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Heartc0re ...
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...   Erstellt am 04.12.2006 - 16:05Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wuha. Tataaaaaaa! Jana & Lena schrieben bei ICQ. Sie kommen aufs Thema FF's. Sie beschließen zusammen einen FF zu schreiben. xD
Meow. Hier ist sie. *Kekse verteil* *Sofa herschieb*
Macht's euch gemütlich. x)


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Autor: PsychoDrinni (Die Lena <3) & Heartc0re ( meine Wenigkeit xD)
Art der Story: Achtung, es wird slashig... Twincest <3 ;D
Warnings: Wir beißen, wenn keine ehrlich gemeinten Commis hinterlassen werden ;D Scherz ^^ Oder... vielelicht auch nicht... hrhr...
Disclaimer: Tom, Bill ;__: & all dieser Kack gehört... leider nicht uns -.-
Claimer: Storyline :D
A/N: POV: Lena natürlich Bill
Ich Tom xD

Hrhr... The show must go on <3

Nur ein Wort!


Prolog

Bill und Tom verstanden die Welt nicht mehr. Warum waren sie nicht schon beim Reiten, wie sie es jeden Dienstag um 15.00 Uhr waren? Und warum war ihr Vater schon zu Hause? Normalerweise kam er erst am frühen Abend nach Hause.
Die 6 jährigen wurden nach dem Mittagessen auf ihr gemeinsames Zimmer geschickt, mit der Anweisung dort erstmal zu warten. Und dann konnten sie ihre Eltern wieder streiten hören. Das taten sie oft in der letzten Zeit. Zusammengekauert saßen sie zu zweit auf Bills Bett und schauten sich ängstlich an. Das sollte aufhören! Sie mochten das nicht und wollten wieder Frieden im Haus haben! „Hoffentlich vertragen sie sich bald wieder“ flüsterte Bill gerade zu Tom, als die Zimmertür geöffnet wurde. Beide hielten sie den Atem an, als ihre Mutter im Türrahmen stand. Doch sie sah anders aus. Ihre Augen waren so merkwürdig rot und sie guckte ihre Söhne traurig an.
„Kinder, wir müssen reden…“ sagte sie und ging ohne die Tür zu schließen zum Schreibtisch und setzte sich dort auf den kleinen Kinderstuhl. Wäre heute nicht so ein komischer Tag, hätten die Zwillinge gelacht, aber heute lag so eine seltsame Stimmung in der Luft. Bill und Tom sahen ihre Mutter mit ihren großen, braunen Augen an. Bill nahm die Hand seinen 10 Minuten Älteren Bruders und drückte sie fest. Er ahnte, dass jetzt nicht Gutes kommen würde.
Während ihre Mutter Simone die richtigen Worte suchte, lief der Vater der Zwillinge, Jörg, in das elterliche Schlafzimmer. Man hörte Schranktüren auf und wieder zu klappen.
Simone seufzte. „Es tut mir Leid Kinder, aber…“ Sie presste die Lippen zusammen. Bill stiegen die Tränen in den Augen. Er wusste was kommen würde. „… euer Vater und ich haben gemerkt, dass wir uns nicht mehr so lieb haben, wie am Anfang.“, erklärte Simone weiter. Während Tom noch nichts ahnte, brach für Bill eine Welt zusammen. Er wusste es schon. Still kullerte eine Träne über seine Wange, während er nur noch nebenbei mitbekam, wie seine Mutter seine Vermutung bestätigte: „Wir werden uns trennen. Papa wird bald nicht mehr hier wohnen.“


[Dieser Beitrag wurde am 04.12.2006 - 16:36 von Heartc0re aktualisiert]





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...   Erstellt am 04.12.2006 - 16:54Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hihi ^^ dann leg ich mal los x)
_____________________________________________________

Bill


Ich wachte schweiß gebadet auf. Schon wieder hatte ich davon geträumt. Von der Trennung meiner Eltern. Dem Streit - wie sie sich immer angeschrieen haben.
Ich hielt mir kurz meinem Kopf und versuchte die Erinnerrungen zu verdrängen. Meine Tränen konnte ich nur mit mühe zurückhalten. Als ich es dann doch geschafft hatte, schob ich meine Decke zur Seite und stieg ich aus dem Bett. Ich trat vor meine verspiegelten Schranktüren und sah ein Häufchen Elend. Mehr nicht. Ich öffnete den Schrank und suchte Klamotten raus. Alles schwarz. Meiner Stimmung entsprechend. Ich legte die Sachen auf meinem Schreibtischstuhl ab und machte mein Bett. Ein Blick auf dem Wecker sagte mir, dass es gerade erst 5 Uhr war. Hmm Naja dann hatte ich halt etwas mehr zeit im Bad. Konnte nicht Schaden, so wie ich aussah.
Ich griff nach den Klamotten und verließ mein Zimmer, tapste über den dunklen Flur zum Bad, schaltete das Licht dort ein und schloss die Tür. Schon wieder ein Spiegel, der mir verraten musste, wie schrecklich ich an diesem Morgen aussah.
Ich wandte meinen Blick ab und sperrte die Tür ab. Das T-Shirt und die Boxershorts, die ich zum Schlafen getragen hatte fanden schnell ihren Weg in den Wäschekorb. Dann stellte ich mich unter die Dusche und ließ das warme Wasser über meinen Körper rieseln. Ich schloss die Augen und Genoss dieses Gefühl einen Moment, Bevor ich nach dem Duschgel griff und mich einschämte.
Nach dem ich auch noch meine Haare gewaschen hatte, drehte ich das Wasser ab, stieg aus der Dusche und griff nach dem Handtuch.
Ich trocknete mich ab und stieg in die frischen Klamotten.
Nach einigem hin und her überlegen, ob ich mir denn jetzt schon die Haare föhnen konnte, ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen und die anderen zu wecken beschloss ich mich erst zu schminken. Schwarz natürlich, wie sonst. Danach föhnte ich meine, natürlich schwarzen, Haare und versuchte sie zu bändigen, was mir letztendlich auch gelang.





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Heartc0re ...
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...   Erstellt am 05.12.2006 - 15:09Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Tom


Ich hasste es. Ich hasste so früh aufstehen zu müssen. Und verständlicherweise hasste ich dadurch auch Schule. Nur leider wurde ich ja gezwungen in die Schule zu gehen, was mich wirklich nicht erfreute. Klar, ich brauchte diesen Mist um später mal was aus mir machen zu können, aber wenn mich das alles nicht interessierte, wie sollte ich dann später aus mir was machen können, was mich interessierte?
Diese Gedanken hatte ich so ziemlich jeden Morgen, wenn Schule ansteht. So auch wieder heute. Komischerweise war ich schon viel zu früh wach, was wohl daran lag, dass mein Zwillingsbruder Bill schon wach war um sich zu stylen und um zu duschen. Davon wurde ich öfters wach, weil mein Zimmer in unmittelbarer Nähe des Badezimmers war. Na ja, dann hatte ich wenigstens noch Zeit um vor mich hinzudösen und die letzten Minuten somit sinnvoll zu nutzen.
Damit ich nich wieder einschlief, tastete ich kurz neben mich und schaltete meinen Radiowecker ein. Leise ertönte irgendwelche Musik. Ich achtete nicht darauf sondern hing mal wieder meinen Gedanken nach.
Wenn ich an den mir vorliegenden Tag dachte, bekam ich immer automatisch schlechte Laune. All diese Leute, die sich diese Gehirnwäsche in der Schule brav anhörten und Bill und mich nur doof anguckten, wenn wir was "böses" anstellten. Dann die Obercoolen, die meinten, sie wären noch cooler wenn sie mich und Bill möglichst fertig machten.
Okay, ich war eigentlich nie so schlimm dran, mein Bruder war eher das Opfer. Sie mochten es nicht, wie er sich verhielt und wie er aussah. Dabei zog er doch nur sein Ding durch! Genau wie ich, aber mit meinen Styling kamen sie besser zurecht. Aber solange sie meinen Bruder beleidigten wollte ich auch nicht mit denen zu tun haben. Also sind Bill und ich in der Schule nie wirklich mit Anderen Leuten zusammen. Ein paar, wirklich aber nur ein ganz paar gab es, mit denen wir einigermaßen klarkamen, aber Freunde waren das nicht. Eher solche, die wegen Mitleid so nett tun, was wir dann auch ab und an ausnutzten. Wenn wir zum Beispiel kein Bock mehr auf Unterricht hatten, wurde uns Rückendeckung geben. All so ein Kram halt.
Ich schaute auf den Wecker und bemerkte, dass es wohl Zeit war aufzustehen. Seufzend richtete ich mich auf und streckte mich nochmal ausgiebig, ehe ich ganz aufstand.
Da Bill so wie es sich anhörte immer noch im Bad beschäftigt war, zog ich es vor erstmal zu frühstücken. Nur mit Boxershorts bekleidet ging ich leise aus meinen Zimmer, die Treppe runter in die Küche. Ich machte erstmal das Licht an und ging zum Fenster um die Rolladen hochzumachen. Danach suchte ich mir mein Frühstück zusammen. Müsli, was ganz einfaches. Morgens hatte ich eh nie so wirklichen Hunger. Immer noch nicht wirklich wach, was ja auch verständlich war um diese Uhrzeit, setzte ich mich an den Küchentisch und stopfte mir das Müsli in den Mund.
Ab und zu wartete ich ja mit den Frühstück noch auf Bill, aber der war auch nicht wirklich eine tolle Gesellschaft. Da ich morgens ein ziemlicher Muffel war, war für ihn meine Anwesenheit wenn er frühstückte wohl auch nicht so wichtig. Er war meistens eh lieber allein und dachte nach. Meiner Meinung nach dachte er zu viel über alles Mögliche nach, aber ich ließ ihn machen. In dieser Sache hatte ich es bei ihm schon lange aufgegeben...
Das Problem bei Bill war einfach, dass er seit der Scheidung unserer Eltern nicht mehr redete. Die letzten Worte, die ich von ihm gehört hatte waren:"Hoffentlich vertragen sie sich bald wieder" Seitdem hatte ich ihn nie wieder sprechen gehört. Er hatte sich geweigert, wollte es nicht einsehen, das Mum und Dad nicht mehr zusammen leben wollten. Ich glaubte, dass er das Reden dann schließlich verlernt hatte. Oder sowas halt. Warum sollte er sonst nicht mit mir reden? Er gab mir, ohne es in Worte auszudrücken, immer wieder zu verstehen, dass er mich brauchte. Also warum redete er dann nicht mit mir? Das einzige was mich so ungefähr wissen ließ, was in ihm vorging, war der Zwillingsinstinkt. Trotzdem hatte ich das Gefühl, Bill gar nicht so wirklich zu kennen. Ich wollte immer zu gerne wissen, was er dachte, fühlte, wollte...

[Dieser Beitrag wurde am 05.12.2006 - 19:52 von Heartc0re aktualisiert]





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...   Erstellt am 05.12.2006 - 19:14Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Bill


Mein Morgendliches Ritual im Bad beendet, tapste ich den Flur runter. Ich sah, dass Toms Zimmertür offen stand. Mein Zwillingsbruder war also auch mal aus dem Bett gestiegen. Ich schlich die Treppen runter und betrat Wortlos, wie immer, die Küche. Tom saß schon da. Er war wohl gerade in Gedanken. Ich steckte mir zwei Scheiben Toastbrot in den Toaster und suchte mir Messer, Teller und Tasse zusammen. Ich schüttete mir Milch in die Tasse, holte noch die Nutella aus dem Schrank und setzte mich dann an den Frühstückstisch.
Gedanklich war ich trotz der Verdrängungsversuche noch voll und ganz bei meinem Traum. Ich konnte und wollte es einfach nicht verstehen, wieso sich meine Eltern damals getrennt haben. Wenn sich zwei Personen lieben, dann kann es doch zu so was nicht kommen.
Oder kennen die Menschen so was wie wahre Liebe gar nicht mehr? Was ist aus „Bis das der Tod euch scheidet“ geworden? Ich denke, als unsere Mutter mir und Tom damals gesagt hat, dass sie und unser Vater sich trennen würden… Ich glaub ich hab schlicht und einfach meine Stimme verschluckt. Bis heute kann ich es nicht fassen, wie sie das alles wegwerfen konnten.
Eine Liebe, einfach futsch? Eine Familie, Einfach zerstört? Auseinander gerissen und weggeworfen. Einfach vorbei, Schluss, aus, ende. Ich konnte seit dem kein Wort mehr sagen. Nicht, weil ich körperlich nicht mehr im Stande dazu war, eher aus Wut und Verständnislosigkeit. Es war für mich nicht nachvollziehbar. Wenn liebe so ein starkes Gefühl war, wie es einem immer gesagt wird, wieso zerbricht dies dann einfach so? Alles Fragen, die ich nie stellen werde. Die mir niemand beantworten kann. Ich muss nicht fragen. Alles Wichtige kann ich mir selber beantworten. Gefühle kann man schließlich gar nicht erklären.
Ich wurde aus meinen Gedanken gerissen, als mein Toast fertig war.
Da stand ich auf und nahm die zwei Scheiben Toastbrot aus dem Toaster, legte sie auf den Teller, setzte mich wieder hin und bestrich die Scheiben mit Nutella. Tom sah kurz zu mir auf, sagte aber nichts. Ich nickte ihm kurz zu und versank dann wieder in Gedanken.
Mein Blick war starr auf den Teller gerichtet und ich fing an zu essen.
Man hat schon alles versucht um mich zum reden zu bringen. Ich sollte in Therapie, alle haben auf mich eingebrabbelt, aber ich blieb stur. Gebärdensprache wollten sie mir auch beibringen, aber ich wollte nicht. Ich wollte mit diesen Menschen nicht reden.
War es denn wirklich so wichtig zu reden? Ich hab es jetzt 11 Jahre geschafft, hab kein Wort gesagt. Ich versuchte nicht ein Mal zu reden. Wozu auch? Vielleicht konnte ich es auch gar nicht mehr. War mir auch egal.
Während ich lustlos das Brot in mich rein schob, ging ich im Kopf den langweiligen Tagesablauf durch.
Ich bereitete mich seelisch auf die Schule vor. Daran war nun wirklich nichts Gutes zu finden. Die Lehrer gingen kaum auf mich ein. Ich hatte glück, dass ich wirklich gut in der Schule war. Nur deshalb durfte ich überhaupt noch auf eine normale Schule gehen. Die Lehrer mochten mich nicht, weil sie nicht wussten was in mir vorging. Genau so meine Mitschüler und Mitschülerinnen. Manche versuchten mich mit Worten zu erniedrigen. Noch ein Grund das Reden schlicht und einfach zu lassen. Worte konnten verletzen. Das wusste ich nur zu gut.
Tom verstand mich am besten, auch ohne Worte. Liegt bestimmt an dem unsichtbaren Band zwischen uns. Wenn ich in der schule fertig gemacht wurde, ging er dazwischen. Wenn ich ihn brauchte wusste er es. Ich konnte mich auch ohne Worte ausdrücken. Er verstand meine Sprache.
„Schweigen – reden ohne Worte“ sagt Nena in einem ihrer Songs. Musik, ja ich liebe Musik. Ich konnte Stundenlang einfach nur auf meinem Bett liegen und in meine Musik abtauchen. Am besten Gelang mir das bei Nena. Ihre Texte, ihre Songs waren einfach nur Klasse.
Klar, sie sang über Liebe. Vielleicht war sie die einzige, die mir in etwa erklären konnte was das war. Mit ihrer Musik. Selber konnte ich noch nicht wissen, was Liebe ist. Niemand wollte sich auf mich einlassen. Wer wollte schon einen stummen Freund?
Tom hatte immer noch kein Wort gesagt. Aber er war schlicht und einfach ein Morgenmuffel.
Als ich aufgegessen hatte, trank ich noch schnell meine noch halb mit Milch gefüllte Tasse aus und stellte dann alles was ich gebraucht hatte zurück. Räumte das Geschirr in die Spülmaschine und verließ die Küche.
Ich ging zurück in mein Zimmer und sah nach, ob ich für die Schule alles hatte. Ich stopfte noch mein Matheheft, welches noch auf dem Schreibtisch lag in meine Tasche und war mir dann sicher nix vergessen zu haben.





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...   Erstellt am 06.12.2006 - 15:21Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Tom


Während ich in Gedanken versunken war, kam Bill in die Küche. Ich bemerkte ihn erst gar nicht. War öfters so, er konnte sich anschleichen wie eine Katze.
Ohne irgendwas zu sagen aß ich mein Müsli auf, Bill war schon vor mir fertig und wieder verschwunden. Ich packte noch schnell das Geschirr weg und lief dann in mein Zimmer. Mal wieder war ich ziemlich spät dran. Im Zimmer angekommen sammelte ich mir erstmal frische Klamotten zusammen. Ein XXL T-Shirt, eine weite Hose, alles eigentlich viel zu groß für mich. Ich war ziemlich mager, genau wie Bill. Aber ich mochte halt den Hopper-Style.
Mit den Sachen flitze ich ins Bad. Schnell Zähne geputzt, angezogen und schon war ich fertig. Im Zimmer machte ich mir noch schnell einen Zopf mit meinen Dreads und setzte mir eine zu den Klamotten passende Cap auf.
Ohne nochmal zu schauen, ob ich auch alles hatte, schnappte ich mir meinen Rucksack für die Schule und ging aus meinen Zimmer. Auf den weg zur Haustür kam ich an Bill's Zimmer vorbei. Schnell streckte ich den Kopf herein. "Kommst du?" fragte ich und sah ihn fragend an. Ein leichtes Nicken kam von ihm. ich ging weiter und zog mir meine Schuhe und eine Jacke an. Hinter mir hörte ich Bill das gleiche tun. Zusammen verließen wir die Wohnung. Wir mussten nur einige 100 Meter zur Bushaltestelle gehen, wo uns ein Bus zur Schule fahren würde. Schweigend gingen wir nebeneinander her. Ab und zu erzähle ich ihn irgendwas, aber was wirklich spannendes konnte ich ihn ja nicht erzählen, wir waren ja so gut wie immer beisammen. Diesen Tag schwieg ich also mal wieder und kickte nur lustlos einen Stein vor mich her.
Welche beleidigungen würden sie uns heute wieder an den Kopf schmeißen? Auf jeden Fall würde ich Bill immer verteidigen, ich ließ es nicht zu, dass sie ihn wehtaten. Zumindestens tat ich mein Bestes. Das war alles gar nicht so einfach.
Ich seufzte und schaute zu Bill, der beim gehen nur auf den Boden guckte. Besonders glücklich sah er heute nicht aus. Okay, richtig glücklich war er schon lange nicht mehr gewesen, aber ich merkte, wenn er gute und wann er schlechte Laune hatte. Es sah heute fast wieder danach aus, als hätte er mal wieder von unseren Eltern geträumt. Ich las das aus seinem Gesichtsausdruck. Aber sicher war ich mir auch nicht. Bei ihm konnte man nie sicher sein, er sagte ja nie was!
Als wir an der Bushaltestelle ankamen, fuhr auch schon nach kurzer Zeit der Bus an. Wir stiegen ein, zeigten den Fahrer unsere Karten uns setzten uns anch ganz hinten. Noch fielen keine spöttischen Bemerkungen, die kamen erst auf dem Schulhof. In unserem Bus war nie viel los, die meisten auf unserer Schule kamen direkt aus Magdeburg. Wir mussten über 20 Minuten zur unserer Schule fahren. Die Fahrt verlief meistens unspektakulär, da in dem Bus nur Leute saßen, die uns höchstens abschätzig anblickten. Sonst hielten die ihre Klappe. War auch besser so.
Gedankenverloren starrte ich aus dem Fenster, betrachtete zum 1000. Mal die Landschaft. Bill spiegelte sich in der Glasscheibe. Er starrte auf seine Hände und dachte über irgendwas bestimmtest nach, das sah ich an seinem Gesichtsausdruck. Warum redete er nicht mit mir? Ich würde ihn verstehen, ich verstand ihn doch schon fast stumm! Ich vermisste seine Stimme, die sich bestimmt ziemlich verändert hatte und ich vermisste sein Lachen. Selbst das hatte er fast verloren. Abermals seufzte ich und schloß die Augen. Noch einmal die Ruhe vor dem Sturm genießen.
Ich vermisste Bill. Er war zwar bei mir und doch wieder nicht.





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...   Erstellt am 06.12.2006 - 16:39Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Bill


Tom kam rein und riss mich mit der Frage, ob ich kommen würde aus meinen Gedanken.
Ich nickte und folgte ihm aus meinem Zimmer, vor die Haustür. Da zog ich mir dann meine Schuhe und meine Jacke an, hing meine Schultasche um und ging mit Tom zur Bushaltestelle.
Ich hatte den Blick beim gehen nach unten gesenkt. Ich war mit meinen Gedanken schon wieder bei Mum und Dad. Es ließ mich einfach nicht los.
Wir waren gerade noch rechtzeitig an der Bushaltestelle angekommen. Ich stieg hinter Tom ein, zeigte meine Karte vor und setzte mich hinten neben Tom.
Die ganze zeit im Bus starrte ich auf meine Hände und versank in Gedanken. Ich konnte es einfach immer noch nicht fassen. Dabei war die Trennung unserer Eltern nun schon rund 11 Jahre her.
Ich fragte mich, wie Tom es so einfach wegstecken konnte. Hatte er nicht den Glauben an die Liebe verloren?
Hmm naja.. er hatte ja selber schon einige Beziehungen. Ich nicht. Vielleicht bin ich auch zu empfindlich. Aber ich bin stolz darauf, in keinster Weise gefühlskalt zu sein. Auch wenn ich manchmal so rüber kam, weil ich nichts sagte.
Ich sah kurz auf und bemerkte wie Tom aus dem Fenster sah. Er schien auch in Gedanken zu sein.
Ich kramte in meiner Schultasche und zog meinen MP3-Player heraus.
Musik hilft mir immer. Also Steckte ich mir einen Kopfhörer ins Ohr. Nur einen, damit ich hören konnte, wenn Tom etwas zu sagen hatte.
Ich schaltete ihn ein. Glashaus mit „Wenn das Liebe ist“ lief an.
„Bin unter Tränen eingeschlafen – bin unter Tränen wieder aufgewacht. Hab über dieselbe beschissene Frage 2 Millionen Mal nachgedacht.“
Ich lehnte mich zurück und schloss die Augen. Zum Teil sprach mir das Lied jetzt gerade echt aus der Seele. Ich wollte jetzt gerade nicht daran denken, dass ich gleich meine Schule betreten musste. Ich tauchte in die Musik ab und bewegte, natürlich lautlos, meine Lippen zu dem Song zu bewegen.
„Wenn das Liebe ist, was – was – was ist dann Hass – was ist dann Hass?“
Ich öffnete die Augen und ließ meinen Blick ein Mal durch den Bus wandern. Fast nur Schüler. Dennoch bemerkte ich, dass der Bus noch ca. 5 Minuten fahren würde .Ich bekam bei dem Lied feuchte Augen. Als ich das bemerkte schloss ich sie wieder und versuchte meine Tränen zu unterdrücken. Zu verstecken. Keiner sollte das sehen. Wäre viel zu peinlich geworden. Dann hätte ich mir sicher wieder irgendwelche Sprüche anhören müssen. Was manche meiner Mitschüler wohl nicht verstanden, war. Ich war zwar Stumm, aber nicht Taub.





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...   Erstellt am 06.12.2006 - 23:43Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ai die ff is tolli *.* in einem durch gelesen und das obwohl ich gar nich mehr hier sein wollt um die zeit Oo Joa aber das wars jetz wert also... das was bis jetz schon da is ist echt toll! Super geschrieben und nich so hin geklatscht wie manch andere da z.B im ff forum. Daumen hoch x)
Von der Handlung her.. okay bis jetzt find ichs richtig gut aber ich glaub da braucht es mehr um dazu richtig was sagen zu können xD Finds aber schon toll - mal was ganz anderes!
Danke Lena für den Link!
*fan is*
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