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Anja ...
Platin
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...   Erstellt am 30.01.2019 - 18:28Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen



Ich kann dich nicht ansehen, denn auf einmal tut es weh.
Wir haben uns blind vertraut, jeden Augenblick geteilt,
haben alles gewusst, was niemand anderes weiß
und jetzt bleibt alles um uns stumm und jeder Atemzug fällt schwer.
Hier liegen alle unsere Träume rum, wir finden keine Worte mehr.




Anja Sophia // Benjamin

Wir wollten so vieles, uns konnte alles gelingen.
Doch dann führt ein das Leben woanders hin.
Wir können nichts daran ändern.
wie soll ich verstehen, dass das alles auf einmal verloren geht.


Nie mehr wie immer.





Signatur

Auf den alten Fotos sehen wir immer noch gut aus
Ich weiß noch, wie ich jeden Tag nichts außer dein Lachen gebraucht hab
Und ganz egal, wie viel Zeit vergeht, du bist jeden Morgen das Erste, das in meinem Kopf auftaucht




Anja Sophia // Benjamin

Ist es zu früh, zu fragen wie es dir geht?
Ist es zu früh, zu sagen, dass du fehlst?
Ich bin ohne dich wie ein Zug, er nach seinen Schienen sucht

Ist es zu früh, zu fragen, ist es zu spät?

Merlin Jonathan 14, Ruben Constantin 6, Casper Emanuel 5, Luzie Philippa 1 und Baby 37. SSW

Anja ...
Platin
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...   Erstellt am 09.02.2019 - 17:27Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen



    Der Anfang vom Ende.

    Ich dachte immer, es wäre nur eine blöde Redewendung. Der Anfang vom Ende. Viel zu dramatisch für meinen Geschmack. Rückblickend muss ich mir eingestehen, dass unser Ende schon 2012 angefangen hat. 2012 war ein ereignisreiches Jahr für uns. Wir waren frisch verheiratet, schwanger mit dem Wunschkind und glücklich in unser Stadt. In Aachen. Benny hat für die Alemannia gespielt. Ich hatte mit meiner besten Freundin Magdalene eine kleine Buchhandlung. Merlin hat die Stadt geliebt. Er hat die Alemannia geliebt. Er hat es geliebt, seinen Patenonkel immer sehen zu können, weil dieser nebenan gelebt hat. Wir waren zufrieden mit unserem Leben, voller Vorfreude auf unser zweites Wunschkind. Doch es kam alles anders. 2012 ist die Alemannia abgestiegen. Benny hat keinen Vertrag für die Folgesaison in der 3. Liga erhalten und er verlor seinen Halt. Eine Zeit lang zog er sich sehr zurück. Selbst die Geburt von Ruben konnte ihn nur wenig aufmuntern. Es änderte sich alles, als wir von der (ungeplanten) Schwangerschaft erfuhren. Ein drittes Kind war so früh nicht geplant, aber irgendwie holte es Benjamin aus seiner Trance. Sein Weg führte ihn zurück in die Heimat. In die Pfalz, wo er groß geworden war. Wo seine Eltern (wieder) lebten und er seine ersten Schritte Richtung Profi-Fußball absolviert hatte. Für mich war es selbstverständlich Benjamin zu folgen, auch wenn dies bedeutete meine Buchhandlung aufzugeben, meinen Sohn aus seiner gewohnten Umgebung zu reißen und meine Familie in Aachen zurück zu lassen. Ende 2012 zog Benjamin dennoch vorerst alleine nach Kaiserslautern. Merlin sollte sein Schuljahr in Aachen beenden können. Casper sollte in Aachen geboren werden. Im Sommer 2013 brachen wir endgültig die Zelte ab und zogen nach Kaiserslautern. Mir war damals nicht bewusst, dass ich das nur für Benny und die Jungs tat. Mir war nicht bewusst, wie sehr ich diese Entscheidung bereuen würde. Ich wollte unsere Familie zusammen halten. Daran ist nichts verwerflich. Aber es hat dazu geführt, dass ich selbst nie in Kaiserslautern ankam. Und somit war der Umzug in diese Stadt unser Anfang vom Ende.





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Ich bin ohne dich wie ein Zug, er nach seinen Schienen sucht

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Anja ...
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...   Erstellt am 13.06.2019 - 10:11Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen



    Heimweh.

    Ich habe Aachen sehr schnell vermisst. Die ersten Wochen in Kaiserslautern haben sich noch wie Urlaub angefühlt. Wir haben gemeinsam die Stadt erkundet, haben Merlin an der Schule angemeldet und die ersten Lebenswochen von Casper gemeinsam genossen. Es war eine schöne Zeit, ohne Frage. Doch als der Alltag klopfte, merkte ich schnell, dass ich noch lange nicht in Kaiserslautern angekommen war. Merlin hatte Startschwierigkeiten in der neuen Schule und war anfangs auch mit dem Fußball nicht so zufrieden. Klar, er kam in eine etablierte Mannschaft und musste sich erst beweisen, war es aber absolut nicht gewohnt auf der Bank zu sitzen. In der Hinsicht war er immer sehr verwöhnt. Er vermisste Aachen. Er vermisste Jonathan. Er vermisste seine alten Freunde und seine Großeltern, die alle plötzlich nicht mehr so schnell erreichbar waren. Aber er kam nach einigen Wochen an. Schloss Freundschaften. Erkämpfte sich einen Platz in der Startelf. Und er war glücklich.
    Während Benny arbeiten ging und Merlin zur Schule, saß ich oft mit Ruben und Casper alleine zu Hause. Ruben, der Wildfang, zeigte schon damals, dass er eine echte Herausforderung ist. Und Casper? Der holte sich einen Infekt nach dem nächsten. Ich hatte also immer ein lautes, aktives Kind und gleichzeitig ein kleines, krankes Baby bei mir. Schlaf kannte ich nicht mehr. Ich war überfordert. Ich vermisste Magdalene, bei der ich mich ausheulen konnte, wenn mir alles zu viel wurde. Ich vermisste meine Eltern, die mir in Aachen immer mit den Kindern unter die Arme greifen konnten. Und mir fehlte der Halt von Benny, der Abends strahlend nach Hause kam und erzählte, wie toll sein Tag war. Dann brachte ich es nicht über's Herz ihm zu sagen, dass es mir absolut nicht gut ging und unsere zwei kleinen Söhne mir jegliche Kraft raubten. Und ich redete mir ein, dass das alles irgendwann besser werden würde. Dass auch ich irgendwann ankommen würde. Dass ich neue Freundschaften knüpfen würde. Vielleicht war das Heimweh irgendwann weniger präsent, als es mit Ruben und Casper langsam besser wurde. Doch das Irgendwann blieb auch nach einem Jahr ein Irgendwann. Und nach zwei Jahren. Und nach drei Jahren. Und auch noch, als ich mit unserer Tochter schwanger wurde.





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