Isahra READY STEADY GO
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Status: Offline Registriert seit: 23.04.2005 Beiträge: 17644 Nachricht senden | Erstellt am 19.06.2006 - 21:19 |  |
Damit du ncih tvor Spannung vergeshts^^
Kapitel 6;
Ati schaffte es tatsächlich nicht mehr in einen Situation zu kommen, in der er mit Isa alleine gewesen wäre. Auch sprach er Isa nicht darauf an, was sie im stillen Einverständnis im Sande verlaufen ließ. Nach wie vor zofften sie sich aber über alles mögliche was ihnen einen Anlass bot. Mehr als vier Wochen gab er sich auch Mühe, mehr Zeit mit Tova-chan zu verbringen, sein Zimmer räumte er allerdings nicht auf. Und so brach der vorletzte Tag des Oktobers an. Es war ein Samstag und demnach keine Schule, dafür war der Himmel trüb und des sah aus, als würde es jederzeit zu Regen anfangen.
„Du kannst mich mal! Warum stellst mich schon wieder zurück?“ schrie Tova lauthals durch die Straße und sah Aturo wütend an.
„Tova, beruhig dich doch, ich hab eben keine Zeit. Ich hab mit Seto was ausgemacht, weil ich in letzter Zeit kaum Zeit für ihn hatte.“ verteidigte er sich.
„Du redest jeden Tag in der Schule mit ihm du auch in der AG! Das reicht doch wohl! ICH bin DEINE feste FREUNDIN, nicht er oder jemand anderes. Zudem ist das ein herber Rückschlag, nachdem du in letzter Zeit endlich auf dem Weg bist dir angemessen Zeit zu nehmen.“ schnaubte sie und zog die ganze Aufmerksamkeit auf sich.
„Bitte? Auf dem besten Weg? Ich hab in letzter Zeit nur noch was mit dir gemacht und das gemacht, was du wolltest! Ich denke, dass das mehr als genug ist. Was verlangst du eigentlich von mir? Das wir zusammenziehen?“ regte sich auf.
„Das dürfen wir noch gar nicht, aber ja! Sobald wir mit der Schule fertig sind und Volljährig, will ich das wir zusammenziehen und das du jeden Tag mindesten 8 Stunden ohne Schlaf mit mir verbringst.“ nickte Tova unterwerfend, da sie glaubte, das ihr Mausebär das Gleiche wollte.
„Ich glaub es hackt bei dir!“ donnerte Aturo sie an: „Wie soll das denn gehen? Ich will Archäologe werden und nicht dein Diener.“
„Was? Du willst im Staub wühlen und in der Erde buddeln?“ Tova starrte ihn an: „Das passt doch gar nicht zu dir. Du musst Geschäftsmann oder so was werden. Irgendwas großes und berühmtes, dein hübsches Gesicht muss in die Öffentlichkeit sehen und dein scharfsinniger Verstand muss auch zur Geltung kommen.“ zählte sie auf und bekam einen träumerischen Gesichtsausdruck, da sie sich Aturo in Anzug und Krawatte vorstellte, wie der gerade einen Preis bekam und sie neben ihm in einem umwerfendem Kleid und ihm Blitzlichtgewitter.
„Ja und? Ich interessiere mich nun mal dafür.“ riss er sie aus seinen Gedanken.
„Kommt ja gar nicht in Frage! Das ist gefährlich! Was wenn etwas einstürzt, während du da im Staub buddelst, wie der letzte Bauarbeiter! Dann werd ich ja Witwe, auch wirst du nie da sein und Geld bringt diese Arbeit auch nicht ein.“ machte sie mit ihrer Miesmacherei weiter.
„Na und? Was interessiert mich das denn? Ich will doch nicht so reich werden wie Seto oder im Rampenlicht stehen. Mir muss es Spaß machen, was ich arbeite und es geht dich doch nun wirklich nichts an, was ich später mal machen werde. Du bist meine Freundin, nicht meine Verlobte oder Frau!“ fuhr er sie an. Er glaubte einfach nicht das Tova ihm Vorschriften machen wollte, über das, was er nach der Schule machen wollte.
„Aber das werde ich doch mal! Ich muss dich jetzt schon in die richtige Richtung schubsen damit, du später auch was wirst.“ rechtfertigte sie sich.
„Wir sind siebzehn!“ donnerte Ati sie an, da Tova vor zwei Wochen Geburtstag gehabt hatte. Sie hatte ihn auch allen ernstes in ein Ballet geschleppt, das er auch noch bezahlen musste.
„Ja und?“ Tova sah ihn verständnislos an.
„Verstehst du das denn nicht?“ Tea tauchte mit der ganzen Truppe hinter ihr auf.
„Nein und ihr mischt euch da nicht ein, verstanden!“ fauchte sie ihre Cousine an und wandte sich wieder an Ati: „Ich will nur dein Bestes und …“
„Lass mich.“ sagte Aturo und drehet sich weg: „Ich glaub ich hab zuviel Zeit mit dir verbracht, da du schon unsere Zukunft planst, von er ich nicht mal weiß, ob ich und du eine haben, wenn du so weiter machst.“
„Mausebär…“ Tova wurde bleich im Gesicht und sah seinen Rücken an.
„Ich finde auch, dass du ein wenig zu viel von Ati verlangst, er ist doch nicht dein Schoßhund“ fiel Joey ein.
„Genau! Du bist zu herrisch, lass ihn doch werden was er will.“ stimmte Tristan zu.
„Tova-chan, warum willst du ihm eigentlich nicht seinen Traum lassen?“ wollte Tea wissen.
„Haltet euch da raus!“ stampfte Tova mit dem Fuß aus.
„Nein! Du tanzt Aturo schon viel zu lange auf der Nase rum.“ meinte Seto hart.
„Ruhe! Das geht euch wirklich nichts an! Haltete euch da bitte raus.“ entgegnete Ati, ohne sich umzudrehen.
„Aber wir sind doch auf deiner Seite.“ wunderte sich Kira.
„Genau, Alter, wir sind doch deine Freunde.“ nickte Joey.
„Bruder?“ Yugi sah seinen Bruder fragend an.
„Das weiß ich, aber das hier geht euch wirklich nichts an. Das muss ich selbst mit Tova klären und im Moment hab ich nicht wenig Lust mich von ihr zu trennen.“ Aturo sah zurück und ging dann einfach.
„Was?“ Tova sank zusammen und stellte mit grauen fest, das alle Ati folgten du sie alleine ließen.
„Ati! Warte doch!“ Tristan holte ihm als Erster ein und klopfte ihm auf die Schulter.
„Du muss doch nicht gleich weglaufen.“ sagte Tea, die sich insgeheim am meisten darüber freute das Aturo Tova so einen Schlag ins Gesicht verpasst hatte.
„Ich bin stolz auf dich!“ Joey lächelte vor sich ihn.
„Warum das denn?“ Seto sah Joey ungnädig an.
„Weil er endlich mal gesagt hat, was er denkt und das zu einem Mädchen! Er ist genau wie Yugi viel zu nett. Das heißt, zu Isa ist er nicht immer nett.“ entgegnete Joey nachdenklich.
„Ich fand auch, dass es an der Zeit war, dass er Tova mal in ihre Schranken weißt. Das war bitter nötig, so wie ihn in letzter Zeit in beschlag genommen hat.“
„Ja Kira, wir haben kaum noch was mit Ati machen können, weil er immer mir Tova-chan verabredet war.“ pflichte Tea Kira bei.
„Ich hab meinen Bruder auch kaum gesehen. Entweder war Tova bei ihm, oder er war mit ihr aus.“ fiel Yugi ein.
„Mana hat das gar nicht gefallen, wo ist sie eigentlich?“ fragte Tristan, der Mana heute noch nicht gesehen hatte.
„Sie meinte das sie und Isa heute nicht könnten, da sie packen müssten. Soweit ich weiß wollen sie heute noch abfliegen.“ sagte Yugi.
„Was?!“ alle, selbst Aturo, der bis jetzt nichts mehr gesagte hatte, drehten sich zu Yugi um.
„Ja, habt ihr nicht zugehört? Sie fliegen nach L.A.“ sagte Yugi.
„Ach ja, Isa sagte ja, das sie ihre Großmutter besuchen wollen und daher ein paar Tage nicht da sein werden.“ erinnerte sich Kira.
„Hm?“ Joey dachte nach: „Ach ja, über Halloween. Da fällt mir ein, wollen wir nicht eine Feier machen? Wird sicher lustig, mit verkleiden und so.“
„Ohne mich! Ich und Kira verbringen den Sonntag alleine!“ wehrte Seto den Vorschlag ab.
„Ja, wir wollen den Abend ins Kino und dann in die heißen Quellen.“ lächelte Kira.
„Heiße Quellen? Ich fahrt also weg.“ schlussfolgerte Tea neidisch.
„Na dann bleiben nur noch wir übrig. Ati, was meinst du? Hast du auch Lust?“ erkundigte sich Yugi.
„Sicher, kommt er mit. Was soll er sonst machen? Seto und Kira sind nicht da und mit Tova hat er sich gezofft. Also ich schlag vor das wir um acht zu Yugi und Ati kommen. Oder haben euere Eltern was dagegen?“ schlug Tristan vor.
„Ja, wir bringen Süßes mit und Getränke!“ nickte Tea.
„Ich muss fragen, aber ich denke schon, dass wir ein wenig feiern können.“ dachte Yugi nach.
Aturo hörte einfach nur zu und stellte fest, das ihn eigentlich keiner fragte, ob er Lust dazu hatte. Am Ende der Unterredung, schien es als wäre er fest mit eingeplant.
Allerdings hatte er im Moment gar keine Lust morgen Halloween zu feiern und sich zu verkleiden.
„Sicher könnt ihr das! Ich back euch auch Kürbisschnitten!“ Yuri schien begeistert von der Idee, dass sie eine Party feiern wollten. Sie liebte es, genau wie ihr Schweigervater, junge Leute um sich zu haben.
„Kommt Isa auch?“ Salomon sah auf seinen Enkel.
„Nein, sie fliegen heute nach L.A. zu ihrer Großmutter.“ sagte Yugi.
„Schade…. Ich hätte auch gerne Mana kennen gelernt.“ seufzte Salomon.
„Du willst nur jungen hübschen Mädchen nachsteigen!“ Mrs. Muto knallte ihrem Schweigervater einen Teller mit gebratenem Reis unter die Nase.
„Das ist nicht wahr!“ erwiderte er hastig: „Aber hübsch ist Isa schon…“ Salomon griente vor sich hin, als er nachdachte.
„Du bist zu alt um jemand anzubaggern, der mit deinen Enkeln zur Schule geht.“ schnaubte Yuri: „Such dir jemand in deinem Alter!“
„Aber sie sind alle so alt…“ murrte Großvater vor sich hin.
„Du auch, Vater! Und nun reiß dich zusammen. Zudem glaub ich nicht, dass du bei Issai landen könnest.“ herrschte sie ihn an.
„Ja ich weiß! Aber man wird doch mal Träumen dürfen.“ seufzte er und sah auf den Reis: „Ich nicht, aber vielleicht Yugi oder noch besser Ati!“
„Wie kommst du denn darauf, Großvater?“ Yugi sah ihn verwirrt an.
„Nun ja…“ Salomon grinste und verschwand auf der Küche.
„Was hat er nun schon wieder?“ wunderte sich Yugi.
„Egal! Hol deinen großen Bruder zum Essen, er reagiert nicht, wenn ich rufe.“ bat Yugi ihren Sohn.
„Okay!“ Yugi verließ die Küche und wollte nach oben, als er sah, dass Aturo vor dem Fernseher saß und durch die Programme zappte.
Ati schien abwesend zu sein und sich für kein Programm entscheiden zu können, zudem war er wohl zu schnell mit dem durchschalten, als das er überhaupt sah, was auf welchem Kanal lief.
„Bruderherz, das Essen ist fertig!“ sagte Yugi und ging zu ihm.
Es war, als würde Ati Yugi nicht hören und schaltete einfach weiter durch die Sender und hielt nicht mal bei seiner Lieblingsserie an.
„Aturo!“ Yugi tippte ihn an und sorgte damit, dass er nun wahrgenommen wurde.
„Yugi?“ Ati sah ihn verwirrt an: „Seit wann bist du da?“
„Seit gerade eben. Mama schickt mich, da Essen ist fertig.“ sagte Yugi und sah ihn an: „Was ist denn los? Du wirkst so seltsam, seid wir wieder zuhause sind.“
„Nichts, Yugi!“ Ati versuchte überzeugend zu Lächeln, was ihm allerdings nicht gelang: „Es ist schon alles okay, ich bin nur nicht in der Stimmung morgen Halloween zu feiern. Ich hab auch gar keine Lust dazu.“
„Wegen Tova? Die kriegt sich schon wieder ein. Du hattest doch recht ihr mal klipp und klar zu sagen, das du nicht ihr Sklave bist.“ erwiderte Yugi und klopfte ihm auf die Schulter: „Komm schon, das Essen riecht wirklich gut und Mama hat sich solche Mühe gegeben. Es gibt gebratenen Reis und Steak.“
„Schon gut ich komm.“ Ati schaltete den Fernseher aus und folgte Yugi in die Küche, in der es eine Essecke gab, an der sich die ganze Familie versammelte, wenn es essen gab. Wie meistens war ein Platz leer und zwar der von Aturos und Yugis Vater. Akito Muto war in die Fußstapfen seines Vaters getreten und Archäologe geworden und deshalb nicht oft bei seiner Familie. Zurzeit war er auf Ausgrabungen in Karnak, wo er mit seinem Team einen alten unterirdischen Tempel gefunden hatte mit beeindruckenden Inschriften, die sein Interesse so sehr geweckt hatte, das er Kurzhand seinen Aufenthalt verlängert hatte. Yuri hatte sich damit angefunden, dass sie ihren Mann kaum sah und dass die Mutos leidenschaftliche Archäologen waren. Zuerst war es ihr Schweigervater, dann ihr Mann und nun auch ihr ältester Sohn die sich alle drei brennend dafür interessierten. Sie war nur froh das sich Yugis Leidenschaft für Artefakte soweit in Grenzen heilt, das er diesen Beruf nicht ergreifen wollte, was aber nicht hieß, dass er nicht genauso jede Dokumentation und jedes Buch verschlang das man ihn anbot. Sie war also die einzige die sich nicht wirklich dafür begeistere, aber was sollte es? Man konnte ja nicht alles gemeinsam haben. Wäre ja auch langweilig, allerdings konnte sie sich diesem Hobby und Berufung ihrer vier männlichen Familienmitglieder nicht entziehen und hatte angefangen zumindest Interesse zu zeigen, wenn man ihr eine dieser Entdeckungen *die die Gesichte veränderten* zeigte und erklärte.
Salomon kam zurück und hatte einen dicken großen Brief dabei: „Aki hat mir einen Brief geschickt und mich gebeten ihm bei der Übersetzung zu helfen.“ grinste er fröhlich und öffnete den Brief zum Xten mal, seit er ihn gestern bekommen hatte.
„Nicht jetzt, Vater! Wir essen!“ Yuri riss ihm den Brief weg und sah ihn wütend an.
„Aber … es ist … gib ihn wieder her!“
„Nein! Nach dem Essen und jetzt esst!“ schnaubte Yuri und setzte sich hin.
Es kamen nun keine Widerworte mehr, da ihre Söhne und ihr Schwiegervater wussten, dass sie es ernst meinte und sie am Ende ohne Abendessen ins Bett schicken würde. Also aßen sie stumm und schnell auf, damit Yuri nicht mehr schimpfen konnte. Nach dem Essen stürmte Salomon zu seinem Brief und streichele ihn sanft.
„Du armer… musstest auf der kalten Ablage in der lieblosen Küche liegen…“
„Du spinnst doch! Raus mit euch!“ ärgerte sich Yuri und jagte die drei aus der Küche, da ihre beiden Söhne gelacht hatten und ihren Großvater auch noch trösten wollten.
„Ja…“ Yugi, Ati und Salomon verzogen sich ins Wohnzimmer und setzten sich um den Tisch.
„Was hast du da?“ wollte Aturo wissen, er wieder gute Laune hatte. Er freute sich immer, wenn sein Vater etwas schickte, das meistens auch Bilder dabei waren und noch mehr Abbildungen von Tafeln mir Hieroglyphen.
„Also das hier ist von euerm Vater.“ Salomon legte fast alles auf den Tisch, nur ein paar Bilder hielt er zurück.
„Wahnsinn!“ Ati und Yugi schnappten sie sich und sahen sie sich an. Beide runzelten aber schon nach kurzen die Stirn und tauschten verwirrte Blicke aus.
„Opa, woher hat Vater diese Wandmalereien?“ fragte Yugi unsicher nach und legte mit Ati die Bilder wie ein Puzzle zusammen.
„Aus Karnak. Er ist dort, wie er schreibt, auf einen versteckten Raum gestoßen mit diesen Inschriften du testen. Er hat mir das Meiste auf CD geschickt, aber diese Fotos fand er am interessantesten, weil er meint, dass dieser Pharao seinen Söhnen so ähnlich sieht.“ erklärte Salomon und deutete auf die Abbildung des Pharaos, die sich ziemlich mittig von dem Gesamtbild befand: „Bemerkenswert nicht? Ihr könntet seine Nachfahren sein.“
Yugi sah sich den Pharao genau an und es stimmte. Dieser Pharao sah ihm und Aturo erstaunlich ähnlich, wobei er meinte, dass er Aturo ähnlicher sah.
Aturo hingegen hatte begonnen die Hieroglyphen zu studieren, die sich am Rand befanden. Da es sich schon länger dafür interessierte, hatten sein Vater und Großvater ihm das Lesen der Hieroglyphen beigebracht: „Der große Stier, Herrscher der beiden Länder, Bewahrer des Lichts, König der Könige, Pharao Atemu wurde 40 Tage nach dem Tod des Pharao Akunumkanon auf den Thron Ägyptens gekrönt. Im Alter von nur 17 Sepetsternen übernimmt der die begonnene Aufgabe die Finsternis zu bannen und die Bestien, die Kas, der Feinde der Krone zu richten, zusammen mit seinen Hohepriestern. Die Fußstapfen, in die er treten muss sind groß und doch freut sich das Volk des Nils, ihn zum Pharao zu haben, sie glauben in ihn und darauf das er sie beschützt und die Finsternis mit Licht aufwiegt. Den leeren Platz seiner Mutter, der großen königlichen Gemahlin, bekleidete er, nach großen Widerstand seiner Mutter, mit der *Sonne Ägyptens* wie das Volk die erste Hohepriesterin, des Ras nennt, deren Name Isahra lautet. Hier, lege ich nieder, das es der Wunsch des Pharaos war, das seine Geliebte, die er von zwei Sepetsternen offiziell zur Frau nahm, nun neben ihm auf dem Thron sitzen wird, obwohl sie weder Prinzessin oder Tochter eines verbündet Landes ist. Unser neuer mächtiger Herrscher, dessen Mutter nur ihn auf die Welt brachte, wählte mit bedacht und seine Wahl wird vom Volk mit Jubelrufen bekundet. Dies ist das erste Mal das sich ein Pharao über alle Bräuche und Wünsche seiner Ahnen erhebt und ein Mädchen zu seiner Rechten setzt, dass er dort will und auch noch als Waise gilt, anstatt der von seiner Mutter gewünschten Prinzessin des Königreiches Buto…“ las er vor und verstummte irgendwann.
„Atemu und Isahra?“ Yugi sah zu seinen Großvater. „Ich hab noch nie von diesen beiden Herrschern gehört.“
„Ich weiß, Yugi, bis jetzt werden auch alle Quellen über dieses Paar verschweigen und zurückgehalten, da noch nicht alle Fragen geklärt sind und man das Grab noch sucht. Bis jetzt gibt ist dieser Text der vierte der bei Ausgrabungen gefunden wurde. Ihr beide müsst wissen das Isahra und Atemu vor 5000 Jahren lebten, also etwa 3000 v.Chr. Die Spuren dieser Beiden sind schon sehr verwischt und schon die zweite Generation von Archäologen, versucht stichhaltigere Beweiße zu finden, damit wir ihre Existenz auch beweisen können. Bis jetzt sagen die Schreibtischhengste, es sei nur ein Märchen, das wir da ausgraben haben, da in verschiedenen Dynastien von ihnen berichtete wurde. Akito hat mich nämlich gefragt ob ich ihm meine alten Bilder schicken kann, die ich dort gemacht hab, da dort auch eine Darstellung der Königin dabei ist. Ich selbst hab in der Nähe einer Ruine außerhalb von Theben auch etwa in der Art gefunden und wie der Zufall es will…“ Salomon legte ein Bild auf die Abbildung des Pharao, auf der der Pharao und ein Mädchen zu sehen waren.
„Das glaub ich nicht…“ Ati starrte das Bild an und auch Yugi riss die Augen auf. Die Darstellung der Beiden auf dem Bild deutete darauf hin, das sie sich gegenseitig sehr lieb und teuer gewesen waren, ja fast, als wollten sie sich gegenseitig verführen. Doch das war nicht, was die Brüder am seltsamsten fanden. Dieses Mädchen, sah Issai zum verwechseln ähnlich, genau wie der Pharao Yugi oder Aturo.
„Isa, ist doch lustig, oder?“ lächelte Salomon vor sich her… „Darum hab ich vorher gesagt, dass einer von euch gut zu ihr passen könnte.“
„Großvater, nur weil ich zufällig Ähnlichkeit mit einem verstorbenen Monarchen habe und Isa seiner Frau ähnlich sieht, heißt das nicht das wir es ihnen nachmachen müssen. Und Yugi ist jünger als sie.“ wandte Ati ein und stand wieder auf. Eigentlich hatte er gehofft, dass ihn die Ergebnisse seines Vaters, von der Liebe ablenken würden, aber jetzt ging es um ein Liebespaar aus dem alten Ägypten.
„Ach komm schon… Ich hab dich doch auch nach dem Pharao benannt.“ brummte Salomon beleidigt vor sich ihn.
„Das ist mir egal!“ Ati drehte sich um und verschwand im Gang.
„Was ist denn mit ihm los?“ wunderte sich Yugi, der nicht verstand, warum sich die Laune seines Bruders schon wieder verschlechtert hatte: „Okay, er hat Stress mit Tova und dann haben wir einfach so bestimmt das er mit zu Party soll, aber…“
„Ich bin weg.“ hallte Aturos Stimme durch den Flur und die offenen Zimmer und dann hörten sie auch noch wie die Tür ins Schloss und ein Bild von der Wand flog.
Yuri steckte ihren Kopf ins Wohnzimmer und sah ihren Schweigervater und Yugi an, die sie Köpfe eingezogen hatten: „Was sollte das nun wieder?“
„Ich weiß nicht… offenbar ist er schlecht drauf…“ meinte Salomon und seufzte.
„Er wird sich schon wieder beruhigen. Immerhin regnet es und wes wird schon bald dunkel. Ich denke, dass er nur eine Runde um den Block läuft und dann wieder zurückkommt.“ dachte Yugi laut nach.
Aturo war etwa 45 Minuten durch den strömenden Regen gelaufen. Der Himmel war nun auch schon schwarz und nicht mehr grau, da die Nacht angebrochen war. Die Laternen gaben nur schummriges Licht von sich, das sich nicht mal mehr in den Regentropfen brechen konnte, da es wie aus Eimern goss. Eigentlich hatte er gehofft einen klaren Kopf zu kriegen, wenn er hier im Regen herumlaufen würde, aber das war nicht eingetroffen. Zwar hatte er sich wieder beruhigt, aber sich seine Probleme in der Liebe immer weiter vergrößert hatten, nervte ihn nicht wenig. Tova hatte ihm soviel abverlangt, dass er darüber sogar sein Hobby vernachlässigt hatte. Seine Freunde hielten zwar zu ihm, aber auch die verstanden offenbar nicht, dass er nur etwas Ruhe haben wollte und nicht daran erinnert, das sein Liebesleben dem Bach runter ging. Seine Familie war nicht anders, die würden sofort versuchen ihm dreinzureden, wenn er den Mund aufmachte. Also konnte der nicht nach hause und zu Tova auch nicht. Seto war nicht da und Kira ja dann auch nicht. Und Yugis beste Freunde? Nein, das war auch keine Idee, da die ihn jetzt auch nicht verstehen würden und sicher wieder der Auseinadersetzung von heute anfangen würden. Langsam wurde es auch noch kalt und der Regen immer stärker, so dass er sich langsam entscheiden musste. Er folgte einfach weiter der Straße, an der nur noch wenige Autos fuhren und bemerkte nicht, dass eines der Autos plötzlich anhielt und die Wagentür sich öffnete.
„Hey!“ Isa stieg aus, aber Ati sah sie nicht mal und hörte sie auch nicht. Er ging einfach weiter und an ihr vorbei.
„Isa komm schon, was ist los?“ fragte eine männliche Stimme von drinnen.
„War das Aturo?“ Mana steckte den Kopf auf dem Wagen, zog ihn aber gleich wieder zurück.
„Ja und ich komm gleich.“ Isa schloss die Tür des Wagens und lief Ati hinterher. „Hey, Kleiner, willst du dir den Tod holen, oder was treibt dich bei diesem Wetter raus?
„Isa?“ Aturo drehte sich verwirrt um und sah sie an: „Ich dachte du bist in L.A. bei deiner Familie.“
„Wir sind grad auf den Weg zum Flughafen… Mein Bruder hat sich mit dem abholen um ein paar Stunden verspätet. Aber was ist mit dir? Du siehst aus wie ein begossener Pudel.“ erwiderte sie und musterte ihn: „Zudem siehst du nicht so glücklich aus.“
„Hm…“ Ati sah auf eine Pfütze, die immer vom prasselnden Regen aufgewirbelt wurde. „Ich hab Stress mit Tova…“ murmelte er vor sich hin: „Ach ich weiß auch nicht, aber egal wo ich hingehe, ich werd ständig dran erinnert. Alle haben’s mitbekommen und ich … - … ach vergiss es!“ Er drehte ihr wieder den Rücken zu und wollte weiter: „Du musst doch los, oder?“
„Ach, das Flugzeug wartet schon, aber …“ Isa stellte sich ihm plötzlich in den Weg.
„Was?“ wollte er wissen und blieb stehen.
„Du solltest dir ne Auszeit gönnen, so zwei oder drei Tage.“ schlug Isa ihm vor.
„Und wo? Seto und Kira sind nicht da und Montag ist wieder Schule. Außerdem ist mein Taschengeld nahezu alle und…“
„Komm mit!“ unterbrach Isa ihn.
„Du spinnst ja, ich sagte doch ich hab kein Geld und ein Flug ist teuer. Außerdem was meinst du eigentlich mit, Komm mit?“
„ISA!“ ertönte die Stimme einen jungen Mannes durch den Regen.
„Gleich Haru!“ brüllte sie zurück und sah wieder zu Aturo: „Das dir ein Tapetenwechsel vielleicht ganzgut tun könnte. Meine Familie ist zwar etwas nervig, aber du musst ja nicht bei uns bleiben. Schau dir L.A. an und wer weiß, vielleicht siehst du den ein oder anderen Star. Ist zumindest besser als hier im Regen zu stehen und das Beste, Tova kann dich nicht nerven.“
Ati wirkte etwas unsicher und sah das das Auto langsam zu ihm und Isa rollte. Er sah auch Mana und Haru, die zu ihnen herüber sahen.
„Das ich nett, aber ich hab kein Geld und so kurzfristig ist das Flugzeug…“
„Willst du oder nicht?“ unterbrach Isa ihn. Ihr Blick war hart und schien in ihn einzudringen.
„Ja, Lust hätt ich schon, der Regen ist langsam unerträglich, aber…“ Er merkte, dass Isa sie Hintertür aufmachte.
„Spring rein, Kleiner und überlass den Rest uns, ja? Sonst geb ich dir die Schuld, wenn ich mich erkälte, weil ich wegen dir hier im Regen steh.“
„Du bist wirklich unmöglich….“ Aturo schüttelte den Kopf und ging zu ihr.
„Penetrant und stur! Und jetzt rein mit euch!“ der Junge hinterm Steuer sah leicht genervt aus. Er hatte braune Haare und hatte eine nicht zu übersehbare Ähnlichkeit mit Mana.
„Jaah!“ Isa setzte sich nach Ati ins Auto und schloss die Tür.
„Was ist den mit dir passiert?“ Mana sah ihren Schwarm erschrocken an: „Du bist ja nass bis auf die Knochen.“
„Schon gut… Ich bin ja selbst schuld, was muss ich auch im Regen rumlaufen.“ winkte er ab und lächelte.
„Ist egal, auf Jedenfall sollten wir uns beeilen. Ich bin übrigens Haruhiko, aber sag ruhig Haru zu mir.“ stellte sich der Bruder von Isa und Mana vor, der schon wieder losgefahren war. Er fuhr etwas Schneller, als es erlaubt war, aber er beherrschte das Auto sehr gut und ehe sich Aturo versah, waren sie schon am Flughafen und der Regen hatte wieder nachgelassen.
„Ja, Ati?“ Yuri nahm den Hörer des Telefons ab und hoffe das ihr Sohn ran war, aber sie wurde enttäuscht. Sie hörte zu und nickte nur: „Ja ist gut.“
„Wer war das?“ fragte Salomon nach.
„Eine Mana, sie hat gesagt, dass sie Ati mit nach L.A. genommen haben und ich mir keine Sorgen machen brauch…“ stotterte Yuri und schluckte, dass Ganze war so überraschend gekommen, das sie gar nicht wusste, wie sie reagieren sollte.
„Ahh…“ Aturo gähnte und streckte sich. Er hatte sehr gut geschlafen, da die Sitze in der ersten Klasse sehr gemütlich waren und sich auch sehr Weit nach hinten stellen ließen, so dass man fast lag. Zwar hatte er nicht verstanden, wie Haru ihm noch einen Platz besorgen konnte, aber jetzt sah er unter sich L.A., dass schon in der Sonne glitzerte. Er war auch schon trocken, da die Stewardess so nett gewesen war, seine und Isas Kleider zu trocknen und ihnen heiße Schokolade zu bringen.
„Morgen!“ Haru sah von seinem Buch auf und lächelte ihn an: „Gut geschlafen?“
„Äh… ja, Danke… Wir sind schon da?“ wunderte sich Ati und sah zu ihm.
„Ja… ist ja auch keine Linienmaschine. Du bist Aturo, wenn ich Mana richtig verstanden hab und gehst mit Isa in eine Klasse?“ wollte Haru wissen.
„Das stimmt. Was liest du denn da?“
„Ach nur für mein Studium, Rechtswissenschaften der Modere, interessiert dich sicher nicht.“ Haru klappte das Buch zu und sah ihn genau an: „Also, Mana oder Issai?“
„Bitte was?“ Aturo konnte ihn nicht folgen und sah unwillkürlich zu den beiden Mädchen. Isa lag eingerollt wie eine Katze auf ihrem Sitzplatz und Mana kuschelte sich an ihrem Kissen fest.
„Welche meiner beiden Schwestern, hat es dir angetan? Oder willst du mir etwa sagen, das meine süßen Schwesterchen dir so gar nicht gefallen?“ Harus Blick bohrte sich plötzlich so ihn Atis Brust, das er das Gefühl hatte, das er ihn aufspießen wollte.
„Ich … also, ich bin mit Beiden nur befreundet und fest liiert.“ versuchte er klarzustellen, aber Harus Blick verriet ihm das er ihm nicht glaubte.
„Wir werden…“ plötzlich flog ein Kissen auf Haru und traf ihm am Kopf: „Aua…“ beschwerte er sich: „Isa was soll das denn?“
„Hörst du auf, den Kleinen so zu behandeln! Ist ja nicht jeder so wie du und Robby, oder?“ fuhr Isa in an und holte sich ihr Kissen wieder: „Zudem hab ich dir so oft gesagt das du meine Kumpels nicht anmachen sollst! Es gibt nämlich auch einfache Freundschaft zwischen Jungs und Mädchen.“
„Ach das hättest du wohl gern, nicht Schwesterchen? Aber ich sag’s dir der Kleine, da steht entweder auf dich oder Mana! Er hat Hintergedanken, sie ihn dir doch nur mal an, wie er rüberstarrt.“
„Haru… Wenn ich an seiner Stelle wäre würde ich auch starren! Wie kann man nur so ein Trampel sein und nun gib Ruhe du Winkeladvokat und lern eine Gesetzte auswendig! Meine Güte, mit so was bin ich verwandt.“ seufzte sie und pfefferte ihm sein Buch in den Schoß, dann sah sie zu Ati: „Denk der nichts, er versucht den großen Bruder zu spielen, aber er ist wirklich kein Guter. Ignorier ihn einfach!“
„Hey!“ Haru spielte beleidigt und sah zu Ati: „Ich behalt dich im Auge!“
„Wahh… FAHR LANGSAMER!“ brüllte Mana, aber schon einige Sekunden nachdem sie das geschrieen hatte, hielt der Wagen abrupt und mit quietschenden Reifen in der Einfahrt. Isa, Ati und Mana fiel fast von den Rücksitzen und Haru stemmte sie Beide gegen den Boden um nicht nach vorne geschleudert zu werden. Er war nicht der Fahrer gewesen.
„Was hast du denn, Frechdachs? Ich bin schon langsamer gefahren als sonst?“ sagte der Fahrer, der kaum älter als Haru zu sein schien und es noch nicht für nötig erachtet hatte sich vorzustellen. Er sah selbst jetzt nicht mal zurück und steig aus, ohne nachzufragen ob es allen gut ging.
„Ist mir schlecht…“ Isa sprang aus dem Auto und rannte zu den Büschen, wo sie sich offenbar übergab.
Mana saß bleich neben Ati und sah aus, als sei sie nicht ganz da.
„Mana?“ Aturo sah sie an und legte die Hand auf ihre Schulter. Zwar drehte sich auch bei ihm noch alles und er hatte das Gefühl das sich sein komplettes Innenleben verschoben hatte, aber Mana sah sicher noch schlimmer aus als er.
„Mom… Moment… Die Hälfte von mir ist noch nicht da…“ sagte Mana apathisch und atmete noch ein paar mal durch.
Haru stieg inzwischen aus und fing ein lautes Streitgespräch mit dem Fahrer an, das man sicher noch am Ende der Straße hören konnte.
„Okay…“ Mana lächelte ihn an. „Komm schon, wir sind da!“ sie zog ihn aus dem Auto und vor Ati Augen erstreckte sich ein gemütlicher Garten und ein Haus, das irgendwie so gar nicht zur Größe der Villen passte, die noch in der Straße standen. Das Haus war kleiner, sandgelb gestrichen und mit, was Aturo etwas verwirrte, Hieroglyphen bemalt. Die Pflanzen im Garten waren liebevoll gepflegter Papyrus, Palmen, Lotus. Hibiskus und dazwischen Rosen. Ein kleiner See schimmerte um die Ecke des Hauses und Tücher waren wie Baldachine zwischen den Palmen gespannt. Ihm gegen die Augen über, als diesen ägyptischen nachempfundene Garten sah und vor allem die Statue, die mitten im Garten stand und die Göttin Isis darstellte.
„Isa!“ ertönte ein Schrei und ein Mädchen mit schwarzen Haaren lief aus der Tür auf Isa zu, wobei sie die beiden Streithähne auseinanderdrückte.
„Alex!“ Isa hatte sich wiedererholt und umarmte ihre Cousine.
„Endlich! Ich hab dich vermisst, ohne dich ist die Schule so langweilig.“ Alex sah Isa in gewisser Weise ähnlich, was wohl zum großen Teil an den schwarzen langen Haaren lag, die aber nicht wie Isas golden, sondern violett schimmerten. Allerdings lang ihr Pony auch anders und eine Sonnenbrille steckte ihn ihren Haaren. Ihre Augen waren dunkelbraun und glänzen munter vor sich hin. Auch war sie etwas größer als Isa, aber nicht viel, vielleicht um drei Zentimeter oder so.
„Alex!“ Mana ließ nun Ati stehen und sprang Alex an: „Cousinchen!“
„Mana!“ Alex befreite sich von ihr und lächelte: „Hyperaktiv wie eh und je, nicht?“
„Natürlich, oder glaubst du das legt nicht in zwei einhalb Monaten?“ meinte Isa.
„Hey!“ Mana verzog das Gesicht und lachte dann los: „Ich weiß, ich weiß…“
„RUHE!“ donnerte die Stimme einer älteren Frau, die in der Haustür stand durch die Jungs, sie immer noch stritten du die drei Mädchen: „Wollt ihr das die ganze Nachtbarschaft weiß, das ihr wieder da seid, kaum das ihr angekommen seid?“
„Oma…“ Alle fünf sahen zu der Frau, deren graue Haare noch erstaunlich kraftvoll und zu einem Zopf gebunden waren. Ihre dunkelbraunen Augen wanderten zu ihren fünf Enkeln die sich nun alle bei ihr einfanden.
„Mutter…“ hinter der Frau erschien ein schwarzhaariger Mann.
„Nichts da, Mutter! Kein Wunder das deine Kinder immer ausrasten müssen, bei deiner Erziehung!“
„Aber du hast sie doch erzogen, weil Faith und ich nie Zeit haben.“ wandte er ein.
„Da siehst du was ich mein!“ nickte die Großmutter und konnte gar nicht so schnell schauen wie Mana an ihr vorbei war und ihrem Vater um den Hals viel.
„Papa! Schön das du da bist! Ich hab schon gedacht das du nicht kommen kannst!“ plapperte sie los. Es war wirklich ungewöhnlich, das ihr Vater hier war, das er eigentlich in Venedig sein sollte, um dort ein Theater zu errichten.
„Ich werd doch unser jährliches Familientreffen zu Halloween nicht ausfallen lassen, zudem vermiss ich meine Bande doch.“ lachte er und sah zu seiner Mutter, die Aturo entdeckt hatte, wie er so ganz alleine abseits dastand und nicht wusste, was er tun sollte.
„Ach, der… den hat Isa angeschleppt, sie und Mana nannten ihn Ati oder so?“ zuckte Haru mit den Schultern.
„Isahra?“ die Großmutter sah zu ihrer Enkelin.
„Isahra?“ Ati runzelte die Stirn.
„Ähm…“ Isa ging zu ihm. „Ja, meine Großmutter nennt mich immer so und solang ich hier war, war das auch mein Rufname.“ meinte sie kleinlaut.
„Soll das heißen, das DU, meine Enkeltochter, ihren wunderschönen Namen, den ich mit Biegen und Brechen durchgesetzt hab, nicht mehr benutzt?“
Isa versteckte sich instinktiv hinter Ati und sah zu ihrer Großmutter: „Aber ich…“
„Nichts da! In Zukunft wirst du wieder auf diesen Namen hören! Es ist dein Rufname und nicht dieser Mumpitz von Issai, den dein Großvater unbedingt haben wollte. Auch wenn du in Japan lebst, ist das noch lange kein Grund…“ fuhr sie weiter lauthals fort.
Ati warf Isa einen Blick zu: „Du hast Angst, oder?“
„Merkt man das?“ fragte Isa vermitzt lächeln und klammerte sich am ihm fest: „Weißt du, meine Oma ist das Oberhaupt der Familie…“
„Oma du machst ihm Angst!“ wandte Alex ein und lächelte Ati begutachtend zu.
„Oh… Okay… dann… Ich bin Isabella Shimboku, das Familienoberhaupt! Ich freu mich dich kennen zu lern…“ sie verstummte und grinste ihn plötzlich an.
„Was ist denn?“ wunderte sich der noch immer fremde Junge, neben Haru.
„Ich wette ich kann erraten wie er heißt.“ nickte sie und ging auf ihn zu.
Ati sah hilfesuchend zu Isa, da er nicht wusste, was er tun sollte.
„Ich stell dir mal meine Familie vor.“ Isa kam hinter ihn vor und zog ihn an Isabella vorbei zu den Anderen: „Also das ist mein Dad Bruce…“
„Hallo!“ lächelte er Aturo an.
„… Dann meine Brüder Robert und Haruhiko, aber wir sagen nur Robby und Haru…“
„Freut mich.“ Robby war der Fahrer gewesen und grinste ihn unheilvoll an: „Ich bin Robby und Rennfahrer, ich nehm dich mal mit auf ne Spritztour.“
„Äh… ja… danke für das Angebot…“ nickte Ati unsicher.
„Angebot, das war eine Aufforderung.“ widersprach Robby.
„Lass das du Rennsemmel! Ich bin Alex, Isas Cousine.“ Alex schnaubte Robby an und reichte Ati dann jovial strahlend die Hand.
„Und Haru kennst du schon vom Flug und mich sowieso!“ meinte Mana und sah sich um. „Mama und Tante sind noch nicht da, oder?“
„Nein, noch nicht, sie kommen erst gegen drei.“ sagte Robby und wuschelte Mana durch die Haare.
„Hey… was soll das!“ beschwerte sie sich, da ihr das vor Ati peinlich war.
Ati lachte nur: „Ich freu mich sie kennen zu lernen mein Name ist…“
„Muto! Lass mich raten…“ die Großmutter runzelte die Stirn und dachte scharf nach: „Aturo… Yamato Atemu Muto!“
„Woher wissen sie das?“ Ati sah sie verwirrt an, da er sich das nicht erklären konnte. Isa und Mana konnten ihr seinen vollen Namen nicht gesagt haben, da sie ihn nicht wussten. Aber nicht nur er war verwundert, alle waren und starrten Isabella an.
Die alte Dame grinste breit und baute sich vor Ati auf, was komisch aussah das sie gute 15 Zentimeter kleiner war als er: „Ich kenn deinen Großvater sehr gut. Salomon der alte Haudegen und ich kennen uns noch von der Uni. Wir haben zusammen studiert und immer wieder mal Expeditionen und Ausgrabungen gemacht, war eine tolle Zeit, aber dann wurde ich schwanger und hab geheiratet. Aber ich freu mich das er sich an unsere Abmachung gehalten hat, du bist sicher der erster seiner Enkel oder? Wie geht es ihm denn?“
„Gut, er führt jetzt einen Spieleladen in Domino…“ meinte Ati, der nicht genau wusste wie er reagieren sollte: „Aber darf ich fragen welche Abmachung sie meinen?“
„Nein!“ Isabella sah ihn ernst an: „Nicht jetzt, das verrat ich dir einander Mal, aber hast du kein Gepäck dabei?“
„Nein, es war eine spontane Entscheidung. Isa hat ihn auf der Straße im strömenden Regen aufgegabelt und ihn einfach so mitgenommen. Der Kleine hat nicht mal ne Zahnbürste dabei.“ erinnerte sich Haru und setzte sich auf einen Hocker, der neben der Tür stand.
„Ach? Hat meine Tochter dich etwa gezwungen?“ wollte Bruce wissen und sah Isa stechend an.
„So was würd ich nie tun! Was denkst du eigentlich von mir?“ fuhr die ihn an.
„Da hat sie Recht! Kennst du deine eigenen Töchter denn gar nicht? Wenn dann tut das Mana!“ stimmte Alex parteiergreifend zu.
„Nimm das zurück!“ forderte Mana postwendend.
„Warum denn? Alex hat doch recht du kannst so was sehr gut!“ feixte Robby seine kleine Schwester an.
„Nein, Sir… Isa hat mich nicht gezwungen.“ versicherte Ati.
„Dann eben überredet, oder war auch Mana dabei? Egal! Hier!“ Bruce holte seinen Brieftasche raus und nahm eine Kreditkarte in die Hand, die er zwischen Alex und Isa hielt: „Ihr kümmert euch drum, das der Arme was zum Umziehen hat und eine Zahnbürste, ja?“ Er sah Alex und Isa ernst an, aber sein Blick wandte sich zu Alex: „Und du suchst dir auch was Schönes aus, ja?“
„Danke Dad!“ Isa umarmte ihn und fischte ihm dabei die Autoschlüssel aus der Tasche.
„Aber… das ist doch nicht nötig… Es sind doch nur …“
„Nichts da! Die Chance kriegst du nie wieder! Komm schon!“ Alex packte ihm an Handgelenkt und zog ihm zu den Wagen, der an der Straße parkte.
Isa folgte ihnen und sperrte das Auto auf: „Zu Suns?“ fragte sie ihre Cousine.
„Klar! Gestern haben sie neue Klamotten gekriegt.“ nickte Alex und setzte sich auf den Beifahrersitz, da sie Ati auf dem Rücksitz geparkt hatte.
„Isa! Fahr vorsichtig!“ rief Robby ihr noch nach, da das Auto war schon weg.
„Das sagt der Richtige! Wer fährt den hier wie der letzte Saftsack.“ brummte Haru.
„Hast du was gesagt?“ fragte Robby nach und sah auf seinen Bruder.
„Ich? Nein! Wir kommst du darauf?“
„Schluss! Kommt schon rein! Wir müssen noch das Haus herrichten.“ meinte Isabella und ging ins Haus.
„Mana?“ Bruce sah seine Tochter an: „Wolltest du denn auch mit zum Einkaufen?“
„Ja…“ Mana blickte mürrisch auf die Straße, aber es war so schnell gegangen das sie nicht mal reagieren konnte und nun hatten, Alex und Isa Ati für sich alleine: „Das ist unfair… Er ist auch mein Freund!“
„Komm schon, die entführen ihn doch nicht, sondern gehen nur shoppen. Zudem sind sie bald wieder da.“ lächelte er und wuschelte Mana durch die Haare: „Dieser Ati gefällt dir wohl.“
Mana lief rot an und sah ihren Vater an: „Wie kommst du denn darauf?“
„Weil wir jedes Mal, wenn wir telefonieren von ihm die Rede ist. Isa erwähnt ihn eigentlich nicht, aber du ununterbrochen. Er scheint ganz nett zu sein, aber sei vorsichtig, ja? Robby und Haru sind da.“ grinste er sie an.
„Oh..“ Mana verzog das Gesicht. Robby und Haru hatten die nervige Angewohnheit jeden Jungen, der ihr, Isa und Alex gefallen könnte auszuhorchen und das nun wirklich nicht indirekt. Im Gegenteil, sie würden ihn durch die Mangel drehen, wenn die merkten das Mana ihn süß fand. Sie schluckte und seufzte: „Das kann ja heiter werden…“
„Du kannst Autofahren?“ Ati beugte sich zwischen den Sitzen nach vorne und sah auf die Straße. Das Isa Autofahren konnte war ihm auch neu, aber er hatte sie auch nie gefragt, da er der Meinung war, das am ihn ihrem Alter noch gar keinen Führerschein haben konnte.
„Ja und ich darf morgen auch endlich auf sie Straße!“ lächelte Alex vor sich hin.
„Morgen?“ Ati sah sie von der Seite her an.
„Ja!“ Alex drehte sich zu ihm und schenkte ihm ein strahlendes Lächeln: „Ich hab heute Geburtstag ich werd 16 und morgen krieg ich dann von Oma auch einen Führerschein. Sie meint das sie ihn mir erst gibt wenn ich ausgeschlafen und wieder nüchterten bin.“
„Was?!“ Ati riss die Augen auf: „Nüchtern?“ fragte er nach.
„Ja, wir feiern heute, da kann schon mal ein Glas zuviel die Runde machen. Aber ich hab dir versprochen, das du machen kannst, was du willst.“ erinnere ihn Isa und schaltete einen Gang höher. Sie hatten die vielen Villen hinter sich gelassen und fuhren in die Innenstadt.
„Echt? Ich dachte du feierst mit uns! Das wird immer lustig und wir gehen dann noch weg. Komm doch mit, ja?“ Alex sah ihn an und dann zu Isa: „ Warum hast du ihn eigentlich mitgebracht?“
„Er braucht ne Atempause von Japan, einen Tapetenwechsel und da hab ich ihn eben eingeladen, warum?“ Isa wurde langsamer und bog um eine Ecke.
„Na ja… nur so… er ist süß und ich dachte das er vielleicht dein Freund wär, den du uns allen vorstellen willst.“ Alex ließ sich wieder zurück in den Sitz fallen.
„Nein, wir sind nur Freunde, nichts weiter.“ warf Ati hastig ein: „Wir gehen in die gleiche Klasse und verstehen und von Zeit zu Zeit ganz gut.“
„Von Zeit zu Zeit?“ Alex runzelte die Stirn.
„Ja, wenn wir nicht gerade streiten.“ nickte Isa und hielt auf dem Packplatz vor dem Suns an: „Da sind wir.“
Aturo stieg mit den Mädchen aus und sah auf das Geschäft. Das Suns war ein mehrstöckiges, aber schmales Haus, das gemütlich zwischen die Boutiquen stand und einen eher billigen Eindruck machte. Die Geschäfte rechts und links des Suns hatten ihre edlen Kleider ausgestellt, aber des Suns hatte nicht ein Schaufenster das nicht mit Spinnweben und Kürbissen voll gestopft war. Allerdings schienen die meisten Leute das Suns auch nicht gerade zu beachten, da sie die eleganteren Modeläden aufsuchten.
„Das Suns ist ein Insidertipp, also denk dir nichts dabei das kaum einer da reingeht, aber ich wette drinnen ist es voller. Weißt du, der Laden hat zwei Eingänge, aber auf der anderen Seite parken ist die Hölle.“ erklärte Alex und ging schon mal zum Eingang.
„Also, das ist nett aber ich kann doch nicht…“
„Komm schon Ati, vergiss dein japanisches Höflichkeitsgehabe und sei mal locker. Mein Dad bezahlt schon und glaub mir, er ist beleidigt, wenn man seine Großzügigkeit nicht annimmt.“ lächelte Isa ihn an und nahm ihn bei der Hand: „Leb doch einfach mal, ja? Genieß es und jetzt kleiden wir dich ein, und sei ja ehrlich! Wenn dir was nicht gefällt, dann nimmst du`s nicht.“
Aturo sah sie an und senkte den Kopf: „Also gut, aber ich werd nur das nötigste annehmen…“
„Wir werden sehen!“ schmunzelte Isa in an.
„Kommt schon! Sonst ist das Beste weg!“ rief Alex ihnen zu, sie wollte endlich rein. Das Suns war sehr beliebt und jeder wusste, dass neue Ware da war. Daher würden sie sich beeilen müssen, wenn sie noch was Gutes und Neues haben wollten, das ihnen auch gefiel.
~ End Kapitel 6~
Signatur


Hallo^^ ...*HEUL* Ich weiß nciht, aber ich hab das Gefühl das meine FFS gar ncih tmehr gelesen werden... Schreibt ihr mit kommis?? Ich würd die gerne mal weiterhochladen.
Ich freu mich schon^^^   |
Isahra READY STEADY GO
![...]() ![...]()

Status: Offline Registriert seit: 23.04.2005 Beiträge: 17644 Nachricht senden | Erstellt am 21.06.2006 - 20:27 |  |
Was denn?? Ihre Familie sit eben so^
^
Kapitel 7;
„Hier!“ Alex legte Ati noch eine Hose, zu den zehn die er schon auf dem Arm hatte und suchte weiter.
„Was soll ich denn damit?“ wunderte er sich und sah ihr beim Suchen zu.
Isa hatte er aus den Augen verloren und im Moment kam er sich mehr wie ein Packesel vor als wie ein Gast.
„Das sind alles Sachen, die ich anprobieren möchte. Nett von dir das alles zu halten. Was ist mir dir, hast du noch nichts gefunden?“ Alex lächelte ihn vermitzt an und nahm ihm die Hosen ab: „Tut mir leid, du kannst ja gar nicht suchen, wenn ich dich so in beschlag nehme. Die Herrenanteilung ist einen Stock tiefer. Du kannst also warten und mir helfen, oder schon alleine runtergehen und dir was aussuchen.“ dachte sie nach.
„Also dann… geh ich lieber mal und du kommst nach, oder?“ fragte er nach.
„Sicher! Ich muss ja zahlen!“ nickte Alex und verschwand schon zwischen den Leuten.
Ati stand nun alleine in einem Modeladen, wie er ihn noch nie gesehen hatte und verzog sich in die Herrenabteilung. Hier war um Einiges weniger los, als bei den Frauen die gleich zwei Stockwerke hatten. Nur ein paar Jungs in seinem Alter sahen sich um. Er streifte durch die Kleiderständer und wurde auch schnell fündig, was Hosen und Shirts betraf. Allerdings konnte er sich nicht dazu durchringen die Kleidungsstücke anzuprobieren da ihn die Preise abschreckten und er nicht den Umrechnungskurs von Dollars zu Yen wusste.
„Brauchst du Hilfe?“ Isa stand plötzlich hinter ihm und hatte eine Tüte in der Hand: „Du siehst etwas niedergeschlagen aus.“
„Also… ich glaub das die Klamotten hier ziemlich teuer sind und wo warst du plötzlich?“ meinte er und sah sie an.
„Ich war kurz gegenüber und hab Zahnbürste, Socken und Haargel besorgt, hier!“ sie drückte ihm die Tüte in die Hand: „Zudem, vergiss den Preis, stell dir vor du hast gewonnen und darfst alles haben was du willst. Ist das Zeug da drin okay? Ich dachte da kann ich nicht viel falsch machen, oder doch?“
„Nein schon gut, aber ich hätte auch mitkommen können.“ meinte er und warf einen Blick in die Tüte, es gab hier wirklich nichts, was man falsch machen konnte, aber er wäre doch mitgekommen.
„Ich weiß, aber heute ist da draußen die Hölle los und die Kids führen schon mal ihre Kostüme aus. Das nächste Mal sag ich Bescheid, ja? Also hast du was gefunden?“ erwiderte Isa und sah sich um.
„Wie gesagt, die Preise…“
„Lass die Preise, Preise sein, nimm was dir gefällt, ja?“ unterbrach Alex, die zu ihnen stieß.
„Find ich auch, na los, keine falsche Scheu, such dir was aus, oder wir tun das!“ stimmte Isa ihr zu.
Ati unterdrückte ein Lachen; „Okay ich geb mich geschlagen.“
„Sehr schön, also Alex bleibst du hier? Wenn Paps schon mal seine Kreditkarte aus der Hand gibt, muss ich das auch noch nutzen!“ grinste Isa und verschwand nach oben.
Alex ignorierte das und begann und den Lederhosen zu stöbern, dann sah Aturo musternd an: „Hier, ist die nichts?“ Sie hielt ihm eine Hose hin, die sie eben gefunden hatte. Alex war mit der seltenen Fähigkeit ausgestattet, nur mein Anblick von Leuten ihren Modegeschmack festzustellen und dann auch noch die genialsten Klamotten zu finden.
„Ja… doch…“ Ati nahm sie in die Hand und sah sie sich genauer an. Nach gut zehn Minuten hatte er zusammen mit Alex neun Hosen und zwanzig Shirts die er anprobieren musste. Erstaunlicherweise hatte Alex es sogar geschafft ihm immer die richtige Größe rauszusuchen.
„Oh… sabber… Ups…“ Alex hielt sich den Mund zu: „Hab ich das grad laut gesagt?“ Sie hatte Aturo begutachtet und sich dabei gehen lassen. Sie lief leicht rot an und überspielte es mit einem Grinsen.
Ati sah sie amüsiert an und lächelte: „Du bist direkt nicht?“
„Ja, eine meiner besten Eigenschaften.“ seufzte Alex: „Auch wenn ich deshalb in der Schule oft nachsitzen muss. Aber was soll’s… Okay, also dann haben wir Hosen und Shirts, Isa hat dir Socken besorgt, dann brauch wir noch Shorts, oder?“ meinte sie: „Und Gürtel, du bist ein Gürteltyp.“
„Was? Moment mal! Ich kann doch nicht alles einpacken lassen.“ wandte er fieberhaft ein. „Das wäre, als würde ich die Großzügigkeit deines Onkels schamlos ausnutzen, so was kann ich nicht machen, das Zeug ist auch so teuer.“
„Ati, du bist eingeladen, okay? Mein Onkel hat mir seine Kreditkarte überlassen, das heißt, dass er damit rechnet, dass Einiges ausgeben wird. Ist schon okay, das ist normal bei uns. Wir gehen ja nicht gleich ein Auto oder so kaufen, nur ein paar Klamotten.“ entgegnete Alex und packte den ganzen Stapel zusammen und gab ihn der Verkäuferin, die in der Nähe stand: „Da kommt noch was dazu, geht auf Shimboku.“
„Alex…“ Aturo seufzte und wusste nicht was er noch sagen sollte, um ihr das auszureden. Es war ja nett aber das war zuviel, als das er es annehmen könnte.
„Und?“ Isa kam zurück und sah die beiden an.
„Wir haben’s gleich, nur noch Shorts.“ sagte Alex.
„Gut, die brauch ich auch noch.“ erwiderte Isa und sah sich um: „Hinten rechts?“
„Nein links.“ berichtete Alex.
„Sekunde… Du brauchst Boxershorts?“ Ati runzelte sie Stirn, er konnte sich nicht vorstellen, dass ein Mädchen Boxershorts anzog. Zudem in den meisten Hosen, die er nun sein eigen nennen konnte, konnte er auch keine Shorts anziehen, da die Hosen zu eng waren.
„Ja, abends und zum Schlafen, sind echt bequem.“ nickte Isa und ging mit ihm zu den Unterwäscheregalen.
Alex blieb noch zurück und wühlte in einem Haufen Shirts, die ihr auch sehr gut gefielen, wobei es ihr egal war, das diese hier für Jungs und Männer waren und nicht für Frauen.
„Du bist echt schräg…“ lachte er hinter vorgehaltener Hand, da er es von keinem Mädchen gewohnt war, dass es so ehrlich war. Tova würde nie auf die Idee kommen eine Boxershorts anzuziehen und auch keinen anderen Mädchen, das er kannte, traute er das zu.
„Ist das ein Kompliment?“ schmunzelte Isa, die jetzt ein anderes Oberteil anhatte als zuvor. Sie hatte es kurzerhand angelassen und das Preisschild mit nach unten geben, so wie ihr Shirt, das sie angehabt hatte.
„Ich weiß nicht so recht…“ gab er zu und lächelte.
„Wo wart ihr denn so lang!“ Mana empfing Alex, Ati und Isa im Flur, als die drei von ihrer Shoppingtour zurückkamen.
„Einkaufen, was dachtest du denn?“ Alex stellte ihre Taschen ab und sah sich um: „Wo sind denn alle?“
„Die sind alle weg, nur Oma ist in der Küche und backt einen Honigkuchen. Aber es ist nicht fair, warum habt ihr mich nicht mitgenommen?“ fuhr sie die drei an.
„Sorry Schwesterchen, aber du warst zu langsam. Komm schon, lach wieder und schmoll nicht, ja?“ lächelte Isa sie an du wuschelte ihr durch die Haare.
Ati hatte mittlerweile bemerkt das Mana das auch immer über sich ergehen ließ und das es sie ganze Familie mit ihr machte.
„Aber nur wenn ich auch was krieg! Ihr habt Dads Goldene Karte gehabt und mir… OH!“ Mana strahlte als Alex und Isa jede eine Tüte in die Hand drückten.
„Wir vergessen dich doch nicht!“ sagten sie zusammen und gingen rechts und links an ihr vorbei und gingen nach oben.
„Kommst du?“ Isa sah zu Ati, stellt ihre Tasche ab und lief noch mal zu ihrer Großmutter in die Küche: „Wo pennt er eigentlich?“
„In deinem Zimmer, warum?“ sagte Isabella und naschte vom Honigkuchenteig.
„Was?!“ Ati und Isa sahen sie geschockt an.
„Aber das geht nicht, ich und sie…. Das…“ Aturo war verirrt, mit einem Mädchen in einem Zimmer, das nicht mit ihm verwandt und das auch nicht seine feste Freundin war.
„Aber ich hab nur ein Bett!“ sagte Isa.
„Na und! Du hast ihn angeschleppt, also badest du das auch aus und nun sag nicht, das es dir ungenehm ist? Also wirklich, aber er kann gern zu mir kommen wenn ihm kalt wird! Ich hab immer ein Plätzchen frei für einen so hübschen jungen Burschen, nicht war Atemu?“ widersprach die Großmutter und kümmerte sich weiter um ihren Kuchen, dessen Teig schon verführerisch lecker duftete.
„Ich heiß Atur…“
„Atemu! Das ist dein dritter Name und so nenn ich dich auch! Und mal ganz davon abgesehen, warum sollten Atemu und Isahra nicht zusammen in einem Zimmer schlafen?“ fragte sie mit einer so strengen Miene, als hätte ihr eben jemand gesagt, das der Himmel nicht blau sondern rot und die Sonne schwarz wäre.
„Komm mit, ich zeig dir wo wir schlafen…“ Isahra, wie sie jetzt wohl wieder genannt wurde, packte ihn am Handgelenk und zog ihn mit. Ihre Großmutter hatte ihr deutlich gemacht, dass es keine Diskussionen mehr geben würde. Isabella war gnadenlos mit ihren Urteilen und das sie Aturo mit Atemu ansprechen würde, war jetzt schon sonnenklar.
„Isa… du kannst loslassen…“ sagte Ati, als sie ihn nach fünf Minuten, indem sie ihn ihren Zimmer standen, immer noch fest hielt.
„Oh!“ Isa zog ihre Hand zurück als hätte sie eine heißen Topf angefasst: „Entschuldige, aber ich hab gedacht das du bei Haru oder Robby schlafen kannst und nicht mit mir in einem Bett. Ich hoff das ist nicht allzu schlimm, aber ich kann mich auch zu Alex oder Mana schleichen, wenn Oma im Bett ist.“
„Robby und Haru?“ Ati schluckte und dachte an die Beiden, auch wenn er sie nur kurz gesehen hatte, wusste er, dass die beiden ihn sicher noch ausquetschen würden, sobald man ihnen die Gelegenheit gab: „Ach weißt du, dass ist schon gut so. Wir schlafen ja nicht nackt oder so.“
„Nein…“ Isa sah errötete zur Seite… „Nein… heute wohl nicht. Also das ist mein Zimmer… leicht ägyptischer Tatsch... stört dich das?“
„Nö.“ schüttelte den Kopf und sah sich um. Das Zimmer hatte an den Wänden aufgemalte Sanddünen in verschiedenen Sandtönen und Pyramiden und einen Merkwürdig aussenden Palast, der ihm irgendwie bekannt vorkam. Auch die Möbel trugen ägyptische Zeichnungen, einige Figuren standen herum und im Regal tummelten sich Bücher über Ägypten in jeglicher Form. Er verkniff sich das Schmunzeln und sah auf das Bett, das aussah, als wäre es mehr ein abgedeckter Hügel, als ein Bett. Die Matratze lag direkt auf dem Boden und war gute 30 Zenitmeter hoch. Um die Matratze war ein Gestell aus Holz, das mit Tüchern verdeckt war. Und das Ganze wurde mit einem großen blauen Leinentuch verdeckt, das Isa jetzt aber beiseite zog, zusammenknüllte und ihn eine Ecke warf.
„Also was brauchst du alles? Ein oder zwei Kissen?“ fragte Isa und setzte sich auf das seltsam niedrige Bett.
„Eins wenn’s nicht klein, oder dünn ist… Sag mal… sind das alle deine Bücher?“ Atis Blick wanderte über die vielen Bücher und stellte fest das sie fast ausnahmslos mit Ägypten zutun hatten.
„Ja und nein, sie haben meiner Großmutter gehört und sie hat mir gegeben, nachdem sie gemerkt hat, dass ich immer darin gelesen hab. Ich denk mal, dass sie immer noch rangeht, da ihre alten Forschungsberichte dabei sind, aber eigentlich sind’s jetzt meine.“ dachte sie nach und sah auf ihre Schlafwiese, groß genug war sie ja, aber sie kannte sich gut und sie ahnte schon das sie am Morgen sicher nicht noch brav auf ihrer Seite liegen würde. Wenn sie mit ihren Schwestern oder auch ihren Brüdern ihn einem Bett schlief, war das anderes, aber Ati war guter Freund und sie hatte ihn auch schon fast geküsst und … Sie schob alle Gedanken beiseite. Was machte sie sich denn jetzt schon sorgen? Sie würden heute Abend ausgehen und dann todmüde ins Bett fallen, mehr nicht.
„Darf ich?“ Ati deutete auf ein Buch, das schon sehr abgegriffen aussah.
„Ja sicher doch, aber interessiert dich so was?“ wunderte sie sich.
Ati zog das Buch heraus: „Ja, sehr sogar, hab ich von meinem Großvater und Vater vererbt bekommen.“ neugierig versuchte er die Handschrift Isabellas zu entziffern und stellte fest, das Isas Großmutter die gleiche Sauklaue hatte wie sein Großvater.
Issai begann zu lachen und sah zu ihm: „Du willst also auch im Sand graben und nach alten fast unleserlichen Steintafeln oder Gegenständen suchen?“
„Ja, aber ist dran so lustig? Du…“
„Nein… ich lach, weil ich nicht wusste das wir das gemeinsam haben.“ unterbrach sie ihn und legte sich auf ihr Bett.
„Ach…“ Ati stellte das Buch wieder ins Regal und setzte sich zu ihr: „Du willst Archäologin werden?“
„M hm…“ Isa nickte und sah zu ihm: „Ich find das interessant. Vor allem das Leben damals und die Menschen. Ich find es toll, das die Alten Ägypter ihre Frauen respektiert haben und nicht wie im Rest der Welt behandelt haben. Am ist erstaunlichsten ist aber das ich unsre Grosseltern kennen, findest du nicht?“
„Schon…“ Aturo sah auf das Bett und auf Isa: „Du hast auch wirklich nichts dagegen das ich hier…“ im steckte ein Kloß im Hals, dessen Herkunft er sich nicht erklären konnte. Schlagartig wurde ihm wieder klar, dass er heute Nacht direkt neben ihr schlafen müsste. Es war schon schwer gewesen im Flugzeug einzuschlafen, da Isa in seinem Blickfeld gesessen hatte, aber nun würde sie auch noch in unmittelbarer Nähe liegen.
Sie rappelte und setzte sich auf, so das ihm in die Augen sah: „Nein, hab ich nicht. Wir sind doch gute Freunde du ich vertrau dir, aber trink nicht zuviel, nicht das du die Kontrolle verlierst.“
„Ich trink kaum Alkohol, aber was ist mit dir? Wer sagt mir, das du nicht zuviel erwischst und denn betrunken über mich herfällst?“ erwiderte er in einem gezwungenen kühlen Tonfall.
„Würdest du es denn ausnutzen?“ fragte sie zurück und er musste damit kämpfen ruhig zu belieben und nicht gleich etwas Falsches zutun.
„Ich weiß nicht, vielleicht…“ entgegnete er, ohne das er eigentlich wollte. Er hörte die Worte erst als er sie aussprach und konnte auch nichts dagegen machen. Das Schlimmste daran war aber, das er es auch wirklich so meinte.
Sie schippte ihm keck gegen die Stirn und lächelte frech: „Tu nicht so. Vielleicht, was ist das für eine Antwort, dass ist weder Nein noch Ja.“
„Hm…“ er fasste sich an die Stirn und verzog das Gesicht: „Weiß ich selbst, aber ich weiß es eben nicht. Und lass das, ja? Warum machst du immer so was?“ Ati rieb sich die Stelle auf seiner Stirn, die ihm noch etwas wehtat und vermied es Isa anzusehen.
„Oh hab ich dir wehgetan?“ Isa richtete sich auf den Knien, sie schob seine Hand beiseite und küsste doch allen ernstes seine Stirn.
Aturo starrte ihm ersten Moment und betete dafür, dass sie sofort verschwinden würde, was Isa allerdings nicht mal ansatzweise vorzuhaben schien. Im Gegenteil sie lächelte ihn zart an.
„Was hast du eigentlich vor? Machst du dich über mich lustig, oder willst du mich verführen?“ wollte er wissen und sah sie dabei so ernst er nur konnte an.
„Ahm…“ Isa verzog nachdenklich das Gesicht, was aber mehr niedlich aussah, als alles andere: „Schwere Frage… wie wär’s mit beidem? Ich ärgere dich in dem ich dich ein wenig anbaggere.“ grinste sie ihn dann kess an und wollte aufstehen, was Ati aber verhinderte indem er ihren Arm festhielt.
„Du bist wirklich nicht normal, oder? Aber hör auf damit, ja? Ich find das nämlich nicht lustig. Du bist dummerweise alles andere als hässlich und wenn du so weitermachst, dann werd ich deinen Spielerin nicht mehr lange standhalten können.“ Erst jetzt merkte er dass es lieber nicht getan hätte da er sie zu nah zu sich gezogen hatte. Seine Gedanken verdichteten sich wieder nur auf sie und genau das hatte er sie letzten Wochen doch so erfolgreich vermieden.
Isa versuchte seinen Blick auszuweichen was sich als unmöglich erwies, da sie immer wieder zu ihm schielte und als sie ihre Arme ohne Vorwarnung von ganz allein um seinen Hals schlangen, spannte sich die Atmosphäre derart an, dass sie nicht mehr klar denken konnte.
„Atemu! Isahra!“ die Tür wurde aufgerissen Isa fuhr so schnell zurück das sie gegen den Schreibtisch krachte. Ati sah blitzschnell und hochrot auf das Bücherregal und versuchte angestrengt an Tova zu denken, was ihm aber beim Besten will nicht gelang. Eine fremde Frau stand in der Tür, als Ati sich umdrehte und sie musterte riss er die Augen auf und erstarrte von Neuen.
„Isa, was ist denn mit dir?“ die Frau sah zu Isa und wirkte besorgt.
„Nichts, nur nicht aufgepasst, hallo Ma…“ Isa hielt sich den Hinterkopf und sah zu ihrer Mutter. Sie hatte sich den Kopf an einer Kante angestoßen, aber konnte nicht sagen, warum es wirklich passiert war. Immerhin wie wollte sie erklären, das sie ihn küssen wollte, obwohl er nicht ihr fester Freund war und eine Freundin hatte.
„Na dann, aber pass besser auf, ja? Du bist kein Kind mehr und du hast einen Gast. Also..“ Isas Mutter wandte sich zu Ati: „Ich bin Faith, freut mich dich kennen zu lernen, meine Schweigermutter meinte, dein Name ist Atemu.“ freundlich lächelnd streckte sie ihm die Hand entgegen.
Aturo schüttelte sie anwesend und glaubte nicht richtig zu sehen: „Sie sind Faith Carlson, nicht?“
„Ja, das bin ich, aber das ihr mich in Japan kennt wundert mich, da laufen doch kaum Filme in denen ich mitspiele oder?“ dachte sie nach. Faith war mit ihren 46 Jahre immer noch eine anerkannte Schauspielerin die auch als Sängerin ihr Geld verdiente. Aber das Singen hatte sie weitgehend aufgegeben und sich ganz der Schauspielerei gewidmet. Sie hatte schon ihn vielen Filmen mitgespielt und auch ihn Serien, im Moment drehte spielte sie in einer Serie mit, die sich „The Doris“ nannte.
„Doch… viele Filme… Sie sind in Japan bekannt.“ schluckte Ati und sah zu Isa; „Das ist deine Mutter?“
„Jepp… Faith Shimboku, Künstlername Faith Carlson.“ nickte Isa und rappelte sich erst Mal auf und umarmte ihrer Mutter.
„Ich weiß, ich hab mit meiner Kleinen gar keine Ähnlichkeit, die hat sie mit ihrer Großmutter, du solltest mal die Bilder sehen, von meiner Schweigermutter, als sie noch studierte. Aber was red ich schon wieder… Ich red zu gern, Atemu! Kommt ihr runter? Bella hat schon die Kostüme rausgelegt.“ lachte Faith freundlich und klopfte ihm auf die Schulter.
„Wir kommen gleich, ja?“ nickte Isa und schoss die Tür hinter ihrer Mutter.
„Kostüme?“ fragte Ati verwirrt nach und war sich nicht mehr sicher, ob es richtig gewesen war einfach so mit nach L.A. zu kommen.
„Jaah… also es ist Halloween und meine Großmuter besteht darauf das wir uns verkleiden. Sie sucht auch immer die Kostüme aus, sie wir anziehen müssen, aber ich bezweifle stark das sie für dich eins hat, so schnell kann selbst sie nicht nähen. Und es tut mir leid, aber hier…“ Sie drückte ihm einen Schlüssel in die Hand: „Du kannst gerne gehen und kommen wie und wann du willst.“ sie lehnte sich an die Tür und atmete tief durch. Eigentlich hatte sie ja gesagt das er tun und lassen konnte was er wollte, aber nun sah es so aus, als würde ihre ganze Familie ihn nach und nach in Beschlag nehmen und sie konnte nichts dagegen machen.
„ISA! ATI!“ ertönte ein lauter Schrei durch die Tür.
Isa zuckte zusammen und sah zu ihm: „Ich geb dir Deckung und du verwindest, okay? Sonst wirst du noch ein Teil dieses verrückten Clans.“
„Schon gut, ich komm schon irgendwie klar. Immerhin bin ich hier fremd und wüsste nicht, was sich machen sollte, wenn ich alleine bin.“ winkte er ab, hatte aber ein flaues Gefühl in der Magengegend.
Er und Isa gingen die Treppe hinunter und in ein Zimmer das wohl das Esszimmer war. In der Mitte stand ein runder Tisch, an dem gut und gerne zwölf Leute Platz hatten, wenn nicht mehr. Die ganze Familie stand um den Tisch auf dem geschnürte Pakete lagen auf denen Namen standen. Sowie Schminkuntensielen jeglicher Art. Eine weitere Frau war nun auch noch da und unterhielt sich mit Alex. Die Frau war erst Mitte dreißig und sah Alex ähnlich, so ging er davon aus, das diese Frau wohl Alex Mutter war, oder ihre große Schwester.
„Da ist er ja unser Gast!“ Isabella umarmte ihn Ati freudestrahlend.
„Tante Andy!“ Isa umarmte die Frau bei Alex, schwieg aber dann. Auch der Rest der Familie verstummte und sah zu Isabella die Aturo mit sich in die Mitte der Familie zog.
„Also dieses Jahr hab ich mich für mein Lieblingsthema entschieden. Wir werden dieses Jahr als Ägypter Halloween feiern, ihr hab ja auch gesehen, dass ich das Haus schon dementsprechend Dekoriert hab. Wir werden heute ins Kinderkrankhaus gehen und dort ein wenig für Stimmung sorgen, ab 21 Uhr dann gehen die Alten heim und die Jungen mit Alex zum feiern, wobei meine Wenigkeit, natürlich zu den Jungen zählt.“ sagte sie und sah auf ihren Sohn, sowie ihre Schweigertöchter: „Die Alten, also ihr drei, solltet dann schlafen gehen und jemand muss ja sie Süßigkeiten verteilen.“
„Mutter…“ Bruce sah sie kopfschüttelnd an, während der Rest sich nur mit Mühe und Not das Lachen verkniff. Auch Aturo gluckste ein wenig, das Isabella einen so würdevollen komischen Ton angeschlagen hatte, das man das Gesagte noch komischer finden musste.
„Nichts da du alter Bock! Du wirst schön die Honigkuchenschnitten verteilen und uns nicht den Spaß verderben!“ wehrte Isabella ab und nahm das erste Paket: „Fangen wir an, Robby du wirst als Pharao Rames gehen, Haru du bist Cheops, Bruce du wirst zu Echnaton.“
„Echnaton?“ fragte Bruce nach: „Was Besseres ist dir nicht eingefallen, oder?“
„Nein, weil Faith Nofretete ist.“ widersprach Isabella und presste ihrem Sohn das Paket an die Brust: „Weiter im Text, Andy du wirst eine bezauberte Cleopatra abgeben und du Mana, wirst zu Hatschepsut. Alex für dich hab ich mir Neith, die erste Pharaonin überlegt.“ Isabella gab jedem ein gut verschnürtes Paket, in dem sie die Kostüme schon komplett zusammengestellt hatte. Dann wandte sie den Blick auf Isa und Ati und grinste bis über beide Ohren: „Ihr beide…“
„Warte mal er ist Gast und…“
„Und es wäre eine neiderträchtige Ungezogenheit von mir, wenn ich ihn einfach so, in normalen Kleidern, an Halloween aus dem Haus lassen würde. Ich weiß, und darum hab ich meine Nähmaschine angeworfen und ein paar alte Stoffe und Bilder rausgesucht und ihm etwas genäht, damit er mit uns ins Kinderkrankenhaus kann, Kannst du eigentlich singen, Atemu?“ unterbrach Isabella ihre Enkelin.
„Ähm… das ist… nein kann ich nicht und es ist nicht nötig…“ Ati ging ein paar Schritte zurück. Die alte Dame war sehr freundlich, aber sie machte ihm irgendwie Angst und warum nannte sie ihn ständig Atemu? Auch wenn er diesen Namen trug, er hörte ihn nie, nur wenn seine Mutter sauer war und seine Freunde kannten ihn gar nicht.
„Oma, lass ihn doch, ja? Er will nicht und ich hab ihm eigentlich versprochen, das wir ihn in Ruhe lassen und er einfach mal ausspannen kann.“ wandte Isa ein, der ihre Großmutter langsam peinlich wurde.
„Ach komm schon, lass Bella doch den Spaß.“ meinte Andy und lächelte Ati zu.
„Danke Andy, aber meine Enkeltochter weiß, dass sie nicht gegen mich ankommt. Darum wird sie mir, ihrer armen alten Großmutter, auch meine kleinen Freuden lassen und mit gestatten ihren süßen Freund, wie einen ägyptischen Pharao anzuziehen.“ nickte Isabella und sah zu Isa, dann setzte sie ein herzzerreißenden Blick auf: „Nich wahr…?“
„OMA!“ Isa sah hilfesuchend zu Mana und Alex.
„Ich würd mich freuen, wenn Ati auch mitkommt. Immerhin hab Oma sich viel Mühe gegeben.“ meinte Alex und sah sich den Schmuck an, den ihre Großmutter ihr für den heutigen Tag überlassen hatte.
„Stimmt genau! Und wenn er schon mal da ist, dann kann er auch mitmachen!“ Mana grinste bis über beide Ohren.
„Sag ich auch, wir müssen deinen kleinen Freund ja noch auch Herz und Nieren prüfen und im OP geht das nun mal am besten!“ Robby legte seine Arm und Aturos Schultern und feixte ihn unheilvoll an.
Haru kam von der anderen Seite, sodass Ati nun in der Zwickmühle saß.
„Leute… also ich hab noch Jetlack und würd lieber ein wenig schlafen…“ versuchte er sich rauszureden und wegzukommen, aber Robby und Haru hielten ihn fest. Und drückten ihn in einen Stuhl.
„Vergiss es! Du bleibst hier!“ sagte Haru ernst.
„Sag ich auch, du bist Manas und Isas Freund und darum auch unserer. Und unsere Freunde reisen sich drum mit unserer Familie zu feiern.“ nickte Robby.
„Robby…“ Isa packte Robby am Ohr.
„Haru…“ Alex tat das gleiche mit Haru und genau wie Isa zog sie ihn ein paar Schritte zurück.
„Ihr lasst ihn gefälligst in Ruhe!“ schrieen Alex, Mana und Isa die beiden Brüder lauthals an.
„Kinder…“ Faith schüttele den Kopf: „Hört auf damit, ja? Wir haben zwei Geburtstage und Halloween zu feiern und ihr schlagt euch die Köpfe ein.“
„Hört auf eure Mutter und Alex du auf deine Tante! Atemu, was ist, hast du Lust mit uns zusammen zu feiern, oder willst du lieber hier bleiben und deine Ruhe haben?“ wollte Bruce wissen und legte sein Paket wieder ab.
„Ich also…“ Er sah in die Runde und zu Isa, Alex und Mana die Haru und Robby in Grund und Boden stampften. Er musste grinsen: „Ich komm gern mit, wenn ich nicht störe, aber singen kann ich leider nicht.“
„Was? Du kommst mit?“ Mana sah zu ihm und sprang ihn an: „Klasse und das Singen …“
„Bring ich dir bei! Mana er ist doch kein Teddybär!“ Alex zog Mana zurück.
„Das weiß ich doch, aber…“
„Nichts aber! Du kannst doch jeden der dir gefällt anspringen!“ erwiderte Alex so streng, als wäre sie mit Ati liiert und Mana hatte ihn versucht zu küssen.
„Er ist ein guter Freund von mir, als mich doch, oder ist er dein Liebhaber?“ bockte Mana und verzog schmollend das Gesicht.
„Nein, aber … Ach vergiss es!“ Alex drehte sich schnell weg und kümmerte sich wieder um ihr Kostüm.
„Gut, dann ist das geklärt, also Atemu du gehst als… Atemu, ist ja auch klar bei deinem Namen. Hier, ich hoff, dass es passt, wenn nicht, muss ich es ändern. Isahra du geht’s auch als deine Namensgeberin.“ Isabella reichte Isa nun das letzte Paket, mit einem so hinterhältigen Lächeln, dass jeder sah, dass sie einen Hintergedanken hatte.
„Atemu und Isahra waren doch ein Liebespaar, oder?“ fragte Ati vorsichtig nach und erntete eine kräftige Umarmung von Isabella.
„Ja, du hast es erfasst! Ist ja auch kein Wunder, immerhin ist Salomon dein Großvater! Er hat dir sicher erzählt, dass immer noch nach diesem großen Pharao geforscht wird? Dein Großvater und ich haben seinerzeit zusammen die ersten Steintafeln gefunden auf denen von ihm und seiner Sonne die Rede ist. Wir waren ganz fanatisch darauf mehr zu finden, aber leider, kam Bruce dazwischen du ich musste aufhören. Aber ich schwör dir, wenn ich hätte das Grab gefunden und damit die Existenz dieses Pharaonenpaars bewiesen. Aber leider hab ich die Gelegenheit verpasst… Nun gut wie auch immer, umziehen!“ die Großmutter klatschte in die Hände und sah auf ihre Familie.
Augenblicklich machten sie sich daran sich umzuziehen, wobei Robby, Haru und Bruce ihre Sachen packten und auf dem Raum gingen.
„Atemu, komm, oder willst du dich hier umziehen?“ fragte Isas Dad freundlich.
„Nein!“ sagte er rasch und folgte den drei Männern aus dem Zimmer in den Flur.
Das Umziehen ging recht schnell, da ihre Kostüme nicht allzu aufwendig waren und der Schmuck einfach nur über die Arme und Beine gezogen wurde. Am Ende mussten sie warten bis sie Mädchen und Frauen soweit waren, um sie wieder ins Esszimmer zu lassen. Haru und Robby sahen Ati immer noch so anschätzend und analysierend an, als wäre er ihr Forschungsobjekt, das jeden Moment hochgehen konnte. Aber sie sagten nichts, da ihr Vater da war. Bruce würde sie schon ihre Schranken verweisen und dann hätten sie beide keine Chance mehr ihn auszuhorchen. Es herrschte einen bedrückende Ruhe im Flur, da Bruce seine Jungs scharf im Auge hatte, die ihrerseits Aturo derart ungnädig im Auge hatten, das er hätte schwören sie hätten seine Harre gezählt. Nach gut zehn Minuten reiner Warterei durften sie dann wieder zurück.
„Eine wahre Königin.“ Bruce ging zu seiner Frau und gab ihr einen filmreifen Kuss. „Du alter Schleimer…“ grinste Faith ihren Mann an.
„Lasst das! Ich bin immer noch Single!“ beschwerte sich Andy und schmolle gespielt.
„Ich auch!“ nickte Isabella; „Aber ich schnapp mir bald einen!“ Ihr Blick viel auf Aturo der nicht genau wusste wo er denn hingucken sollte. Isa, Mana und Alex sahen wirklich gut aus, aber am Ende entschied er sich für Mana, da er bei ihr am wenigsten in Versuchung kommen konnte. Immerhin, mochte er sie, aber nicht mehr als eine Freundin.
Im Kinderkrankenhaus wurde die Familie herzlichst empfangen und nach gut 3 Stunden in denen alle ihre Gesangs- und Unterhaltungskünste unter Beweis stellen mussten wurde sie unter Tränen von den Kindern wieder verabschiedet. Ati hatte es schon Spaß gemacht, aber mit dem Singen konnte er nicht mithalten. Der ganze Shimbokuclan hatte eine solche Stimmgewalt und keiner hatte schief oder flach gesungen. Selbst Robby und Haru hatten wahre Sängerqualitäten. Aber am Besten waren mit großem Abstand Alex und dann Isa, sie sogar Faith in den Schatten stellten, wobei Alex wohl die beste Sängerin der ganzen Familie war.
Jetzt standen sie vor einer Diskothek, aus der laute Musik hallte und lautes Stimmengewirr.
„Also wir gehen dann und Robby, du bleibst trocken! Du fährst sie alle nach Hause, verstanden! Wehe du rührst auch nur einen Tropfen an und Mana bekommt nur zwei Drinks mit Alkohol!“ sagte Faith zu ihrem ältesten Sohn und sah ihn streng an.
„Jaah!“ sagte Robby genervt, der sich schon auf dem ganzen Weg die Predigt anhören musste.
„Okay, da dann viel Spaß!“ verabschiedete sich Andy und zwinkerte Alex zu: „Und schön feiern, meine Kleine! Man wird nur einmal 16 Jahre alt! Und Bella kommt mit uns.“ Andy packte ihre Schwiegermutter und schob sie vor sich her.
„Nein, ich will auch feiern! Ich hab heut auch Geburtstag…“gab sie von sich und sah zu Ati zurück und lächele ihm zu.
„Viel Spaß!“ winkte Bruce und folgte dann seiner Frau und Schwägerin, die Isabella zum Auto schoben.
„Ja!“ Alex strahlte bis über beide Ohren und packte Aturo an der Hand: „Komm ich zeig dir den Club!“ Noch bevor er antworteten konnte, fand er sich in der Eingangshalle des Cosmic wieder.
„Du sag mal, versucht deine Großmutter mich anzumachen?“ fragte Ati erstmal nach, da er schon die ganze Zeit über tun wollte und gerade eben hatte sich wieder ein Grund erbeben, die Frage zu stellen. Immerhin hatte Isabella nicht aus den Augen gelassen und ständig irgendwelche Bemerkungen fallen lassen, die ihm nicht ganz geheuer gewesen waren.
„Sie macht nur Spaß und will dich nur aus der Reserve locken.“ meinte Haru und sah sich schon nach den ersten Mädchen um. Er war Single und auch wenn man es ihm nicht zutraute, war Haru der Weiberheld schlechthin.
Robby hingegen drückte sich schon an ihm vorbei und wandte sich einer Gruppe Jungs zu, die er zu kennen schien.
„Ich bin dann mal schon weg! Und du lässt schön brav die Finger von meinen Schwestern und von Alex! Hast du verstanden, ich will dich dir nicht die Beine breche… AUA!“ Haru ging etwas in die Knie und sah sich um. Mana und Isa standen hinter ihm und ihre Hände waren zu Fäusten geballt. Sie hatten Haru einfach eine auf den Hinterkopf gehauen.
„Was sollte das?“ fauchte Haru und hielt sich den schmerzenden Hinterkopf, er sah aus wie ein Frosch, so wie er da auf dem Boden saß.
„Ein Schlag auf den Hinterkopf fördert das Denkvermögen.“ funkelte Isa ihn wütend an.
„Genau und du, mein lieber Bruder… brauchst dringend mehr Hirn! Hört endlich auf Ati Sachen zu unterstellen!“ zischte Mana ihn sauer an.
„Na los! Gehen wir!“ Alex zog Ati einfach weiter, der noch immer nicht wusste ob Haru ihm Leid tun sollte, oder lieber doch nicht. Immerhin Haru würde ihn sicher noch öfters auf diese Weise ansprechen.
Das Cosmic untergliederter sich in zwei Ebenen. Die untere war voller Leute die sich im Rhythmus der Musik bewegten, der Rand der Tanzfläche waren viele Bars, an denen viele Leute standen und sich an den Tresen ihre Drinks schmecken ließen. Weiter oben war die zweite Ebene, die sich wie eine Empore kreisrund über die Bars und Menschen spannte, bis in der Mitte ein freier Platz war, der so groß war wie die Tanzfläche. An der Empore standen Tische und bequeme Sessel, auf denen man sich ausruhen konnte. Auch bestand das Cosmic aus insgesamt drei solcher Räume, in denen verschiedene Musik lief. Alle Anwesenden waren verkleidet, wobei die meisten als Gruselfiguren durch die Gegend liefen. Auch was es mehr als voll, obwohl die Nacht noch so jung war. Kürbisse mit Fratzen, Spinnetze und allerlei andere Halloweendekoration sorgen für eine angemessene Atmosphäre.
Alex drängte sich zwischen einer Hexe und einem Vampir durch und steuerte die obere Ebene an, so wie durch ein Wunder ein leerer Tisch war. Das Wunder war eigentlich keins, da der Tisch für sie reserviert war und die Aufseher, die im Cosmic für Ordnung sorgten ihn freigehalten hatten.
„Na was meinst du?“ wollte Alex wissen und sah zu Ati, der nach untern sah.
„Toll…“ nickte er und wunderte sich nicht wenig, dass hier oben die Lautstärke sehr angenehm war. Man konnte sich gut unterhalten und musste nicht schreien um den anderen etwas zu sagen. Er sah auf die Menschen herunter die ihren Spaß hatten. Irgendwie dachte daran das Yugi und die Anderen jetzt auch feiern würden… an den Zeitunterschied dachte er gar nicht.
„Gut!“ Isa setzte sich plötzlich neben ihn und Alex zu seiner Rechten.
„Was willst du trinken? Süß oder sauer?“ wollte Alex wissen.
„Was? Ähm…“ Aturo sah sie verwirrt an und wusste nicht was er sagen sollte.
„Es ist Halloween, und da gibt’s nur süßes oder saueres. Alles kostet gleich und du weiß nicht was du kriegst.“ erklärte Mana.
„Oh, na dann…. egal.“ lächelte er und sah zu Alex. „Soll ich gehen?“
„Nein, ich geh! Ich muss noch meine Freunde begrüßen und sagen, dass du auf unsre Rechung da bist. Meine Mutter zahlt alles, daher lassen wir anschreiben.“ schmunzelte sie und sah zu Mana: „Süß oder Sauer?“
„Süß! Aber ohne Alkohol, ja?“ erwiderte sie.
„Okay, bis gleich!“ Aturo sah Alex zwischen den anderen Gästen verschwinden.
„Gefällt sie dir?“ fragte Isa, scheinbar ohne Grund nach.
„Sie ist nett, aber so wie du meinst, nein.“ antwortete er und sah sie verwirrt an. Wie kam Isa nur auf diese Idee?
„Aber du gefällst ihr, ist besser, wenn du ihr keine Hoffnungen machst, ja? Ich will nicht, dass Alex verletzt wird oder Liebeskummer hat.“ Issai lehnte sich zurück, an die weiche Lehne und sah nach oben. Die Decke war nachtblau gestrichen und kleine Lampen bildeten eindrucksvoll die Milchstraße.
„Tu ich das denn?“ wunderte er sich.
„Ja und nein. Aber egal, jetzt weißt du es und damit ist gut.“ entgegnete Isa und atmete tief durch.
„Schwesterchen, was ist denn los?“ Mana verzog das Gesicht und dachte nach. Isa war doch vorhin noch ganz gut drauf gewesen, aber jetzt machte sie den Eindruck, als ginge es ihr nicht gut. Als wollte sie einfach nur die Augen zu machen oder nach Hause.
„Nichts… Ich hab nur ihn gesehen…“ Isa schloss die Augen, ihr Gesicht war irgendwie ausdruckslos, da sie nicht so recht wusste wie sie reagieren sollte.
„Ihn?“ Ati warf Mana einen fragenden Blick zu, aber da kam schon Alex mit einem Tablett zurück.
„Ich geh ein wenig runter…“ Noch bevor Alex das Tablett abgestellt hatte, erhob sich Isa und verschwand zwischen den Menschen.
„Was ist denn mit ihr?“ verwirrt stellte Alex die vier Drinks ab und setzte sich.
„Sie sagt, dass die ihn gesehen hat.“ Mana seufzte und nach sich einen Drink, mit einem gelben Strohhalm, der bedeutete des der Alkoholfrei war.
„Oh… Ich dachte der kommt nicht mehr.“ Alex machte schlagartig auch ein verstörtes Gesicht und nuckelte an ihrem Strohhalm.
„Hallo, um wen geht es hier?“ wollte Ati wissen, der sich schlagartig so fehl am Platz fühlte, wie wenn er bei Seto und Kira in ihr Zimmer geplatzt wäre.
„Oh! Sorry, aber es geht um Ryan. Du kennst ihn nicht, aber er und Isa… na ja, sagen wir das es nicht glücklich mit ihnen gelaufen ist.“ meinte Alex und rührte nachdenklich ihren Drink um.
„Wärst du vielleicht so nett und sagst mir genau was los ist?“ fragte er nach und sah zu Mana, der Name war ihm neu und er konnte sich keinen Reim darauf machen, oder hatte er das nur vergessen? Er wusste noch nicht mehr, in welcher Beziehung dieser Ryan zu Isa gestanden hatte, aber auch Mana schien jetzt dicht zu machen.
„Ich glaub, da fragst du sie selbst, ja? Aber sei vorsichtig…“ meinte Mana sehr kleinlaut und sah zu Alex, die die Sache anders sah.
„Ryan ist Isas Ex. Er hat sie betrogen… Mit ihren Freundinnen und auch an mich hat er sich rangemacht. Ryan war so geschickt, das es niemand aufgefallen ist, bis er sich an mir versucht hat. Ich hab es Isa gesagt und dann hat sie ihn zur Rede gestellt.“ sagte Alex leise und sah zu ihm auf. „Genaueres weiß ich nicht, aber als sie zurückkam, hat sie mit niemand darüber geredet und jeden mit einem Blick getötet der auch nur seinen Namen ausgesprochen hat. Kurz danach sind Mana und sie nach Japan gezogen.“
„Alex…“ Mana sah zu ihrer Cousine: „Das ist Isas Privatsache, warum erzählst du es Ati? Es geht ihn doch gar nichts an.“
„Er hat gefragt und sie kann doch nicht allen Ernstes alle Jungs aufgeben, nur weil der Stinkstiefel sie derart verarscht hat.“ zuckte Alex mit den Schultern und sah zur Tanzfläche. „Atemu! Du tanzt doch mit mir, oder?“ wechselte sie das Thema und packte ihn schon bei der Hand.
„Ich… also ich… bin… nich… gut …“ schluckte er unschlüssig. Tanzen war noch nie etwas gewesen das er gerb getan hatte, nur Tova-chan hatte ihn gezwungen einen Walzer, Foxtrott und Tango zu lernen, damit er mit ihr auf dem Abschlussball am Ende des nächsten Schuljahres gut aussah.
„Egal! Das ist Keiner! Bitte! Als Geburtachsgeschenk!“ bat sie ihn und sah ihn bittend an: „Glaub mir fast keiner da unten kann tanzen! Aber sich im Rhythmus bewegen, dass kann jeder!“
„Hey! Und was ist mit mir? Ich will auch mit ihm Tanzen!“ Mana stellte rasch ihren Drink ab und packte Aturos andere Hand.
„Das kannst du auch später! Mana, ich hab Geburtstag! Warum willst du ihn mir denn so kaputt machen?“ meine Alex und warf Mana einen traurigen Blick zu.
Mana setzte sich schmollend wieder hin…: „Ja ja! Immer ich… Ich halt die Plätze frei. Aber ich darf nachher auch mit ihm tanzen! Ich lass dir nur den Vortritt weil du heute 16 geworden bist.“
„Danke! Komm!“ noch bevor Ati den Mund aufbrachte lotste Alex ihn durch die Menschen, die Treppe runter und auf die Tanzfläche. Zu Atis Glück, war es aber so eng, das er sich nicht wirklich viel bewegen musste, aber dennoch kam er sich lächerlich vor. Vor allem wenn er sah, wie einige loslegten und die Aufmerksamkeit der anderen aus sich zogen. Alex gab sich auch jede Müde ihm zu zeigen, wie er tanzen sollte, aber nach einer halben Stunde gab er schlichtweg auf. Tanzen war definitiv nichts für ihn, aber das hatte er ja schon gewusst. Dennoch, wie sollte er Alex, an ihrem Geburtstag, diesen Wunsch abschlagen.
„Da seid ihr ja!“ Mana saß noch immer an ihrem Platz und hatte Gesellschaft von Robby bekommen: „Wo wart ihr so lange? Ich will doch auch noch mit Ati tanzen und es ist schon zehn Uhr.“
„Beruhig dich, ja? Wir bleiben doch noch länger und er wird später sicher noch Zeit für dich haben.“ winkte Alex ab und sah das Glas, das sie für ihre Cousine mitgebracht hatte. Es war noch immer voll. „Ist sie noch nicht zurück?“
„Nein.“ Mana schüttelte den Kopf: „Und Ati? Wie war das tanzen?“
„Ja, wie war es denn, einen Spitzenkörper, wie den meiner zuckersüßen Cousine, beim Tanzen, eng zu umschlingen?“ grinste Robby ihn frech an.
„Weiß ich nicht. Ich kann nicht tanzen…“ zuckte Ati mit den Schultern und versuchte den herausfordernden Ton, den Robby absichtlich angeschlagen hatte zu überhören und cool zu blieben. Er sah wie Robby unsicher aus seiner Bierflasche sah und überlegte.
„Dann hast du was verpasst, immerhin, wenn ich nicht mit Alex verwandt wäre, dann würde ich sie anbaggern.“ meinte er dann hinterhältig. Jetzt saß Ati in der Zwickmühle, wenn es das Falsche sagte, würde Robby über ihn herfallen, oder Alex wäre zutiefst verletzt, was auch dazu führen würde, dass Robby ihm die Hölle heiß machen würde. Aturo dachte eine Moment nach.
„Nun… wenn ich nicht eine feste Freundin hätte, würde ich vielleicht auch so darüber denken. Aber leider bin ich vergeben.“ meinte er letztendlich und schob ohne es zu merken Tova schon wieder wie ein Schutzschild zwischen sich ein Mädchen, dass ihn toll fand und vielleicht mehr von ihm wollte. Aber am Ende war es ja auch so, dass er Tova liiert war.
„Du hast eine Freundin?“ Alex sah ihn an und nur flüchtig zeigte sich ein Hauch von Ärgernis auf ihrem Gesicht.
„Ja, die nennt sich Tova, aber ist eine Kröte, lassen wir das! Ich will nicht daran denken, dass er so super Typ wie Ati an einem Mädchen hängt das nicht gut für ihn ist. Sie ist arrogant und einfach…“
„Mana!“ Aturo sah sie an: „Sie ist immer noch meinen Freundin, ja? Also bitte!“
„Hier!“ Alex war das Thema leid und hielt Aturo einen Drink hin: „Süßes oder Saures?“ fragte sie spitzbübisch und sah ihm in die Augen.
„Sauers…“ meinte Ati und Alex drückte ihm den Drink, einen Whiskey Sour, in die Hand und schnaubte einmal: „Du kannst das, oder?“
„Ich kenn was?“ wunderte er sich und trank einen Schluck, verzog aber das Gesicht, da es ihm nicht so ganz schmecken wollte.
„Süßes oder Sauers.“ sagte Robby. „Ist eigentlich nicht schwer, zu verstehen. Wenn du ein Mädchen küssen willst, dann frag sie Süßes oder Saueres und hast nur einen saueren Drink dabei. Wenn sie Süßes sagt, küsst sie einfach.“ klärte Robby auf und warf ihm wieder einen steckenden Blick zu.
„Toll und es ihr nicht passt, krieg ich Saueres in Form einer Backpfeife oder was?“ Ati setzte sich nun wieder hin und schüttelte den Kopf. Das waren ja interessante Dinge die man hier zu hören bekam.
„Das geht auch wenn du gefragt wirst, wenn sie dir gefällt und du Süßes sagt, kannst du sie auch küssen.“ dachte Mana nach.
„Ich glaub trotzdem, dass ich danach eine unverwechselbare Handschrift auf der Backe haben werde, wenn ich das mach. Meinen Freundin ist eh nicht da und ich hab nun mal was gegen Fremdgehen.“
„Gute Einstellung, Atemu. Fremdgehen sollte man nicht, dass ist schädlich für den Ruf und bei meiner Schwester bist du gleich unten durch.“ meinte Robby und leerte seine Bierflasche in seine Kehle.
„Da hat er Recht, das mag ich gar nicht!“ nickte Mana zustimmend.
Ati lächelte darauf nur. Er wollte ja nichts von Mana und daher war es ihm egal, was sie darüber dachte. Die Nacht schritt weiter voran und Robby verschwand wieder. Es machte Spaß mit Mana und Alex zu reden, aber auch der Alkoholpegel steig allmählich, aber noch war er halbwegs nüchtern.
„Ich mach mir allmählich sorgen…“ Mana sah auf die Uhr, es war schon elf, aber Isa hatte sich immer noch nicht wieder blicken lassen.
„Ich auch, wenn ich ehrlich bin. Ist eigentlich nicht ihre Art uns ohne ein Wort so lange sitzen zu lassen. Wo steckt sie nur?“ Alex sah auf die Tanzfläche, aber ihre Cousine konnte sie nicht sehen.
„Ich geh sie suchen.“ meinte Aturo und stand auf.
„Was? Ich komm mit!“ Mana sprang von ihrem Platz auf.
„Wir sollten getrennt suchen gehen, wir treffen uns dann wieder hier, ja?“ schlug Alex vor und sah zu Mana.
„Gut.“ Ati nickte und drängte sich von beiden Cousinen weg durch die Menge der Menschen.
~ End Kapitel 7~
Und jetzt bitte eien Kommi abgeben^^
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Hallo^^ ...*HEUL* Ich weiß nciht, aber ich hab das Gefühl das meine FFS gar ncih tmehr gelesen werden... Schreibt ihr mit kommis?? Ich würd die gerne mal weiterhochladen.
Ich freu mich schon^^^   |