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sonnenschein9
unregistriert

...   Erstellt am 03.01.2006 - 10:07Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


1. Kapitel: Der Sommer kann kommen…


„Liebe Eltern, liebe Schüler, liebe Neulinge
ich heiße euch an diesem herrlichen Samstag willkommen und möchte euch“, der Schulleiter blickte zu den verängstigten, aber dennoch sehr aufgeregten Jungen und Mädchen in den ersten Reihen, „den ersten Schrecken nehmen. Ab dem nächsten Monat beginnt für euch ja ein neuer Lebensabschnitt – die Schule…“ ‚Oh je, war das damals auch so langweilig?!…’, döste ein Junge in der sechsten Reihe.


„Ich möchte euch nun eure Klassenlehrer vorstellen – Ms. Milano für die Klasse A und Mr. Shonan für die Klasse B.“
Beide Lehrer sahen nett aus. Ein kleiner Junge saß zwischen anderen Einschülern. Er war nervös und traurig und doch freute er sich auf die Schule.
„Ich möchte euch, liebe Neulinge, nun bitten“, sprach der Schulleiter wieder, „die kleine Tafel vor euch aufzuheben und zu dem entsprechenden Lehrer zu gehen.“
Ms. Milano und Mr. Shonan hatten dieselben Bilder in der Hand, an der sich die Schulanfänger sich orientieren konnten. Mit zitternden Händen nahmen die Jungen und Mädchen die Tafel in die Hand. Einige Mädchen waren ein wenig traurig, das sie zu Mr. Shonan mussten. Der kleine Junge trat ziemlich unschlüssig und unsicher auf Ms. Milano zu. Sie begrüßte ihn freundlich. Viele Eltern fingen an zu klatschen und die anderen stimmten mit ein.
„Und nun, da ihr alle euern Lehrer gefunden habt, ist die Zeit gekommen, euch zum ersten Mal in dieser Klassen zu bewegen. Ich denke, eine Stunde wird wohl reichen.“ Die beiden Lehrer gingen also in verschiedene Richtungen aus dem Saal in die entsprechenden Klassenräume.
„Zu aller erst möchte ich euch eure Schule zeigen. Hier ist der Kunstraum, in dem ihr mit Ms. Stewart nach Herzenslust zeichnen könnt.“
Sie ging den Gang weiter und kam an eine Tür, auf der einige Kräuter zu sehen waren.
„Und hier lernt ihr mit Mr. Pablo die heimischen Kräuter und Pflanzen kennen.“
Als sie an der letzten Tür ankam, meinte sie, „Das ist die Tür zur Sporthalle. Hier werdet ihr Mr. Shonan wiedersehen, der mit euch und der anderen Klasse Bewegungslehre machen wird.“
Von der Sporthalle ging es dann zwei Treppen höher in einen Raum hinein.
„So, und nun möchte ich, dass ihr euch alle einen Platz sucht.“
Einige gingen zielstrebig zu einer Freundin oder Freund, andere setzten sich unsicher neben irgendwelchen Leuten.
„Nun bitte ich euch, kurz über euch zu erzählen.“
Vorne links ging es los.
„Hey, mein Name ist Sean. Ich komme aus Ashford. Meine Mum ist im Amt angestellt und mein Paps ist Immobilienmakler. Ich habe noch eine kleine Schwester, die in den Kindergarten kommt. Bisher spielte ich am liebsten Fussball mit meinen Freunden aus der Straße.“
So erzählte einer nach dem anderen etwas über ihn. Zum Schluss kam dann noch: „Hi“, quarkte die Stimme leise und unsicher, „mein Name ist Neville. Ich wohne mit meiner Oma zusammen in Faversham. Meine Eltern sind beide schwer krank und leben in einem Pflegeheim in London. Mehr möchte ich dazu nicht mehr sagen.“
Ihm fiel gerade wieder die Geschichte ein, die Oma Augusta ihm erzählt hat:
‚Deine Eltern sind schwer krank, Neville. Sie wurden von einem bösen Zauberer angegriffen. Ja, du hast richtig gehört. Es gibt Zauberer in dieser Welt. Ich bin selbst einer.’, sagte sie und lies ihren Zauberstab tanzen. ‚Doch’, meinte sie ernst, ‚erzähle so etwas NIE irgendjemanden. Das darf KEINER wissen, sonst wirst du noch eingesperrt. Die meisten Menschen glauben nicht an uns.’
Eine Pause trat ein. Alle Anwesenden hatten gelauscht.
„Nun wollen wir mal wieder zurück zu euern Eltern.“, unterbrach Ms. Milano die Stille. Alle Schüler standen auf und gingen hinter Ms. Milano her. Der erste Schreck ist gefallen. Die meisten Schüler unterhielten sich schon. Neville ging verschüchtert neben Sean her und unterhielt sich mit ihm über Fussball. Sie kamen wieder in die Halle. Die andere Klasse setzte sich auch gerade wieder.


Plötzlich wurde Neville hart von der Seite angestoßen.
„Neville, wie kannst du nur?“, flüsterte Anna sauer. „Wir sind gleich dran.“
Neville blickte nach vorn und sah, wie die Erstklässler zu den Lehrern gingen. Es dauerte nur fünf Minuten und die Halle war leer. Nun nahm der Schulleiter wieder Platz am Pult.
„So, und wir wollen die restliche Zeit nutzen und unsere Ältesten verabschieden. Ich übergebe euch nacheinander eure letzten Zeugnisse und dann könnt ihr auf der High School zeigen was ihr könnt.
Anna Smith“, rief der Schulleiter in den Raum.
Ein zierliches Mädchen mit strohblondem Haar ging auf die Bühne.
„Sie waren einer der besten Schüler des Jahrgangs und haben mit ihrer Freundlichkeit den Klassenverband zusammengehalten…“, sprach er weiter und drückte ihr das Zeugnis in die Hand.
Einer nach dem anderem wurde auf diese Art verabschiedet.
„Neville Longbottom.“ Er stand auf und wollte zum Schulleiter gehen, doch seine Hose verfing sich mit dem Saum im Stuhlbein. Neville schwankte und versuchte das Gleichgewicht zu halten. Nach bangen Sekunden hatte er es geschafft und der Stuhl war umgekippt. Ein Lachen ging durch den Raum. Neville richtete seine Kleidung und ging zum Schulleiter.
„Neville, unser kleiner Tollpatsch“, meinte der Schulleiter lächelnd. „Er war immer sehr zurückhaltend und versucht in allen Fächern, das Beste zu geben. Besonders gelang ihm das in Pflanzenkunde. Bereits in der 2. Klasse hatte er ein tiefgründiges Wissen, mit dem er die schulischen Gewächshäuser veränderte. Ihm haben wir es zu verdanken, dass wir auch exotische Pflanzen praxisnah lehren können. Wir wünschen dir viel Erfolg bei deinen nächsten Schuljahren.“
Neville, der inzwischen puderrot war, lächelte gerührt und versuchte dieses Mal unfallfrei seinen Platz zu erreichen.
„So, ich schätze die Neulinge sind auch gleich hier.“, sprach der Schulleiter.
Zu seiner eigenen Überraschung wurde auch gleich die Tür geöffnet und die Erstklässler kamen wieder herein.

Einige Tage später lag Neville total verpennt in seinem Bett, doch an Schlaf war nicht mehr zu denken…


[Dieser Beitrag wurde am 03.01.2006 - 20:15 von sonnenschein9 aktualisiert]




Hilly ...
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...   Erstellt am 03.01.2006 - 10:13Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


schoener teil





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Ohne Euch,
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Wäre alles nicht so weit bekommen.
Wisset, dass es nicht an mir,
sondern an euch liegt.
Ich danke allen, die sich bei der Rettungsaktion beteiligt und solche Anstrengungen auf sich genommen haben.



Skia- bedenke, dass ich dich niemals hergeben werde. Du bist mein Engelchen und wirst es auch immer bleiben. Ich lieb dich


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Alabuster ...

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...   Erstellt am 03.01.2006 - 14:36Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Leist sich gut, auch wenn das mit dem Zeitsprung erst etwas verwirrend war, aber dennoch gut!





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sonnenschein9
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...   Erstellt am 03.01.2006 - 17:24Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Hallöchen

danke an Hily und alabuster. hier nun also der nächste teil.

lieben gruß

sonnenshcien

2. Kapitel: Nevilles geheimer Wunsch


'Oh man', dachte Neville, 'es ist Sonntag'.
Doch es klopfte unaufhörlich seit zwei Minuten so krachend an der Tür, dass an Schlaf nicht mehr zu denken war.
„Aufstehen!“ tönte es von draußen laut.
„Marsch, raus aus dem Bett. Wenn dein Vater dich so sehen könnte...“ endete die Stimme im Gemurmel.
'Widerstand ist bekanntlich zwecklos', dachte Neville. Der Blick auf die Uhr verriet ihm 7.29 Uhr - das abrupte Ende eines schönen Sonntag-Ausschlaf-Morgens. Neville quälte sich aus dem Bett und tapste ins Bad. Nach der Morgentoilette bemerkte er den jetzt schon schönen Tag draußen und zog sich an - ein altes T-Shirt, eine zerrissene Hose und er griff sich zwei verschiedene Socken.
Auf dem Weg in die Küche hörte er das Gemurmel schon.
“…Ach nee, was mache ich bloß...Und wie der Garten aussieht...Ach, da bist du ja endlich“, schimpfte die ältere Frau, als sie Neville sah.
„Ja Oma, ich mach gleich die Beete.“, sagte Neville und ging ohne Murren und Frühstück auf den Hof.
Die ältere Dame - seine Oma Augusta - schaute ihm nachdenklich nach. 'Nein, der arme Jung', dachte sie und schaute noch zu, wie Neville sich Hacke und Harke nahm und in den Beeten verschwand. Dann widmete sie sich wieder ihrer eigenen Arbeit zu - dem Haushalt...
Neville - ein durchschnittlich gebaute Junge von 11 Jahren mit braunem Haar und grünen Katzenaugen - war den ganzen Vormittag mit dem Garten beschäftigt. Er zupfte Unkraut, harkte und erfreute sich an so manch einem Gewächs.

„Mensch, du bist ja immer noch nicht fertig.“, riss ihn die Stimme seiner Oma aus den Träumen. „Der Rasen ist auch noch nicht gemäht und heute kommen Wilhelmina und Henrietta zum Kaffee“.
In ihrer Wut wollte Oma Augusta gerade ein hässliches Stück Unkraut rausziehen. „NEIIIIIN“, schrie Neville geschockt, „Das ist kein Unkraut. Das ist eine besonders seltene Hygnea stratolos. Die blüht nur einmal in ihrem Leben.“
Seine Oma schaute ihn entsetzt an und bemerkte: „Warum kannst du nicht so sein, wie alle anderen Jungs auch? Nein,“ totterte sie, „du verkriechst dich und liest Bücher und pflanzt komische Unkräuter an und behauptest, es sind seltene Pflanzen.“
Im Gehen fügte sie hinzu: „Beeil dich lieber. In einer halben Stunde gibt es Mittag und dann wirst du mit den Beeten ja wohl fertig sein.“
Neville blieb verschreckt zurück und machte sich langsam wieder an die Arbeit...

„Hm...das duftet aber gut.“, meinte Neville als er die Küche betrat. Es gab Hack-Muffins mit Käse überbacken, leckeres Püree und Kichererbsen - sein Leibgericht. „Mit den Beeten bin ich jetzt fertig.“ sagte er und setzte sich hin. „Ich mäh nachher noch schnell den Rasen und dann ist alles vorbereitet für deine Kaffeegesellschaft.“ Oma Augusta nickte. Sie sprachen ein Tischgebet und fingen an zu essen. Das Tischgebet hatten sie sich angewöhnt, weil Oma Augusta sich dadurch ein wenig Heilung für ihren Sohn und dessen Frau erhoffte.
Die Küche sah für manche Leute ein wenig wie eine „Rumpelkammer“ aus. Überall hingen Töpfe, Pfannen, die ganzen Kochutensilien, wie Kellen, Schaumbesen, Kochlöffel und Messer, und Kräuter, wie Knoblauch, Zwiebeln, Basilikum von der Decke. Der kleine Raum war voll, und wenn Neville nicht aufpasste, was er meistens nicht machte, krachte er mit dem Kopf gegen das eine oder andere und es wurde durch die Kettenreaktion laut. Dann kommt seine Oma immer angestürmt und totterte mit ihm rum.
'Was kann ich denn dafür, das hier so viel Scheiß hängt', dachte sich Neville dann immer. 'Warum kann er nicht so sein wie sein Vater, ein bisschen wenigstens...', dachte Oma Augusta dann immer.
Die kleine alte Frau war auch immer herzallerliebst angezogen. Heute hat sie sich extra feingemacht für ihre beiden Freundinnen. Sie trug einen dunkelgrünen, karierten Rock und dazu eine eher merkwürdig aussehende, taubenblaue Bluse. Durch die Stickereien wurde diese noch schrecklicher als sie sowie so schon war. Komisch Formen wie Drachen und Blumen zieren den Rücken, während vorne komische Muster aus Japan der Bluse den letzten Schliff geben. Manch anderer würde bei diesem Anblick das Weite suchen, aber ihr gefiel es. Es war immerhin mal etwas anderes, nicht wie sonst, wo sie im langen, zerrissenen braunen Rock und einer quietschgelben Bluse, die sogar die Gewitterkäfer abscheulich finden, durch die Gegend läuft.
„Wollen wir heute Abend deine Eltern noch besuchen?“ fragte Oma und riss Neville damit aus seinen Gedanken.
„Wollen wir das nicht morgen machen?“ fragte er vorsichtig zurück.
Doch als er den vernichtenden Blick seiner Oma gesehen hat, stimmte er zu. 'Warum fragt sie denn, wenn sie das sowie so schon beschlossen hat?', dachte Neville.
Seine Eltern waren seine Schwachstelle. Immer, wenn es in der Schule darum ging, über die Familie zu reden, musste er lügen. Er konnte ja schlecht sagen:
„Meine Eltern wurden mit einem sehr bösen Zauber so lange gefoltert bis sie kurz davor vorm Tod waren. Dann hatte der damals dunkelste Zauberer eingesehen, dass sie nichts wussten und hat von ihnen abgelassen.“, also heißt es nur:
„Sie sind bei einem Unfall so schwer verletzt worden, dass sie in einem Pflegeheim wohnen.“
Meistens wird Neville komisch angesehen, aber viele sagen dazu schon nichts mehr. 'Ja', dachte Neville, 'meine Eltern haben der dunklen Macht die Stirn geboten.' Er war unheimlich stolz darauf. Jeden Tag schaute er morgens in den Himmel in der Hoffnung, eine Eule würde kommen und ihm den lang ersehnten Brief bringen. 'Dann wäre sogar meine Oma stolz', dachte Neville. ‚Dann erzählt sie mir bestimmt mehr über ihre Welt. Ich würde zu gerne alles erfahren.’
In der Zwischenzeit waren sie beim Nachtisch, leckerer Pfirsichmus mit Vanillesoße, angekommen.
„Deine Eltern wäre stolz auf dich. Ich bin dir für deine Hilfe hier sehr dankbar. Ohne dich müsste ich mir eine kleine Wohnung mieten.“ meinte Oma Augusta versöhnlich. Neville nickte und räumte sorgsam die Teller zusammen.
'Seine Oma macht das hier schon.', dachte er und ging nach draußen den Rasen zu mähen. Tief in Gedanken versunken, ging er den Garten rauf und runter. Ja, dieser Junge wollte in die Fußstapfen seiner Eltern treten. Er wünschte sich nichts weiter, als Zauberer zu werden. So ein einfacher Wunsch, doch leider blieb der Brief mit der Nachricht aus...

„Bist du fertig?“, schrie Oma Augusta von unten hoch. „Komm, lass uns gehen.“
Mit niederhängendem Kopf kam Neville aus seinem Zimmer und stapfte nach unten. Nun sah er bei weitem besser aus - in Jeans und ordentlichem T-Shirt gekleidet. Sie stiegen in das Auto ein und fuhren los.
Nebenbei bemerkt, eine gute Autofahrerin war Augusta nicht. Ständig schimpfte sie die anderen Autofahrer an, weil sie nicht so fuhren wie sie es gerne hätte. Auch Verkehrsschilder schienen sie nicht wirklich zu interessieren. Nach gut zwanzig Minuten waren sie da - das St.-Mungo-Hospital. Neville beschlich nun ein komisches Gefühl. 'Ob sie mich heute erkennen?', fragte er sich.


[Dieser Beitrag wurde am 05.01.2006 - 08:00 von sonnenschein9 aktualisiert]




Hilly ...
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...   Erstellt am 03.01.2006 - 17:52Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


ich mag das





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Alabuster ...

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...   Erstellt am 03.01.2006 - 18:04Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Die Ff ist klasse, schon allein weil sich endlich mal jemand mit Neville beschäftigt, der kommt in den Büchern meist viel zu kurz!





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sonnenschein9
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...   Erstellt am 04.01.2006 - 04:39Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


hallo alabuster,

deswegen habe ich mich ja diesem thema gewidmet

viel spaß

3. Kapitel: Besuch im St.-Mungo-Hospital

Bei der ganzen Folter scheinen ihrer Gedächtnisse völlig gelöscht worden zu sein. Sie konnten anfangs nicht einmal mehr sprechen. Eigentlich konnten sie nur das, was kleine Babys hinbekamen. Die Pflege hier im Krankenhaus haben sie jetzt schon wieder so weit, dass sie sprechen, laufen und einigermaßen normal essen können. Neville wusste nicht, ob sie sich überhaupt irgendwann mal an ihn erinnern, denn immerhin liegt dieser Vorfall schon fast zehn Jahre zurück und sie konnten sich einfach nicht merken, dass sie einen Sohn haben.
Am Pförtner angekommen, musste Oma Augusta ihren Zauberstab, sie war eine sehr gute Hexe, abgeben und Neville die Taschen leeren, weil der Pförtner ihm nicht traute.
'Das macht der absichtlich. Der weiß, dass er mich damit ärgert.', dachte Neville.
„Hallo Alice, hallo Frank.“, sagte Oma Augusta, als sie in das Zimmer trat.
Es war ein trauriger Raum.
Die Wände waren weiß gehalten, obwohl ein wenig Farbe vielleicht besser wäre. Es gab nur einen kleinen klapprigen Tisch, an dem gerade mal zwei Menschen Platz hatten, und zwei ebenso alte Stühle. Eine Vase mit frischen Blumen und eine Zimmerpflanze lenkten die Atmosphäre ein wenig weg vom Krankenhaus, was nicht wirklich gelang.
„Wie geht es euch heute?“
„Schon besser. Ich kann schon Häuser malen, willst du mal sehen?“, antwortete eine hagere Frau.
Ihr Gesicht sprach Bände. An ihrer Mimik, sie versuchte zu lachen, konnte man ganz deutlich sehen, was ihr mal geschehen ist. Sie hatte tiefe Falten und ihrer rehbraunen Augen standen unnatürlich zur Mitte. Ihr braunes Haar hing ihr offen auf die Schultern. Es war strähnig und sehr kaputt. Sie hatte einen Bademantel um die Hüften gelegt und stürzte an den Tisch, um Blatt Papier und Stifte zu holen.
„Ja Liebes, zeig mir mal, was du zeichnen kannst.“, sagte Oma Augusta und setzte sich neben ihr.
Die Hand zur Faust geballt, zwängte Alice den Stift zwischen Daumen und Zeigefinger, und begann zu malen.
Im Zimmer saß noch ein hagerer Mann am Fenster. Er saß einfach nur da und schaute aus dem Fenster. Seine hellblauen Augen waren dunkel umrandet und schon von den Qualen gezeichnet. Die Haare war kurz geschnitten, so dass sie seine schönen hohe Stirn offen legten, und die dunkle Farbe wurde von „weißen Strähnen“ durchzogen. Er war unrasiert und saß ebenfalls im Bademantel da. Neville trat näher an ihn heran.
„Schönes Wetter heute, nicht?“
„Ja“, sagte Neville, „Es ist ideal für die Gartenarbeit gewesen.“
Frank blickte vom Baum auf und sah direkt in seine Augen. Neville versucht ruhig zu atmen.
„Sie haben viel zu tun, stimmt es? Sie haben bestimmt einen großen schönen Garten.“
„Aber Frank“, tönte es vom Bett gegenüber, „das ist dein Sohn. Weißt du das etwa nicht?“
Neville erwiderte einfach nur seinen Blick. Er hatte sich einen Stuhl herangezogen und saß seinem Vater jetzt direkt gegenüber.
„Sohn? Was bedeutet das?“, fragte Frank seine Mutter neugierig.
„Das es euer Fleisch und Blut ist. Neville ist so etwas zu dir, wie du zu mir bist.“
„Aha“, meinte er und blickte wieder aus dem Fenster. Neville wirkte noch betrübter als vorher.
Seine Eltern werden ihn nie erkennen. Er schob seinen Stuhl zurück und wandte sich ab.
„Wo willst du hin?“ fragte Oma Augusta ihn.
„Ich muss mal auf die Toilette.“ log Neville.
Er rannte den Flur hinunter und versuchte die Tränen zu unterdrücken.
„Haben sie dich wieder nicht erkannt?“ fragte eine beruhigende Stimme hinter ihm. Er drehte sich um und sah die Pflegerin Joe. Sie kannte die Probleme und die Umstände.
„Ja, es hat sie wieder einmal nicht interessiert“, schniefte er. Die pummelige Frau mittleren Alters lag ihren Arm um ihn und versuchte ihn zu trösten.
„Aber letzte Nacht hat Alice von dir geredet. Ich habe es genau gehört.“, Neville blickte sie neugierig an, „Sie meinte, dass du ein guter Junge bist, weil du sie immer besuchen kommst.“
Neville wischte sich die Tränen aus dem Gesicht und versuchte zu lächeln. „Sie haben mich also endlich mal wahrgenommen?“
„Ja, das haben sie bestimmt schon lange. Sie konnten es nur nicht so zeigen. Sei unbesorgt, ich bin ganz sicher, dass sie es irgendwann verstehen werden.“ versuchte sie ihn aufzubauen.
„Ach, wenn es doch nur bald wäre.“ seufzte Neville.
„Hast du eigentlich schon deinen Brief bekommen?“ fragte Joe ihn, doch als Neville kopfschüttelnd nach unten blickte, wünschte sie sich, dass sie nicht in die Wunde gestochert hätte.
Sie wusste selbst noch, wie sie damals gewartet hat. Sie wurde auch von Tag zu Tag unruhiger und trauriger.
„Der kommt bestimmt noch“
„Ja, aber wann? Wir haben schon August und die normale Schule geht bald wieder los.“
Neville verließ mehr und mehr der Mut.
„Ach, das wird schon, du musst nur positiv denken. Dumbledore wird dich schon nicht vergessen haben. So, und nun wisch dir die Tränen weg und lass uns zurückgehen.“
Neville nahm das Taschentuch dankend an, wischte sich über das Gesicht und machte sich mit Joe zusammen auf den Rückweg.
Das Bild, welches seine Mutter gemalt hatte, war fertig. Es sah aus wie die Zeichnung einer Fünfjährigen, doch Oma Augusta freute sich darüber. Frank, sein Vater, saß jetzt mit ihnen zusammen an dem Bett und versuchte sich mit Oma Augusta zu unterhalten. „Ach, da bist du ja.“ „Ja, entschuldigen Sie Augusta, aber ich hatte mit ihrem Enkel noch etwas zu besprechen. Es ist nichts Ernstes.“ fügte sie an, als in das erschrockene Gesicht schaute. „Dann verabschiede dich mal, Neville. Wir werden euch morgen, spätestens übermorgen wieder besuchen.“ Neville umarmte seine Eltern und verließ ohne ein Wort das Zimmer. Er schwieg die ganze Heimfahrt über.
„Was ist denn los?“ fragte Oma Augusta schließlich, als sie die Haustür aufschloss. „Ach nichts“, meinte er. „Das glaube ich dir nicht. Man sieht dir doch an, dass dich was bedrückt.“ „Ach, es ist einfach diese Eule. Warum kommt sie nicht? Bin ich wirklich zu blöd, um in die Fußstapfen meiner Eltern zu treten?“, sprudelte es aus ihm heraus. „Es ist doch schon August und in drei Wochen fängt die Schule wieder an. Muss ich denn wirklich Muggelarbeit machen?“ Seine Oma schaute ihn verdutzt an. Sie war es nicht gewöhnt, dass er so viel erzählte. „Ach Jung“, meinte sie und setzte sich neben Neville auf die Couch. „Ich denke nicht, dass Dumbledore dich vergessen hat. Vielleicht ist ihm etwas dazwischen gekommen oder der Eule ist etwas passiert. Der Brief kommt noch, da bin ich mir sicher.“

Bis zum Abend verging der Tag ohne irgendwelche Action. Das Essen verlief schweigsam und auch die gemeinsamen Stunden danach waren still. Neville hatte sich hinter dem Buch „Wundersame Kräuter“ versteckt und blickte nur selten auf. Oma Augusta hatte zwei Stricknadeln verhext, so dass diese ihr eine Pullover mit Muster fertigten. Als auch das Fernsehprogramm nichts mehr lieferte, gingen sie beide in ihre Betten.
Neville schlief nicht sofort ein. Er machte sich Gedanken zum Tag und kam einfach nicht darüber hinweg, dass seine Eltern ihn nicht erkannten und dass die Eule mit dem Brief nicht kommen wollte. Irgendwann zwischen jetzt und gleich schlief er über den Wust der Gedanken ein...

Plötzlich ein Knall...



[Dieser Beitrag wurde am 05.01.2006 - 08:00 von sonnenschein9 aktualisiert]




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...   Erstellt am 04.01.2006 - 11:14Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Ein toller Teil, der arme Neville tut mir so leid! Aber er bekommt ja seinen Brief noch, hoff ich zumindest!





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sonnenschein9
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...   Erstellt am 04.01.2006 - 15:49Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Hallöchen ein neuer teil ist im anmarsch, der letzte für heute. viel spaß damit.



4. Kapitel: Der langersehnte Brief

Seine Oma schrie im Nebenzimmer entsetzt auf. Neville sprang wie von einer Tarantel gestochen aus dem Bett und lief nach neben an. Seine Oma saß sichtlich geschockt auf der Bettkante und versuchte ihren Puls wieder zu beruhigen. „Oma, geht es dir gut?“ fragte Neville besorgt. „Ja, es geht gleich wieder. Was war das?“ „Keine Ahnung. Aber es klang, als wenn es aus der Küche kam.“, meinte er vorsichtig. Oma Augusta warf sich einen kunterbunt geblümten Bademantel über ihr langes, graugemustertes Nachthemd und sie gingen beide nach unten. „Es klang, als wäre der Schrecken zurück.“, jammerte Augusta. „Lumos“, meinte sie und ihr Zauberstab begann an der Spitze zu leuchten. Vorsichtig bewegten sie sich die Treppe hinunter. Immer darauf bedacht, sie würden gleich angegriffen, hielt Oma Augusta ihren Zauberstab in die Höhe. In der Küche angekommen, schien auf den ersten Blick alles in Ordnung zu sein. Neville schaltete das Licht ein. Oma Augusta lief in der Küche herum. „Nichts auffälliges“, sagte sie. „Ich kann hier nichts entdecken.“ Doch plötzlich - krrrrr - Sie blickte zu ihren Füßen, wo sie das Geräusch vermutete. Scherben? Oma Augustas Blick wanderte zum Fenster und da sah sie es. „Neville, das Fenster ist kaputt“, meinte sie und murmelte weiter: „Wie ist das möglich?“.
Neville lief durch die hintere Tür und suchte draußen nach der Ursache - unterm dem Fenster lag ein Vogel. „Oma, ich hab es. Es war ein Vogel.“ Vorsichtig hob Neville ihn auf und brachte ihn ins Haus ins Licht. „Es ist eine Eule.“ meinte seine Oma erstaunt. „Was die wohl wollte?“, fragte Neville und drehte sie um. „Sie hat einen Brief dabei.“, meinte Neville ganz aufgeregt. Er war so nervös, dass er die Schleife nicht aufbekam. Seine Oma hatte Erbarmen und nahm der Eule den Brief ab. „Er ist von Hogwarts.“, schrie Neville erfreut auf. „Ich werde Zauberer.“, sang und tanzte Neville durch die Küche. „Na siehst du, mein Jung. Geduld zahlt sich immer aus.“ Neville nahm den Brief und öffnete ihn in freudiger Erwartung.

„HOGWARTS-SCHULE FÜR HEXEREI UND ZAUBEREI
Schulleiter: Albus Dumbledore

Sehr geehrter Herr Longbottom,
Ich freu mich, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass Sie an der Schule für Hexerei und Zauberei in Hogwarts aufgenommen sind.
Beigelegt befindet sich ein Liste alle Schulbücher und Ausrüstungsgegenständen, die Sie in Ihrem ersten Jahr benötigen.
Das Schuljahr beginnt am 01. September. Der HogwartsExpress fährt um 11 Uhr am Bahnhof in London ab. Bitte schicken Sie mir schnell eine Eule zurück, ob Sie diesen Platz annehmen möchten.

Mit freundlichem Gruß
Albus Dumbledore
Schulleiter“

Es herrschte Stille in der Küche. Nach einer Weile fand Oma Augusta ihre Stimme wieder. „Das freut mich, mein Jung. Nun kannst du deinen Eltern zeigen, dass du in ihre Fußstapfen trittst.“ Neville strahlte über das ganze Gesicht. „Oma, nun erzählst du mir alles?“, fragte er drängend. „Sonst steh ich doch wie doof da.“ „Ja, mein Junge“, sprach sie und setzte sich. „Also zu aller erst sollte ich dir von jenem Mann erzählen, der uns in diese Lage gebracht hat. Deine Eltern waren sehr gute Zauberer, doch es gab auch böse. Voldemort, bitte NENNE IHN NICHT SO, sondern DU-WEISST-SCHON-WER. Er war der mächtigste und böseste von allen. Seine Anhänger, Todesser genannt, gingen vor mehr als zehn Jahre jeden Tag durch die Straßen und versuchten alle Menschen, die ihnen im Weg standen, zu töten. Meistens benutzten sie den schlimmsten aller Flüchen, den es je gab, den AVADA KEDAVRA. Dieser Fluch lässt dich sterben, bevor du den Boden beim Fallen berührt hast.
Deine Eltern kämpften gegen diese Menschen. Doch an einem Wintertag kamen sie zu uns nach Hause und sie wurden von den Todessern Bellatrix Lestrange, Rodolphus Lestrange, Rabastan Lestrange und Bartemius Crouch junior mit dem Cruciatus-Fluch in den Wahnsinn gefoltert. Es war tragisch für alle. Doch einem Jungen erging es noch schlimmer, nämlich Harry Potter. Er müsste auch so dein Alter sein.
Den Gerüchten zu Folge kam Du-weißt-schon-wer ein paar Tage später zu den Potters ins Versteck. Ein gewisser Sirius Black, Freunde von dem Ehepaar, hatte ihm es verraten und den gemeinsamen Freund Peter Pettigrew ermordet. Dafür sitzt er jetzt in Askaban, dem Zauberergefängnis. Du-weißt-schon-wer hat Lily und James Potter mit eben diesem Fluch getötet, doch Harry hat diesen Fluch auf wundersame Weise überlebt und uns von diesem Terror befreit. Du-weißt-schon-wer ist wohl so sehr geschwächt, dass er wohl nie wiederkommen wird. Keiner hat ihn je überlebt, deswegen ist Harry Potter so berühmt. Du wirst ihm sicherlich begegnen.“, meinte Oma Augusta lächelnd. Neville hatte aufmerksam zugehört. „Und nun fahren wir nach London und besorgen meine Sachen?“, fragte er ganz aufgeregt. „Ja, morgen fahren wird dann um 10 Uhr in die Winkelgasse und besorgen dir deine Schulsachen. Ein gute Restnacht, mein Jung.“, sagte Oma Augusta, umarmte ihren Enkel und ging wieder zu Bett. Neville blieb erfreut in der Küche und verarztete die Eule. Sie hatte sich bei dem Sturz gegen das Fenster den Kopf verletzt und musste den Tag noch im Käfig verbringen.
Neville ging wieder nach oben und legte sich ins Bett. Er konnte nur nicht mehr einschlafen. 'Ich bin aufgenommen', ging es ihm freudig durch den Kopf. 'Er hat mich nicht vergessen. Ich werde es der Welt schon zeigen und werd ein guter Zauberer.' Mit einem Lächeln auf den Lippen schlief Neville dann doch irgendwann glücklich ein.



[Dieser Beitrag wurde am 04.01.2006 - 15:50 von sonnenschein9 aktualisiert]




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...   Erstellt am 04.01.2006 - 16:03Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


nur toll





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