegen heulte, wie die gepeinigte Seele eines Verstorbenen, gesellte sich nun auch noch Regen, der die Sicht bis auf ein paar Meter komplett nahm. Rana fühlte, dass am Ende ihres Weges irgendwas passieren würde, irgendwas, was der Wind und der Regen mit hierher getragen hatten. Irgendetwas, was ihr Leben komplett verändern würde.

Durch den Regenschleier erkannte man die riesige Silhouette eines Drachens. Er hatte sich über irgendetwas gebeugt, was man jedoch durch die dichte Wand aus Wassertropfen nicht erkennen konnte. Zephyrus stoppte und hielt Rana ebenfalls zurück. Der Panzer des Drachen war rot, rot wie Feuer und auch der Regen der auf diesen Panzer prasselte verdampfte sofort, als würde er auch etwas fallen, was kochend heiß war.
„Was ist das?“, fragte die Schwarz-Rothaarige verwirrt, als sie erkannte, dass dieses Ungetüm keineswegs in diesem Tal vorkam. Zephyrus schüttelte nur den Kopf und versuchte immer noch auszumachen, über was sich der Drache beugte. Er gab es nach einem erneuten missglückten Versuch auf.
„Ich lenk den Wyverex ab und du kümmerst dich um das Ding, was er grade besabbert“, flüsterte der Windgott und nahm seine Hellebarde aus der Halterung am Rücken. Sofort fing sie an leicht bläulich zu schimmern. Rana nickte und trat zur Seite, als der Blauhaarige anfing die Hellebarde in seiner Hand rotieren zu lassen. Durch den blassblauen Schimmer der Steine und Linien auf der Hellebarde konnte man den Luftwirbel erkennen, der sich dabei um die Waffe bildete. Urplötzlich ließ Zephyrus die Waffe los und diese flog auf den roten Drachen vor ihm im Nebeldunst zu. Die Rotationsbewegung behielt sie bei und schlug mit einem seltsamen Geräusch auf die Rückenpanzerung des Ungetüms. Zephyrus sprang über den Drachen hinweg und fing seine Waffe wieder auf. Der Wyverex blickte erst nach hinten, von wo der Angriff kam und wurde dann dem Schatten über sich gewahr. Er schlug mit den kräftigen Schwingen und folgte dem Windmagier in die Lüfte.

Rana huschte zur gleichen Zeit über den felsigen Untergrund der Schlucht und durch die schützende Nebelwand auf die zusammengekauerte Gestalt zu, die sie im Nebel ausmachen konnte. Je näher sie kam, desto dichter und klarer wurden die Umrisse, bis sie erkannte, dass es eine blauhaarige Halbelfe war, die vor ihr auf dem Boden saß und immer noch auf die Stelle starrte, auf der bis grade eben noch der Drache stand. Neben ihr lag ein Rapier, den sie vermutlich aus Angst hat fallen lassen.
„Hey?“, sprach die Wächterin sie an und legte ihr die Hand auf die Schulter. Sofort quietschte die Halbelfe auf und zuckte zusammen, sah die andere aus angsterfüllten blauen Augen an.
„W … wer …?“, versuchte sie heraus zu bringen.
„Ich tu dir nichts. Wir wollen dir nur helfen“, lächelte Rana und hockte sich neben die verängstigte Halbelfe, „Bist du irgendwo verletzt?“ Ein Kopfschütteln war die Antwort, worauf Rana nickte und nach dem Rapier griff.
„Wir müssen hier weg. Bleib in meiner Nähe, dann passiert dir auch nichts“, versicherte die Schwarz-Rothaarige und richtete sich wieder auf. Die Halbelfe sah sie verwundert an, senkte dann wieder ihren Blick und nickte ebenfalls. Sie tat es der anderen gleich und stand ebenfalls auf. Über ihnen zischte eine Feuerlohe durch den Himmel.
„Beeilen wir uns“, murmelte Rana und lief wieder in Richtung der Hütte, dem anderen Ende der Schlucht entgegen.

Zephyrus wich in letzter Sekunde dem glühend heißen Feueratem des Drachen aus. Wieder rotierte die Hellebarde in seiner Hand und flog dann auf den Wyverex zu, der sie mit einem Prankenhieb davon fegte. Der Blauhaarige sah seiner Waffe verdutzt hinterher und wich keine Sekunde später dem nächsten Prankenhieb aus. Er murmelte irgendwas vor sich hin, worauf der Wind die Richtung drehte und nun aus Westen wehte. Ein schwacher Laut wehte mit ihm, der den Drachen aufhorchen ließ. Zephyrus stand vor ihm in der Luft, getragen von seinem eigenen Wind und flüsterte dem Westwind zu. Der sirenenhafte Laut wurde immer deutlicher, schwoll zu etwas an, was man nicht in Worte fassen konnte. Der Windmagier, der bis dahin die Augen geschlossen hatte, sich ganz auf den Gesang im Wind konzentriert hatte, öffnete die goldenen Augen wieder und der anfänglich leise Laut im Wind wurde zu einem verzerrten Schrei, der den Drachen zurück schleuderte. Der Westwind erfasste das mächtige Geschöpft und trug es mit sich, weit über das Meer hinweg.


Das nächste wird etwas komisch, wegen dem einem Kerl der auftaucht und eigentlich war es auch etwas anders geplant, aber ich kam nicht drumrum xD





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...   Erstellt am 21.04.2008 - 08:47Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Huiii ich warte gespannt auf mehr von dir





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...   Erstellt am 25.04.2008 - 21:46Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Kapitel 3 – Windcanyon III
„Was hast du hier zu suchen?“
„Sei nicht so unhöflich!“
„Ich kann bei so was nun mal nicht höflich bleiben!“
„Du warst noch nie sonderlich höflich, wenn ich das mal anmerken darf!“
„Werd nicht auch noch frech!“

„Sind die beiden immer so?“, fragte die Halbelfe und kraulte Farel im Nacken. Rana und Zephyrus lieferten sich ein ziemlich heftiges Wortgefecht und schienen ihre Umgebung nicht sonderlich zu beachten. Die Blauhaarige räusperte sich.
„Was?!“, fauchten ihre beiden Retter sie an. Sie schluckte.
„Nichts, schon gut“, gab die Halbelfe kleinlaut von sich und wand sich wieder Farel zu. Beide Wächter sahen nun erst die Halbelfe und anschleißend sich selbst an, ehe sie synchron seufzten und die Köpfe hängen ließ.
„Entschuldige bitte … äh, wie war noch mal dein Name?“, fragte Rana, worauf Zephyrus nur ein verächtliches ‚Und ich bin unhöflich’ von sich gab.
„Schon in Ordnung, halb so wild“, lächelte die Halbelfe, „Ich bin Hikaru.“ Der blauhaarige Windgott sah verärgert zum Kamin. Dieses Teil war schon wieder ausgegangen?
„Dieser überaus nette … Vollidiot … ist Zephyrus“, erwiderte Rana, worauf sie erstmal ein entrüstetes ‚Hey!’ an den Kopf geworfen bekam.
„Und die kleine Hexe heißt Rana“, konterte Zephyrus und grinste in den Kamin, den er wieder in Gang bringen wollte, „Was hast du nun hier zu suchen gehabt?“
„Ich … ich bin auf der Suche nach jemandem und … dann wurde ich von diesem Drachen verfolgt und bis hierher gejagt“, erklärte die Halbelfe und kraulte den Kater weiter, der sich auf ihrem Schoß zusammen gerollt hatte.
„Meinst du, dass die Drachen in der Schlucht nicht eingegriffen haben, weil sie vor dem Roten Angst hatten?“, wand sich die Schwarz-Rothaarige an ihren Partner.
„Scheint so. Oder sie wollten erstmal sehen, wer den Kampf übersteht und dann nur den Überlebenden niedermachen. Was weiß ich, was in den Köpfen dieser Echsen vorgeht“, erwiderte der Windgott, „Wen suchst du denn? Vielleicht kenn ich ihn.“
„Ich? … Ähm, Seishiro. Er soll doch ein Heiler sein, hab ich gehört“, erklärte die Blauhaarige.
„Er ist ein Mistkerl, nicht mehr und nicht weniger“, zischte Zephyrus und setzte sich vor den Kamin. Die beiden Mädchen sahen ihn fragend an.
„Schlechte Erfahrungen mit ihm gemacht?“, erkundigte sich Rana grinsend.
„Geringfügig. Wenn du von dem Hilfe willst, dann bist du an der falschen Adresse. Der hilft dir nur gegen einen angemessenen Preis“, wand sich Zephyrus an Hikaru.
„Aber ich bin auf seine Hilfe angewiesen“, nuschelte die Halbelfe. Die beiden Wächter sahen sich wieder verwundert an, bis Rana aufsprang und auf der Suche nach etwas Essbarem durch das Zimmer wuselte.
„Gib dir keine Mühe. Deinen Fraß kann eh keiner essen“, grinste Zephyrus und wich einer tief fliegenden Pfanne aus, „Gibt schlechtes Wetter, die Bratpfannen fliegen wieder tief.“
„Hier fliegt gleich was ganz anderes tief, mein Bester“, fauchte Rana.
„Ich hab dich auch unwahrscheinlich lieb“, lächelte der Windgott, worauf die Schwarz-Rothaarige knallrot anlief und nur irgendwas vor sich hinstotterte. Hikaru sah zwischen ihren beiden Rettern hin und her und stempelte beide als völlige Kleinkinder ab. Wunderbar, wo war sie nun schon wieder gelandet?

Draußen war es schon längst dunkel und ruhig geworden, was man vom Inneren des kleinen Hauses nicht sagen konnte.
„Du beschummelst doch schon wieder“, beschwerte sich Rana, als sie die abgegriffenen Karten wegschmiss.
„Was kann ich dafür, wenn du dieses Spiel nicht beherrschst?“, entgegnete Zephyrus.
„Ähm … ich glaub ich hab gewonnen, oder?“, fragte Hikaru und legte ihre Karten ebenfalls auf den Tisch. Die anderen sahen ihre Karten an, der Windgott warf noch einmal einen Blick auf seine Karten, seufzte anschließend und legte sein Blatt ebenfalls auf den Tisch.
„Sieht so aus, Hika“, grinste er.
„Echt?“, die beiden Wächter nickten, Rana wenn auch widerwillig, „Klasse! Ich hab noch nie bei Kartenspielen gewonnen!“ Die Blauhaarige freute sich riesig, während sich die Wächterin die Karten schnappte und neu mischte. Der Verlierer musste immer mischen, ein ungeschriebenes Gesetzt in dieser Hütte. Zephyrus sah kurz zur Tür und knirschte dann mit den Zähnen.
„Pack die Karten weg, wir kriegen gleich Besuch“, grummelte er. Die beiden Mädchen sahen ihn fragend an und zuckten zusammen, als die Tür mit viel zu viel Schwung gegen die Hauswand schlug.
„Könntest dir auch mal wieder eine neue Bleibe suchen, Zephy.“
„Und du könntest deinen Hintern wieder nach draußen bewegen, Sei.“ Hikaru und Rana fielen bald die Augen aus dem Kopf. Das war Seishiro? Das war derjenige, den die Halbelfe suchte? Dieser … Typ?
„Begrüßt man so seinen alten Freund?“, fragte der Vampir traurig.
„Wir sind schon lange keine Freunde mehr, du Spinner. Und jetzt raus hier oder ich werde unge … vergiss es.“ Verwundert sah der Schwarzhaarige den Windgott an.
„Moment mal. Du schmeißt mich doch sonst auch immer raus und jetzt auf einmal nicht mehr? Bist du heute irgendwie mit dem falschen Fuß aufgestanden? Oder bist du krank?“ Zephyrus ballte die Hand zur Faust. Jetzt nur nicht aufregen, ganz ruhig bleiben.
„Wenn du ihm schon so viele Fragen stellst, dann lass ihn die auch wenigsten beantworten“, seufzte ein anderer Schwarzhaariger im Türrahmen, „Und benimm dich nicht immer wie die Axt im Wald. Das macht einen schlechten Eindruck und ist unhöflich.“
„Da kenn ich noch so jemanden“, seufzte Rana und sammelte die Karten wieder auf, die sie vor Verwunderung hat fallen gelassen. Der Windgott wirbelte herum und durchbohrte seine Schülerin grade zu mit Blicken.
„Du hast immer noch nicht gelernt, wie man mit Blicken tötet, also versuch es nicht einmal“, grinste die nur.
„Argh, das ist doch irgendeine Verschwörung“, beschwerte sich Zephyrus und drehte allen demonstrativ den Rücken zu.
„Genau deswegen bin ich ja auch hier“, kam es nun etwas ernsthafter von Seishiro, der sich einen der Stühle heranzog, „Wir haben mal wieder ein klitzekleines Problem mit She’ol.“ Der andere schloss die Tür und lehnte sich an die Wand daneben.
„Shian hat herausgefunden, dass die Ungeheueraktivitäten drastisch zugenommen haben …“
„Liegt am Vollmond“, wehrte Zephyrus gleich ab.
„Sei nicht albern. Du weißt ganz genau, was das zu bedeuten hat. Wir müssen oder Gaia ist dem Untergang geweiht.“
„Ähm …“, setzte Hikaru an.
„Geht hoch!“, befahl Zephyrus.
„Lass sie doch“, wand der Vampir gleich ein, „Ich weiß, dass du die alte Allianz nicht wieder aufleben lassen willst. Also brauchen wir neue Krieger, die das Ganze übernehmen.“
„Du willst also Unschuldige in den Tod schicken? Windgott an Vampir: Wir haben es damals nur mit viel Glück geschafft.“
„Vampir an Windgott: Weiß ich doch. Diesmal haben wir aber einen Vorteil.“
„Und der wäre?“
„Sein Bruder ist der Feind“, antwortete der jüngere Vampir und strich dem Adler auf seiner Schulter durch das Gefieder.
„Morgoth?“, fragte Zephyrus ungläubig, „Hab ich dir schon mal gesagt, dass du eine außerordentlich nette Familie hast? Und wer ist das eigentlich?“
„Mortaler“, gluckste der Jüngere.
„Shian!“
„Dein neues Haustier also?“, hakte der Windgott nach, worauf der Adler empört krächzte, „Mit Federvieh auf seiner Seite? Du hast echt nicht mehr alle Tassen im Schrank, ganz ehrlich Sei.“
„Und du hast einen Haufen Vorurteile, die du endlich mal bei Seite schieben solltest“, seufzte Seishiro.
„Was glaubst du eigentlich, woher ich dieses Vorurteile habe, du …“, fing Zephyrus an, besann sich dann eines Bessern und ließ sich gefrustet auf einen der Stühle fallen.
„Schon besser“, grinste der Vampir, „Die Zähmung des Widerspenstigen klappt also immer noch.“ Ein verachtendes Schnauben vom Windgott war alles, was man darauf hörte.
„Könntet ihr uns endlich mal erklären, um was es eigentlich geht?“, mischte sich Rana wieder ein, die mit Hikaru bis jetzt schweigend zugehört hatte. Seishiro sah die Wächterin kurz an.
„Luzifers Tochter?“, wand er sich dann an den niedergeschlagen Zephyrus.
„Musstest du das jetzt fragen? Ja“, gab der nur als Antwort, worauf er nur einen fragend Blick erhielt und der Vampir wieder das Mädchen ansah. Rana kochte innerlich, ließ sich äußerlich jedoch nichts anmerken, sondern wartete nur auf eine Erklärung. Seishiro wand sich wieder an den Windgott, der auf seine Frage nur nickte – zu mehr war er auch nicht mehr fähig – und der Vampir wand sich wieder den beiden Mädchen zu.


So, dat nächste Teil und danach hab ich lange Sendepause. Muss Abitur bauen und hab keine fertigen Kapis mehr -.- Blöde Überarbeitung ey.

[Dieser Beitrag wurde am 25.04.2008 - 21:47 von Rana aktualisiert]





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