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frankpro 
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...   Erstellt am 28.02.2004 - 12:02Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


DGAP-Ad hoc: Nordex stabilisiert Geschäftsentwicklung im 1. Quartal
27.02.2004

Nordex stabilisiert Geschäftsentwicklung im 1. Quartal
Quartalsumsatz auf 66,7 Mio. Euro erhöht / operativer Verlust halbiert

Hamburg, 27. Februar 2004. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres hat
sich das operative Geschäft der Nordex-Gruppe weiter stabilisiert. Der
Auftragseingang lag mit 55,5 Mio. Euro über Budget und über dem Neugeschäft der
beiden Vorquartale (50 bzw. 30 Mio. Euro). Ein Vergleich mit dem Auftragseingang
des ersten Quartals 2002/03 ist nur eingeschränkt möglich, da die Gesellschaft
seit 1. Januar 2003 strengere Kriterien für die Ausweisung neuer Aufträge
heranzieht.

Auch das Geschäftsvolumen der Gesellschaft hat sich wieder erhöht. Mit 66,7 Mio.
Euro lag der Umsatz in der Berichtsperiode trotz restriktiverer Anwendung der
Percentage of Completion-Methode über dem der letzten drei Quartale. Rund 68%
der Umsätze erzielte Nordex in Deutschland. Dies geht vor allem auf
saisonale Effekte, die wieder erhöhte Planungssicherheit im Rahmen der
Novellierung des Erneuerbaren Energien Gesetzes und ein zunehmendes
Kundenvertrauen zurück. Rund 60% der von Nordex im Jahr 2003 in Deutschland
errichteten Anlagen gingen allein in der Berichtsperiode ans Netz.

Im Vergleich zum ersten Quartal 2002/03 hat sich der Verlust vor Steuern und
Zinsen (EBIT) auf 6,7 Mio. Euro fast halbiert (Vorjahr 11.9 Mio. Euro). Die
Materialquote ging auf 84% zurück (Vorjahr 88,6%) und der Saldo aus Sonstigen
Betrieblichen Aufwendungen und Erträgen reduzierten sich um 49% auf 5,6 Mio.
Euro. Durch den im Frühjahr 2003 begonnenen Stellenabbau verminderte sich der
Personalaufwand um 17% auf 8,9 Mio. Euro. Zum 31. Dezember 2003 beschäftigte die
Gruppe 142 Mitarbeiter weniger als im Vorjahr (897 Mitarbeiter).
Sonderaufwendungen sind nicht mehr angefallen. Im Vorjahr hatte Nordex seine
Bilanz durch Risikorückstellungen und Wertberichtigungen umfassend bereinigt.

Die Verbesserung des operativen Ergebnisses ist ein erstes Resultat der im
Sommer 2003 eingeleiteten Restrukturierung. Wesentliche Ansatzpunkte dieses
Programms sind die Optimierung der Geschäftsprozesse sowie radikale
Kostensenkungen durch technische und kaufmännische Maßnahmen. Die
Liquiditätsentwicklung der Gruppe war das zweite Quartal in Folge positiv. Der
Free Cash Flow betrug 7,2 Mio. Euro (Vorjahr -28,1 Mio. Euro), das Working
Capital reduzierte sich im Vergleich zum Vorquartal um 9,4 Mio. Euro auf 70,3
Mio. Euro.

Im laufenden Geschäftsjahr erwartet Nordex im Vergleich zum Vorjahr eine
deutliche Ergebnisverbesserung (EBIT) auf rund minus 30 Mio. Euro. Für das
kommende Geschäftsjahr 2004/05 ist die Rückkehr in die Gewinnzone geplant.





Paar Adhoc-Zocker wurden am Freitag wieder rausgespült. Nordex ist ein strongest buy mit Ziel an die 2 Euros!

MFG
frankpro




frankpro 
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...   Erstellt am 06.03.2004 - 09:17Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


eine woche der seitwärtsbewegung , soll mir sehr recht sein!!! hoffe nicht investierte haben das diese woche geändert!
es ist alles im grünen bereich und es wird bald los gehen!!

mein kurzfristiges ziel, ca. 1- 4 wochen, liegt bei 1,5!!

mein mittelfristiges ziel, ca. 1-4 monate, liegt bei 2,5!!


macht was draus


mfg
frankpro




frankpro 
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...   Erstellt am 13.03.2004 - 07:38Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Morgen @all,

eine aufregende woche ist vorüber

unser lieblinsgkind der wind nordex hat in dieser woche das gap geschlossen und nochmal den gd 200 getestet.
Ich habe meine ndx position erhöht, jetzt kann dem anstieg nichts mehr im wege stehen.

mfg
frankpro




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...   Erstellt am 14.03.2004 - 14:08Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Morgen @all,

eine aufregende woche ist vorüber.

unser lieblinsgkind der wind nordex hat in dieser woche das gap geschlossen und nochmal den gd 200 getestet.
Ich habe meine ndx position erhöht, jetzt kann dem anstieg nichts mehr im wege stehen.

mfg
frankpro




KraloMa ...
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...   Erstellt am 20.03.2004 - 15:30Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ein guter Wert, hast mich langsam neugierig gemacht





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KraloMa

frankpro 
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...   Erstellt am 20.03.2004 - 15:32Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


morgen @all,

für die freunde der 200 er linie ein paar anschauungen !






die 200 er linie (ema,sma) nun als unterstützung oder als widerstand!?

wir sind diese woche gegen einen fallenden markt gestiegen und haben stärke bewiesen. hoffe ihr seit alle investiert!

mfg
frankpro




Clubberer 
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...   Erstellt am 22.03.2004 - 22:05Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


frankpro, ich hab mir übrigens auch mal 2500 St. in Depot gelegt. Mal sehen, was daraus wird.

In dieser Hinsicht bin ich für alle Schandtaten zu haben.

für Deine Beschreibungen.





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da Clubberer

frankpro 
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...   Erstellt am 26.03.2004 - 11:54Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Nordex erhält weiteren Großturbinen-Auftrag aus Portugal

26.03.2004 (08:22)

Kaufvertrag für neun 2,3 MW-Turbinen unterzeichnet / Auftragswert 21 Mio. Euro

Hamburg, 26. März 2004. Die Nordex AG hat in Portugal den zweiten Auftrag für die schlüsselfertige Errichtung eines N90-Windparks erhalten. Für den portugiesischen Entwickler GENERG liefert der Hersteller neun Turbinen seiner modernsten Baureihe N90/2.300 kW für den Windpark „Carreço/Outeiro“. Das Auftragsvolumen beträgt rund 21 Mio. Euro. Im Lieferumfang enthalten sind die Infrastruktur- und Elektroarbeiten, ein Umspannwerk, die technische Betriebsführung sowie die Wartung des Parks über fünf Jahre.

Der Windpark entsteht in einer Höhe von 500 Metern im Gebirge Santa Luzia nahe der Stadt Viana do Castelo im Nordwesten Portugals. Bei einer durchschnittlichen Windgeschwindigkeit von ca. 8 m/s in 80 Meter Nabenhöhe soll der Park mit einer Kapazität von 20,7 Megawatt rund 64.500 MW/h Jahresertrag erzielen. Die ersten Arbeiten vor Ort haben bereits begonnen, die Fertigstellung ist für Ende 2004 vorgesehen.

Bereits im Vorjahr hatte Nordex den ersten Liefervertrag für 15 N90-Turbinen mit einem portugisischen Kunden unterzeichnet, die auch im laufenden Jahr errichtet werden sollen. „Damit werden wir unseren Marktanteil in der Wachstumsregion Portugal voraussichtlich weiter erhöhen“, so Carsten Pedersen, Vertriebsvorstand der Nordex AG. Während sich die Zahl der Neuerrichtungen in Portugal etwa verdoppelte, erreichte Nordex hier im Jahr 2003 einen Marktanteil von rund 12 Prozent.

Fachleute schreiben Portugal ein hohes Wachstumspotenzial zu. Das liegt an der vergleichsweise hohen Einspeisevergütung und an dem Ausbauziel der Regierung. Bis zum Jahr 2010 sollen im Land 3750 MW Windenergieleistung installiert sein. Das entspricht einem jährlichen Zubau von fast 500 MW.




frankpro 
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...   Erstellt am 27.03.2004 - 09:58Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


morgen @all,
wieder ein woche vergangen und unser wind hat einen 21 mio auftrag gemeldet. nett wie man versucht zocker jeder art rauszuhalten



klassisch an der ema 200 abgeprallt, nicht wahr freunde der ema ? :laugh:

schaun wir mal nach den freunden der sma200



könnte es sein, das die sich nach oben neigt, aber was das wohl bedeutet ?

liebe wind investierte, ihr werdet bald eure freude am wind haben, denn er bläst genau in die richtige richtung!

mfg
frankpro

p.s. über die ema200 im 3 monatschart sind wir schon !




frankpro 
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...   Erstellt am 03.04.2004 - 09:06Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


morgen @all,

wieder ist eine woche vergangen und viel ist passiert.

am 1. april ( das ist auch leider kein april scherz gewesen!) diese meldung:

[B]Grundkapital der Nordex AG planmäßig in Anspruch genommen / operatives Geschäft[/B]
Hamburg, 1. April 2004. Der Vorstand der Nordex AG geht nach pflichtgemäßem
Ermessen davon aus, dass zum 31. März 2004 ein Verlust in Höhe der Hälfte des
Grundkapitals der Gesellschaft (52,05 Mio. Euro) eingetreten ist. Diese
Bilanzentwicklung entspricht dem planmäßigen Verlauf des

Restrukturierungsprogramms, das von einem verbesserten aber weiterhin negativen
Ergebnis im laufenden Jahr ausgeht. Einen vollständigen Verzehr des
Grundkapitals schließt die Gesellschaft aufgrund der aktuellen
Geschäftsentwicklung aus. Zudem plant das Unternehmen ab dem kommenden
Geschäftsjahr (2004/05) wieder positive operative Ergebnisse und nach Abschluss
der Restrukturierung eine Stärkung der Kapitalbasis. Das ist auch das Ergebnis
des Restrukturierungsgutachtens der Unternehmensberatung Roland Berger Strategy
Consultants.

Nach den vorläufigen Zahlen zum Halbjahr 2003/04 entwickelt sich das operative
Geschäft der Nordex über Plan. Der Auftragseingang lag zum 31. März 2004
voraussichtlich bei rund 120 Mio. Euro (Budget: 100 Mio. Euro). Im Vorjahr
betrug das Neugeschäft nach sechs Monaten 107 Mio. Euro. Hierin enthalten waren
Aufträge im Wert von rund 40 Mio. Euro aus der Vorperiode (2001/02), die sich
durch die Anwendung strengerer Kriterien verschoben haben. Wegen der
saisonbedingt schwachen Nachfrage aus Deutschland wird das Umsatzvolumen
gegenüber dem ersten Quartal erwartungsgemäß rückläufig sein. Auf der anderen
Seite wird sich das Ergebnis vor Steuern und Zinsen durch die sinkende
Materialquote im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich deutlich verbessert
haben. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres konnte Nordex seinen
operativen Verlust bereits halbieren (EBIT Q1: -6,7 Mio. Euro). Diese positive
Ergebnisentwicklung ist ein erstes Resultat der im Sommer 2003 eingeleiteten
Restrukturierung, die heute bereits zu etwa 63 Prozent umgesetzt worden ist. Im
Rahmen der Restrukturierung will Nordex im Geschäftsjahr 2004/05 eine
Ergebnisverbesserung von insgesamt 72,5 Mio. Euro erzielen und damit in die
Gewinnzone zurückkehren.

Auf der heute für den 12./13. Mai 2004 einberufenen ordentlichen
Hauptversammlung wird der Vorstand die Verlustanzeige nach § 92 Abs. 1 AktG
erstatten und über die Entwicklung des Eigenkapitals berichten. Eventuelle
Rekapitalisierungsmaßnahmen sollen erst nach Abschluss der Restrukturierung
beschlossen werden.

eigentlich war mir das klar, was ich nicht wusste, das dies ein teil des restrukturierungsprogrammes ist. klar machte diese meldung einige verunsicherung aber schaun wir mal wie es aussieht:



[B]wir haben schönes volumen in unserem wind gehabt und mittlerweile müsste jeder wissen das unsere unterstützung die sma 200 gehalten hat. (0,87€-0,91€)[/B]

ein \"toller\" artikel erschien im spiegel, wobei die werbung voll mit versorgern war :laugh: hier ein paar anmerkungen zum spiegel artikel:

[B]Das relativ windarme Deutschland ist Nummer Eins in Sachen Windenergie. Grund zum Jubeln oder schon wieder eine Verschwendung von Steuergeldern? Das Dossier in der aktuellen Ausgabe des Spiegel Der Windmühlen Wahn tendiert zur zweiten Meinung - und misst dabei mit zweierlei Maß, denn von der Windenergie wird immer noch erwartet, was niemals von Kohlekraft und Kernkraft gefordert wurde. [/B]
Die Kritikpunkte sind bekannt: Die Windkraft ist zu teuer, kann ohne Subventionen nicht auskommen und ist sowieso nicht umweltfreundlich. Außerdem verschandeln Windkraftanlagen die Landschaft. Auf die übelsten Verzerrungen hat die Windindustrie schon reagiert, beispielsweise auf die Behauptung des Spiegel, es sei leichter, eine Baugenehmigung für eine Windkraftanlage als für einen Kiosk am Badesee zu bekommen. Auch die Kostenberechnungen für Windparkinvestoren sind im Spiegel so dargestellt, als gäbe es besondere Abschreibungsmöglichkeiten für Windkraft. In Wirklichkeit nutzt man lediglich die bestehende Gesetzeslage.

Manchmal widerspricht sich das Dossier selbst. Einerseits wird behauptet, Investoren würden viel Geld bei Windparks zum Fester rausschmeißen (\"nur die Verluste gelten als sicher\", anderseits seien solche Windparks dank der Subventionen \"Lizenzen zum Geldrucken\". Beides geht nicht. Zwar haben manche großen Windfirmen wie Plambeck und die Umweltkontor AG in den letzten Jahren kräftig an Wert verloren, aber anderen Nemax-Firmen geht es noch schlechter. Und die Umweltkontor AG hat vor allem in der Biomasse-Sparte fehlinvestiert, nicht in Wind. Diese Fehlinvestition betrifft außerdem die ganze Biomasse-Branche: Die Farmatic AG hat erst kürzlich wegen der unsicheren Förderungspolitik für Biomasse Insolvenz gemeldet.

[B]\"Die schlimmsten Verheerungen seit dem dreißigjährigen Krieg.\" [/B]
So wird ein Kritiker der Windanlagen in Brandenburg im Spiegel-Dossier zitiert. Dabei wird die ganze Absurdität der Kritik offenbar. Vergessen wird beim Vergleich \"Windpark/30-jähriger Krieg\" beflissentlich, was die Landschaft seit 1648 sonst alles verschandelt hat: das frühe Industriezeitalter, in dem Schornsteine die Luft verpesteten und Fabriken Flüsse vergifteten; der Bau der Strassen, Autobahnen und Zuggleise; die Zersiedlung der Städte und last but not least die rund 180.000 in Deutschland installierten Strommasten. Dagegen nehmen sich die rund 15.000 Windkraftanlagen (WKA) recht bescheiden aus.

Wieso regt man sich darüber auf? Nun, \"man\" regt sich eigentlich gar nicht darüber auf. Auch wenn das Spiegel-Dossier behauptet, der Widerstand gegen die Windkraft wachse, bleibt die Windkraft unangefochten die Energiequelle, die sich die meisten Menschen wünschen, und zwar nicht nur in Deutschland, sondern auch in der EU und in den USA, vermutlich sogar weltweit ( Der deutsche Erfolg, das niederländische Problem und das amerikanische Desaster).

Der Dichter Botho Strauß, der auch im Dossier zitiert wird, vergleicht die WKA zwar mit anderen industriellen Errungenschaften, sieht die Lage aber trotzdem dramatisch:

Quantifizieren lässt sich das nicht - man verweist lediglich auf \"400.000 Zugvögel\", die den \"Vogelschreddern\" in einem geplanten Offshore-Windpark zum Opfer fallen könnten. Es gibt durchaus aktuelle Studien, die das Gegenteil bei den Offshore-Windparks in der Nord- und Ostsee belegen: z.B. 1 toter Vogel pro WKA / Jahr. Hinzu kommt, dass an den Masten der WKA unter Wasser offenbar künstliche Riffs entstehen, die von Fischen und Muscheln besiedelt werden.

Vor allem aber wird deutlich, dass mit zweierlei Maß gemessen wird, denn die Windkraft muss Ansprüchen genügen, die noch nie an Kohle und Kernkraft gestellt wurden, und wenn die Windkraft die Förderung bekommt, die Kohle und Kernkraft seit eh und je kriegen, wird diese Unterstützung allein bei der Windkraft bemängelt. Erstens ist sehr umstritten, ob die Bilanz der WKAs bei Vögeln überhaupt negativ ist: Zwar werden schätzungsweise 1-3 Vögel pro Jahr/WKA getötet, aber die saubere Luft durch weniger Emissionen entlastet alle lebenden Tierarten ( Die Windenergieanlage als Vogelfalle). Zweitens wird immer angenommen, man hätte die Wahl zwischen Windkraft und unberührten Kulturlandschaften - oder wie es im Dossier heißt \"Geld gegen Landschaft\".

Warum war es bei Kohle anders? Der richtige Vergleich (wenn wir davon ausgehen, dass wir nicht auf Strom verzichten wollen) wäre zwischen Windkraft und anderen Energien wie Kohle und Kernkraft. Dann wird aber der Vergleich schwierig, denn niemand hat jemals wissenschaftlich versucht, die Zahl der durch die Emissionen eines Kohlekraftwerks getöteten Vögel zu ermitteln, sieht man von der groben Schätzung eines kanadischen Ingenieurs ab, der die Zahl der durch Windkraft geretteten Vögel auf 1710 p.a. beziffert

[B]NIMBY - not in my backyard [/B]
Ähnlich sieht es aus, wenn es um die \"Verschandelung\" der Landschaft geht. Dass es zu Widerstand gegen Windparks gekommen ist, wundert nicht, denn die Menschen wehren sich meistens gegen alles, was nach Industrie aussieht, sobald es nebenan stehen soll - ein Phänomen, das auf englisch unter dem Kürzel NIMBY (zu deutsch etwa: nicht in meinem Garten) bekannt ist


[I]Hand aufs Herz: Was finden Sie eigentlich unschön auf diesem Foto? (Mit freundlicher Genehmigung des Bundesverband WindEnergie e.V.)[/I]

Die Menschen wollen sauberen Strom, aber sehen will man davon gar nichts außer der Steckdose. Man wünscht sich wohl ein riesiges Sonnenenergie-Kraftwerk in der Sahara, das durch einen noch nicht erfundenen Supraleiter mit dem Alten Kontinent verbunden ist - und dann bitte ohne diese lästigen politischen Turbulenzen in den dortigen Ländern, die unsere liebe Stromversorgung beeinträchtigen könnten. Ach ja, habe ich vergessen, dass das alles billig sein soll?

Die Kohleindustrie hat schon ganze Dörfer verschlungen und Berge versetzt. Windanlagen können dagegen abgebaut werden - und man sieht nichts mehr. Es findet kein bleibender Eingriff in der Natur statt. Gegen die Kernkraft ist auch protestiert worden, was immer verschwiegen wird, wenn es um die \"Verspargelung der Landschaft\" durch WKA geht. Selbst der Begriff \"Verspargelung\" ist schlecht gewählt, denn viele Süddeutsche kriegen gar nicht genug vom Spargel. Die Landschaft im Badnerland ist jetzt schon vom Gemüse her verspargelt, und das finden alle gut so.

Das Spiegel-Dossier listet Fälle auf, in denen Bürgermeister sich vergeblich gegen den Bau einer WKA kämpfen. Angeblich können sich die Kommunen gegen den Bau von WKA nicht wehren. Das ist zwar richtig, denn die Kommunen können nicht einfach beschließen, dass sie keine WKA haben wollen, genauso wie sie nicht beschließen können, dass sie keine Kohle- und Kernkraftwerke haben wollen. Wenn jede Kommune sich gegen Kraftwerke wehren könnte, würde es keine geben. Die Kommunen können aber durchaus sogenannte \"Vorrangflächen\" für WKA ausweisen.

Laut Josef Pesch, Geschäftsführer der Freiburger fesa GmbH, haben manche Kommunen in Norddeutschland versucht, sich gegen WKA zu wehren, indem sie besonders windschwache Gebiete als Vorrangflächen ausgewiesen haben. Sie wollten damit die Windfirmen abschrecken, aber diese klagten und bekamen recht. Die Gerichte beschlossen, dass auch die Flächen, die diese Kommunen nicht als Vorrangflächen vorgesehen hatten, für den Bau von Windparks nun offen waren. Anders gesagt: Ausgerechnet die Kommunen, die Widerstand geleistet haben, durften am wenigsten über den Standort mitreden. Diese Kommunen fühlten sich übertrumpft, aber sie hatten selbst zu tricksen versucht, ohne die Gesetzeslage ausreichend zu kennen.

Verschwiegen werden im Spiegel dabei die umgekehrten Fälle, z.B. in Freiburg, wo die Bürgermeister sich seit Ende 2003 für den Bau von 2 Windanlagen gegen den erbitterten Widerstand der Stuttgarter Landesregierung gewehrt haben. Die Windanlagen am Schauinsland speisen seit September 2003 Strom ins Netz ein, aber Stuttgart zog im Oktober 2003 die Baugenehmigung zurück - einen Monat danach. Angeblich verschandeln diese WKA die Landschaft. Interessanterweise gibt es keinen nennenswerten Widerstand gegen die WKA im Schwarzwald, wo Umfragen belegt haben, dass zwischen 65% und 83% der Menschen die Windanlagen haben wollen. Der Widerstand kommt aus der fernen schwäbischen Landeshauptstadt - von oben herab.

Das Spiegel-Dossier behandelt sogar die Teilnahme der Gemeinden an lokalen Windparks als \"rechtliche Grauzone\". Die Windindustrie soll also nicht die Gelder, die an die Kommunen zurückfließen, von der Zahl der installierten WKA abhängig machen. Und wenn die Kommunen da mitmachen, sind sie laut Spiegel \"geldgierig\". Worin sich diese Politik von der allgemeinen bundesdeutschen Tagespolitik unterscheidet, verrät der Spiegel nicht. Vermutlich berechnet der Spiegel seine Werbegebühren auch pro Seite.

[B]Apropos Kosten [/B]
Die Windenergie ist offenbar die einzige Energieform - ja, man könnte sagen, die einzige Industrie überhaupt -, die ohne Subventionen auskommen soll. Das Dossier beschwert sich über \"21.750 Euro für jeden der 40.000 Arbeitsplätze in der Windindustrie\". Es wird dabei verschwiegen, dass dies lediglich ein Bruchteil der Subventionen für Kohle ist: Die Subventionen machen für alle erneuerbaren Energien (EE) gerade mal 22 Prozent der Subventionen für die Kohleindustrie aus. Zugleich sind jetzt schon mehr Menschen in der EE-Industrie als in der Kohlewirtschaft tätig: 130.000 gegen rund 90.000. Die Süddeutsche Zeitung schätzt die Zahl der in der Windindustrie Beschäftigen übrigens auf rund 45.000.


Dabei wird zur Zeit sieben mal mehr Energie durch die Kohle als durch EE erzeugt. Anders gesagt: Die EE sind zwar teuer, aber auch arbeitsintensiv - genau das, was ein schwacher Arbeitsmarkt braucht. Das Geld zirkuliert also innerhalb des Binnenmarkts, es wird dabei keine Energie importiert und es entsteht eine kräftige Exportindustrie. Zwar ist der Export in den letzten Jahren bescheiden geblieben, weil zu wenige andere Länder sich zur Windenergie bekannt haben, aber die Zielsetzung in der EU wird bis mindestens 2010 einen Boom auslösen ( Atomkraft wird es auch in Zukunft geben, aber anders als Sie denken), von dem deutsche Windfirmen stark profitieren werden

[B]\"Schattenkraftwerke\" [/B]

Zweierlei Maß, wo man nur hinschaut: Weil die Windkraft so boomt, müssen wohl die Stromnetze mancherorts ausgebaut werden. Dabei werden Stromnetze seit eh und je für jedes große Kohle- oder Kernkraftwerk ausgebaut. Ironischerweise müssen die Stromnetze gerade für EE wenig ausgebaut werden, weil die EE-Anlagen eher klein und dezentral sind, d.h. der Strom wird zunehmend vor Ort statt in entfernten Großkraftwerken produziert.

Der Windenergie wird auch vorgeworfen, sie würde am Ende gar nicht so viel Emissionen einsparen, weil die Großkraftwerke immer unwirtschaftlich herauf- und heruntergefahren werden müssen, was auch noch weitere Kosten verursacht. Die Windindustrie hält dagegen, dass die Windprognosen sehr gute Vorhersagen ableiten lassen. Anfang des Jahres kam es sogar zu einem Streit, weil die großen Energieversorger ihre Preiserhöhungen mit höheren Kosten durch EE begründeten. Angeblich müsse viel Regelenergie in Reserve gehalten werden. Es stellte sich aber heraus, dass die meiste Regelenergie ausgerechnet in dem Netz mit der im Verhältnis wenigsten Windenergie parat gehalten wurde: im RWE-Netz. Außerdem überstiegen die Preiserhöhungen der Versorger in manchen Fällen die Kosten für EE.

Richtig ist, dass der Strom aus EE immer von den Versorgern gekauft werden muss, und zwar unabhängig vom aktuellen Strombedarf. Das schöne neue Wort \"Schattenkraftwerk\" hat sich für diese Regelenergie eingebürgert. Damit sind nämlich nicht etwa die Großkraftwerke selbst gemeint, sondern die durch die EE verdrängte oder vermiedene Produktion durch diese Kraftwerke. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil immer wieder fälschlich behauptet wird, man müsse mehr Kohlekraftwerke bauen, um die Ausfälle der WKA zu kompensieren. Das muss nicht sein.

Anders ausgedrückt: Die großen Kohle- und Kernkraftwerke können immer wieder nicht mit voller Kapazität laufen. Die Kosten für diese sogenannten \"Schattenkraftwerke\" beziffert das Spiegel-Dossier auf 100 Millionen Euro. Der Bundesverband Erneuerbare Energien hält dagegen, dass die Versorger im Jahre 2003 500 Millionen mehr von ihren Kunden verlangt haben, als das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) fordert. Mit anderen Worten: Die Versorger decken ihre Kosten durchaus, verwenden aber offenbar das EEG als Scheinargument für weitere Preiserhöhungen.

[B]Laut Spiegel ist die Windenergie ein deutsches Vorzeigeprojekt wie die deutsche Maut - das hätte TollCollect gerne [/B]
Es stimmt auch nicht, dass Umweltschutzorganisationen Sturm gegen WKA laufen. Neben Greenpeace befürwortet auch BUND die Windenergie eindeutig, wie aus dem Positionsblatt Windenergie hervorgeht:

Der BUND befürwortet den weiteren Ausbau der Windenergie-Nutzung in Deutschland als eine dezentrale erneuerbare Energiequelle. Dieser Ausbau muß in Natur und Mensch schonender und geordneter Weise erfolgen. Windenergie als eine besonders umweltfreundliche und dauerhafte Energiequelle wird bei der Stromversorgung im ökologischen Energie-Mix der nachhaltigen Energiewirtschaft eine wichtige Rolle spielen.

Insgesamt liefert das gesamte Online-Dossier - mit Artikeln seit 1997 - ungewollt eine ausbalanciertere Betrachtung, als es auf den ersten Blick erscheint, denn die Spiegel-Artikel von 1997-2004 zeigen, dass die Argumente der Kritiker sich nicht an den Erfolg der Windkraft anpassen. Schon längst widerlegte Argumente werden immer noch vorgetragen. Es ändern sich nur die Zahlen: Im Artikel von 1997 heißt es, die Windkraft decke lediglich 0,7 Prozent des deutschen Stromverbrauchs. 2004 waren es rund 4%. Die deutsche Maut kann von solchen \"Problemen\" nur träumen.


[B]das zu unserem tollen spiegel, der stets objektiv berichtet [/B] :laugh:

[B]am freitag wurde dann beschlossen, das die windenergie in zukunft mehr gefördert wird![/B]
\"Nordex bleibt eine heiße Kiste. Es hängt viel davon ab, ob sie ihren Finanzierungsbedarf auf Sicht von ca. 1-2 Jahre stillen können. Bei Erfolg darf natürlich mit einer hohen Belohnung im Kurs gerechnet werden.\"

also liebe windfreunde, ihr könnt cool bleiben

mfg
frankpro




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