Neuer Thread ...
More : [1] [2] [3] [4] [5]


Umfrage

Nur registrierte Mitglieder können Umfragen sehen und abstimmen!

ErstellerThema » Beitrag als Abo bestellenThread schließen Thread verschieben Festpinnen Druckansicht Thread löschen

Isahra 
READY STEADY GO
......



Status: Offline
Registriert seit: 23.04.2005
Beiträge: 17644
Nachricht senden
...   Erstellt am 26.07.2006 - 20:03Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


wieso böse alex=???


Kapitel 14;

„Viel Spaß!“ Alex saß mit Yugi auf dem Sofa und sah zu Isa, die eben zum Lift gehen wollte.
„Wünsch ich dir auch, ich hoffe du hast genug Kondome, ansonsten in meiner Schreibtischschublade liegen jede Menge.“ erwiderte Isa und warf ihr einen gehässig aber freundlichen Blick zu.
„Was?“ Yugi verschluckte sich an seinem Wasser, das er eben trinken wollte.
Alex lief hochrot an: „Was soll das heißen?“
„Ganz einfach, du bist ein Mädchen, er ist ein Junge, ihr seid zusammen und ganz so blöd bist du doch nicht, oder?“ feixte Isa frech. Ihr Blick sprach Bände und Alex wusste nur zugut, dass Isa sie nur auf die Palme bringen wollte.
„Ich bin doch erst 16!“ Alex nahm eines der Kissen und schleuderte es gegen Isa, die es auffing.
„Damit bist du älter als ich damals. Also viel Spaß und treibt es nicht zu wild! Und bitte in Alex` Zimmer, ich muss hier nämlich durch um in mein Zimmer zu kommen!“ Issai warf Alex das Kissen wieder zu und schon schloss sich dir Lifttür und Alex und Yugi waren alleine.
Beide waren hochrot im Gesicht und Alex versteckte sich hinter dem Kissen.
„Hör ihr gar nicht zu… das macht sie nur um mich zu ärgern. Ihre Rache…“ sagte sie dann und ließ das Kissen sinken. Es war schlagartig eine peinliche Stimmung, vor allem da sie und Yugi sich noch immer nicht geküsst hatten.
„Okay…“ hörte sie Yugi sagen und schielte zu ihm. Alex bemerkte, dass er zu ihr sah und sich dann schnell wegdrehte.
„Du hast aber noch nicht an so was gedacht, oder?“ fragte er unsicher.
„Ich? NEIN!“ platzte es aus Alex heraus: „Noch nie! Ich.. also ja… nein… Ich zieh Isa nur immer damit auf, wenn ich kann.“
„Schon gut, vergessen wirs doch einfach.“ schlug Yugi vor, dem das Thema genau peinlich war, wie Alex. Sie waren doch erst vor ein paar Stunden ein Paar geworden, wenn man es überhaupt so nennen konnte.
Er war nervös, das war jetzt das erste Mal das er mit der alleine war, seit sie nun zusammen gingen, es war ein komisches Gefühl und irgendwie hatte er das Gefühl etwas tun zu müssen.
„Schauen wir fern?“ fragte Alex plötzlich und schaltete den Fernseher ein: „Was willst du denn sehen? Wie kriegen mehr als 100 Kanäle rein.“ Ihre Stimme zitterte etwas, da Isa ihr dummerweise gemeine Gedanken in den Kopf gesetzt hatte. Mana war nicht da und ihre andere Cousine war unten in Keller des Hotels und musste ihre verlorene Wette einlösen. Irgendwie wurde ihr jetzt klar, dass sie mit ihrem festen Freund alleine war. Ihr wurde heiß und kalt, sie musste doch etwas tun.
Nach einiger kurzen Zeit schob Yugi seine Hand in Alex` Richtung, bis sich ihre Fingerspitzen berührten.
„Hm?“ Alex sah auf seine Hand und lächelte ihn an, bevor sie seine Hand dann nahm: „Ich bin nervös…“
„Ich auch… ich hatte noch nie eine Freundin.“
„Sagtest du schon mal…“ erwiderte Alex und lehnte sich an seine Schulter.
Yugi schluckte unmerklich und schielte zu ihr. Sie sah so süß aus, wie sie dalag. Ihre Beine angewinkelt auf dem Sofa du noch immer hielt sie seine Hand fest.
„Alex…“
„Yugi?“
„Also…“ Yugi setzte sich auf und drehte sich zu ihr: „Machst du mal die Augen zu?“ Er sah sie zaghaft an und wünschte sich, er hätte noch mal mit seinem Bruder gesprochen und sich eine Rat geholt. Ati hätte jetzt sicher nicht so lange gebraucht und würde sich auch anders verhalten.
„Warum das denn? Dann seh ich doch nichts mehr?“ Alex konnte ihm nicht folgen und stellte sich dümmer an als sie eigentlich war.
„Sollst du ja auch nicht… nur ganz kurz…ja?“ bat Yugi inständig.
„Na gut…“ Alex setzte sich hin und schloss die Augen.
Yugi schluckte den Kloß herunter, der sich in seinem Hals gebildet hatte und kam Alex näher. Es war schwerer als er gedacht hatte, dabei sah es immer so leicht aus, wenn Seto Kira, oder Ati früher Tova geküsst hatte. Ihm brach der Schweiß aus und er zögerte. Er wollte schon, aber es war sein erster Kuss. Yugi kniff die Augen zusammen und holte noch mal tief Luft.
Alex wartete geduldig ab, aber war alles andere als ruhig. In ihrem Inneren zitterte alles vor Aufregung. Sie nahm auch schon seinen Atem war, der ihr leicht ins Gesicht strömte. Und dann endlich spürte sie wie sich ganz vorsichtig und langsam seine Lippen auf ihre legten und ihr einen milden Kuss gaben.
Ein Schaudern durchfuhr sie und sie musste sie Augen aufmachen, um sich davon zu überzeugen, das Yugi sie wirklich gerade geküsst hatte. Als Alex die Augen öffnete sah sie genau ihn Yugis der sie schüchterten ansah, als wüsste er nicht was er sagen sollte. Ruckartig schoss beiden das Blut in den Kopf und sie wandten sich den gegenseitig den Rücken zu.
„Du hast mich…“
„Ja… ich glaub schon…“
„Das war mein erster Kuss… von einem Jungen, der nicht mit mir verwandt ist, oder auf die Backe ging.“ erinnerte sich Alex.
„Meiner auch… ähm… also bist du jetzt böse?“ fragte Yugi nach, der versuchte sich zu beruhigen und das Blut aus dem Kopf zu bekommen.
„Nein… ich freu mich…“ Alex drehte sich wieder zu ihm um und umarmte ihn von hinten: „Das war sogar sehr schön.“
„Findest du? Ich bin mir sicher das mein Bruder …“
„Aber ich will doch dich und nicht Ati!“ unterbrach Alex ihn energisch und drückte sich an ihn.
„Ah… Mhm…“ Yugi musste lächeln: „Ich weiß…“ Er spürte Alex` Gesicht das sich auch seine rechte Schulter gelegt hatte. Unwillkürlich ob er sie Hand und strich ihr durchs Haar, er suchte nach Worten, die er sagen musste. Doch es dauerte eine Weile, bis auch den Mut hatte sie zu sagen.
„Ich liebe dich, Alex…“
„Ich dich auch…“ Alex lächelte und drückte ihm ein Küsschen auf die Wange: „Aber sag mal… gibst du mir noch einen Kuss?“
„Wenn du willst, ja!“ nickte Yugi und sah sie an: „Wenn du mich loslässt, kann ich mich auch umdrehen.“

„Wie lange brauchst du denn?“ Isa lehnte neben der Tür der Sauna, in die sich Aturo doch tatsächlich verzogen hatte. Das Hotel war so nett gewesen sie kostenlos in die Sauna zu lassen und auch noch einen Ruheraum zur Verfügung zu stellen. Der Raum war eigentlich nicht besonders groß, hatte aber dafür eine große Liege in der Mitte die ungeheuer bequem war. Die Wände waren in einem ruhigen Beigeton gestrichen und das Licht sollte der Entspannung dienen, genau wie die ruhige Musik. Zudem gab es Handtücher und duftendes Massageöl.
„Nur Geduld.“ rief Ati aus der Sauna, in der er sich jetzt schon knappe 10 Minuten aufhielt.
„Ich spritz dich mit eiskaltem Wasser ab, wenn ich noch länger hier Rumstehen muss. Es ist spät und ich will heute noch mal ins Bett.“ ärgerte sie sich tierisch. Inzwischen hatte Isa sich auch schon geduscht und wollte nur noch diese Massage hinter sich bringen. Ihre Haare waren noch feucht sie hatte sich auch nur `häusliche Kleidung` angezogen. Kurzum ein einfachen Muskelshirt und eine Boxershorts, war alles was sie anhatte.
Die Tür der Sauna ging auf und ein Schwall Dampf quoll heraus.
„Na endlich, wie lang brauchst du denn, um zu schwitzen?“
„Kommt drauf an was ich grad tu. Aber das waren doch nur zehn Minuten, also beruhig dich wieder, ja?“ erwiderte Aturo und der die Tür wieder zumachte.
Isa brummte nur und sah ihn an. Die Stachelfrisur war eingefallen, sodass die Strähnen herunterhingen. Selbst die blonden Strähnen waren nun recht schlaff, was aber irgendwie ziemlich niedlich wirkte. Zudem hatte Aturo, wie es nach der Sauna typisch war, nur ein Handtuch um die Hüften geschlungen, das ihm aber nicht mal bis zu den Knien ging.
„Du siehst aus… trockne dich ab und leg dich hin!“ Issai drückte ihm ein weiteres Handtuch in die Hand. Auf seinem ganzen Oberkörper glitzerten Schweißperlen, die erstmal weg mussten: „Und was soll das heißen; Kommt drauf an was ich grad tu?“
„Tja, ist doch einfach, je nach dem was ich mach, schwitz ich unterschiedlich stark.“ klärte er auch und trocknete sich brav ab, wobei er aber feststellte, das sie ihm den Rücken zuwandte. Ihre Haare schienen jetzt, wo sie feucht waren, länger zu sein als sonst: „Und warum bist du nass?“
„Ich hab mich gewaschen, oder ist das verboten?“ sagte Isa kühl und sah sich die verschiedenen Düfte an, sie die Öle hatten. Es gab fünf Verschiedene, aber drei schieden schon von vornherein aus. Welcher Junge wollte den schon nach Frühlingsblumen, Rosen oder Holunderbeeren riechen?
„Nein, ich hab doch gar nichts gesagt. Reg dich doch nicht immer gleich so auf. Ich hab immerhin fair und ehrlich gewonnen.“ zuckte er mit den Schultern und sah ihr zu, wie sie sich die Düfte ansah: „Ich hätte ja auch was anders verlangen können. Zum Beispiel, das du mit mir in die gemischte Sauna gehst, oder so was.“
„Ja ja, ich sag doch gar nichts mehr! Also du hast die Wahl… Eukalyptus mit Lotusextrakt oder Moschus.“ Isa drehte sich zu ihm um und hielt ihn die beiden Flaschen hin: „Ich bezweifle das die die anderen Düfte zusagen… Ich würd den Kerl für schwul halten, der sie an seinen Körper lässt.“
„Nett… aber ich vertrau dir. Nimm was du willst, dir klebst ja auch an den Fingern und riechen musst du es ja auch.“ winkte er ab und legte sich hin. Da es ein Kissen gab, schnappte er es sich, drangsalierte es, bis es so lag wie der wollte und legte dann seinen Kopf auf Kissen und Arme. Er sah absichtlich von ihr weg, da ihr Aufzug etwas zu sehr auf ihn wirkte.
„Wenn du meinst, aber ich warne dich, beschwer dich später nicht, wenn ich dir weh tu.“ Isa stellte das Moschuszeug weg und öffnete die andere Flasche.
„Mach ich nicht, aber ich nehm mir die Freiheit zu sagen, wo du mit deinen Händen hinsollst.“ meinte er und zuckte zusammen, als Isa ihm einen Schluck des kalten Öls auf die erhitzte Haut schüttete: „Kalt.“
„Ich weiß!“ Isa grinste vor sich ihn und verteilte das Öl erstmal auf seinem Rücken.
„Das war gemein…“ grummelte er vor sich hin.
„Stell dich nicht so an! Du bist hier das starke Geschlecht und nicht ich.“ Ihre Stimme war recht fröhlich, als sie das sagte, aber dann begann sie damit ihn, wie es sich gehörte zu massieren.
„Hey, du kannst das ja wirklich…“ stellte er fest.
„Ich hab zwei große Brüder, eine Oma und eine Mutter, die immer Jammern, da lernt man so was, aber da du wirklich verkrampft.“ sagte Isa, die eben eine Stelle zwischen linker Schulter und Nacken entdeckt hatte, die total verhärtet war.
„Au… ja, ich weiß ist schon länger so… Seit ich mein Zimmer aufgeräumt hab.“ meinte Ati knapp… „Hey, was wird das?“ Er wollte sich eben aufrichten, da er etwas gemerkt hatte, was er als gar nicht gut einstufte. Doch Isa drückte ihn wieder runter.
„Hab dich nicht so! Ich bin nicht schwer und so komm ich besser ran.“ Sie hatte sich einfach auf seinen Rücken gesetzt.
„Das nicht, aber so kann ich mich nicht mehr bewegen.“ gab er zurück, hatte aber keine Chance mehr hoch zu kommen.
„Geht dir der Arsch jetzt auch Grundeis oder was? Ich ramm dir schon kein Messer in den Rücken! Entspann dich, Kleiner, ich bin auch ganz sanft zu dir.“ versicherte sie ihm. Dann glitten ihre Hände wieder zu der Stelle und versuchten sanft den Krampft zu lösen.
„Sehr witzig, ist mir schon klar, dass du mich nicht gleich umbringst. Zumal es hier kein Messer gibt… Mhmmmmmm… mach weiter…“ Ohne sich überhaupt noch mal zu wehren kuschelte er sich wieder auf das Kissen und schloss die Augen.
„Was machen eigentlich Yugi und Alex?“
„Fernsehen und wenn sie nicht ganz verschüchtert sind knutschen sie etwas, wie jedes Pärchen.“
„Beneidenswert… Verleibt sein ist doch was Schönes…“
„Vermisst du Tovas Anhänglichkeit?“ fragte Isa mit einem frechen Unterton nach.
„Sicher nicht. Es ist nur… Ich vermiss es schon in festen Händen zu sein.“
„Wie darf ich das verstehen?“
Plötzlich wurde Aturos Stimme anderes, als wäre er nicht mehr er selbst. Sie verlor alle Leichtigkeit, dass hatte schon bei seinem vorletzten Satz angefangen, aber erst jetzt viel es Issai auf.
„Ich vermiss es in der früh die Augen zu öffnen und jemanden neben mir zu haben. Mit meiner Geliebten einzuschlafen, nachdem ich eins mit ihr war. Mit ihr zu reden, ohne Worte zu gebrauchen und das sie einfach da ist. Ich sehne mich auch nach dem was alles dazugehört, hier und da ein Kuss, ein liebevoller Blick, einfach nur zusammen sein.“ sagte Atemu und warf ihr einen kurzen Blick über die Schulter zu.
Isa öffnete wie in Trance die Augen: „Das ist lieb, Atemu, ich vermiss dich ja auch.“
„Und warum quälst du mich dann so sehr? Ich will dich endlich wieder zurückhaben. Du bist meine Frau und ich hab’s doch gleich gewusst, dass es nicht gut ist.“ brummte er vor sich hin.
„Süßer, lass es. Glaubst du wirklich das Aturo und Issai noch lange brauchen? Bald sind wir wieder zusammen. Also gedulde dich.“ wandte Isahra ein und gab ihm eine Kuss auf die Wange.
„Ich kann meine Erinnerung eh nie lange wach halten.“
„Noch nicht. Bald.“ verbesserte sie ihn.
„Wann genau ist das denn?“
„Wenn sie zusammen sind und anerkennen das sie mal wir waren.“
„Toll… - AUA!“ Aturo schüttelte sich und sah sie an: „Was war das?“
„Sorry, Kleiner, aber jetzt ist der Krampf weg.“ lächelte Issai ihn an und fragte sich insgeheim, warum sie einen Blackout hatte.
Ihm ging es auch nicht besser aber er lag noch genauso da, wie eben, daher war er sicher nur kurz eingenickt.
„Tat aber weh…“ grummelte er vor sich hin.
„Entschuldige, ich bin in Zukunft zartfühlender.“ sagte Isa und massierte ihn weiter.
Ihre Hände glitten fahrig über seinen Rücken und nach einer Weile beugte sie sich zu ihm hinunter.
Aturo fühlte ihre Haare, die leicht auf seine Kehrseite fielen und wie sich ihre Lippen zärtlich auf die Stelle legten, die sie eben noch schmerzvoll entkrampft hatte.
Sein ganzer Körper war warm und der Duft des Öles, der sich mit Schweißrückständen vermischt hatte, roch verführerisch.
„Was tust du da?“ fragte er nach ohne sich umzudrehen.
„Warts ab… und genieß es, Kleiner, oder soll ich nicht?“ fragte sie zwar, aber ihre Lippen küssten seinen Nacken, die Schulter, das Schulterblatt…

Alex lehnte an Yugi und hielt seine Hand. Sie sahen sich noch immer den Film an, den Alex unbedingt hatte sehen wollen. Das Licht hatten sie beide schon lange ausgemacht du das einzige Licht, war das des Fernsehers.
Yugi dachte ein wenig darüber nach, wie er sich in der nächsten Zeit am Besten verhalten sollte. Immerhin wusste er nicht so recht, was Alex von ihm erwartete, jetzt wo sie Beide ein Paar waren. Komischerweise war er nicht mehr ganz so nervös wie zu beginn des Films.
„Duuuh…“ Alex legte den Kopf schief und sah ihn mit großen leuchtenden Augen an. Sie hielt seine Hand fester und richtete sich etwas weiter auf.
„Was ist denn?“ Yugi spürte wie die Unsicherheit ihn ihm wieder zunahm. Allein Alex Blick hätte genügt um ihn nervös zu machen, aber dann noch dieser Unterton in ihrer Stimme…
„Hast du auch Hunger?“ fragte Alex knapp.
„Was?“ Yugi atmete durch: „Wie kommst du denn darauf?“
„Dein Magen hat geknurrt.“ erwiderte sie und setzte sich hin. Seine Hand musste sie nun leider loslassen.
„Hat er?“ Yugi runzelte die Stirn, aber da meldete sich sein Magen dröhnend mit einem gedehnten Knurren zu Wort.
Alex kicherte: „Ich glaube das heißt wohl ja.“
„Ähm… scheint so…“ Yugi lief hochrot an, das durfte sich wohl nicht war sein. Warum um alles in der Welt, musste sein Magen jetzt zum Knurren anfangen? „Entschuldige… ich …“
„Unsinn, ich bin schuld, weil ich dir nichts außer Cola, Wasser und Saft angeboten, habe.“ schüttelte Alex den Kopf: „Was magst du denn haben? In der Küche gibt es jede Menge.“
„Du brauchst dir doch wegen mir keine Umstände zu machen.“ wehrte Yugi ab.
„Machst du nicht! In der Küche ist eh noch was los, du musst nur sagen was du willst.“ winke Alex ab du fischte umständlich nach dem Telefon, wobei ihr das T-Shirt hoch rutschte, sodass ihr Bauchnabel zu sehen war.
Schnell sah Yugi auf die andere Seite und an die Decke.
„Was ist denn?“ Alex sah ihn verwirrt an und gab ihn dann ein Küsschen auf die Wange: „Also was willst du haben?“
„Also… ich weiß nicht…“ Yugi wandte ihr den Blick wieder zu: „Was willst du denn? Ich weiß doch gar nicht was es hier alles gibt.“
„Hm…“ Alex dachte kurz nach: „Magst du Pizza?“
„Ja, ich mag Pizza, aber keine Hawaii…“ sagte Yugi
„Gut, ich auch nicht… Also was hältst du von Salami, Schinken, Peperoni, Paprika, Tomate und viel Käse.“ schlug Alex vor, die das Telefon auf dem Schoß hatte
„Ja, okay…“ Yugi nickte zögerlich, unter viel Käse konnte man sehr viel verstehen.
„Schön!“ Alex strahlte ihn an und rief in die Küche runter. „Also in 20 Minuten schicken sie sie hoch. Was ist denn?“ Sie hatte seinen Blick bemerkt und den leichten Faltenwurf auf seiner Stirn.
„Seid ihr eigentlich reich?“ fragte er dann nach.
„Reich? Nun ja… Tante Faith verdient schon sehr viel Geld mit der Schauspielerei und dem Singen und Onkel Bruce ist im Moment sehr gefragt. Meine Mutter ist auch immer unterwegs und verdient gutes Geld.“ dachte Alex nach: „Allerdings, Oma verdient ja nichts mehr und lebt von ihren Ersparnissen und Robby verdient auch sein einiges Geld als Rennfahrer. Nun ja, das Hotel lässt uns hier umsonst wohnen und was wir brauchen finanziert das Schulkonto unsere Familie. Also, Essen, Trinken und Schulsachen. Den Rest müssen wir auch von unserem Taschengeld kaufen. Nur Kleider nicht, da gibt zweimal im Jahr Extrageld. Aber ich glaub schon, dass unserer Familie irgendwie reich ist. Warum fragst du denn?“
„Na ja, das alles hier, drei Stockwerke, Vergünstigungen im ganzen Hotel, das Kino, in das wir letztes Jahr umsonst konnten… Jetzt das Essen aus der Hotelküche…“ zählte Yugi auf.
„Ist dir das unangenehm? Ich mein, das meine Familie viel Geld hat?“ wollte Alex verunsichert wissen.
„Nein, so meinte ich das nicht. Du kannst ja nichts dafür, dass ihr so viel habt. Ich find es okay und toll, dass man es dir nicht wirklich anmerkt.“ verteidigte sich Yugi schnell.
„Wie soll das denn verstehen?“ erkundigte sich Alex mit einem undefinierbaren Gesichtsausdruck. Sie wusste nicht ob das eine Beleidigung, oder ein Kompliment sein sollte. Unwillkürlich begann sie an ihren Nägeln zu kauen.
„Ich mein das im guten Sinn. Weißt du, du bist so natürlich und bildest dir auch nichts drauf ein, dass du Geld hast. Wenn man es nicht weiß, dann würde man es auch nicht vermuten. Du schmeißt auch nicht mir Geld um dich, oder bist geizig… einfach normal.“ versuchte er ihr hastig zu erklären.
„Wirklich? Ich bin also normal?“ Alex zog eine Augenbraue hoch.
„Ja… nein, du bist toll und …“
„Ich weiß!“ grinste Alex ihn an: „Du bist so süß wenn du nervös wirst. Ich weiß wie du das gemeint hast.“
Yugi errörte wieder und versuchte zu Lächeln: „Bin ich das??“
„Jaah! Du bist ein…“ Alex überlegte kurz: „… süßer Kuschelbär.“
„Ähm…“ jetzt war Yugi auch noch das restliche Blut in den Kopf geschossen. Er war noch nie als Kuschelbär bezeichnet worden.
„Gefällt dir wohl nicht… Versteh ich schon, immerhin bist du ein Junge und die haben es ja nicht so gern wenn man sie als süß bezeichnet…“ dachte Alex laut nach.
„So meinte ich das nicht. Ich hab nichts dagegen das du mich Kuschelbär nennst, in Sachen Coolness komm ich eh nicht an meine Bruder ran. Allerdings, musst du mich ja nicht gleich in der Öffentlichkeit so nennen, oder?“ meinte Yugi halblaut.
„Wirklich? Ich lass mir auch was Besseres einfallen, wenn du willst. Der Kuschelbär war nur eine spontane Idee. Wenn es dir nicht gefällt, dann musst du es sagen. Ich will nicht, dass ich dir einen Namen geb, der dir nicht gefällt. Du hast ja gesehen, was bei Tova und Ati raus kam.“
„Alex…“ Yugi musste lächeln und umarmte sie: „Du bist echt lieb. Es ist schon okay, ich denke Kuschelbär passt schon irgendwie zu mir. Ich bin eben klein. Soweit wie bei Tova lass ich es nicht kommen, dass versprech ich dir.“
„Ja!“ Alex kuschelte sich plötzlich an ihn und hielt sich fest: „Weißt du was? Ich pass auch viel besser zu dir.“
„Im Vergleich zu wem?“ fragte Yugi und stellte fest, das er sich ihm Moment ziemlich wohl fühlte.
„Zu allen Anderen!“ entgegnete Alex und klaute ihm schnell einen Kuss.
„Kann schon sein… aber darüber denk ich jetzt nicht nach. Sonst komm ich noch zu dem Schluss, dass ich nicht gut genug für dich bin.“ murmelte er vor sich hin.
„Unsinn! Du bist perfekt für mich! Lieb, süß, nett, hilfsbereit und einfach toll.“ widersprach Alex: „Wir müssen nur lernen nicht mehr so schüchterten zu sein. Aber das wird noch!“ zuversichtlich strahlte sie ihn an.
„Dann kann dauern…“ seufzte Yugi, der sich selbst nicht ganz so viel zutraute wie Alex. Aber ihr Strahlen machte ihm schon Mut.
Der Lift verkündete mit einem Klingelton, dass er da war.
„Die Pizza!“ Alex stand wehmütig auf und holte die Pizzaschachtel aus dem Lift und legte sie auf dem Tisch ab.
Yugi wunderte sich nicht wenig darüber, dass die Pizza in einer einfachen Pizzaschachtel war und einfach so auf dem Boden des Liftes stand. Irgendwie hatte er erwartete, dass sie auf einem Teller lag, der auf einem Wagen stand. Zudem war auch kein Besteck da, nur ein paar Servietten lagen auf der Schachtel.
Alex grinste: „Ich hoff du magst Pizza so. Heiß, fettig und mit der Hand essen.“
„Schon…“ Yugi sah ihr zu, wie sie die Schachtel öffnete der Duft entströmte.
Alex zog den Tisch näher an das Sofa und setzte sich im Schneidersitz hin. Dann nahm die eines der Stücke aus der Pizzaschachtel heraus. Der Käse zog lange Fäden und Yugi musste feststellen, dass die Küche wirklich nicht am Käse gespart hatte.
„Nimm dir, ja?“ Alex biss genüsslich in die dampfende Pizza: „Lecker…“
Yugi nahm sich nun auch ein Stück und sah auf die Uhr. Es war schon kurz vor Elf: „Sag mal, weißt du wo Isa und Ati bleiben? Sie sind schon zwei Stunden weg.“
„Keine Ahnung, aber lass sie doch, sie sind alt genug. Wer weiß, vielleicht sitzen sie noch im Whirlpool oder essen unten noch was.“ zuckte Alex mit den Schultern. Im Moment war es ihr auch ziemlich egal, was ihre Cousine tat. Sie war mit Yugi allein und das hatte Vorrang.

„Ati…“ Isa lag noch immer auf dem Rücken und sah Aturo an. Er lang seitlich neben ihr und spielte in wenig mit ihren Haaren.
„Was ist denn?“ fragte er leise und zog sie etwas weiter zu sich.
„Du hast es darauf angelegt, dass wir noch mal miteinander schlafen, oder?“
Ati verzog das Gesicht: „Ich hab nicht getraut dich noch mal offen zufragen.“
„Warum denn?“
„Na ja… nach Weihnachten, da hast du so getan als wäre nie was gewesen, dazu hab ich dir versprochen, dass es einmalig bleibt.“ erklärte er und streichelte ihr durch die Haare.
„Und wie soll`s jetzt weitergehen? Immer wenn du Lust hast, kommst du an und stellst mir eine Falle?“ erkundigte sich Isa: „Immerhin hat es doch geklappt, ich bin dir in die Falle gegangen.“
„Das hab ich nicht gesagt…“ antwortete er, aber dann sagte Ati erstmal nichts mehr. Im war schon klar, das es so nicht weitergehen konnte. Isa war nicht seine feste Freundin und auf Dauer war es keine Lösung mit ihr zu schlafen. Irgendwie tat er sich ja jetzt schon schwer, sich mit einfacher Freundschaft zu begnügen und mit solchen Aktionen wie heute, würde diese an Ende noch in die Brüche gehen.
„Am Besten wär`s wohl wenn ich dich das nächste mal mit kalten Wasser abspritz…“ dachte Isa absichtlich laut nach.
„Vermutlich… Bist du mir böse deswegen?“ wollte er wissen,
„Nein… ich bin ja auch nicht ganz unschuldig daran… Ich kann dir nicht böse sein, dafür hab ich dich zu gern. Außerdem ist ja nicht so, als ob ich nicht gewollt hätte.“ schüttelte sie den Kopf und setzte sich auf: „Sag mal, ist es dir ernst mit mir, oder willst du nur mit mir spielen?“
Aturos Augen weiteten sich, als er das hörte. „Nein! Ich spiel doch nicht mit dir!“
„Aber ich mit dir…“ erwiderte Isa und spürte seinen Blick in ihrem Rücken. Sie konnte sich sein Gesicht nur zugut vorstellen, fassungslos und entgeistert. Dann spürte sie seine Hand sie sich über ihren Rücken schob.
„Dacht ich mir schon. Du hast es gemerkt?“
„Kleiner, ich bin nicht blöd… Allein wie du mir schon immer nachschaust. Eigentlich will ich auch nicht mit dir spielen, aber was soll ich machen? Du treibst mich ja direkt dazu. Ich kann dich nicht zurückweisen, aber vor was Festen hab ich Angst.“ meinte Isa leise und zog die Beine an.
„Ryan? Steckt er dir immer noch so tief in den Kochen?“ Ati raffte sich jetzt auch auf und wollte sie in den Arm nehmen, tat es aber dann doch nicht.
„Ja… irgendwie schon. Ich weiß das es Unsinn ist, aber die Angst ist da.“ Sie umarmte ihre Beine und sah auf ihre Zehen.
„Hab ich denn überhaupt eine Chance in absehbarere Zeit?“
„Ich weiß nicht… Ich weiß nur, das ich dich mag und Angst hab. Was meinst du? Gibst du mir in diesem Punkt noch eine Schonfrist von einigen Tagen?“
„Sicher…“ nickt er und legte sich wieder hin. Am liebsten hätte er gleich eine Antwort bekommen, dann hätte er gewusst was Sache war. Zudem wusste er nicht, was er jetzt machen sollte. Ein unbehagliches Gefühl machte sich zunehmend in ihm breit. Doch dann merkte er, dass Isa sich wieder zu ihm legte und sich an ihn kuschelte. Sie legte sich auf seine Brust und umarmte ihn.
„Was machst du denn?“ wunderte er sich nicht wenig.
„Ich hab keine Ahnung, Ich will jetzt einfach nur bei dir sein…“ sagte sie und schloss die Augen.
„Willst du hier schlafen? Ich finds oben gemütlicher…“ wandte er ein und merkte nicht mal, dass das im Moment wirklich alles andere als passend war.
„Stimmt schon…“ rappelte Isa sich wieder auf und zog sich an.

„Hm?“ Isa blieb in der Tür des Lifts stehen und sah auf das Sofa: „Guck mal.“
Sie deutete auf die Couch auf der Alex und Yugi eingeschlafen waren.
„Süß…“ Ati legte den Kopf schief und musterte das Bild, das sich ihm darbot.
Yugi war offenbar halb sitzend eingeschlafen und Alex hatte die Chance genutzt und sich ihn seinen Armen vergraben. Sie kuschelte sich so eng wie möglich an ihn und hielt sich an ihm fest. Kalt war den Beiden sicher nicht, da irgendwie die Heizung sehr hoch gedreht war, zudem so wie die beiden da lagen, war es unmöglich das ihnen kalt werden konnte.
„Sollen wir sie wecken?“ fragte Aturo nach.
„Nö… Lass sie schlafen. Ist ihre erste gemeinsame Nacht, es sei den du willst ihnen erklären warum du heute bei mir schläfst.“ lächelte Isa ihn an.
„Tja… dann lassen wir sie schlafen.“ erwiderte Ati nachdenklich.
„Komm.“ Isa nahm ihn an der Hand und zog ihn leise durch den Raum. Erst als sie in ihrem Zimmer waren, ließ sie ihn wieder los, dann schloss sie vorsichtig die Tür.
„Dir geht’s wieder besser, oder?“ fragte er unsicher nach.
„Ich denk schon. Aber es war gut, dass du ihn erwähnt hast, irgendwie muss ich diese Erfahrung überwinden. Ich kann nicht nur wegen ihm, meine Gefühle aufgeben und mich verschleißen, wenn ich mich verliebe. Weglaufen davor kann ich eh nicht, na ja, du hast ja gemerkt, was für ein Typ ich bin.“
„Ein sehr Anschmiegsamer, ja, aber soll ich wirklich hier bleiben?“ er drehte sich schnell weg, da sie sich umzog. Irgendwie war es jetzt anders, als vorher. Sie wollte Zeit, aber wenn er sie im Arm hielt, dann würde sicher nicht in die Richtung laufen, wie es sollte.
„Ja…“ Isa stellte sich vor ihn du sah zu ihm auf: „Ich will jetzt nicht allein sein, jetzt nicht du hast Wunden aufgerissen, nun kümmere dich auch um Diese.“
„Ist das deine Art mit mir zu spielen? Du bittest mich zu bleiben, ich deinem Bett zu liegen, aber du gibst mir nicht mehr…“
„Ich weiß, es ist nicht fair. Du hast das eigentlich nicht verdient, dennoch hoffe ich, dass du nicht aufgibst. Oder, hast du Angst das erste Mal ein Spiel zu verlieren?“
Ati sah sie stumm an. Seine Hand glitt durch ihre Haare und ihre Augen schienen ihn einfangen zu wollen: „Du machst hier die Regeln, wie kann ich gewinnen, wenn ich die nicht kenne?“
„Ich weiß nicht, gibt es denn überhaupt Regeln? Allerdings, wenn du mich wirklich haben willst, dann wirst du wohl keine andere Wahl haben. Ich versprech dir aber, dass das Ziel schon bald in Sicht kommt, bis dahin…“ Isa brach ab, stellte sich auf die Zehenspitzen und küsste ihn auf die Nasenspitze.
„Ich muss verrückt sein, mich auf so was einzulassen, aber ich tu`s. Spielen ist ja sowieso mein Hobby. Aber bitte übertreib es nicht und denk dran das ich nur ein Junge bin.“ wandte er ein und sein Blick folgte ihr, als sie zu ihrem Bett ging und sich setzte.
„Wie sollte ich das vergessen. Aber sag mal, du weißt alles über Ryan, aber ich weiß so gut wie nichts über deine erste Liebe. Erzählst du mir was über sie?“ bat Isa und wartete bis er sich ebenfalls weitgehend ausgezogen hatte. In seiner Boxershorts setzte er sich nun neben sie und hatte einen nachdenklichen Blick.
„Warum willst du das wissen?“ erkundigte er sich dann. Ati ließ sich nach hinten auf die weiche Matratze fallen.
„Gleichberechtigung und Neugier. Ich hab immer wieder ihren Namen gehört, Shiho, aber viel mehr auch nicht. Ich kenn Tova, aber sie war deine zweite Freundin und das auch nur, weil du damals traurig warst.“ entgegnete Isa und legte sich auf ihn. Nur Sekundenspäter, spürte sie seine Hand auf ihrem Rücken und er zog seine Knie an, sodass sie dazwischen landete.
„Shiho ist ein Jahr jünger als ich, und war damals auch in meiner Klasse. Sie interessierte sich für Duell Monsters und hatte auch sonst einen ähnlichen Geschmack wie ich. Auch was Kleidung betraf, ich glaub sie was immer der Männerabteilung einkaufen. Sie war zu allen nett und hilfsbereit, egal was war, Shiho hat immer jedem bei allem geholfen. Shiho war ein sehr ruhiger Typ von Mensch, der sich nie über was aufgeregt hat und immer zurückgesteckte. Sie hat auch nie an sich gedacht, was zugeben ein wenig übertreiben war. Zudem war sie auch eher unscheinbar und hat sich gern hinter Büchern vergraben, wenn man sie nicht mitgezogen hat. Sie war einfach lieb und ich hab mich gefreut wenn ich sie zum lachen gebracht hab.“ erzählte er dann mit ruhiger Stimme und merkte gar nicht das er Isa nebenbei streichelte.
„Also ganz anders als ich… Ich bin gegen sie wohl eher impertinent, laut und frech. Wenn ich bedenke was ich alles tu und was nicht…“ wandte Isa ein. Sie auf seinem Bauch lag, ihren Kopf auf ihren verschränkten Armen hatte und ihn ansah.
„Unsinn, du bist nur anderes, aber das ist gut so. Ich hab Shiho wirklich geliebt und darum hab auch mit ihr geschlafen, aber dann sind die weggezogen. Es sah wohl für alle so aus, als hätte sie mir einen Korb gegeben, da kaum jemand wusste, dass ich mit ihr zusammen war. Auf jeden Fall haben wir uns getrennt, als sie nach Chile gezogen ist. Seitdem hab ich nur noch ein paar Briefe von ihr bekommen, aber mittlerweile hab ich keinen Kontakt mehr.“ meinte er und zog Isa etwas höher. Er lächelte ein wenig: „Bist du jetzt zufrieden?“
„Mehr oder weniger… jetzt kann ich mir ein kleines Bild von ihr machen. Allerdings versteh ich nicht, wie du von jemand wie Shiho auf Tova kommst, oder auf mich?“ wunderte sich Isa und kuschelte sich an ihn.
„Menschen verändern sich und ich auch. Tova war ein Fehler, und auch wenn du und Shiho wenig gemeinsam habt, spielt das keine Rolle. Sie hatte auch ihre kleinen Fehler, zum Beispiel hätte sie mich nie vor anderen geküsst, was Tova allerdings dann im übertreiben Maße getan hat. Früher war mir das egal, aber jetzt nicht mehr. Ich bin neidisch wenn ich Kira und Seto immerzu turteln seh.“
„Du auch? Na ja… könnte schlimmer sein. Schlaf gut, Kleiner…“ Aturo spürte noch wie Isa ihm einen Kuss auf die Brust gab du dann kurz danach auf ihm einschlief.

„Alex?“ Mana und Isa standen unten in der Hotelküche und sahen zu Alex die mit einer weißen Schürze und einem Kopftuch zwischen den Konditoren stand.
„Sag mal was machst du denn da? Wir sollen doch niemanden stören.“ sagte Mana ernst und ging zu ihrer Cousine.
„Ich hab doch gefragt und es ist okay. Weißt du in ein paar Tagen ist doch Valentinstag…“
„Der ist Morgen.“ verbesserte Isa Alex.
„Jaja! Auf jeden Fall sind wir in Japan, und die japanischen Mädchen schenken ihren Freunden doch selbst gemachte Schokolade und auch ihren guten Freunden und so, solang es Jungs sind.“ erklärte Alex ihren Aufenthalt in der Hotelkonditorei.
„Du willst Yugi also Schokolade machen?“ fragte Mana aufgeregt nach.
„Sicher doch! Immerhin ist er doch mein Freund.“ nickte Alex lächelte verlegen.
„Das glaub ich einfach nicht. Alex du bist in der Küche unbegabt.“ seufzte Issai und sah auf einen der Konditoren.
„Wir helfen ihr schon. Im Moment schlagen wir eh nur Zeit tot und wir helfen gerne einer Verliebten.“ lächelte der Konditor Isa an.
„Darf ich auch was machen?“ kam es Mana plötzlich in den Sinn: „Ich will was für Ati machen und anstandshalber auch für Mado. Immerhin gibt er sich sehr viel Mühe mit meiner Nachhilfe und ich werde wirklich besser.“
„Klar, komm ich zeig dir wie man Schokolade macht.“ nickte er der Konditor und drückte Mana ein Kopftuch und eine Schürze in die Hand: „Das musst du aber anziehen. Wegen der Vorschriften.“
„Klar!“ Mana strahlte ihn an und setzte sich das Kopftuch auf.
„Ich dachte Aturo hat dir gesagt, das du ihm nicht mehr nachlaufen sollst.“ Alex sah von ihrem Kochtopf auf, in dem sie die Schokolade kochte.
„Schon, aber ich werd ihm doch was schenken dürfen. Immerhin mag ich ihn immer noch und jeder mag Schokolade.“ winkte Mana ab.
„Ja schon, aber er wird doch eh so viel bekommen. Der Kleine ist der begehrteste Single der ganzen Schule.“ sagte Isa, die Mana gegenüber ein mehr als schlechtes gewissen hatte: „Außerdem hast du doch schon was für ihn. Dieses Blumensprachbuch… Warum schenkst du ihm eigentlich so was?“
„Jungs sind einfach schüchtern und damit er sich leichter tut, seiner Geliebten zu sagen das er sie mag. So kann er ihr einfach eine Blume schenken und die sagt dann alles.“ lächelte Mana vor sich hin.
„Das klappt aber nur, wenn seine Angebetete auch weiß, wie diese Blumensprache zu deuten ist.“ dachte Alex laut nach.
„Ähm… ja, das ist auch wieder wahr, aber das klappt schon!“ winkte Mana ab und sah sich die Schokoladenrezepte an. „Wusstet ihr eigentlich was eure Lieblingsblumen bedeuten?“
„Nein und wenn ich ehrlich bin, hat mich das auch nicht interessiert.“ schüttelte Alex den Kopf.
„Dann sag ich’s dir! Sonnenblumen bedeuten; Ich hab nur Augen für dich und rote Nelken; Heiße Liebe!“ grinste Mana Alex an.
„Dann passt das doch! Sie muss nur die beiden Blumen Yugi schenken, dann hat sie alles was sie ihm Sagen will auf einmal und Symbolisch aufgedrückt. Und das wird sicher auch gesünder sein, als eine selbst gemachte Schokolade. Weiß Yugi eigentlich das du eine ganz Süße bist?“ zog Isa Alex auf, die ihr auch prompt einen giftigen Blick zuwarf.
„Hey! Was soll das heißen?“ schnaubte Alex sauer.
„Nur das du sicher eine zu süße Schokolade machst, weil du wieder mal zu viel Zucker nimmst.“ zuckte Isa mit den Schultern.
„Ich tu genau das, was man mir sagt!“ konterte Alex.
„Hört doch auf damit! Hört mir lieber zu! Meine Kamelie bedeutet; Bewunderung und Vollkommenheit. Die weiße Chrysantheme dagegen Wahrheit.“ ging Mana dazwischen und machte sich daran die Zutaten für ihre Schokolade zusammen zu suchen.
„Und Isas?“ fragte Alex mit einem unheilvollen Grinsen auf den Lippen.
„Ähm… Hibiskus steht für zarte Schönheit und der Lotus… da hab ich zwei gefunden, am häufigsten Entfremdung, aber auch Ohne dich gibt’s für mich keinen Frieden.“ meinte sie und stellte alles zusammen, was sie brauchte.
Alex Stirn warf Falten, sie dachte angestrengt nach, wie sie wohl Isa damit ärgern konnte, aber ihr fiel nichts Gutes ein.
„Ich geh dann wieder hoch. Ich hab keine Lust auf Schokolade machen…“ Issai drehte sich um und wollte gehen.
„Warum machst du Ati eigentlich nichts? Er freut sich sicher wenn er von DIR was bekommt.“ sagte Alex so laut, das es in der ganzen Küche zu hören war.
Isa blieb ruckartig stehen und drehte sich zu ihr um, doch Mana kam ihr zuvor.
„Was soll das heißen? Glaubst du das er auf Isa steht?“
„Ja, tu ich, oder besser, ich weiß es! Oder hat er letztens nicht bei dir geschlafen. In deinem Bett. Ihr beide saht echt niedlich aus, wie ihr da Seite an Seite gekuschelt habt.“ Alex’ Blick haftete auf Isa, die sie im Moment mit ihrem Blick töten könnte.
„Im Ernst? Isa!“ Mana drehte sich nun auch zu ihrer Schwester um: „Ist das wahr? Ihr Beide habt in deinem Bett geschlafen?“
„Mana mein Bett ist riesig, aber ja, Wir haben uns noch unterhalten und da Alex und Yugi auf der Couch geschlafen haben, sind wir im mein Zimmer. Da sind wir dann eingeschlafen.“ brummte Isa sauer und giftete Alex mit Blicken an.
„Och, er hat nur Boxer…“
„ALEX!“ Isa nahm die erstbeste Plastikschüssel und warf sie gegen Alex, die sich gerade noch duckte.
„Hey, was sollte das denn? Das ist gefährlich!“ Alex schluckte heimlich und sah auch sie Schüssel, die auf dem Boden gelandet war.
„Halt deine Klappe, dass geht dich einen feuchten Dreck an, wie und wann Ati bei mir übernachtet. Du hast geschlafen und meine Tür war abgesperrt, also hör auf zu spekulieren.“ schrie Isa sie an und verließ die Küche.
„Du hast ins Schwarze getroffen?“ fragte einer der Konditoren.
„Jepp… sieht so aus.“ nickte Alex und sah ihn ihren Kochtopf.
„Das ist nicht fair…“ sagte Mana leise…
„Was?“ Alex sah auf und erst jetzt wurde ihr klar, was sie angestellt hatte. Mana schwärmte immer noch für Aturo und darum hatte Isa auch immer auf stur gestaltet, doch jetzt wusste sie etwas.
„Das Isa und er… Warum nicht ich? Ich bin doch auch in ihn verliebt. Ich mag ihn und bin sicher auch gut für ihn. Sie hat ihn immer nur geärgert und…“ Mana war den Tränen nah, aber sie wusste auch, dass sie Unsinn redete.
„Nun… Mana… Tut mir Leid, aber hast du das wirklich nicht bemerkt? Er und sie… Na ja.“ Alex brach ab und dachte nach. Wie sollte sie das sagen, ohne das Mana gleich in Tränen ausbrechen würde. Zu ihrem Glück, rannte Mana plötzlich los und ließ sie mit den Konditoren zurück.

„Isa!“ Mana fand Isa auf der Couch vor dem Fernseher.
„Mana…“ Isa sah auf und atmete einmal tief durch.
„Ich will die Wahrheit wissen! Was ist zwischen dir und ihm? Liebst du ihn?“ sagte Mana ohne um den heißen Brei herum zu reden und setzte sich neben ihre Schwester.
Issai sah sie an und hielt sich den Kopf, sie musste erstmal nachdenken, wie sie anfangen sollte, dann fing sie aber einfach an.
„Ja, ich glaub schon… Ich fühl mich wohl in seiner Nähe und ich unterhalt mich gern mit ihm. Dass wir uns immer wieder angehen, find ich auch recht lustig.“ sagte sie langsam und gedämpft. Mana zwang sie mit ihrer Fragerei unglücklicherweise auch dazu, sich alles noch mal durch den Kopf gehen zu lassen.
„Warum hast du nie was gesagt, wenn du in ihn verliebt bist?“ fragte Mana ernst.
„Aus verschiedenen Gründen. Am Anfang wollte ich es nicht wahrhaben und auch keinen Freund. Ich wollte ihn nicht an mich ran lassen, das konnte ich einfach nicht. Du hast dich auch sofort in Ati verkuckt und nur noch von ihm geschwärmt. Ich wollte dich nicht verletzten oder dir deine erste große Schwärmerei nehmen. Mana, ich liebe dich und ich wusste nicht was ich tun sollte. Egal was ich auch tun wollte, dich hätte es am Ende verletzt.“ erklärte Isa, was sie sich dabei gedacht hatte.
„Aber das ist doch kein Grund, dass du deine Liebe versteckst.“ wandte Mana ein: „Ich weiß, das ich ständig von ihm geschwärmt hab, aber da war er mit Tova zusammen oder Single. Wenn ich gewusst hätte, das auch du ihn magst, dann hätte ich mich doch anderes verhalten.“
„Das weiß ich, aber wann hätte ich dir sagen sollen? Erst hab ich zugemacht und auf Freundschaft beharrt und als ich mir immer mehr eingestanden hab, das ich ihn mag, hast du sich schon so in ihn reingesteigert, dass es unmöglich war.“ meinte Isa halblaut und sah sie an: „Ich bin ja nicht mal jetzt sicher, was ich wirklich will.“
„Versteh ich nicht. Wenn er doch schon bei dir geschlagen hat, dann magst du ihn auch. Isa ich kenn dich doch, du lässt nur Jungs bei dir schlafen, die du wirklich magst. Außerdem… ich weiß doch, das er nur Augen für dich hat.“ Mana wurde immer leiser, als sie das sagte.
„Was? Seit wann?“ Isa starrte sie fassungslos an.
„Seit wir im Kino waren. Ich hab losgeschrieen weil ich gesehen habe, dass er dich küssen wollte. Ich wusste nicht ob du wach warst, aber er wollte es. Ganz sicher. Da war’s mir eigentlich klar, dass er dich wollte, auch wenn er eine Freundin hatte. Ich hatte nie eine Chance, aber es war schön daran zu glauben.“
„Mana!“ Isa umarmte plötzlich ihre kleine Schwester und drückte sie an sich. Sie hatte Manas Tränen kommen sehen und wollte sie trösten.
„Schon gut, aber ich geb ihn nur deinetwegen auf, verstanden!“ Mana löste sich und sah sie mit traurigen Augen an: „Aber erst wenn du mit ihm zusammen bist. Solange mach ich weiter!“
„Ist das dein Ernst? Du überlässt ihn mir, wenn ich mit ihm zusammen komm?“ fragte Isa unsicher nach.
„Ja! Aber jetzt muss ich wieder runter… Die Schokolade machen. Immerhin, will ich Ati eine schenken. Und Alex hat Recht, du solltest das auch machen. Das zeigt ihm, dass du ihn magst.“ Mana stand auf und ging wieder zum Lift. Dass sie traurig war, sah Isa ihr an, aber auch das Mana es ernst meinte.
Sie wartete bis Mana im Lift war und dieser losfuhr: „Ich hab mit ihm geschlafen… Aturo weiß das ich ihn lieb hab…“

~ End Kapitel 14~

warum ist Alex Böse??





Signatur




Hallo^^ ...*HEUL* Ich weiß nciht, aber ich hab das Gefühl das meine FFS gar ncih tmehr gelesen werden... Schreibt ihr mit kommis?? Ich würd die gerne mal weiterhochladen.
Ich freu mich schon^^^

Yami ...
READY STEADY GO
......

...

Status: Offline
Registriert seit: 09.05.2005
Beiträge: 16363
Nachricht senden
...   Erstellt am 26.07.2006 - 20:26Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


fiese alex^^ so passts besser





Signatur

"Weißt du wieviel Sternlein stehen...."

Isahra 
READY STEADY GO
......



Status: Offline
Registriert seit: 23.04.2005
Beiträge: 17644
Nachricht senden
...   Erstellt am 02.08.2006 - 21:41Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Kapitel 15;

„MORGEN!“ Mana stand vor Atis Tisch und strahlte ihn an. In der Hand hatte sie eine Schachtel, die sie ihm hinhielt.
„Hi, Mana…“ Ati sah sie kopfschüttelend an: „Ich dachte, wir hätten…“
„Ja, ich weiß, aber ich werd dir doch trotzdem was schenken dürfen, oder? Immerhin ist heute Valentinstag und ich wollte dir eine Freude machen.“ unterbrach sie ihn: „Ist nur ein Zeichen unserer Freundschaft.“
„Sicher?“ Ati sah sie verwirrt an und nahm ihr dann das Päckchen ab.
„JA! Mach mal auf!“ nickte Mana eifrig.
„Okay…“ Aturo hob den Decken hoch und ein kleines Geheft sah ihn an: „Was ist das?“
„Eine Blumensprachfibel! Weißt du, ich dachte mir, dass du das gebrauchen kannst. Immerhin gibt es sehr viele Blumen und die haben alle eine Bedeutung. Du hat gesagt, dass du nicht weißt, wie du dem Mädchen, das du magst, sagen sollst, was du empfindest. Mit einer Blume ist das leichter, glaubst du nicht auch?“ lächelte sie.
„Interessant, darf ich mal.“ Kira nahm Ati die Fibel weg und blätterte ein wenig durch. Sie musste zugeben, dass sie es schon ganz nett fand, vor allem, weil Mana alles mit Hand geschrieben hatte.
„Oh Gott… Hast du das selbst gemacht?“ Erst jetzt fiel Aturo die Schokolade auf, die noch in der Schachtel lag.
„Was ist … wow…“ Kira starrte nun auch die Schokolade an.
„Na ja… mir war etwas langweilig und da hab ich das gemacht. Was habt ihr denn?“ wunderte sich Mana. Ihr war nicht klar das ihre Schokoladenfigur eines aufsteigenden Falken, schon fast ein Kunstwerk war.
„Ist das von dir? Oh man, dagegen sieht mein Geschenk für Seto erbärmlich aus.“ seufzte Kira und zog eine Schnute.
„Mana hat das Talent dafür, das ist alles. Ich und Alex sind dagegen wirklich schrecklich, wir versuchen es auch gar nicht mehr. Na ja, Alex schon…“ Issai stellte sich neben Mana und sah auf Atis Tisch: „Ist das alles?“
Sie meinte damit den Berg Schokolade, der sich auf seinem Tisch türmte. Es war wirklich viel und alles so liebevoll eingepackt. Es sah so aus, als würde Ati den ganzen nächsten Monat nur Schokolade essen müssen, wenn nicht noch länger.
„Nein… das ist nur das, was auf meinem Tisch lag… In meinen Spint hab ich noch gar nicht nachgesehen.“ seufzte er und sah sie an.
„Was?“ Isa stürze sich so gut wir möglich auf seien Tisch ab und beugte sich zu ihm hinüber: „Erwartest du was von mir? Kleiner, ich hab Geburtstag, ich verschenk heute nichts, wenn dann bekomm ich was.“
„Ich weiß…“ erwiderte Ati.
„Wie du weißt?“ nicht nur Isa, sonder auch, Seto, Kira und Mana starrten ihn an.
„Alex war so nett, Yugi zu sagen, das er mir sagen soll, dass du heute Geburtstag hast.“ zählte er an den Fingern ab.
„Echt? Heute? Warum hast du nichts gesagt?“ wollte Kira wissen.
„Weil ich nicht feiern werde.“ erwiderte Issai und schob klammheimlich und unbemerkt etwas unter den Haufen Schokoladengeschenke auf Atis Tisch. Wie sie vermutete hatte, hatte es Keiner bemerkt.
„Sie feiert nie, das hat die sich irgendwann mal abgewöhnt.“ nickte Mana.
„Ati!“ Tova drängte sich zwischen Mana und Isa durch und hielt Aturo eine riesige Schokoladencremetorte unter die Nase: „Die ist für dich! Ich hab sie selbst gemacht und mit viel Liebe gebacken. Ich hab drei Stunden gebraucht, aber das war’s wert.“
„Hey!“ Mana landete auf dem Hosenboden du rieb sich den Po: „Kannst du nicht aufpassen? Was soll das überhaupt?“
„Was machst du auch hier? Geh gefälligst in deine eigene Klasse und lass unsere Jungs in Ruhe, du kleine…“
„Lass meine Schwester zufrieden! Sie hat dir nie was getan, also sei gefälligst freundlich zu ihr.“ unterbrach Isa Tova und sah sie tödlich an.
Tova verzog das Gesicht und stellte ihre Torte ab: „Von dir muss ich mir gar nichts sagen lassen, falsche Schlange! Du bist doch an allem Schuld! Ich hab den Kuss im Fernsehen gesehen, Willst du mir denn immer noch erzählen, dass du Ati nicht willst?“ Tovas Gesicht spiegelte ein triumphierendes Grinsen wider.
„Dafür kann sie nichts. Das haben wir so bestimmt.“ wandte Seto ruhig ein.
„Genau, es hätte auch eine Andere treffen können, oder einen Anderen.“ stimmte Kira ihrem festen Freund zu.
„Stimmt. Das war eine interne Abmachung unter den acht Finalisten.“ Ati sah auf die Torte und wusste nicht so recht, was er damit machen sollte.
„Außerdem, wenn ich ihn richtig geküsst hätte, wären ihm die Knie weich geworden.“ lächelte Isa und setzte sich auf ihren Platz.
„Das soll ich euch glauben?“ fragte Tova schnaubend.
„Es ist nun mal so, du Tova-chan, das kann ich nicht annehmen.“ Aturo stand auf und gab ihr die Torte zurück: „Ich hab mit dir Schluss gemacht, da werde ich sicher nicht ein Geschenk von dir annehmen.“
„Was? Aber…“ Tova ließ vor lauter Schreck die Torte fallen, sie auf dem Boden landete und sich schön brav verteilte.
„Na klasse! Und ich hab heut Ordnungsdienst.“ zischte Isa sauer.
„Ich helf dir.“ meinte Ati ruhig.
„Die schöne Torte…“ Mana sah auf die gefallene Torte und dann auf: „Ich geh dann mal, ja? Ich bin neugierig wie Yugi auf Alex` Geschenk reagiert.“ sagte sie schnell und war noch schneller verschwunden.
„Warum willst du ihr helfen? Sie hat Dienst!“ ignorierte Tova Mana und sah auf Aturo, der noch immer vor ihr saß.
„Weil wir befreundet sind und ich dir nicht die Genugtuung gebe, ihr dabei zusehen zu können, wie sie deinen Dreck wegmacht.“
„Kleiner, lass es! Du weißt doch, dass sie mich nur provozieren will.“ wandte Isa ein.
„Na und? Es reicht trotzdem.“ pflichtete Kira Ati bei.
„Tova-chan, du solltest dich auch wieder auf deinen Platz setzten. Du verpestest meine Luft.“ Seto sah sie durchdringend an.
„Ignorant!“ fauchte Tova und zog wieder ab.
„Dein Talent sie loszuwerden, möchte ich auch haben.“ seufzte Ati und sah auf die Torte am Boden: „Schade eigentlich, die hätte sicher gut geschmeckt.“
„Mit Sicherheit, aber du hast ja genug Schokolade. An deiner Stelle würde ich mich zu Hause mal hinsetzten und alles durchkucken. Immerhin, alle haben sich so viel Mühe gegeben.“ meinte Isa und streckte sich.
„Meinst du? Soviel kann ich doch gar nicht essen... Aber okay…“ Ati sammelte alles zusammen und verstaute alle Päckchen in einer Tüte.

„Yugi…“ Alex hatte Yugi nach dem Sportunterricht abgepasst. Eigentlich hatten sie jetzt aus und genau das war es, was Alex beabsichtigt hatte. Jetzt waren alle weg und sie hatte viel Zeit. Sie stand mitten im Schulgarten und sah ihn scheu an.
„Was ist denn?“ Yugi sah sie verwirrt an. Er musste zugeben, dass er noch keinem seiner Freunde was von Alex und sich gesagt hatte, aber so heimlich mussten sie nun auch wieder nicht tun.
„Also… nun…“ Alex lief rot an und holte tief Luft: „Wir sind doch jetzt zusammen und da hab ich dir was zum Valentinstag gemacht. Ich bin aber nicht sonderlich begabt, und na ja… lach bitte nicht!“
„Hm?“ Yugi lächelte sie an: „Warum sollte ich denn lachen?“
„Gut, also hier! Bitte!“ Alex holte hinter ihrem Rücken eine faustgroße Schokolade hervor und hielte sie Yugi hin. Sie hatte sie in Folie eingepackt und traute sich im Moment nicht aufzusehen.
„Ähm… danke…“ Yugi nahm ihr die Schokolade ab und sah sich das Gebilde an, das irgendwie Ähnlichkeit mit einem Kopfsalat hatte, oder einem Kohlkopf. Er starrte es an und überlegte krampfhaft, was das denn sein sollte, den er glaubte nicht das Alex ihm einen Kopfsalat aus Schokolade gemacht hatte. Aber was sollte es denn sein? Er wollte Alex auch nicht entmutigen, oder beleidigen, also blieb ihm nichts weiter, als krampfhaft zu überlegen.
„Du erkennst es nicht?“ fragte Alex nach.
„Es ist schön… Ein schöner…?“ ihm kam immer nur wieder das Wort Kopfsalat in den Sinn.
„Ich hab’s gewusst…“ Alex ließ den Kopf hängen…: „Ich bin eine echte Niete!“
„Ach… Nein! Ich freu mich wirklich… Aber was?“ Yugi sah sie aufmunternd an.
„Eine Rose… das soll eine Rose sein.“ erklärte Alex.
„Eine Rose…“ Yugi musterte die Schokolade und stellte tatsächlich eine entfernte Ähnlichkeit fest.
„Ja..“ Alex verzog schmollend das Gesicht und machte sich selbst Vorwürfe.
„Also, ich finde schon, dass es irgendwie wie eine Rose aussieht. Aber ist doch nicht so wichtig. Du hast dir extra wegen mir so viel Mühe geben.“ erwiderte er schnell und nahm ihre Hand: „Guck doch nicht so. Ich freue mich sehr darüber und essen tu ich die Schokolade doch eh.“
„Wirklich?“ Alex sah ihn an und versuchte zu lächeln: „Das ist so lieb von dir!“
„Ähm…“ Yugi errörte und schmunzelte ein wenig: „Danke, Alex.“
Alex strahlte ihn an und umarmte ihn: „Willst du denn auch mein Valentinsschatz sein? Dann bin ich auch deiner…“
„Ich dachte das bin ich…“ wandte Yugi ein.
„Hm…“ Alex setzte ein seliges Lächeln auf: „Ich liebe dich…“
Irgendwie hatte Yugi das Gefühl, das sie nun was von ihm erwartete, aber er wusste einfach nicht was. Ihr Lächeln mache ihn ganz hibbelig und in seinem Kopf drehte sich alles. Er sah auf seine so genannte Rose.
„Ich dich auch Alex… Wahh…“ Er erschreckte sich, da sie ihn plötzlich sehr nahe kam und ihn ansah.
„Weißt du was? Du bist schüchterner als ich.“
„Ähm… ja… leider…“ gab Yugi zu.
„Kuschelbärchen…“ grinste sie ihn an und küsste ihn.
„Yugi! Alex!“ Tea, Tristan und Joey standen plötzlich hinter ihnen und starrten die Beiden an.
„Was macht ihr denn da?“ wunderte sich Joey, als hätte er nichts gesehen.
Yugi war hochrot geworden und auch Alex glich jetzt einer Tomate.
„Seid ihr etwa ein Paar?“ wollte Tea wissen und biss sich auf die Unterlippe.
„Ähm… ja.“ nickte Yugi unmerklich.
„Hey hey, ich wusste gar nicht, dass du so ein Hengst bist!“ grinste Tristan ihn an.
„Verarsch mich nicht!“ fuhr Yugi ihn an.
„Wer wird denn gleich ausrasten, immerhin bist du der Erste von uns der eine Freundin hat.“ meinte Joey und legte seinen Arm um ihn.
„Seit wann geht das denn mit euch?“ fragte Tea nach.
„Seit dem Turnier… Und was grinst ihr Beide so?“ antwortete Yugi und sah nach links und rechts, von Tristan zu Joey und wieder zurück.
„Erzähl mal, wie ist Alex denn so? Küsst sie gut?“ erkundigte sich Tristan mit neckendem Unterton.
„Und wer hat den Anfang gemacht? Ich dachte immer zu bist zu schüchtern für eine Freundin.“ kam auch schon von Joey.
Yugi stand unsicher zwischen den Beiden und wusste nicht wie er sich aus dieser Lage befreien konnte. Selbst Tea sah ihn nur an und wartete auf eine Antwort.
„Schluss jetzt!“ Alex zog Yugi zwischen den Tristan und Joey heraus: „Das geht euch doch gar nichts an. Und was denkt ihr euch eigentlich, uns ausgerechnet am Valentinstag zu nerven? Habt ihr keine Freundin, oder Freund mit der ihr die Zeit heute verbringen könnt?“
„Alex…“ Yugi warf ihr einen Blick zu.
„Nun ja, ich bin eben gerne Single…“ meinte Joey.
„Und ich warte nur noch auf die Antwort von Serenety…“ seufzte Tristan.
„Euch will doch Keine!“ räusperte sich Tea.
„Hm…“ Joey und Tristan seufzten laut: „Ist nicht wahr!“
„Doch!“ Alex dachte kurz nach: „Sonst wärt ihr jetzt sicher nicht alleine. Yugi, ich wollte dich fragen, ob du heute Abend mitkommst? Wir wollten heute Abendessen gehen und dann noch…“
„Können wir auch mit?“ unterbrach Joey: „Ich hab auch Hunger.“
„Nein, das geht nicht. Nur Paare, also Junge und Mädchen und du hast keine Begleitung.“ wandte Mana ein.
„Dann geh ich mit dir!“ strahlte Joey und deutete auf sich.
„Ich … Also ich geh schon mit jemanden. Ich muss mit meinem Nachhilfelehrer hingehen. Alex und Isa meinen, dass ich den Anstand wahren muss und ihm meine Dankbarkeit zeigen, indem ich ihn mitnehm.“ erwiderte Mana.
„Und du Tea?“ Tristan nahm sie in den Arm: „Wir wär’s denn mit uns Beiden?“
„Spinnst du denn total?“ Tea schob seinen Arm wieder runter. „Ich hab eh keine Zeit. Meine Eltern wollen, dass ich heute zu Hause bleibe.“
„Und wenn du sich als Mädchen verkleidest?“ fragte Joey und musterte Tristan.
„Aber sonst noch was?“ donnerte Tristan zurück.
„Also, Yugi, was meinst du, kommst du mit? Du musst allerdings Abendgarderobe anziehen und was zum Umziehen mitbringen.“ ignorierte Alex die Anderen und sah wieder Yugi an.
„Ich muss fragen, aber ich denke schon, dass das geht. Was genau ist das denn?“ meinte er nachdenklich.
„Lass dich überraschen, ja? Wir holen dich dann ab, so gegen sieben Uhr und dann fahren wir in die Nachbarstadt! Ich freu mich schon!“ Alex küsste ihn noch mal auf die Wange und lief dann weg.

„Das war`s, oder?“ Aturo sah sich den Boden und die Tische an. Die Schokotorte war hartnäckiger gewesen, als er gedacht hatte, aber jetzt sah es so aus, als wären er und Isa fertig.
„Ich hoffe…“ Isa stützte sich auf dem Wischmopp und sah ihn an.
„Was ist?“ fragte er nach und setzte sich auf seinen Tisch.
„Du hast damit gerechnet was von mir zu kriegen, oder?“ Isa legte den Kopf schief.
Ati sah zur Seite und seufzte: „Ich hab`s schon irgendwie gehofft.“ Er hob den Blick und musterte Isa: „Immerhin sind wir ja im Großen und Ganzen mehr als nur Freunde, oder?“
„Wegen unsere Affäre?“ sie lächelte ihn an und ging dann zu ihm.
„So nennst du es?“ Ati verzog das Gesicht.
„Ja, noch ist es Eine, aber du hast schon recht, ganz leer lass ich dich nicht ausgehen. Wobei Du sicher nicht mit so was gerechnet hast.“ schmunzelte sie und hielt ihm ein einzelnes Rosenblatt hin.
„Was?“ seine Stirn warf tiefe Falten und er sah sich das Blatt verdutzt an: „Ist das dein Ernst?“ Mit total verwirrtem Blick in den Augen sah er sie wieder an.
„Ja, ist es. Ein Rosenblatt. Wie gesagt, es ist ein Spiel, Kleiner und du wirst es bis zu Ende spielen müssen. Allerdings hat Mana dir ja schon was geschenkt, was dich schneller voran bringt.“ meinte sie frech, aber auch sanft.
„Hätt ich mir ja denken können, dass bei dir nichts einfach ist.“ entgegnete er.
„Hab dich nicht so. Dabei fällt mir grad ein. Wir haben da so ne Einladung bekommen…“ Isa setzte sich neben ihn.
„Ja, ich weiß, Seto was erwähnt und auch das ihr sicher auch eingeladen seid, ein Essen in einem neuen fünf Sterne Lokal. Sie haben Eröffnung in veranstalten eine Valentinstagsessen oder so.“ fiel er ihr ins Wort und betrachtete immer noch fassungslos das Rosenblatt.
„Genau… Kommst du mit?“ fragte sie ihn direkt.
„Bitte? Ich? Muss das sein? Ich mag solche Anlässe nicht besonders gern… Und warum denn ich?“ Ati ließ das Rosenblatt sinken.
„Weil das was für Pärchen ist und meine Eltern drauf bestehen, das ich hingehe. Alex und Mana müssen das auch. Bitte Kleiner, wenn du nicht willst, dann weiß ich nicht, wen ich sonst fragen soll.“
„Isa…“ Ati sah sie seufzend an: „Soll ich wirklich vorgeben mit dir zusammen zu sein? Du weiß, wozu das führen kann und wird. Außerdem, wenn Alex und Mana dabei sind, warum dann ich auch noch?“
„Weil Alex sicher Yugi mitnimmt und Mana muss Mado mitnehmen. Ich bin dann alleine und das kannst du mir nicht antun.“ bettelte sie ihn an.
„Wieso Mado?“ wunderte er sich.
„Weil Mum meint, wenn er sich schon die ganze Zeit für sie nimmt, soll sie ihn gefälligst auch einladen. Gutes Essen hat noch niemandem geschadet. Was ist jetzt? Bitte!“ winkte sie an und nahm seine Hand.
„Da ist doch sicher Anzug vorgeschrieben, oder? So was hab ich eh nicht und wer sagt, dass ich dir helfe, nachdem ich das hier von dir bekommen hab.“ er hielt ihr das Rosenblatt unter die Nase.
Issai kniff ein Auge zusammen und sah mit dem Anderen nachdenklich an die Decke: „Weil ich Geburtstag hab?“
„Das gilt nicht. Ich hab nämlich was für dich.“ schüttelte er den Kopf.
„Shit…“ ärgerte sie sich, doch dann: „Echt? Warum das denn?“
„Weil man nur einmal 17 wird. Außerdem sind wir doch irgendwie befreundet, oder nicht?“ erwiderte er und lächelte ein wenig.
Isa sah richtig niedlich aus, so wie ihn ansah. Es erinnerte an ein unsicheres Katzenbabygesicht, dass glänzende Augen hatte.
„Das wär nicht aber nicht nötig gewesen…“ meinte sie dann.
„Hier…“ Aturo hielt ihr einen Umschlag hin, der ziemlich dünn war.
Stirnrunzelnd nahm sie ihm den Umschlag ab und öffnete diesen. Ihr fiel ein Blatt Papier auf den Schoß, aber sonst war der Umschlag leer. Sie lege den Umschlag weg und faltete das Papier auf. Ihre Augen weiteten sich als sie die beiden Karten darin liegen sah.
„Das glaub ich nicht… Woher weißt du…?“
„Mein Vater hat mich angerufen und mir gesagt, dass in einem Monat eine Ausstellung gibt. Ich weiß ja, das du dich auch für das alte Ägypten interessierst und ich hoff das du mich mitnimmst.“ erklärte er die beiden Eintrittskarten, die Isa in der Hand hatte. Sie waren für den Tag vor der offiziellen Eröffnung und eigentlich waren solche Karten nicht zu haben.
Issai sah ihn an und umarmte ihn urplötzlich: „Das ist echt lieb von dir! Natürlich nehm ich dich mit.“ Sie strahlte richtig.
„Schon gut, hab ich doch gern gemacht.“ Irgendwie war diese Situation komisch, vor allem, weil er sie jetzt am Liebsten küssen würde, aber es nicht konnte oder besser durfte. Dafür nahm er sie zumindest in den Arm.
„Danke, Kleiner! Aber ich hab jetzt immer noch das Problem, dass ich nicht ohne Begleitung zu dieser Eröffnung kann. Bitte, ich weiß nicht wen ich sonst fragen soll und Yugi ist ja auch da!“ fing Isa wieder an zu betteln.
„Ich bin für so was von gänzlich ungeeignet. Bei so was fühl ich mich nicht wohl… Und guck mich nicht so an, ja? Das zieht nicht…“ wandte er ein und rutschte zur Kante des Tisches. Er musste ihrem Blick ausweichen der zum steinerweichen war. Die Aussicht auf ein Abendessen in Abendkleidung, in einer strengen Atmosphäre gefiel ihm ganz uns gar nicht. Alles würde so steif und aufgesetzt sein. „Zudem musst du zugeben, dass wir dann wirklich wie ein Paar rüberkommen. Genau willst du doch nicht, oder?“
„Unsinn… Ich mag dich, sonst würde ich dich gar nicht fragen. Und ich dachte auch, dass du mich als feste Freundin haben willst.“ sagte Isa und zog eine Schnute.
„Du bist einfach nur unmöglich! Kann es sein das du erst Ruhe gibst, wenn ich zusage mitzukommen?“ knirschte er.
„Hm…“ Issai sprang vom Tisch und sah aus dem Fenster: „Nein… doch… Ich weiß, das ich… Ach egal, bleib ich eben zuhause. Muss ich mich nicht mit diesen Langweilern abgeben und über irgendwelche belanglosen schrecklichen Witze lachen. Und du wirst deine Schokolade durchsehen…“ Ihre Stimme war irgendwie ausdruckslos, so als wollte sie ihm ein schlechtes Gewissen machen.
„Bist du jetzt sauer?“ wollte Ati wissen.
„Nein.“ kam einsilbig von Isa zurück und sie machte sich dran die Putzsachen aufzuräumen. Sie sah ihn nicht an und achtete darauf, dass er nur ihren Rücken sah.
„Doch bist du, aber was erwartetest du von mir? Das ich springe nur weil du was willst? Egal was du sagst, ich komm nicht mit, so eine Beziehung hab ich hinter mir.“ sagte er gerade so laut, das sie es noch hören konnte: „Und wir haben nicht mal eine Beziehung, nur eine Affäre.“ Aturo brummte richtig beleidigt vor sich hin.
Unerwartet nahm Isa seine Hand und küsste die Handinnenfläche: „Ist in Ordnung. Ich kann nicht von dir erwateten das du alles tust, was ich möchte. Ich bin vielleicht ein wenig stinkig, deshalb, aber das legt sich auch wieder. Darüber solltest du dir keinen Kopf machen.“
„Aus dir soll einer schlau werden…“ schmollte Ati jetzt und wandte den Blick zur Seite. Was war jetzt schon wieder mit ihr los, aber irgendwie machte gerade dieses Unberechenbare Issai so reizvoll.
„Nö, dann wär’s langweilig! Außerdem… find ich dich nur allzu süß, wenn du total verwirrt bist.“ sie tippte ihm auf die Nasensitze und schmunzelte ihn dreist an.
„Mit dir hab ich mir ja was eingebrockt… Das heißt, noch nicht… aber…“ Aturo seufzte nur und schloss die Augen.
„Aber bald, nicht? Musst mich eben zähmen, wenn du das willst.“ Sie stellte sich auf die Zehenspitzen und küsste ihn auf die Wange: „Allerdings, solltest du erstmal des Rosenblatt deuten. Bis morgen dann, Kleiner.“
„Hey…!“ Ati konnte gar nicht so schnell reagieren, wie Isa mit dem Mob und dem Eimer Schmutzwasser aus dem Klassenzimmer verschwunden war.

„HILFE!“ Yugi stand vor dem Spiegel und versuchte sich die Fliege zu binden.
„Yugi…“ Yuri hatte ihrem Sohn stirnrunzelnd dabei zugesehen und erbarmte sich nun ihm zu helfen: „… Ich mach das… Halt still.“ Schnell und gekonnt schnürte sie die Fliege und richtete sie ihm auch richtig hin. Irgendwie war sie den Tränen nahe, als sie Yugi musterte, der wie ein perfekter Gentleman vor ihr stand. Mit strahlend weißem Hemd, schwarzer Fliege und einem Anzug, der früher zwar mal Aturo gehört hatte, aber nie getragen worden war. Inzwischen war Ati auch aus diesem Smoking gewachsen, aber dafür passte er Yugi umso besser. Als Yuri gehört hatte, was Yugi heute noch vorhatte, hatte sie die Lederschuhe so blank geputzt, dass sie sich darin spiegeln konnte. Den Frack hatte sie gewaschen und gebügelt, genau wie das Hemd.
„Yuri… Ich hab Hunger…“ Salomon stand in der Tür und sah seine Schweigertochter bittend an.
Yuri hatte vergessen das Essen zu kochen, weil sie so aufgeregt gewesen war. Ihr kleiner Yugi sollte mit seiner festen Freundin in einem Gourmet-Restaurant am Valentinstag zu Abend essen. Das war der Wahnsinn, vor allem, weil es eine Eröffnung war und so ein exklusives Essen eigentlich für sie unbezahlbar war.
„Bestell dir was beim Chinesen, ich hab keine Zeit… Yugi, deine Haare…“ winkte Yugis Mutter abwesend und fuhr mit den Fingern durch Yugis Haare.
„Was ist damit?“ wollte Yugi wissen.
„Aber Yuri….“ sagte Salomon, zog aber dann ab.
„Das geht so nicht… Die stehen ab wie… So kannst du nicht gehen…“ Yuri packte die Haarbürste und machte sich daran Yugis Haare umstylen zu wollen.

Salomon schlurfte die Treppe hinunter und ging zu seinem anderen Enkel ins Wohnzimmer. Er war geknickt, weil heute eigentlich sein Leibgericht auf dem Speiseplan gestanden hatte. Er hatte sich schon so gefreut und nun sollte er sich was bestellen.
„Ati… Ich hab hunger, kochst du uns was?“
„Ich?“ Aturo sah von seinem Berg Valentinsgeschenken auf, der sich gerade durchsah. Es war wirklich mehr als er gedacht hatte, aber da er dieses Jahr Single war, hatte er damit rechnen müssen.
„Jaah.“ nickte Salomon und nahm sich ohne zu Fragen eines von Atis Geschenken und as es auf.
„Ich kann nicht kochen, das weißt du doch.“ wandte Aturo ein und sortierte den Haufen auseinander. Er machte drei Haufen, die Schokolade, die er mochte, die die er nicht mochte und ungenießbare, der besser undefinierbare, denn das gab es auch.
„Bestell dir doch einfach was und lass es liefern.“
„Aber… mein leckeres Curry…“ schniefte Salomon.
„Dann mach’s dir selber, ich kann das nicht.“ meinte Aturo und betrachtete ein Stück Schokolade, das seltsam roch.
„Hm…“ Salomon setzte sich hin und murrte, sein Blick fiel auf den Schokoberg und er griff wieder zu: „Du bist offenbar beliebt.“
„Leider… Ich kann doch nicht jeder was zurück schenken… Ich kenn über die Hälfte nicht mal…“ stöhnte Ati.
„Solltest du auch nur, wenn du ihre Gefühle erwiderst.“ meinte Salomon und futterte unbeirrt weiter. Ihm schmeckte die Schokolade sehr gut, aber er fand es auch schade, dass sich die Mädchen so viel Mühe gemacht hatten, obwohl sie wussten, dass ihre Gefühle nicht erwidert wurden.
„Dann brauch ich mich nicht drum kümmern.“ entgegnete Ati.
„Was? Hat Issai dir denn nichts geschenkt?“ wunderte sich Salomon.
„Ähm…“ Aturo holte seine Geldbeutel aus der Hosentasche und nahm das Rosenblatt raus: „Doch… Das!“
„Aha…“ Salomon runzelte die Stirn und sah ich das Rosenblatt an, als hätte er so was noch nie gesehen: „Das ist… Was soll das bedeuten?“
„Ich weiß nicht… Mana hat mir zwar noch eine Blumenfibel geschenkt, aber ich hab noch nicht nachgesehen.“ zuckte Ati mit den Schultern. Wenn er ehrlich war, hatte er vergessen nachzusehen und sich mit einem Rosenblatt abgefunden. Immerhin, was das immer noch besser als gar nichts von ihr zu bekommen. Ohne dass er es merkte fischte Salomon die Blumenfibel unter dem Schokohaufen heraus und blätterte sie durch.
„Aster… Klee… Mimose… Orchidee… ach da Rosen… Rosen gelb… ohne Dornen… rot… weiß… Rosenblatt…. Du darfst hoffen.“ sagte er dann und sah zu Aturo auf, der ebenfalls den Kopf gehoben hatte.
„Bitte?“
„Ein Rosenblatt heißt: Du darfst hoffen, so seht es hier zumindest.“ erklärte Salomon und begann zu grinsen: „Worauf darfst du denn hoffen?“
„Ich hab keine Ahnung… Ich werd auf ihr nicht schlau, sie ist so…“
„Anders? Aber sehr nett. Ich mag sie und ihre Cousine und ihre Schwester auch. Alex, Mana und Isa sind tolle Mädchen. Nett und lebenslustig. Bist du sicher, dass du nichts Anderes bekommen hast? Wer weiß, könnte doch sein, das sie dir was untergeschoben hat, ohne das du es mitbekommen hast.“ dachte er nach.
„Glaubst du?“ Aturos Blick wanderte über die vielen Päckchen… Das konnte noch lange dauern, bis er damit durch war.
„Das ist er! Yugi Muto!“ Yuri schob Yugi ins Wohnzimmer, damit alle ihn sehen konnten. Seine Haare hatte sie aber am Ende doch nicht anderes Stylen können, weil sie zu störrisch waren. Sie wollten nicht anders, aber ansonsten war sie mit ihm zufrieden.
„Siehst ja richtig vornehm aus.“ meinte Salomon und sah Yugi an: „Weißt du das ich früher öfters auf Empfängen war? Immer in Museen oder so, war stinklangweilig, aber ich hatte auch einen Anzug.“
„Ja hast du schon mal gesagt.“ lächelte Yugi beschämt, weil Yuri ihn auch noch knipste, damit sie ein Bild fürs Fotoalbum hatte: „Bruderherz, was ist eigentlich mit dir? Warum kommst du nicht mit?“
„Ich hab keine Lust und in einem Smoking fühl ich mich unwohl. Da hat man keine Bewegungsfreiheit.“ winkte Aturo ab und erntete unverständige Blicke von seiner Mutter und seinem Großvater.
„Geht’s dir zugut? Du kommst nie mehr in dieses Lokal!“ ärgerte sich Salomon: „Ich wette das Isa dich auch gefragt hat, ob du mitgehst!“
„Hat sie, aber ich will nicht und muss nicht.“ erwiderte Ati und wandte sich wieder dem Berg Schokolade zu.
„Ich dachte du magst sie.“ wunderte sich Yuri. Bekam aber keine Antwort, dafür klingelte es an der Haustür.
„Ich mach auf!“ Salomon hastete an Yuri vorbei und öffnete die Tür: „Komm doch kurz rein, Yugi ist im Wohnzimmer und wartet auf dich!“ Hörten sie Salomon der Alex auch schon ins Wohnzimmer zerrte.
„Hi…“ sie lächelte ein wenig und sah zu Yugi: „Du siehst ja chic aus.“ Ihr gefiel Yugi in dem Anzug sehr gut. Das machte ihn leider auch gleich erwachsener, aber das war nicht so schlimm.
„Danke… Du aber auch.“ entgegnete Yugi, der nicht schlecht staunte, als Alex in einem weinroten Abendkleid vor ihm stand. Es war schlicht geschnitten und ging bis zum Boden. Zudem war eine rote Stickerei an der rechten Seite, wo sich auch ein Schlitz bis zum Knie hochzog. Es war nicht weit ausgeschnitten und die Ärmel waren leicht und aus einem flatteigem Stoff. Ihre Haare hatte sie seitlich hochgesteckt, sodass wie links lang nach unten fielen.
„Das ist gut, ich hab gehofft, dass ich dir gefalle. Hast du alles? Mado fährt heute, da Isa ja ZUHAUSE sitzt.“ sagte Alex und lächelte Yugi dabei immer noch an.
„Ich weiß!“ donnerte es von Aturo zurück: „Und ich hab kein schlechtes Gewissen!“
„Ich meinte ja nur… sie ist alleine und du…“ Alex zuckte mit den Schultern: „Aber wir sollten los.“
„Ja ist gut.“ nickte Yugi und schnappte sich seinen Rucksack, der neben der Tür stand.
„Bringst du ihn heute wieder her, oder schläft er bei euch?“ fragte Yuri interessiert nach. Sie wusste nicht so recht, ob sie wach bleiben sollte oder nicht. Immerhin war es das erste richtige Date, das ihr Zweitgeborener hatte.
„Er kann bei uns schlafen. Wird sicher sehr spät. Ati, du bringst doch morgen seine Schulsachen mit, ja?“ Alex ging zu Ati und sah ihm zu, wie er sich durch die Päckchen arbeitete.
„Ja, kann ich machen. Viel Spaß und verdirb mir meinen Bruder nicht, ja?“ entgegnete er und warf ein Stück Schokolade in den Müll, da er Schokolade mit Walnüssen nicht leiden konnte. Inzwischen hatte er sich abgewöhnt ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn er seine Valentinsschokolade entsorgte, denn es war so viel, das er sie eh nie schaffen würde. Solange die Mädchen es auch nicht wussten, war es eh egal, sie würden es nie erfahren.
„Freut mich…“ Alex` Blick wanderte über die ganzen Päckchen und dann zog sie ein ziemlich Kleines heraus: „Das suchst du doch oder?“
„Hm?“ Aturo sah sie verwirrt an und nahm ihr die kleine Schachtel ab. Es war gerade mal fünf Zentimeter breit, neun Zentimeter lang und ein einhalb Zentimeter hoch. Es war mit einem braunen Elefantenpapier eingewickelt und wirklich sehr unscheinbar, wenn er es mit allen Anderen verglich.
Alex lächelte ihn an und legte den Kopf schief: „Schönen Valentinstag!“
„Alex, kommst du?!“ Yugi stand in der Tür und wartete.
„Ja! Auf wiedersehen!“ Alex verneigte sich vor Yuri und Salomon und ging dann mit Yugi aus dem Haus.
Salomon wartete bis die Tür zu war, dann sah er zu Ati, der das kleine Päckchen anstarrte: „Was ist das?“ fragte der Großvater.
„Ich weiß nicht…“ erwiderte Ati und entfernte das störrische Papier. Die Schachtel war blau und der Deckel ließ sich leicht abnehmen, das Erste was Ati dann anlachte, war ein Rosenblatt.
„Ach nee jetzt, oder? Schon wieder eins?“ seufzte Salomon, der mit was Anderem gerechnet hatte.
„Das ist wohl ihre Vorstellung davon mir das Leben zu erschweren.“
„Wessen Vorstellung?“ fragte Yuri neugierig nach.
„Isas wessen sonst. Alex hat schon gewusst, warum sie mir das Päckchen in die Hand gedrückt hat.“ dachte Aturo laut nach und nahm das Rosenblatt erstmal aus der Schachtel. Er sah in die Schachtel, machte sie zu und stand auf: „Ich bin in meinem Zimmer.“
Yuri und Salomon sahen ihn nur von hinten.
„HEY! Und die ganze Schokolade!?“ rief seine Mutter ihm hinterher.
„Schenk ich euch!“ kam als Antwort zurück.
Aturo sperrte seine Tür von innen ab und setzte sich auf sein Bett. Die kleine Schachtel legte er vor sich auf die Decke und sah sie an. Kurz danach öffnete er sie wieder und holte den Inhalt raus, das Rosenblatt und dann eine kleine flache Schokolade. Sie war vielleicht sechs Zentimeter hoch und drei Zentimeter breit und hatte die Form einer Kartusche. Selbst der Rand war einritzt und sollte wohl ein Kordelmuster darstellen. Aber das wohl genialste an dieser Schokoladenkartusche waren wohl die Hieroglyphen. Sein Name war in Hieroglyphen geschrieben und feinsäuberlich in die Schokolade geritzt. Es musste eine Ewigkeit gedauert haben jedes einzelne Zeichen so klein und genau in die Schokolade zu ritzen. Erst jetzt merkte er, dass auch auf der Rückseite etwas in Hieroglyphen stand, und zwar Atemu.
„Das glaub ich nicht…“
Ati ließ sich zurückfallen und dachte nach. Jetzt keimte doch ein Funken schlechten Gewissens ihn ihm. Immerhin hatte er Isa an ihrem Geburtstag und am Valentinstag alleine sitzen lassen.

„Da sind wir…“ Mana stieg in ihrem Abendkleid aus dem Auto und sah auf das Lokal, in das die VIPs strömten. Alle waren edel gekleidet und alles waren Paare.
„Dann gehen wir mal.“ Mado schloss seinen Wagen ab. Auch er hatte sich gezwungener Maßen in Schale geschmissen und hatte seine Haare zu einem Zopf gebunden.
„Jaah!“ Mana war ungewöhnlich gut drauf und nahm sogar den ihr angeboten Arm von Mado an.
„Ich dachte sie mag ihn nicht.“ wunderte sich Yugi.
„Das sagst du nur so. Ich wette insgeheim findet sie ihn toll.“ grinste Alex und hackte sich bei ihm ein.
„Nimm das zurück!“ fuhr Mana herum und sah Alex ernst an.
„Mana!“ Mado zog sie zurück: „Benimm dich! Du vertrittst heute deine Familie.“
„Ja und? Wir sind alle durchgeknallt!“ brummte Mana vor sich hin.
„Stimmt, aber das muss die ganze Welt ja nicht gleich wissen, oder?“ meinte Alex, die fest vorhatte sich von ihrer besten Seite zu zeigen. Sie wollte Yugi nicht blamieren, indem sie sich unmöglich benahm.
„Aber genau das macht euch so liebenswert!“ kicherte Yugi amüsiert.
„Echt? Meinst du?“ Alex sah ihn verwirrt an.
„Ja!“ nickte Yugi heiter.
„Dich hast echt erwischt, oder?“ schmunzelte Mado, während sie zu Eingang gingen.
„Willkommen!“ der Restaurantbesitzer verneigte sich vor ihnen und lächelte zuvorkommend: „Ich freue mich, das sie kommen konnten, sie sind?“
„Shimboku.“ erwiderte Alex freundlich.
„Ah, ich weiß, Herr Shimboku hat uns ja mitgeteilt, dass er leider nicht kommen kann, aber seine Töchter und Nichte würden ihn und seine Frau dennoch gerne vertreten. Aber… Ich dachte es wären drei junge Damen…“ stellte er fest, als er Mado, Alex, Mana du Yugi ansah.
„Ja, meine Schwester fühlt sich nicht sehr wohl. Sie verstehen, die normalen Unpässlichkeiten einer Frau.“ log Mana ihn eiskalt, aber freudig ins Gesicht.
„Das tut mir sehr leid, ich hoffe dass sie sich bald wieder besser fühlt. Folgen sie mir doch zu ihren Plätzen.“ bedauerte er und führte die vierer Gruppe zu einem Tisch. Er war für sechs Leute gedeckt.
Der ganze Raum wurde von Kerzen erleuchtet und war mit roten und weißen Rosen beschmückt. Der Boden war mit rotem Teppich ausgelegt und eine ruhige Musik erfüllt den Raum. Die Tische und Stühle waren aus einem goldgelben Metall gearbeitet und mit rote Polster sorgten für einen bequemen Sitz.
„Wow…“ Yugi sah sich interessiert um, er war noch nie in einen so edlen Raum gekommen. Noch nicht mal gesehen hatte er einen Vergleichbaren, nur auf den Bildern, die seine Mutter sammelte. Yuri war nämlich begeistere Sammlerin von allem was mit Schlössern zu tun hatte.
„Schön, nicht?“ lächelte Alex und sah ihn zuversichtlich an.
„Nur keine Angst… Du schaffst das…“ nuschelte Mana unsicher vor sich hin. Es war ungewohnt für sie nur mit Alex zu derartigen Anlässen zu gehen. Sie war auch noch nicht oft bei solchen Veranstaltungen gewesen. Ihre Mutter und ihr Vater hatten es immer verboten, oder waren dabei gewesen.
„Ganz ruhig!“ Mado lächelte ihr zu und wartete bis sie sich gesetzt hatte, erst dann nahm auch er Platz.
„Und jetzt?“ Yugi sah sich um, aber es schien nichts zu passieren.
„Wir warten auf das Essen.“ meinte Alex und nahm seine Hand.
„Solang können wir ja reden. Also, Yugi…“
„Ja!“ Yugi sah zu Mado, der ihn eben Angesprochen hatte.
„Ich wollte schon immer mal wissen, von wem du so gut Duell Monsters spielen gelernt hast.“ erwiderte Mado.
„Oh… von meinem Großvater. Alles was Ati und ich können hat er uns beigebracht und wir dann selbst weiter entwickelt.“ antwortete er.
„Und du, Mado? Ich weiß so wenig über dich!“ fiel Mana ein.
„Ich bin nicht sonderlich interessant.“ winkte dieser ab.
„Ach komm schon! So uninteressant kannst du doch gar nicht sein, dass es uns langweilen würde.“ widersprach Alex.
„Wenn ihr meint… ich studiere gerade und finanziere meine Ausbildung mit Nachhilfe. Hobbymäßig bin ich Zauberer, mit dem ich auch ein wenig Geld verdienen kann, da ich hin und wieder auf Geburtstagen auftrete. Ansonsten… Meine Eltern haben eine Pension auf dem Land, aber da es dort keine entspreche Schule gibt, bin ich hierher gezogen. Ich wohn im Studentenwohnheim.“ erklärte er kurz und bündig.
„Wie ist es denn da?“ wollte Mana wissen.
„Laut. Es ist immer irgendwo was los, aber sehr lustig. Nur manchmal würde ich mir mehr Ruhe wünschen, damit ich mich auf mein Studium konzentrieren kann.“ seufzte Mado: „Ich hab immer so viel zu tun, das ich kaum Zeit zum Schlafen hab. Arbeiten und lernen gleichzeitig strengt schon an.“
„Das glaub ich dir, aber du wirst kaum eine andere Wahl haben, oder? Es sei denn du hättest ein Stipendium.“ entgegnete Alex.
„Du kannst aber auch bei uns lernen und ich les nebenbei ein Buch!“ grinste Mana.
„Ja, leider, aber es gab Bessere als mich und nein Mana! Ich brauch das Geld, das ich für deine Nachhilfe bekomme und deine Noten müssen noch besser werden.“ erwiderte Mado ernst.
„Stipendien sind leider sehr schwer zu bekommen und selbst wenn man ein hat, muss man sehr hart arbeiten, um es zu behalten.“ meinte Yugi nachdenklich.
„Das stimmt. Wenn man unter einen bestimmten Durchschnitt fällt, dann ist man weg vom Fenster. Die Uni schmeißt einen dann raus. Willst du dich denn für ein Stipendium bewerben?“ fragte Mado nach.
„Nein ich nicht. Aturo hat sich in Kairo beworben, für das übernächste Schuljahr. Aber wir haben zu wenig Geld um die Uni zu bezahlen, daher kann er nur gehen, wenn er das Stipendium bewilligt bekommt.“ erklärte Yugi.
„Kairo? Da wollte Isa doch auch hin, oder?“ erinnerte sich Mana an ein Gespräch, das sie mal vor längerem geführt hatten.
„Ich glaub schon, sie will ja Ägyptologie studieren, wenn sie mit der Oberschule fertig ist. Aber Yugi, Wenn Ati sich da beworben hat, sind die Chancen doch sehr klein, das er ein Stipendium bekommt, soweit ich weiß, vergeben die nur drei pro Jahr.“ fiel Alex ein.
„Ja, das stimmt, aber er hat es versucht wir werden dann mal weitersehen.“ lächelte Yugi.
„Egal! Essen!“ Mana sah den Kellner der die Suppenteller brachte kommen.

„Hm?!“ Isa hörte den Ton des Fahrstuhls und sah auf die Uhr. Es war gerade mal neun Uhr, also viel zu früh für Mana und Alex. Die beiden wollten doch mit Yugi und Mado noch in eine Disko gehen, wenn das Essen vorbei war.
Verwirrt stand sie von ihrem Bett auf und ging zur Tür. Sie hatte auch nur ein viel zu großes schlabbriges Hemd an und ihre Haare waren alles andere als ordentlich.
Sie zog die Tür auf und erstarrte ihm ersten Moment, genau wie ihr gegenüber.
„Du?“ brachte sie dann halb verschlafen heraus.
Aturo hatte die Hand noch zu einer Faust geschlossen, da er gerade klopfen wollte und musterte Isa.
Das Hemd war halb offen und hing an einer Seite so tief, das die ganze Schulter frei war. Wenn noch ein Kopf mehr offen gewesen wäre, würde man sicher zu viel sehen.
„Ja… also…“ Er schüttelte sich und lenkte seinen Blick in ihr Gesicht.
„Wie kommst du hier hoch?“ wunderte sich Isa.
„Mit dem Lift… stör ich grad?“ erwiderte er hastig. Eigentlich hatte er den Rezeptionist solange genervt und auf ihn eingeredet, bis er ihn hoch gelassen hatte. Zugeben konnte er das aber nicht.
„Nein, ich kuck nur fern… was willst du?“ Issai sah ihn verwirrt an. Mit ihm hatte sie nun wirklich als Letztes gerechnet.
„Ich hab die Schokolade durchgekuckt und da hab ich was gefunden…“ meinte Ati unsicher und sein Blick schweifte wieder tiefer: „Himmel, ziehst du dir bitte was an! Man kann dich so ja gar nicht ansehen.“
„Schoko… Ach so, ja… Ich hab nicht damit gerechnet das du alles durchkuckst.“
„Alex hat sie mir in die Hand gedrückt.“ klärte er auf.
„Alex… wie auch immer… Aber warum bist du jetzt da?“ seufzte Isa und kratzte sich am Hinterkopf. Das er sie gebeten hatte sich umzuziehen, hatte sie einfach ignoriert. War doch sein Problem, wenn er unangemeldet hier auftauchte.
„Wegen dir… Also ich… Willst du jetzt mit mir zusammen sein oder nicht? Ich hab keine Lust mehr zu spielen!“ sagte er plötzlich sehr ernsthaft und kniff die Augen zusammen, obwohl er auf den Boden sah.

„Das war lecker!“ Mana lehnte sich zurück. Sie waren gerade beim Hauptgang gewesen. Es hatte Rinderrückenfilet mit Prinzesskartoffeln, Babybohnen im Speckmantel und Salat gegeben. Die Küche war wirklich sehr gut gewesen und jetzt freute sich Mana schon auf den Nachtisch.
„Du isst wie ein Scheunendrescher.“ stellte Mado fest.
„Gar nicht wahr. Ich hatte nur Hunger!“ rechtfertigte sich Mana laut.
„Nicht so laut, ja?“ Alex sah Mana ernst an: „Es stimmt doch auch.“
„Tja… Echt?!“ Mana sah zu Yugi, der noch immer die Hälfte auf seinem Teller hatte. Er und die Anderen waren noch lange nicht soweit wie Mana.
Yugi schweig dazu und aß weiter. Es schmeckte ihm sehr gut, auch wenn es europäische Kost war. Seine Mutter machte nie solche Sachen, aber vermutlich kannte sie nicht mal sie Rezepte dafür.
„Ja, warte mal, du hast da Soße…“ Mado fuhr Mana mit dem Finger über den linken Mundwinkel und wischte ihr den Rest Soße weg.
Mana starrte ihn darauf hin an, als wüsste sie nicht, was eben passiert war.
„Mana…?“ Alex sah sie an und dann auch Mado, der einen ähnlichen Blick hatte.
„Hey, ihr beiden, wenn ihr euch ineinander verliebt, dann kann ich Yugi ja entführen und euch allein lassen. Aber pass auf Mado! Mana ist fünf Jahre jünger als du!“
„Was? NEIN!“ Mado und Mana zuckten schlagartig zusammen und sahen zu Alex.

~ End Kapitel 15~


^und wie wars??





Signatur




Hallo^^ ...*HEUL* Ich weiß nciht, aber ich hab das Gefühl das meine FFS gar ncih tmehr gelesen werden... Schreibt ihr mit kommis?? Ich würd die gerne mal weiterhochladen.
Ich freu mich schon^^^

Yami ...
READY STEADY GO
......

...

Status: Offline
Registriert seit: 09.05.2005
Beiträge: 16363
Nachricht senden
...   Erstellt am 20.08.2006 - 19:19Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


sry..konnte vorm urlaub keinen Kommi schreiben.....


merh





Signatur

"Weißt du wieviel Sternlein stehen...."

Isahra 
READY STEADY GO
......



Status: Offline
Registriert seit: 23.04.2005
Beiträge: 17644
Nachricht senden
...   Erstellt am 21.08.2006 - 12:18Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Dachte ich mir, du warst lang nciht da^^

Kapitel 16;

„Schon wieder sieben?“ Mana setzte sich gähnend zu Alex und Yugi an den Sofatisch, auf dem das Frühstück stand.
Sie alle waren erst um kurz nach Mitternacht zurückgekommen und todmüde ins Bett gefallen. Nach dem Essen waren sie zu viert noch in eine Disko gegangen, dass war gegen 22Uhr gewesen. Aber weil wieder Schule war, mussten sie früher gehen und dann gleich ins Bett.
Yugi hatte auch nicht bei Alex geschlafen, dass war ihm irgendwie noch zu früh und wahrscheinlich hätte er kein Auge zugetan, wenn Alex dicht neben ihm geschlafen hätte.
„Ja aber du bist heute mal nicht die Letzte. Isa schläft auch noch.“ lächelte Alex ihre Cousine an und nippte an ihrem Kaffee.
„Im Ernst? Eigentlich ist die doch eine Frühaufsteherin…“ meinte Mana und begann sich ein Brötchen zu schmieren.
„Schon, ich hab schon geklopft, aber sie schien noch zu schlafen.“ nickte Alex.
„Solltet ihr sie dann nicht wecken? Die Schule fängt schon bald an und sie muss sich ja noch fertig machen.“ wandte Yugi ein, der ein Bötchen as.
„Hm… eigentlich stimmt das…“ Mana wollte gerade aufstehen, als sich Isas Tür öffnete.
„Morgen!“
„Morgen? Du siehst aus, als wärst du gerade aus dem Bett gefallen.“ meinte Alex, als sie Isa sah. Ihre Haare waren alles andere als gekämmt und sie war auch nicht richtig angezogen. Ein Hemd und eine Boxershorts, mehr nicht.
„Hm, kommt daher, weil ich das mehr oder weniger bin. Ich bin einfach nicht aus dem Bett gekommen.“ zuckte Isa mit den Schultern und strahlte ziemlich heiter.
„Geht’s dir gut?!“ fragte Mana unsicher nach.
„Sieht so aus…“ wunderte sich Alex, die eigentlich mit was anderem gerechnet hatte. Sie hatte gedacht, dass Isa nach ihrem einsamen Geburtstag nicht so gut drauf wäre und nicht so ein vergnügliches Gesicht aufsetzen würde.
„Hast du gut geschlafen?“ erkundigte sich Yugi.
„Schon… mehr oder weniger.“ Isa setzte sich auf den Boden vor die Couch und sah sich die Auswahl an, die das Hotel hoch geschickt hatte.
„Redest du jetzt mal Klartext oder was?“ brummte Alex verstimmt. Ihre Cousine kam ihr so komisch vor, aber dann erklärten sich alle ihre Fragen.
„Morgen!“ ertönte eine weitere Stimme, mit der weder Mana, Alex noch Yugi gerechnet hatten.
„Ati?“ Yugi verschluckte sich an seinem Bissen und starrte seinen Bruder an, der sich hinter Isa auf Sofa setzte und sie zwischen seine Beine nahm.
„Du?“ Mana starrte ihn an, da er nur eine Boxershorts trug und auch Alex runzelte die Stirn.
„Hattest du so ein schlechtes Gewissen, das du doch noch her bist?“ fragte sie nach.
„Schon möglich.“ Aturo klaute Isa die Tasse Kakao, die sich gerade eingeschenkt hatte und trank einen Schluck.
„Hey…“ Isa legte den Kopf in den Nacken und sah ihn an: „Das ist Meiner!“
„Was… wo? Wo hat du geschlafen?“ wollte Yugi unsicher wissen.
„Bei Isa, wo denn sonst?“ antwortete Ati und stellte die leere Tasse wieder ab, ohne auf Isas Einwand zu reagieren.
„Also… Dann seid ihr…“ Mana seufzte laut und sah zu Isa: „Du hast mich wohl beim Wort genommen, oder? Ich und meine große Klappe.“
„Sicher hab ich das! Du hast gesagt, dass du ihn endgültig aufgibst, wenn ich mit ihm zusammen bin. Zudem stand er plötzlich da und hat mich gefragt, ob ich nun mit ihm gehen will, oder nicht. Was sollte ich denn bei so einem Ultimatum tun?“ zuckte Isa mit den Schulten und lächelte Mana an.
„Na toll und ich hab mich noch gefragt, ob du dich nicht langweilst.“ sagte Alex und stopfte sich einen Stück Schinken in den Mund.
„Und ich hab gedacht, das Ati zuhause bleibt, wie er es eigentlich vorhatte.“ stimmte Yugi Alex zu.
„Was denn? War eine Spontanentscheidung.“ grinste Ati und zog Isa zu sich hoch.
„Hier… probier mal, Tiger.“ Isa sah ihn über die Schulter hinweg an und hielt ihm ein Brötchen mit einem seltsamen Aufstrich unter die Nase.
„Tiger?!“ Mana sah ihre Schwester an, als hätte sie eine Meise.
„Was ist das?“ fragte Ati, der Mana einfach absichtlich überhörte.
„Iss einfach.“ schmunzelte Isa vor sich hin.
„Die haben uns schon vergessen…“ stellte Alex fest und sah zu Yugi, der irgendwie bleich aussah. Ihm war gerade klar geworden, dass sein Bruder wirklich hier geschlafen hatte und sicher nicht enthaltsam gewesen war.
„Yugi?“ Mana tippte ihn an: „Hallo!“
„Was?“ Yugi sah sie verwirrt an.
„Geht’s dir gut?!“ fragte Alex und lächelte ihn aufmunternd an.
„Ja, sicher doch. Ich bin nur überrascht, das Aturo und Isa so plötzlich zusammen sind. Immerhin haben sie sich ja ewig dagegen gesträubt sich näher zu kommen.“ erklärte Yugi seinen Zustand. Eigentlich war ja nichts dabei, wenn sein Bruder mit Issai was am laufen hatte. Im Gegenteil, sie verstanden sich gut und passten auch zusammen. Zudem sahen sie Beide recht glücklich aus, wie sie da auf dem Sofa saßen.
„Igitt… Das schmeckt ja grauenhaft, was soll das sein?“ Aturo verzog das Gesicht und schluckte den Bissen angewidert herunter.
„Kaviar… oder einfach Fischleich…“ kicherte Isa und legte das Brötchen wieder weg. Sie selbst mochte Kaviar auch nicht, aber sie wollte ihn einfach ärgern.
„Kaviar? Wie können Leute dafür nur Geld ausgeben? Esst ihr so was wirklich?“ wunderte sich Ati und versuchte den Geschmack wieder loszuwerden.
„Sicher nicht… Ich weiß gar nicht warum wir den heute gekriegt haben.“ meinte Mana und schenkte sich Kakao nach.
„Keine Ahnung, aber wir müssen auch bald los, oder?“ Yugi sah auf die Uhr. Es war mittlerweile halb acht und bis zur Schule brauchten sie sicher gute zwanzig Minuten.
„Stimmt.“ Alex leckte sich die Finger ab und sah zu Isa und Ati: „Wollt ihr nicht langsam in die Hufe kommen?“
„Nein, eigentlich nicht. Wir machen blau.“ meinte Issai munter.
„Was?!“ Yugi starrte seinen Bruder an, er glaubte sich verhört zu haben.
„Ja, wir bleiben heute hier. Wir haben heute eh keinen wichtigen Fächer. Sport, Musik, Kunst und Geschichte. Also was soll`s.“ zuckte Aturo mit den Schultern.
„Macht man denn so was?!“ fragte Alex ironisch nach.
„Aber sicher ! Ich kann mich heute eh nicht auf den Stoff konzentrieren.“ feixte Isa Alex an und kuschelte sich an Ati, der sie fest ihm Arm hielt.
„NEID!“ Mana stand auf und sah die Beiden an: „Warum geh ich eigentlich immer leer aus? Dabei will ich doch auch einen Freund haben!“
„Du hast doch Mado.“ wandte Alex ein.
„Mado?!“ Issai und Aturo wurden schlagartig hellhörig.
„Was?! Ähm…“ Mana lief Hochrot an und kratzte sich verlegen am Hinterkopf.
„Ja, er hat sie gestern geküsst, ein echt süßer Abschiedskuss.“ nickte Alex.
„Das hast du gesehen?“ Mana schluckte unsicher: „Das ist fies! Du spionierst mir nach und das geht dich gar nichts an!“
„Aber mich! Ich bin deine Schwester. Ging das nicht etwas schnell? Ihr kennt euch doch erst gute 12 Tage oder?“ fiel Isa ein.
„Na ja. Mana kennt ihn ja schon länger, nicht?“ Alex sah ihre Cousine keck an.
„Woher denn?“ wollte Yugi wissen.
„Mana?“ Issai sah ihre kleine Schwester fragend an.
„Schon gut. Mado ist einer der Praktikanten von Vater. Ich hab ihn damals bei den Planungen fürs Yume kennen gelernt.“ beichtete sie.
„Du bist echt unmöglich! Warum sagst du uns denn so was nicht?“ wollte Isa wissen.
„Ist das denn wichtig? Und woher weißt du das schon wieder?“ erkundigte sich Mana hitzig bei Alex.
„Von Mado, ich hab ihn gefragt, warum ihr so vertraut seid.“ entgegnete Alex und ging zu Mana: „Du bist schon so ein Held. Auch wenn ihr nicht miteinander geredet habt, hättest du das sagen sollen. Wie auch immer, wir gehen, oder?“
„Ja!“ Yugis Blick wandte sich noch zu Ati: „Du meine Schulsachen…“
„Oh… ja, die sind in Isas Zimmer… Ich hab sie mitgebracht, damit du sie hast.“ dachte er nach und schob sich hinter Isa vom Sofa.
„Wie? Du hast damit gerechnet das du bleiben darfst?“ Isa sah ihm nach, als er zu ihrem Zimmer ging.
„Ja. Du hast mir doch was geschenkt oder?“ lächelte er sie an und holte dann Yugis Schultasche aus dem Zimmer.
„Auch wieder wahr…“ Isa streckte sich und lehnte sich an die Lehne.
„Hier Yugi.“ Aturo gab seinem Bruder sein Schultasche und ein Lunchpaket.
„Wo ist das denn her?“ wunderte sich dieser.
„Von Mama. Sie meinte falls ich nicht mehr heimkomm, soll ich dir das geben. Sie wünscht dir guten Appetit.“ klärte Ati auf.
„Das glaub ich nicht. Selbst Mama wusste das du bei ihr schlafen willst?“ seufzte Yugi niedergeschlagen. Er hatte ja offiziell hier übernachtet, aber bei Alex in selben Bett zu schlafen war für ihn unvorstellbar gewesen.
„War ja nicht allzu abwegig, oder?“ erwiderte Aturo und setzte sich wieder auf das Sofa, wo Isa ihn gleich einen Kuss auf die Wange drückte.

Yugi saß einige Tage später in seinem Zimmer und brütete über seinen Hausaufgaben. In der Schule hatte sich noch nicht rum gesprochen das Isa und Ati was miteinander hatten, da Tova das sicher aufnutzen würde. Aber das war Yugi im Moment egal.
Auch seine Hausaufgaben wollten ihm einfach nicht gelingen, da er an ganz andere Sachen dachte. Joey und Tristan zogen ihn auch immer wieder damit auf, das er mit Alex ging und Tea schweig beharrlich zu dem Thema. Eigentlich freuten sie sich schon mit ihm, aber in den letzten Tagen fragten Joey und Tristan immer wieder nach, ob er schon mit Alex weiter gegangen sei.
Immer wieder wurde er dabei hochrot und verneinte wahrheitsgemäß, dafür wurde ihm dann vorgeworfen, das er sich mal ran halten sollte. Aber er ging doch noch gar nicht so lang mir ihr und war immer noch nicht so ganz aufgetaut. Zwar wurde es schon etwas leichter für ihn mit Alex zu turteln, aber so ganz locker war er nicht. Nicht mal wenn er mit ihr allein war, konnte er sich ganz entspannen.
„Yugi?“ Aturo klopfte an und sah zu seinem Bruder, der sich leicht erschrocken umdrehte: „Stör ich?“
„Nein, nein…“ Hastig schüttelte Yugi den Kopf: „Was willst du denn?“
„Eigentlich einen Radiergummi, aber jetzt... Was ist denn mit dir?“ Ati zog sich einen Stuhl heran, auf den er sich verkehrt herum setzte und sah seinen Bruder aufmerksam an.
„Es ist wirklich nichts… Mit geht’s gut!“ winkte er ab und suchte nach einem Radiergummi. Er hatte immer mehr als er brauchte, da er genau wusste das Ati seine immer verlor.
„Ach ja? Ich glaub du hast da ein Problem. Komm schon Yugi, ich kenn dich doch seit du geboren wurdest, ich bin dein großer Bruder.“ entgegnete Aturo ernst und lehnte sich mit den Armen auf die Stuhllehne.
Yugi zögerte erst, aber dann dachte er nach. Aturo würde ihn sicher nicht auslachen und ihm auch helfen können. Immerhin war er sein Bruder und er hatte schon Erfahrung in solchen Dingen, die ihm Kopfzerbrechen bereiteten.
„Also… Ich geh doch mit Alex und ich glaub wir… weiter gehen sollten?“ fragte Yugi am Ende mehr als er sagte.
„Oh. Daher weht der Wind, aber glauben ist doch etwas wenig, findest du nicht?“ lächelte Aturo ihn an. Es war schon irgendwie lustig, das Yugi jetzt auch erwachsen wurde und ihn in solchen Dingen um Rat fragte. Bis jetzt hatte Yugi immer nur Kleinigkeiten wissen wollen, aber jetzt wurde es offenbar ernst.
„Wie meinst du das?!“ Yugi sah ihn verwirrt an.
„Nun ja, glauben ist nicht genug. Du wirst schon unsicher genug sein, wenn du dir sicher bist, aber wenn du nur glaubst, kannst du es auch bleiben lassen. Immerhin ist es eine Entscheidung die du hoffentlich dein ganzes Leben lang nicht vergessen wirst. Du solltest dir wirklich sicher sein, dass du mit Alex weiter gehen willst.“ versuchte Ati zu erklären.
„Ich liebe sie und ich will das sie glücklich, reicht das nicht?“ wollte Yugi wissen.
„Das ist die Grundvorrausetzung und das Wichtigste, aber nun ja. Yugi ich kenn dich und du musst dir schon sicher sein, dass du mit Alex schlafen willst, sonst machst du noch einen Rückzieher. Das erste Mal ist, oder besser, sollte sehr aufregend sein und geht leider oft genug in die Hose, selbst wenn am sich sicher ist. Alex hat auch noch keine Erfahrung, also wird sie auch sehr nervös sein.“ sagte Aturo geduldig: „Auf jeden Fall solltest du es vorher mit ihr besprechen.“
„Aber bei dir und Isa…“
„Isa und ich? Yugi…“ Aturo lächelte mild: „… das kannst du nicht vergleichen. Wir Beide hatten vorher schon mit anderen Partnern was. Weißt du, wenn du erstmal jemand so nah warst, wird es leichter beim nächsten Mal. Du wirst automatisch lockerer.“
„Na toll und was mach ich jetzt?“ seufzte Yugi, der wirklich immer nervöser wurde: „Ich glaub nicht das ich jemals den Mut haben werde, Alex zu fragen, oder auch nur mit ihr darüber zu reden.“
„Und wenn du mal klein anfängst?“ fragte Ati nach.
„Bitte Was?!“
„Na ja. Du brauchst nichts zu überstürzen, du hast alle Zeit die du brauchst. Und ich denke, dass du diese Zeit auch nutzen solltest, in dem du dich ihr langsam annäherst.“ erwiderte Aturo lächelnd.
„Ich versteh dich nicht! Ich und sie wir kuscheln doch schon und wir küssen uns.“ Yugi schien jetzt gar nichts mehr zu verstehen.
„Schon klar, aber gib ihr doch mal einen französischen Kuss und bring den Mut auf bei ihr zu schlafen. Aber nicht auf dem Sofa oder auf dem Boden, sondern bei ihr im Bett. Ich glaub der Rest entwickelt sich dann ganz von alleine. Sei du selbst und denk nicht drüber nach was du tust und hör auf, wenn sie Stopp sagt.“ erklärte Ati was er meinte und zwinkerte Yugi fidel zu.
„Damit steh ich wieder am Anfang!“ brummte Yugi unwirsch.
„Tust du nicht, Bruderherz!“ winkte Aturo ab.
„Du tust dir ja leicht bei so was! Du denkst dir nichts dabei, wenn du mit Isa zu turteln anfängst. Ich hab das Gefühl, dass es dir sogar egal ist, dass ihr nicht alleine seid. Nur in der Schule ist Ruhe, weil ihr da auf Freunde macht.“ wandte Yugi ein.
„Ach das bildest du dir ein, in der Schule such ich schon nach ruhigen Momenten... Allerdings blende ich euch immer wieder mal einfach aus. Und ja, es ist mir egal ob ihr uns zuseht wie wir und küssen. Ich liebe sie und warum soll ich das geheim halten.“ sagte Ati und nahm sich einen Radiergummi von Yugis Schreibtisch.
„Aber du hast den Mut dazu! Ich würd mich das nicht trauen. Ich werd ja schon rot wenn wir Händchenhalten.“
„Ach Yugi, das wird schon, mach dir darüber mal nicht allzu viele Gedanken. Das kommt alles schon von alleine. Du hast doch genauso viel Mut wie ich, der bricht dann schon durch.“ nickte Aturo und sah Yugi an.
„Bist du dir sicher? Immerhin bin ich doch jetzt seid…“
„Yugi, du bist noch viel zu Früh dran. Du gehst doch erst seit knapp drei Wochen mit ihr.“ wandte Aturo ein.
„Du hast doch gleich mit Isa…“ Yugi stockte und sah auf seine Hausaufgaben.
„Ähm… nein, wenn ich ehrlich bin hab ich vorher schon zweimal mit ihr geschlafen. Zwei One-Night-Stands um genau zu sein, aber das spielt keine Rolle. Issai und ich sollten dir und Alex kein Vorbild sein. Das ist was anderes…“
„Du hast mir ihr… ohne mit ihr zusammen zu sein?“ Yugi starrte Ati an. Das waren ja ganz neue Seiten an seinem Bruder.
„Jaah… schon, aber egal. Du musst deinen eigenen Weg finden und lass dir noch Zeit. Alex ist deine erste Freundin und bevor ihr einen Monat lang zusammen seid, solltest du eure Zeit genießen und nicht über geschlechtliche Anziehung nachdenken. Das kommt schon von alleine.“ versuchte Aturo wieder auf das eigentliche Thema zu kommen. Isa würde ihm jetzt sicher den Kopf runterreisen, wenn er noch mehr von ihrem kleinen heimlichen Spielchen erzählen würde. Immerhin hatte er ihr versprochen es niemand zu sagen und jetzt wusste es nicht nur sein Vater sondern auch noch Yugi.
„Vielleicht hast du ja Recht. Ich versuch nicht darüber nachzudenken, aber wann hast du…“
„Ich muss gehen!“
„Ati!“ Yugi sah nur noch die Tür zufallen.

Der 14te März brach an und damit der White Day. Der Tag den die Mädchen schon sehnlichst seit dem Valentinstag entgegenfieberten. Heute war der Tag, an dem sie alle auf die Jungs warteten, denen sie zum Valentinstag Schokolade geschenkt hatten. Nach dem Brauch sollten sie heute weiße Schocklade zurückbekommen, wenn die Jungs ihre Gefühle erwiderten. Viele machten sich aber keine Hoffungen, vor allem die, die Seto oder Aturo etwas geschenkt hatten. Jeder wusste das Seto mit Kira glücklich war und das Aturo sicher niemanden etwas zurückschenken würde, den er nicht mal kannte. Das er Tova am Valentinstag zurückgewiesen hatte, wusste die ganze Schule und daher nahm Tova auch keiner mehr ernst. Seltsamer Weise war sie immer noch der Meinung Ati zurückerobern zu können, wenn sie nur weiter an ihm dranblieb.
„Hallo!“ Tea begrüßte Yugi, der eben ins Klassenzimmer kam. Sie saß mit Joey und Tristan an ihrem Tisch und lächelte ihm freundlich zu.
„Hi!“ Yugi setzte sich zu ihr und den Anderen und sah auf Joey und Tristan die mit einem Prall gefüllten Sack vor dem Tisch standen: „Was habt ihr denn vor?“
„Nun wir…“ Tristan grinste verlegen.
„Wir verteilen weiße Schokolade an die Mädchen, die nichts zurückbekommen.“ feixte Joey breit.
„Und warum das alles?“ fragte Yugi verwirrt nach.
„Warum? Das zeigt ihnen, dass es doch noch jemand gibt, der an sie denkt. Und wer weiß, ein Paar von ihnen könnten sich so freuen, das sie sich in uns verlieben!“ klärte Joey fröhlich auf.
„Das geht in die Hose…“ meinte Tea.
„Sicher nicht! Du bekommst sicher nichts von deinem Schwarm.“ konterte Tristen leicht beleidigt. Es war immerhin seine Idee gewesen die gebrochenen Herzen mit weißer Schokolade zu kitten.
„Ich wusste gar nicht, dass du was verschenkt hast.“ fiel Yugi ein und sah zu Tea.
„Doch… Ich hab Aturo was geschenkt…“ antwortete Tea bedrückt.
„Meine Bruder, oh… Nun ich bezweifle das er deine Gefühle erwidert.“ knirschte Yugi halblaut, da er wusste, dass Aturo nur noch Augen für Isa hatte. Tea tat ihm leid, aber sie hatte sich auch nie offiziell dazu bekannt in Ati verliebt zu sein.
„Ich weiß, ich bin irgendwie einfach nicht sein Typ, oder?“ Tea versuchte zu lächeln, was ihr aber nicht so recht gelingen wollte: „Ich weiß doch das Ati mich nur als Freundin wahr nimmt. Ich geb mich auch damit zufrieden, es ist wirklich okay. Ich beneide nur die, die mit ihm zusammenkommt.“
„Tea!“ Joey schrie sie schon fast an: „Du musst kämpfen!“
„Gegen Isa? Vergiss es, gegen die kommt Tea nicht an.“ dachte Tristan laut nach.
„Isa? Wie kommst du denn auf die?“ wollte Joey verwirrt wissen.
Auch Yugi runzelte die Stirn, das durfte doch eigentlich noch niemand wissen.
„Ich hab die Beiden gesehen, vor ein paar Tagen. Irgendwie hatte ich den Eindruck als wäre sie nicht nur Freunde.“ erinnerte sich Tristan.
„Was haben sie denn getan? Händchen gehalten?“ fragte Joey neugierig und auch Tea sah ihn schaulustig an.
„Sie haben sich geküsst, ziemlich lang und heftig, wenn ich mich recht erinnerte und dann sind sie zusammen Arm in Arm weiter.“ beantwortete Tristan die Frage.
„Ist das wahr? Yugi, weißt du was davon?“ erkundigte sich Tea eifrig.
„Nun ja… also…“
„Ich seid unmöglich! Fragt doch selbst nach, ob Isa und Ati was miteinander haben.“ mischte sich Mana ein und setzte sich auf ihren Platz hinter Yugi.
„Mana? Wo ist denn Alex?“ wunderte sich Yugi, da Mana und Alex eigentlich immer zusammen kamen.
„Sie verspätet sich. Tante Andy hat vorhin angerufen, irgendwas Wichtiges, das sie mit Isa und Alex besprechen muss. Aber sie kommt noch.“ zuckte Mana mit den Schultern und streckte sich.
„Das ist wohl das Wichtigste, oder? Das Alex kommt.“ grinste Joey ihn an.
„Hörst du wohl auf damit? Du weißt doch, dass ich mit ihr zusammen bin, ist doch klar das ich gerade heute sehen will. Es ist White Day.“ gab Yugi zurück.
„Und was schenkst du ihr?“ Tristan lächelte ihn unheilvoll an.
„Weiße Schokolade, was denn sonst.“ sagte Tea, die ihm helfen wollte.
„Ja und weiter? Ein eine Tafel wird es wohl nicht sein, oder?“ winkte Joey ab.
„Das seht ihr dann schon, aber nicht jetzt. Ich hols erst raus, wenn sie da ist.“ meinte Yugi und sah zur Tür.
„Ich krieg nichts…“ murrte Mana leise vor sich hin: „Yugi schenkt Alex was und Ati Isa… Aber wenigstens bin ich nicht die Einzige die leer ausgeht.“
„Mana! Du siehst Mado heute! Also meckre hier nicht rum!“ fuhr Alex sie von hinten an. Sie war inzwischen auch gekommen und hatte Yugi sch