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Judith7 Redakteurin


Status: Offline Registriert seit: 27.10.2004 Beiträge: 6260 Nachricht senden | Erstellt am 10.05.2008 - 08:25 |  |
Zuerst scheinen sie ja nur gelaufen zu sein und dann kam der Fünfkampf und der Faustkampf hinzu.
Zeit Sportart
776 v. Chr.: Stadionlauf.
724 v. Chr.: Erstmals Doppellauf über zwei Stadien.
720 v. Chr.: Erster Langlauf, vermutlich 24 Runden.
708 v. Chr.: Beginn des Fünfkampfes und des Ringkampfes.
688 v. Chr.: Erster geregelter Faustkampf.
648 v. Chr.: Wettreiten und Allkampf in Olympia.
632 v. Chr.: Erstmals Knabenwettkämpfe im Stadionlauf und Ringen.
616 v. Chr.: Erstmals Knaben-Faustkampf.
520 v. Chr.: Erster Waffenlauf in Olympia.
80 v. Chr.: Von den 175. Olympischen Spielen findet nur der Stadionlauf der Knaben in Olympia statt. Die übrigen Teilnehmer werden zur Durchführung der Wettkämpfe nach Rom gebracht.
67 n. Chr.: Nero lässt sich in Olympia als Sieger im Zehnergespannrennen und im Gesang feiern.
Der Fünfkampf (Pentathlon)
Diskuswurf
(Ilias 23/826ff)
"Doch als die Scheibe dann nahm der standhafte Held Polypoites, Warf er sie weit wie ein Rinderhirt das gebogene Wurfholz, Das da im wirbelnden Fluge fliegt durch die weidenden Rinder, Über die ganze Versammlung hinaus; da schrien die Männer."
1. Der Diskuswurf: Die Technik des Diskuswurfes glich der heutigen, lediglich wurde damals von einem erhöhten Quadrat, der Balbis, geworfen. Wer dreimal übertrat, war disqualifiziert. Die Wurfweite wurde durch den Abdruck der ersten Bodenberührung bestimmt, wobei Weiten von knapp 30 Metern erreicht worden sein sollen.

Es wird vermutet, daß der Diskus ohne Drehung des Körpers geworfen wurde.
2. Der Weitsprung erfolgte aus dem Stand mit Hilfe von Schwunggewichten, den sogenannten Halteren. Die Sprungweiten wurden in der geharkten Erde der Sprunggrube mit Strichen markiert. Da Sprungweiten von über 16 Metern überliefert sind, wird angenommen, dass fünf Sprünge zusammengezählt wurden.

Mit Gewichten aus Stein haben die Athleten Schwung geholt. Der antike Weitsprung war höchstwahrscheinlich ein 5-Sprung.
3. Der Speerwurf: Im Unterschied zum heutigen Speerwurf wurde der Speer mit Hilfe von zwei ledernen Fingerschlaufen von der Balbis aus geworfen. Diese vom Militär übernommene Technik ermöglichte größere Weiten. Wie bei den anderen Übungen gab es auch hier mehrere Versuche, die größte Weite zu erreichen.

Die Fünfkämpfer waren beim Publikum besonders geliebt. Ihr vielseitiges können und ihre athletischen Körper entsprachen den Vorstellungen der Griechen von einem vollkommenen Menschen
4. Der Lauf: Der Start erfolgte bei allen Laufdisziplinen von einer Steinschwelle ab, in deren Einkerbungen die Athleten wie in den modernen Startblöcken Halt fanden. Die Laufbahnen waren wie heute 1,25 m breit. Beim Fünfkampf wurde wahrscheinlich eine Stadie (ca. 197 Meter) weit gelaufen.

5. Der Ringkampf: Wahrscheinlich war der Ringkampf ein Standkampf, bei dem derjenige Sieger war, der den Gegner dreimal zu Boden werfen konnte. Inwieweit gewalttätige Griffe erlaubt waren, ist umstritten. Sicher war aber das Wegschlagen der Beine und das Beinstellen erlaubt. Beim Fünfkampf gewann wahrscheinlich derjenige, der zuerst drei Disziplinen gewonnen hatte. Gab es nach der vierten Disziplin noch keinen Gewinner, so musste ein Ringkampf der Einzelgewinner entscheiden.

http://www.planet-schule.de/sf/wissenspool/bg0070/olympische_spiele/sendungen/die_spiele_der_antike/die_sportarten.html
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Rajabeat  Redakteur mit Ehrenstern *


Status: Offline Registriert seit: 03.08.2004 Beiträge: 8550 Nachricht senden | Erstellt am 10.05.2008 - 17:00 |  |
Da muss ich wieder punkten, damit man den Beitrag sieht.
punkt punkt punkt ...
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Rajabeat  Redakteur mit Ehrenstern *


Status: Offline Registriert seit: 03.08.2004 Beiträge: 8550 Nachricht senden | Erstellt am 10.05.2008 - 17:11 |  |
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Rajabeat  Redakteur mit Ehrenstern *


Status: Offline Registriert seit: 03.08.2004 Beiträge: 8550 Nachricht senden | Erstellt am 10.05.2008 - 17:14 |  |
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Judith7 Redakteurin


Status: Offline Registriert seit: 27.10.2004 Beiträge: 6260 Nachricht senden | Erstellt am 10.05.2008 - 18:26 |  |
Danke für die Sichtbarmachung, Raja!
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lindebox 


Status: Offline Registriert seit: 21.03.2008 Beiträge: 312 Nachricht senden | Erstellt am 10.05.2008 - 23:56 |  |
Der Mann der den Maraton barfuß gelaufen ist und gewann.
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. Die Geschichte des Abebe Bikila
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Abebe_Bikila
Für mich war er eine Legende!
Zitat:
Abebe Bikila wurde 1932 in Jato (ca. 130 km von Addis Abeba) in Äthiopien geboren. 1944 schloss er die traditionelle "Gez"-Schule ab. Mit 20 Jahren wurde er bei der kaiserlichen Leibwache angestellt. Mit 22 Jahren heiratete er Yewibdar Giorghis, mit der er vier Kinder hatte. Sein sportliches Talent wurde erst spät bei militärischen Anlässen entdeckt, als er bei einer Parade von äthiopischen Athleten, welche später an den Olympischen Sommerspiele 1956 in Melbourne teilnehmen sollten, zugegen war.
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An den nationalen militärischen Meisterschaften gelang ihm 1956 sein erster Überraschungserfolg, als er Wami Biratu besiegte, der damals in Äthiopien die Rekorde über 5000 m und 10.000 m hielt. In der Folge brach Abebe auch die Rekorde über 5000 m und 10000 m in Äthiopien. Mit diesen eindrücklichen Resultaten konnte er sich für die Olympischen Sommerspielen 1960 in Rom qualifizieren. In 2:15:16 gewann er den Marathonlauf, stellte einen neuen Weltrekord auf und erlangte die erste Olympische Medaille für Afrika in der Geschichte der Olympischen Spiele, wobei er als einziger Athlet die Strecke barfuß zurücklegte. Über den Grund, warum er die Marathonstrecke barfuß lief, gibt es viele Gerüchte. Manche behaupten, er sei ohne Schuhe tatsächlich schneller gewesen; andere glauben, er habe zeigen wollen, unter welchen Umständen viele Athleten in Äthiopien trainieren müssen. Wahrscheinlich aber waren einfach seine Schuhe so abgelaufen, dass er mit ihnen in Rom nicht an den Start gehen konnte. Sich an neue (wenn er sie sich hätte leisten können) zu gewöhnen, war auch keine Option, also verzichtete er ganz auf neues Schuhwerk und lief, wie er es von früher gewohnt war.
Bei den Olympischen Sommerspielen 1964 in Tokio wiederholte er, nun mit Schuhen, seinen Erfolg von 1960 und stellte erneut mit 2:12:11 einen Weltrekord auf, obwohl er sich nur sechs Wochen vor dem Rennen einer Blinddarmoperation unterziehen musste. Er war damit der erste Läufer, dem ein Folgesieg im Marathon bei den Olympischen Spielen gelang – was nach ihm lediglich Waldemar Cierpinski schaffte.
Der Versuch, bei den Olympischen Sommerspielen 1968 in Mexiko-Stadt eine dritte Goldmedaille zu gewinnen, scheiterte, da er nach 15 km wegen eines Ermüdungsbruchs das Rennen abbrechen musste. Insgesamt bestritt er in seiner Karriere 26 Marathonläufe.
Letzte Jahre [Bearbeiten]Im Herbst 1968 wurde er bei einem Autounfall schwer verletzt und war seitdem querschnittsgelähmt. Neun Monate lang wurde er in Äthiopien und im Ausland therapiert. Obwohl er im Rollstuhl war, verlor er seinen sportlichen Ehrgeiz nie. 1970 nahm er – eigentlich als Zuschauer eingeladen – an einem Schlittenrennen in Norwegen teil, wo er Gold über 25 km und 10 km gewann. Er nahm außerdem an den Weltspielen der Behinderten 1970 im Bogenschießen teil und belegte Platz 9.
Abebe Bikila erlag 1973 einer Hirnblutung, die noch in Zusammenhang mit seinem Unfall stand. Zu seiner Beisetzung erschienen 65.000 Menschen, Kaiser Haile Selassie rief einen offiziellen Trauertag aus. Bikilas letzte Ruhestätte ist der Friedhof der St.-Joseph-Kirche in Addis Abeba.
Zu seinen Ehren wurde ein Stadion in der äthiopischen Hauptstadt nach ihm benannt.
Zitat-Ende
[Dieser Beitrag wurde am 10.05.2008 - 23:58 von lindebox aktualisiert]
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Judith7 Redakteurin


Status: Offline Registriert seit: 27.10.2004 Beiträge: 6260 Nachricht senden | Erstellt am 11.05.2008 - 08:27 |  |
Olympische Spiele in der Antike
Alle Kandidaten für die Wettbewerbe der Olympischen Spiele mussten ein mindestens zehnmonatiges Heimattraining mit speziellen Trainern nachweisen. Dies war aber in der Regel unproblematisch, da es zumindest in der Blütezeit der Spiele für die Adelsjugend Griechenlands "zum guten Ton" gehörte, eine sportliche, allgemeinkörperliche und geistige Ausbildung in einem Gymnasion zu erhalten.
Diese Ausbildung umfasste also weit mehr als nur Körperübungen und war dem damaligen Bildungs- und Erziehungsziel, der ARETE, untergeordnet. Bei der ARETE ging es in erster Linie um das Streben nach militärischer Tugend und Tapferkeit, nicht um das Streben nach Macht, Ruhm oder Geld. Diese Zielsetzung wurde auch bei den Olympischen Spielen verfolgt, was bei anderen Nationen auf Unverständnis stieß. Während um 480 v. Chr. die Spartaner unter Leonidas den Thermopylenpass gegen die Perser verteidigten und starben, feierten die übrigen Griechen die 75. Olympischen Spiele. Dieses strikte Festhalten an der Durchführung der Spiele trotz höchster nationaler Gefahr und der Wettstreit nur um die Ehre und um einen Kranz des Ölbaumes soll die Perser fast zur Verzweiflung gebracht haben.

An den Spielen teilnehmen durften nur freie Griechen, keine Sklaven.
Training im Gymnasion von Elis
Neben dem Heimtraining war ein hartes dreißigtägiges Training im Gymnasion von Elis vorgeschrieben an dessen Ende für die erfolgreichen Absolventen der zweitägige Marsch von Elis nach Olympia über 57 Kilometer stand. Innerhalb der dreißig Tage versuchten die eigentlichen Trainer ihre Athleten mit allen legalen und illegalen Mitteln zu motivieren. So ließ ein Trainer, dessen Schützling Liebeskummer hatte, seinen Athleten wissen, seine Geliebte wolle nur dann ihm gehören, wenn er olympischen Ruhm erränge. Seine Methode soll erfolgreich gewesen sein. Nicht alle Athleten hielten die Strapazen dieses Trainings durch; viele schieden schon vor den Spielen aus.
Durch die immer stärkere Betonung des Kampfes veränderte sich bei den Spielen das Idealbild des Athleten. Besonders bei den Wettkämpfen des "Kampfsporttages" waren die Sieger nicht mehr die jungen, schönen, schlanken und fettpölsterchenfreien Modellathleten, sondern eher große, grobschlächtige, teils überschwere Kriegertypen.

Szenen aus einem antiken Gymnasion. Hier erhielten die Jünglinge Griechenlands eine Ausbildung die ihre musischen und geistigen Fähigkeiten schulten, aber ebenso selbstverständlich in damaliger Zeit, ein umfassendes körperliches Training
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Rajabeat  Redakteur mit Ehrenstern *


Status: Offline Registriert seit: 03.08.2004 Beiträge: 8550 Nachricht senden | Erstellt am 11.05.2008 - 12:15 |  |
Der Bobsport wurde Ende des 19. Jahrhunderts in der Schweiz von Engländern entwickelt und ist heute Teil des olympischen Programms bei den Olympischen Winterspielen. Der Bobsport ist eng mit dem Rennrodeln und noch mehr mit dem Skeletonsport verwandt und kann auch als „Königsklasse“ des Schlittensports bezeichnet werden.
Seit 1924 gibt es Wettkämpfe bei den Olympischen Winterspielen und auch Weltmeisterschaften. Bei den Olympischen Winterspielen 1924 und 1928 waren 5 Fahrer im Bob erlaubt.
Der Begriff „Bob“ kommt vom englischen Verb "to bob" (zu deutsch: ruckartig bewegen): Zu Beginn des Bobsportes versuchten die Mannschaften nach dem Start durch Zurücklehnen und dann gemeinsames, ruckartiges Vorschnellen des Oberkörpers dem Bob mehr Schwung bzw. Geschwindigkeit zu geben.
Bei den Winterspielen 1976 habe ich einen Bewerb besucht. Die kombinierte Bob- Rodel- und Skeletonbahn befindet sich in Igls, nahe dem Zielgelände der Herrenabfahrt und wird heute für Weltcuprennen in allen drei Disziplinen genutzt. Gewonnen hat damals der Bob der ehemaligen DDR.
Bin immer überrascht, was ich für alte Fotos finde.
(Beim Monatsthema bin ich stur,
und nehme eigne Bilder nur *g*)




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Judith7 Redakteurin


Status: Offline Registriert seit: 27.10.2004 Beiträge: 6260 Nachricht senden | Erstellt am 12.05.2008 - 08:15 |  |
Sie sind schön, Deine alten Fotos, Raja. Solche "Monatsthemen" haben auch den Vorteil, daß Du sie mal wieder rauskramst.
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Judith7 Redakteurin


Status: Offline Registriert seit: 27.10.2004 Beiträge: 6260 Nachricht senden | Erstellt am 12.05.2008 - 08:22 |  |
Das Ende der Olympischen Spiele in der Antike
Mit der Eroberung Griechenlands durch die Römer ab 148 v. Chr. verloren die Olympischen Spiele ihren panhellenistischen Charakter. Jetzt waren auch nicht-griechische Teilnehmer zu den Spielen zugelassen. Gleichzeitig missfiel den Römern die Nacktheit der Athleten und die niedere Herkunft der berufsmäßigen Trainer; zudem sahen sie keinen praktischen Nutzen in der griechischen Gymnastik und bezeichneten diese als den "griechischen Müßiggang".
Erst später, mit steigender Achtung der griechischen Kultur, wollten die Römer sich die Spiele zu Nutzen machen, indem sie versuchten, sie durch neue griechisch-römische Spiele in Rom zu ersetzen, was sich aber nicht durchsetzte. Die Olympischen Spiele selbst schrumpften auf eine eher lokale Bedeutung. In der Kaiserzeit versuchten die Römer schließlich die Olympischen Spiele, die immer noch als Forum aller Griechen angesehen wurden, zu Demonstrationen eigener Macht umzuwandeln. Kaiser wie Tiberius, Germanicus oder Nero nahmen an den Spielen teil, die zum Teil extra für sie veranstaltet wurden. Statt eines nationalgriechischen Festes wurden die Spiele zu einem internationalen Zirkus, der wahrscheinlich nicht einmal mehr regelmäßig veranstaltet wurde.
So ist es auch eine Ironie des Schicksals, dass der letzte uns überlieferte Olympiasieger ausgerechnet zu den alten Erzfeinden der Griechen zählte: Er war ein persischer Prinz.

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