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SibyllTrelawney Lehrerin für Wahrsagen

Status: Offline Registriert seit: 10.05.2006 Beiträge: 60 Nachricht senden | Erstellt am 14.05.2006 - 17:29 | |
Sibyll saß in ihrem Turm auf ihrem Lieblingssessel und döste. Jedenfalls hätte das wohl für normale Menschen so ausgesehen. Die Wahrsagerin jedoch befand sich nach ihrer Meinung in einer bedeutsamen Entspannungsphase, die ihrer vollen Konzentration bedurfte. Doch in Wahrheit war sie schon vor einer ganzen Weile eingeschlafen. Ihr Kopf ruhte auf ihrer Schulter und die große Brille war ihr etwas von der Nase gerutscht. Die Vorhänge von Sibyll’s Gemach waren zugezogen. Es war dunkel und der Raum war erfüllt vom Weihrauch. Kein Geräusch war zu hören außer das leise Knistern und Knacken des Kaminfeuers, dass Sibyll auch bei hohen Außentemperaturen brennen ließ. Alles war ruhig.
Doch plötzlich schreckte die Lehrerin für Wahrsagen hoch. „Was …?“, fragte sie erschrocken. Die Lehrerin schob ihre Brille wieder zurecht und schaute sich um. Aber es war niemand da. Sie war alleine. Und sie konnte auch sonst nichts feststellen, was sie geweckt haben könnte. Dennoch konnte die Lehrerin sich nicht einfach wieder entspannen. In ihren Augen gab es einen Grund, wieso sie so plötzlich aufgeschreckt war. Irgendetwas war geschehen. Der Wahrsagen-Lehrerin fiel etwas ein: Hab ich Unterricht? Sibyll schloß die Augen und hörte auf ihre innere Uhr. Nein, das war es nicht, dachte sie sehr erleichtert. Noch hatte sie Zeit, um sich auf das neue Schuljahr und die vielen neuen Unglaubigen einzustellen. Aber was war es dann gewesen? Besorgt schaute sich Sibyll um, ob sie einen Gegenstand in ihrem Reich entdeckte, der nicht an seinem Platz stand. Denn Peeves, der Poltergeist, liebte es, sie in ihren so wichtigen Entspannungsphasen zu stören. Aber sie konnte nichts entdecken …
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SibyllTrelawney Lehrerin für Wahrsagen

Status: Offline Registriert seit: 10.05.2006 Beiträge: 60 Nachricht senden | Erstellt am 23.05.2006 - 23:24 | |
Sibyll konnte nichts Ungewöhnliches entdecken. Alles war wie immer: Jedes sorgsam plazierte Räucherstäbchen, jede speziell getränkte Kerze und jedes noch so kleine Utensil, dass sie unbedingt brauchte, stand an seinem Platz. Die Lehrerin versuchte, ihren Geist freizumachen, um zu erkennen, was sie aufgeschreckt hatte. Aber so sehr sich die Lehrerin auch bemühte, es wollte einfach nicht gelingen. Sie fand keine Erklärung. Und wie immer, wenn Sibyll sich etwas nicht erklären konnte, fing sie an, sich eine passende Erklärung zu suchen. Immerhin war es undenkbar, dass SIE als DIE Wahrsagerin mit dem Inneren Auge Etwas nicht erklären konnte. Das wäre in ihren Augen ihr Untergang gewesen. Und das konnte sie natürlich nicht zulassen.
Vermutlich werden sich diese dummen Schüler wieder einen Spaß gemacht haben und mit ihren dämlichen Quidditch-Bällen gegen mein Fenster geworfen haben. Ja, das wird es sein. Und bei diesem Gedanken trat ein Leuchten in Sibyll’s Augen: Sie hatte die Lösung gefunden. Ihr Inneres Auge funktionierte. Ja, sie war eine Heilige. Und ohne sie wäre diese Schule glatt aufgeschmissen. Es ist alles eine Frage der Konzentration, dachte Sibyll, die der festen Überzeugung war, dass ihre Theorie die einzig wahre war.
Zufrieden lehnte sich die Wahrsagen-Lehrerin wieder in ihrem Lieblingssessel zurück. Sie atmete den Duft der Räucherstäbchen ein und warf einen Blick auf die weiße Kerze, die auf dem kleinen Tisch neben ihrem Sessel stand. Dann schloß sie wieder die Augen. Da diese Frage nun geklärt war, hoffte Sibyll, dass sie wieder friedlich dösen konnte.
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SibyllTrelawney Lehrerin für Wahrsagen

Status: Offline Registriert seit: 10.05.2006 Beiträge: 60 Nachricht senden | Erstellt am 04.06.2006 - 13:38 | |
Doch mit dem Dösen war das so eine Sache, denn als sie gerade in die Traumwelt hinabgesunken war, ertönte ein lautes Glöckchen. Sie schreckte hoch, schaute sich orientierungslos in ihrem Zimmer um. Alles war so nebulös und verschwommen, sie rieb sich ihre Augen, aber es wurde nicht besser. Nun erst bemerkte sie, dass alles um sie herum so verschwommen war, weil ihre Brille von ihrer Nase gerutscht war. Natürlich... was sollte auch sonst sein Sie schob ihre Brille zurecht und suchte dann nach der Ursache für das laute Klingeln. Ein uralter Wecker klingelte fröhlich vor sich hin und auch ein kleiner Klaps mit Sibylls Hand liess ihn nicht verstummen. Warum klingelt der denn? hab ich etwa was vergessen? Man konnte den Falten auf ihrer Stirn ansehen, dass sich die Wahrsagenlehrerin stark konzentrierte, bis sie auf einmal wusste, was los war.
Unterricht! Wie konnte ich das nur vergessen? Gerade ich... Sie schaute auf das Ziffernblatt des uralten Weckers, der mittlerweile aufgehört hatte zu nerven, und ein zufriedenes Lächeln huschte über ihr Gesicht. Es war noch fast eine Stunde Zeit, bis der Unterricht beginnen würde, gut das sie vorrausgesehen hatte, dass sie Gefahr laufen würde zu verschlafen. Langsam erhob sie sich von ihrem Stuhl und schlurfte zu ihrem Kamin herüber. Einen Schluck Tee auf die Schnelle und dann machte sie sich schon auf dem Weg zum Klassenzimmer.
tbc: Klassenraum für Wahrsagen
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SibyllTrelawney Lehrerin für Wahrsagen

Status: Offline Registriert seit: 10.05.2006 Beiträge: 60 Nachricht senden | Erstellt am 23.06.2006 - 23:16 | |
Sibyll verließ mehr oder weniger fluchtartig den Klassenraum für Wahrsagen. Dass sie die Schülerinnen einfach stehen ließ, war ihr in diesem Moment egal. Wie konnte sie deren Fragen beantworten, wenn sie selbst nicht wusste, was geschehen war. Sibyll wollte sich in ihr Reich zurückziehen, um wieder einen klaren Kopf zu bekommen. Die Lehrerin schloß die Tür und verriegelte sie. Niemand sollte sie jetzt stören. Sibyll war völlig durch den Wind. Sie hatte keine Ahnung, was eben geschehen war. Die ganzen komischen Worte der Schülerinnen verwirrten sie. Was war geschehen? Wieso kann ich mich an nichts erinnern? Die Bilder der vergangenen Minuten tauchten wieder vor Sibyll auf: Wie sie auf dem kalten Boden aufgewacht war, die drei Schülerinnen, die sich um sie gesammelt hatten, und die merkwürdigen Sachen, die sie von sich gaben. Als hätte ich etwas Furchtbares getan ...
Sibyll stellte fest, dass sie ziemlich fertig war. Sie lief zum Schrank hinüber, wo ihr Vorrat an Sherry stand und trank einen ordentlichen Schluck aus der Flasche. "Das tut gut", sagte sie und setzte die Flasche erneut an. Dann ließ sich Sibyll auf den mit weichem Teppich ausgelegten Fußboden fallen. Sie musste ihre Konzentration wieder finden. „Entspann dich Sibyll“, redete sie sich ein. Vergiß die Schülerinnen, konzentrier dich auf dich selbst. Die Wahrsagerin machte einige ziemlich kuriose Verrenkungen, die sie wohl als entspannend bezeichnet hätte. Doch irgendwann hatte sie den Lotus-Sitz eingenommen, der ihr in Extremsituationen immer half, sich zu konzentrieren. Sie wollte herausfinden, was eben geschehen war. Sie wollte versuchen, sich auf sich selbst zu konzentrieren, damit sie Licht in das Dunkel ihres Gedächtnisses bringen konnte. Sibyll schloß die Augen und legte die Arme auf ihre Beine. Kooooonzentration, Sibyll, redete sie sich ein. Die Lehrerin war sich sicher, so ihr Gedächtnisproblem lösen zu können. Doch schon nach wenigen Minuten knickte Sibyll's Kopf um und es war nur noch ein wie ein Knurren klingendes Schnarchen zu hören.
[Dieser Beitrag wurde am 23.06.2006 - 23:50 von SibyllTrelawney aktualisiert]
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SibyllTrelawney Lehrerin für Wahrsagen

Status: Offline Registriert seit: 10.05.2006 Beiträge: 60 Nachricht senden | Erstellt am 29.07.2006 - 22:19 | |
Sibyll lief über eine Blumenwiese, die Sonne schien auf sie nieder und sie kam an einen See. Dort angekommen fing dieser an zu brodeln und wurde zu einer dunkelroten Flüssigkeit. Die Wahrsagerin dachte an Kirschsaft und näherte sich der einladenden Flüssigkeit, als sich eine Person aus ihr erhob. Sie sprach von Unreinen und von der Hölle...
"Autsch..." Sibylls Traum war zu Ende, die Lehrerin war umgekippt und ihr Kopf hatte mit dem kalten Fußboden Bekanntschaft gemacht. Dabei waren ihre Beine aber immernoch überkreuzt, was ihr große Probleme bereitete, da sie nun auf dem Bauch lag. Umständlich holte sie Schwung und rollte sich auf die Seite, wo sie dann mit Hilfe ihrer Arme den einen Fuß unter dem anderen hervorzog. Schnell rollte sie sich auf den Rücken und schaute nach oben. Direkt über ihr seilte sich eine winzige Spinne ab und Sibyll entfuhr ein leiser Schrei. Was für eine Panik, dabei hatte sie doch nur herausfinden wollen, was im Unterricht geschehen war und nun lag sie auf dem Fußboden und erschrak sogar vor einer kleinen Spinne. Darauf musste sie erstmal einen Schluck trinken. Das Problem war nur, dass sich die Sherryflasche auf einem Tisch befand und Sibyll dafür vom Boden aufstehen musste. Sie seufzte, aber sie hatte keine Wahl, sie musste den Schreck mit einem Schluck Sherry runterspülen. Also stand sie umständlich vom Fußboden auf, schlüpfte in ihre Plüschpantoffeln und schlurfte zum Tisch hinüber. Nach einem großen Schluck, natürlich wieder direkt aus der Flasche, setzte sich das Orakel auf einen Stuhl und starrte die Flasche an. War das ein Traum oder vielleicht doch eine Vorhersage? Aber wo soll sowas absurdes denn schon passiert sein... Das war sicher nur ein sinnloser Traum...
Wie konnte die Lehrerin auch wissen, dass sie genau das geträumt hatte, was wenige Stunden vorher am See der Schule passiert war? Sibyll hielt diese wahre Vision für eine Lüge... Aber was erwartete man auch von einer Lehrerin, die noch nicht mal eine Vision erkennt, wenn sie direkt vor ihr steht und ihr zuwinkt?
Einen weiteren Schluck Sherry stäter war Sibyll wieder etwas besser gelaunt und schlurfte in ihren Pantoffeln durch das Turmzimmer. Eben hatte sie den Rest aus der angebrochenen Sherryflasche getrunken und suchte nun nach einer neuen. Doch sie fand nur noch leere Flaschen. Das liegt sicher an dem Sherry, dass ich keine Visionen mehr bekomme... Sie hielt eine Flasche gegen das Licht um zu sehen ob noch etwas darin war, doch Fehlanzeige. ...Ich trinke einfach zu wenig Sherry, da kann ich ja auch nichts sehen... aber wenn hier alles leer is... so kann ich nicht arbeiten... Sie stellte die Flasche auf den Tisch und überlegte kurz, wo sie Nachschub bekommen könnte. Sie hatte wohl keine Wahl und musste in die Schule zu den vielen Ungläubigen hinabsteigen. Sie verschloss die Tür hinter sich und schlurfte mit ihrem Plüschpantoffeln die Treppe hinunter.
tbc: Lehrerzimmer
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SibyllTrelawney Lehrerin für Wahrsagen

Status: Offline Registriert seit: 10.05.2006 Beiträge: 60 Nachricht senden | Erstellt am 23.08.2006 - 18:55 | |
Sibyll betrat wieder ihren geliebten Nordturm und war froh, dass ihre Sherry-Suche erfolgreich gewesen war. Sie konnte sich zwar nicht vorstellen, warum Miss Perry unbedingt eine Flasche Sherry geschickt bekommen hatte, aber das war ja auch egal, Hauptsache die Wahrsagerin saß nicht länger auf dem Trockenen. Aus irgendeinem Grund hatte sie das Gefühl, dass sie im Lehrerzimmer gestört hatte...oder lag es daran, dass sie so selten ihren Turm verließ und kaum noch Kontakt zu den Kollegen hatte? Aber was brachten die Kollegen denn schon für sie? Das einzige was durch zu häufigen Kontakt mit Ungläubigen passierte war die Trübung von Sibylls dritten Auge und das konnte sich die Wahrsagerin auf keinen Fall erlauben. Dann lieber ein Gläßchen Sherry, das tat ihr viel besser, als ein Unterhaltung mit Menschen, die ihre Fähigkeiten anzweifelten oder sie hinter ihrem Rücken auslachten. Sibyll setzte sich in ihren Lieblingssessel und gönnte sich ein Glas Sherry. Kurze Zeit später war sie eingeschlafen und als sie wieder erwachte schlurfte sie müde durch ihr Turmzimmer. Dabei fiel ihr eine Notiz auf dem Fußboden auf. Sie laß die Notiz des Schulleiters und ließ den Zettel vor Schreck fallen.
Um Himmels Willen... eine tote Schülerin... das arme Kind... wieso hab ich ihren Tod nicht vorausgesehen? Sibyll war sehr verwirrt und wusste nur, dass sie auch dort hin musste. Schließlich handelte es sich nach dem Brief um Hannah Laurence, eine Schülerin die eine auserordentliche Fähigkeit fürs Wahrsagen gehabt hatte. Sie musste zur Trauerfeier, auch wenn es bedeutete, dass sie ihren Turm verlassen musste. Einer ihrer besten Schülerin die letzte Ehre zu erweisen, war selbstverständlich für Sibyll. Also warf sie sich einen schwarzen Schleier um und tauschte sogar ihre Plüschpantoffeln gegen schwarze Schuhe, die aber keine Absätze besaßen, denn damit würde sie höchstens ihre Turmtreppe hinunterfallen.
So machte sich Sibyll auf den Weg in die große Halle
tbc: Trauerfeier
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