ErnestoMattig 

Status: Offline Registriert seit: 28.10.2004 Beiträge: 44 Nachricht senden | Erstellt am 03.11.2005 - 22:00 |  |
hierbei handelt es sich um ein fragment, bei dem mich irgendwann die muse verlassen hat, mit dem arbeitstitel: wo suchte ich:
ich sehe ein gebirge, daß wie ein versteinerter drachen da liegt und verharrt, scheu in stein, im nebel aus kalten flüchen, die spottend um sein gipfel ziehen. ich stehe auf seinem joch und höre sein jammern, höre sein wimmern im wind ich sehe wie ihn armeen von skelettbäumen bewachsen, ohne respekt, ihre vampirwurzeln schlagen wie betrunkene Piraten in vollgestopften booten plündernd und gröhlend über seine seen segeln in die sich verfaulte und stinkende wasserfälle übergeben wie friedhöfe ihn befallen wie auschlag. untoter eiter hervorquillt, schwarz und stöhnend ich sehe geistlose goldgräber und menschenfresser mit vollgestopften mäulern, die sich maskieren müssen den verklemmten höhlenschmied der den takt der mächtigen hämmert und seine schläge dröhnen wie erdbeben, erschüttern jeden stein, jeden fels, jedes korn, jeden gedanken hexen, die ihre neugeborenen in höhlen halten, tanzen ihren fausttanz aus feuer, und blicken verächtlich herab und lachen und fauchen mit zähnen aus stein und spucken auf den felsigen rücken des gebirges, geduldet werden sie geduldet werden sie ein einziger schrei könnte die welt erschaudern lassen, würde er sich nur aufstellen, seine schwingen spreitzen, das feuer der freiheit spucken und seine ausbeuter wie dreck von der schulter schütteln noch lachen sie leer und gierig, solange der riese schläft, solange er versteinert kauert, solange er sich mehr fürchtet als sie, noch ist er ängstlich, denn wie jedes gebirge steht er alleine mit hoffnung und sorge spüre ich seine versteckte stärke durch die hänge pulsieren, wenn er die erde zudrückt und seine augen erbeben ich spüre seine kraft in meinen emporgereckten verhungerten händen, wenn seine lichtungen zittern, sich tränen aus trümmern lösen, grabsteinlawinen und schädel und steine und sterne hinab rollen ins tal in die ewige ebene, die brachen felder, wo das gewaltige gebirge niederkniet, demütig und furchtsam vor den traumtoten weiten des ödlandes. wo gebrochenes gras wuchert und sich vernarbte flussarme erstrecken, durch die geisteskranke kinder streunen, die niemals finden was sie suchen, nur leere und toten wind, eine sonne die unaufhörlich untergeht im wächsernen blut des himmels. zerbrochene geister aus dem dürren boden ragen, tote bäume mit letzter kraft in den himmel deuten und brennende wolken nicht mal mehr um hilfe schreien gekreuzigte vogelscheuchen stehen mit aufgerissenen mündern und magnetischen augen wo der tag verzweifelt und schwerbepackt über die einöde trottet, ohne ziel, hoffnungslos, denn morgen ist er tot. es wird ein neuer kommen und ein neuer und ein neuer und ein neuer und weiter ziehen, aber nie entkommen, diesem gefängnis aus horizont!
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ErnestoMattig 

Status: Offline Registriert seit: 28.10.2004 Beiträge: 44 Nachricht senden | Erstellt am 05.11.2005 - 11:10 |  |
ja, stimmt.
deswegen auch nur fragment. das war nicht als solches geplant,und die "handlung" sollte dann irgendwann durchkommen. jemand der was sucht, irgendetwas, und ich beschriebe nur wo er sucht, nciht was. schade eignetlich , dass ich es cniht mehr shcfafe es weiter zu schreiben.
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