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...   Erstellt am 03.03.2008 - 12:51Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Freunde von Alltagsgeschichten,

bald nun ist Osterzeit, alle Jahre wieder, somit hätten wir auch wieder den Anlass und reichlich "sanften" Stoff für Geschichten um die Eierei.
Meine kleine Story stammt aus meinem früheren Leben, als meine Familie noch komplett war. Heute sind alle groß, aus dem Haus, haben eigene Familien, ich bin nicht mehr der Top-Manager des Hasen-Eiertanzes, schau mir die Sache von oben an .

Hier also die rückblickende Betrachtung:

Was ist ostern los?


Frühlingserwachen mit wärmender sonne und meine erwartungsvollen kinder, das ist ostern. Ein paar freie tage halt! Frei ist gut!
Es kommt besuch, man muss kochen. Was besonderes, wenn möglich!!....Oh, gott, was koche ich? Ein kaninchenbraten wäre doch makaber, also das nicht. Was backen müsste man auch. Immer dieses schmausen wollen, was ja als solches für sich genommen bei mir auch keinerlei widersprüche auslöst. Soll natürlich auch kultur im heim sein und man muss merken, dass feiertage drohen stattzufinden.

Für mich jedenfalls fangen die notwendigen vorbereitungen schon gnadenlos vorher an. Unser tüchtiger handel beginnt fast unmittelbar nach weihnachten mit dem anbaggern der bürger für o.a. fest. Nichtabgesetzte weihnachtsmänner erscheinen, in windeseile mit langen ohren und einem körbchen versehen, neu und schmunzelnd in den auslagen. Kataloge mit österlichen inhalten überschwemmen die haushalte. Vielleicht lasse ich dieses jahr mal einen riesenpapphasen den hausgiebel erklimmen…wird dann ein dachhase. Er kann ja dann die eier durch den kamin flutschen lassen…na ja, war wohl nicht so gut die idee!
Die eier sollen ja bunt und lecker sein…frischgelegt von glücklichen hühnern.

Die glückliche mutti, die schon diverse utensilien beschafft hat, um aus den eiern die allgemein bekannten und beliebten ostereier zu kreieren, schließt sich am ostersonnabend (den gibt es eigentlich gar nicht) in der küche ein. Abends zu einer unchristlichen zeit, versteht sich. Ich sage hier nicht, mit welchen geheimen farbessenzen ich zugange war, jedenfalls sind diverse näpfe und gläser verfärbt…aber die eier auch.
Es soll wahre künstler geben auf dem gebiet. Nun, ich bin kein eierkünstler und in anbetracht der tatsache, dass die eier baldigst brutal aufgeklopft werden und die ganzen künste im eimer landen, bin ich darüber nicht weiter traurig.

So ist es aber mit allen sachen. Da betreibt man einen riesenaufwand, den nebenbei gesagt kaum einer zur kenntnis nimmt, und dann vergehen noch minuten des bangen hoffens: ist alles gelungen, wird jeder zufrieden sein und gesättig,t aber binnen kürzester zeit ist DER fall erledigt. Gesättigt sind meistens, eigentlich immer, alle. Dann beginnt allerdings das gestöhne. Ein jeder weiß, was ich meine, zuviel des guten ist halt schädlich.
So feiert eben der mensch! Er feiert bis es ihm schlecht geht : geld alle, magen verdorben….schlechte laune (auch weil nicht genügend eier gefunden…oder etwa gar keine.)

Nein, ich übertreibe natürlich ! Ein osterfest kann auch richtig nett sein, vorausgesetzt alle spielen mit.
Jedenfalls heißt es, dass zu ostern der hase was verstecken muß, in erste linie eier. Allerdings frage ich mich allmählich ganz besorgt, ob die heutigen eier, die österlichen gaben, die man so als werktätiger berufshase verteilt, noch was mit ostern gemein haben ? Man bindet eben eine gelbe schleife nett herum, füllt ein behältnis mit osterstroh, was ein ganz furchtbares zeugs ist, man wird es nämlich bis weihnachten nicht los, und schon haben wir eine tolle osterüberraschung.

Apropos alter berufshase, hat ja nichts mit ostern zu tun, aber wer sich so betiteln darf, scheint über den berg zu sein. Arbeitgeber lieben alte berufshasen, allerdings sollten sie nicht all zu alt sein, wenn’s geht so zwischen 35 und 40 , 20 jahre praxis, kein anhang, flexibel und kerngesund… immer bereit eben, auch ostern in bereitschaft.

Hasen erfreuen sich großer beliebtheit, vor allen dingen auch bei erwachsenen männern. Die meisten wollen da mit sicherheit mehr so die häschen und dann auch außerhalb der österlichen feiertage.
Die hasen kursieren auch bei der verteilung von tiernamen für männer und frauen, wenn sie sich denn sehr gewogen sind, ziemlich weit vorne, weil sie eben so lieb sind. Dennoch aufgepasst : ein hase kann hurtig das hasenpanier ergreifen oder gelegentlich seltsame haken schlagen…eigentlich kein streicheltier!

Hasen leben gefährlich, sie wissen es….daher auch der name angsthase. Sie sind beliebte beutetiere für jäger, evtl auch sammler und werden leicht überfahren. Einem erfahrenen alten hasen passiert das seltener. Tja federn lassen müssen auch die hasen, egal ob jung oder alt, wahrscheinlich mehr federn als hühner und das nicht nur zu ostern. Wenn er nicht ein dickes fell hätte, würde so mancher hase bei dem ganzen federverlust nackt dastehen, was wiederum bei den häschen ganz nett aussschauen könnte.

Nun ja, der geschulte, clevere literaturhase, der nicht nur liest, sondern auch seine löffel überall hat, auch im richtigen leben, weiß, dass der wettlauf, auch wenn er immer und immer noch einmal wiederholt wird, schwer zu gewinnen ist.

Man sollte sich gut überlegen, ob man ein hase sein möchte, bei aller beliebtheit !!


Vorösterliche Grüßlis

Helga





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Erkennen wollen
ist der erste Schritt des Verstehens.
Zunächst im Selbstversuch!

Stefan ...
Admin


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Registriert seit: 12.02.2007
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...   Erstellt am 05.03.2008 - 19:19Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Helga,

was bin ich froh, dass ich nix mehr mit "Oster-, Weihnachts- und Geburtstags-Du-musst-aber" zu tun habe. Seit nunmehr acht glücklichen Jahren habe ich und dann wir dieses ganze "Du musst" abgeschafft.

Helga schrieb
    Ein kaninchenbraten wäre doch makaber, also das nicht.


Nö, ist nicht makaber, ist lecker! Erst darf er die Eier bringen und dann kommt er zum Dank in den Ofen.

Helga schrieb
    Nun, ich bin kein eierkünstler....


Da bin ich jetzt doch etwas enttäuscht. Ich dachte Du malst da richtige Kunstwerke drauf. Frei nach dem Motto, wer so schöne Bilder malt, malt auch schöne Eier.

Helga schrieb
    Arbeitgeber lieben alte berufshasen, allerdings sollten sie nicht all zu alt sein, wenn’s geht so zwischen 35 und 40 , 20 jahre praxis, kein anhang, flexibel und kerngesund…


Das stimmt leider! Mittlerweile hat sich die Altersgrenze aber doch so zwischen 25 und 35 eingependelt. Zumindest war das vor ca. 2 Jahren so.


Bevor ich`s vergesse wünsche ich schon mal Frohe Ostern.

Auch wenn das Wetter im Moment eher Richtung Weihnachten tendiert.

Liebe Grüße

Stefan





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Macuser sind nicht eingebildet. Sie sehen einfach besser aus....


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