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<Emil>
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...   Erstellt am 25.05.2008 - 23:10Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


"Das größte Problem bei vielen Nostradamus-Interpreten ist ihr überwältigendes
Bedürfnis, ihre eigenen Theorien zu beweisen." (H. I. Woolf, 1944)

Nostradamus(1503-1566)
Universalsprache der Eingeweihten(Grüne Sprache, Sprache der Vögel, Argot,
hermetische Sprache)

Immerhin besteht weithin die Annahme, die orakelhaften Verse von Nostradamus
seien übersetzt und die Einzelheiten der darin enthaltenen Prophezeiungen
bestens bekannt.

Sämtliche in der westlichen Welt derzeit verbreiteten Übersetzungen sind
weitgehend unsinnig und haben wenig oder gar keinen Bezug zu dem, was
Nostradamus auszudrücken beabsichtigte.

Seine in Vierzeilern (Quatrains) verfaßten Vorhersagen:
Ein Vierzeiler von Nostradamus besteht aus vier sich abwechselnd reimenden
Zeilen und einer häufig - aber nicht immer - zehnsilbigen Struktur.

In der Mitte des sechzehnten Jahrhunderts verfaßt, behandeln die prophet-
ischen Verse ausschließlich Ereignisse, die sich damals noch in der Zukunft
befanden. Überlieferte Aufzeichnungen von Nostradamus belegen, daß sich seine
Vierzeiler mit Geschehnissen befassen, die etwa ein Jahr nach der Veröffent-
lichung seines ersten Versbandes begannen und sich über eine Zukunft von über
achthundert Jahren erstrecken.
Diese Periode steht in engem Zusammenhang mit Jupiter und Saturn, die in dieser
Zeit einen bestimmten Zyklus vollenden.

Nostradamus' Hauptinteresse galt Begebenheiten, die sich in den ersten drei
auf seine Lebenszeit folgenden Jahrhunderten ereigneten. Dies bedeutet, daß
eine Vielzahl seiner Vorhersagen bereits in Erfüllung gegangen ist und wir
damit heute die außergewöhnliche Genauigkeit seiner Visionen erkennen können.
Die Einzelheiten und Daten, die er in seinen Versen überlieferte, treffen so
exakt zu, daß sie das unheimliche Gefühl erwecken, es habe sich bei dem, was
Nostradamus sah, um eine mysteriöse Form einer präzise festgelegten Geschichte,
nicht aber um eine Zukunftsvision gehandelt.

Ein Großteil seiner Vierzeiler ist oder war prophetisch. Soweit wir erkennen,
befaßten sie sich vorrangig mit der europäischen Geschichte und hierbei ins-
besondere mit der Frankreichs, Italiens und Englands.

Mindestens vierzig seiner rätselhaften Vierzeiler weisen auf unsere Zukunft hin,
entziehen sich aber einer detaillierten Interpretation.

Wir richten unsere Aufmerksamkeit vor allem auf die von Nostradamus benutzte
geheimnisvolle Verschlüsselungsmethode, denn wir sind überzeugt, seine Aussagen
über seine Zukunft - unsere Vergangenheit - nur dann richtig interpretieren zu
können, wenn wir die Technik begreifen, die er in seinen orakelhaften Schriften
anwendete.

Nostradamus erweist sich als Meister einer alten Sprache(um es korrekt auszu-
drücken: Methodik), die heutzutage leider nicht mehr eingesetzt wird und an der
Literaturwissenschaftler unserer Zeit keinerlei Interesse zu haben scheinen.

Die Vierzeiler beinhalten einen faszinierenden Konflikt. Einerseits besteht
keinerlei Zweifel daran, daß Nostradamus die Zukunft aufzuzeichnen und die
Hauptströmungen europäischer Ereignisse über einen Zeitraum von achthundert
Jahren zu skizzieren beabsichtigte. Andererseits wollte er nicht, daß seine
sorgfältig ausgearbeiteten Prophezeiungen vor den historischen Ereignissen,
die sie ankündigten, verstanden wurden. Er verbarg sie hinter einer geheimnis-
vollen Form und gestand freimütig seine Hoffnung, daß seine Verse vor ihrer
Erfüllung unergründlich bleiben mögen.

Die Erkenntnis, daß der Seher seine Verse bewußt kryptisch verschlüsselte,
erlaubt es uns, mit einem weitverbreiteten Irrtum aufzuräumen. Allgemein wird
angenommen, daß die Vierzeiler "übersetzt" werden könnten, als wären sie ledig-
lich in einer bekannten Fremdsprache formuliert. Leider ist es keine Frage der
Übersetzung - und darin liegt sowohl die Herausforderung als auch die Schönheit
von Nostradamus' Schriften. Strengenommen lassen sich die Vierzeiler nicht
übersetzen. Nostradamus schrieb in einem schwer verständlichen Französisch, in
das er großzügig lateinische und griechische Konstruktionen und Endungen ein-
fügte. Er verfaßte sein Werk in einer fremden, geheimnisvollen Ausdrucksweise,
die in okkulten Kreisen "Grüne Sprache" genannt wurde.

Eine seriöse Annäherung an die Prophezeiungen kann also nicht durch Übersetzung
sondern nur durch Interpretation erfolgen.

Nur wenigen westlichen Okkultisten war eine visionäre Kraft wie die von Nostra-
damus eigen. Noch weniger verfügten über seine literarische Begabung, ihre
Visionen für die Nachwelt festzuhalten. Mit Ausnahme vielleicht seines Zeit-
genossen Rabelais gab es niemanden, der Nostradamus' Fertigkeiten in der Ver-
wendung der Grünen Sprache gleichkam, enes geheimen Argots, der Sprache des
Okkultismus, das die Prophezeiungen durchdringt. Auch wenn Nostradamus in einem
Zeitalter lebte, in dem die Astrologie eine Blüteperiode erlebte, besaßen nur
ausgewählte Personen seinen Zugang zu den geheimen Methoden der verborgenen
Astrologie.

Nostradamus kombinierte in seinen Vierzeiler die Grüne Sprache mit einer
nahezu verlorengegangenen esoterischen Astrologie.

Nahezu alle der etwa eintausend Quatrains der Prophezeiungen von Nostra-
damus müssen mit fundiertem Wissen geheimer Techniken und lexikographischer
Sorgfalt gelesen werden. Zwangsläufig entziehen sich einige Verse unserer
Interpretation noch immer. Doch dank verschiedenster Hinweise, die Nostradamus
uns in Form seiner beiden verschlüsselten Werkzeuge - der Geheimastrologie und
der Grünen Sprache - hinterlassen hat, geben nach und nach viele Vierzeiler
ihre verborgene Bedeutung preis.

Aus Gründen, die wir in den folgenden Abschnitten erläutern, zitieren wir
Originalquatrains, Episteln und andere prophetische Verse und Prosa von
Nostradamus aus der Amsterdamer Ausgabe der Propheties aus dem Jahr 1668 und
ergänzen diese gelegentlich durch Hinweise auf die Leffen-Ausgabe und die Lyon-
Ausgabe aus dem Jahr 1557.

Sämtliche Bezeichnungen einzelner Verse der Prophezeiungen werden in der
üblichen Schreibweise angegeben, wobei die Centurien mit lateinischen Ziffern
und die Verse mit arabischen Ziffern gekennzeichnet werden. Somit bezieht sich
"X.36" auf die zehnte Centurie und Quatrain 36.

Wir betonen, daß die Bibliographie in Anhang VIII keineswegs sämtliche
Bücher umfaßt, die sich mit Nostradamus beschäftigen. Selbst die 1990 ver-
öffentlichte, unvergleichliche chronologische Bibliographie von Robert Benazra,
die 634 dichtbeschriebene Seiten von Buchtiteln zu Nostradamus auflistet,
ist nicht vollständig.

Eine Handvoll seiner etwa eintausend Vorhersagen könnte sogar für unsere
unmittelbare Zukunft von Bedeutung sein.

Der Mangel an Kenntnis der Grünen Sprache hat mehr als einen Versuch
scheitern lassen, die Verse von Nostradamus zu verstehen, denn er schrieb nicht
nur als unergründlicher Astrologe, sondern auch als Meister dieser Geheim-
sprache.

Die Grüne Sprache ist eine kompakte literarische Form, in der Worte und
Strukturen innerhalb von Sätzen verborgen sind, die bereits Sinn aufweisen.
Die offensichtliche Bedeutung in einem in Versform verfaßten Satz nennt man
exoterische, während die wahre, in diesem exoterischen Sinn verborgene und
verschlüsselte Bedeutung die esoterische ist. Diese läßt sich nur von jemandem
dekodieren, der mit den komplexen Regeln der esoterischen Sprache vertraut ist.

Es ist ein mehrschichtiger Schreibstil voller Andeutungen, der sich an die
Eingeweihten eines besonderen Reiches wendet. Auch wenn es sich hierbei um
eine historische Sprache handelt, die bereits in der griechischen, römischen
und germanischen Mythologie Erwähnung findet, ist sie uns möglicherweise eher
als verschlüsselte Sprache der herausragendsten Schriften der Alchimisten des
sechzehnten und siebzehnten Jahrhunderts bekannt. Unter ihnen findet sich etwa
Paracelsus, dessen Werk bis heute größtenteils unerforscht ist, da nur wenige
Forscher unserer Zeit über die Fähigkeit verfügen, diese Geheimsprache zu
entschlüsseln.

In jüngster Zeit wurden viele unsinnige und irreführende Bücher zu Nostra-
damus veröffentlicht, die (abgesehen davon, daß sie den Autoren Geld brachten)
lediglich zu einer Verzerrung seiner Botschaft beitrugen. Schwerer wiegt, daß
solche Bücher den Menschen Angst vor der Zukunft machen. Die Behauptung,
Nostradamus habe für die letzten Jahre des 20. Jahrhunderts einen Dritten
Weltkrieg, den Untergang des Christentums, einen entsetzlichen finalen Krieg
zwischen Christen und Muslimen und sogar das Ende der Welt vorhergesagt, gilt
beinahe schon als Binsenweisheit.
Nostradamus hat derlei Dinge niemals prophezeit.

Mißverstandene Interpretationen irreführender Quatrains verleiteten sogar
manchen Leser zu Handlungen von größter Tragweite. Napoleon und Hitler sind
berühmte Beispiele dafür. Beide scheinen auf gewisse Weise die "Erfüllung" von
Prophezeiungen, die sie auf ihre eigene Zeit und Person bezogen wissen wollten,
vorangetrieben zu haben.
Im Hinblick auf Nostradamus' Prophezeiungen für unser Jahrhundert überrascht
es kaum, daß die Quatrains, die er für die zwischen den beiden Endpunkten 1901
und 2000 liegenden Jahre schrieb, voll von Kriegsvorhersagen sind. Ein viel-
sagendes und sogar historisch einflußreiches Beispiel sind die sogenannten
Hitler-Quatrains.
In Quatrain II.24 verwendete Nostradamus das Wort "Hister":

Bestes farouches de faim fleuves tranner,
Plus part du camp encontre Hister sera
En cage de ferle grand sera trainner,
Quand Rin enfant Germain observa

Vor den zwanziger Jahren unseres Jahrhunderts wurde dieses Wort als Hinweis
auf den Fluß Hister oder Ister, den lateinischen Namen für den unteren Teil der
Donau, gedeutet. Im Gesamtzusammenhang des Quatrains betrachtet, der sich in
der ersten Zeile mit Flüssen befaßt, schien dies eine vernünftige Annahme:

Vor Hunger wilde Tiere durchschwimmen die Flüsse,
Der größte Teil des Schlachtfelds wird an dem Fluß Hister liegen,
Der Große wird in einem eisernen Käfig verschleppt,
Wenn das deutsche Kind den Rhein sehen wird.

Der Begriff "Grüne Sprache" stammt von dem französischen "Langue Vert" ab.
Vert (grün) ist höchstwahrscheinlich ein Beispiel für den allmählichen Verlust
eines unbetonten Anfangsvokals.
Die Langue Ouvert war die "offene Sprache", die Sprache des gewöhnlichen
Mannes. Indem die erste Silbe weggelassen wurde, entstand aus ouvert das Wort
vert, das Gegenteil von offen, nämlich "geschlossen". Somit handelt es sich bei
der Langue Vert um die "geschlossene", die "okkulte" oder "geheime Sprache".

Einer der vielen Namen für die Grüne Sprache war argot, das, wie Fulcanelli
erläuterte, eine Version von Art Gotique ist. Mit der Entwicklung der geheim-
nisvollen Wissenschaft der Alchimie kam die Grüne Sprache im spätgotischen
Zeitalter auf. Ihr bemerkenswertester mittelalterlicher Vertreter war Dante. Er
faßte die mittelalterliche Ansicht des Kosmos für zukünftige Generationen zu-
sammen. Beide Bezeichnungen, Grüne Sprache und Sprache der Vögel, strahlen
Vitalität und eine ursprüngliche, unberührte Kraft aus wie das Gesicht des
Grünen Mannes in den Skulpturen mittelalterlicher Kathedralen.

Die Sprache der Vögel wurzelt in der antiken Mythologie. Im nordischen Epos
Volsunga Saga tötet Sigurd(das skandinavische Gegenstück zum Siegfried des
germanischen Nibelungenliedes) den Drachen, der den Schatz bewacht. Unmittelbar
darauf brät der Held auf Geheiß des Lehrers Regin das Herz des Drachen. Während
er dies tut, verbrennt er sich die Finger. Um den Schmerz zu lindern, steckt
er sie in den Mund und saugt daran. So kostet er vom Blut des Drachen.
Augenblicklich ist er von der Vision der Eingeweihten erleuchtet und versteht
die Sprache der Vögel. Was er von ihnen erfährt, versetzt ihn in die Lage,
sein Schicksal zu verändern und den Schatz des Drachen sowie die Sehnsucht
seines Herzens(in Gestalt der schlafenden Brunhild) für sich zu gewinnen.
Anhand dieser Legende können wir die Verbindung zwischen Einweihung - dem
legitimen Eintritt in das höhere, spirituelle Reich - und der Sprache der
Vögel zurückverfolgen.
Nach Fulcanelli ist die Sprache der Vögel "die Sprache, die in die Geheimnisse
der Dinge einweiht und die verborgensten Wahrheiten enthüllt". Die Inkas
bezeichneten sie als Hofsprache, da sie von Diplomaten benutzt wurde. Für sie
war sie der Schlüssel zu der "zweifachen Wissenschaft" des Geistlichen und
des Weltlichen.

Es ist seltsam, daß heutige Wissenschaftshistoriker die geheimnisvolle
Grundlage der Alchimie übersehen haben, denn es fehlt in den wichtigsten
allchimistischen Texten selbst nicht an Hinweisen darauf. Beispielsweise
bezieht sich Zosimos, ein Alchimist des vierten Jahrhunderts aus Alexandria,
auf diese Geheimsprache als "Die Sprache der Engel".

Grundsätzlich ist die Grüne Sprache eine linguistische Methode, Wörtern
und Sätzen gemäß einem System von Geheimregeln eine verborgene Bedeutung zuzu-
weisen.

Wie wir erklärten, zielt die Grüne Sprache darauf ab, ein Wort oder eine
Phrase so zu präsentieren, daß der Leser den Eindruck gewinnt, er habe die
Bedeutung verstanden. Auf diese Weise wird seine Aufmerksamkeit von dem ver-
borgenen Sinn abgelenkt.

D. Ovason, "Der Nostradamus-Code"





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