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HollyvanMekeren 



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...   Erstellt am 11.10.2009 - 13:19Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wenn am 16. Oktober das Neue Museum nach über 70 Jahren auf der Berliner Museumsinsel wieder seine Pforten für Besucher öffnet, wird auch die logistische Glanzleistung des Großumzugs glücklich gestemmt sein.

Dann haben das Ägyptische Museum mit seiner Papyrus-Sammlung sowie das Museum für Vor- und Frühgeschichte erneut Einzug in ihr ursprüngliches Stammhaus gehalten.

Obwohl das Prinzip »weniger ist mehr« bei der Neupräsentation beherzigt wurde, so kann doch ein Drittel mehr Exponate als bisher gezeigt werden.

Der Leitgedanke: Die beiden Museen werden nicht mehr wie früher in allen Räumen streng voneinander getrennt, sondern in ein übergreifendes Ausstellungskonzept integriert.

Auch Teile der Antikensammlung sind einbezogen. Schließlich gehörten Ägypten oder Germanien einst zum Herrschaftsgebiet der Römer.

Nur wenige alteingesessene Berliner kannten das 1855 vollendete Bauwerk des Schinkelschülers August Stüler anders als in Gestalt einer dem Verfall preisgegebenen Kriegsruine. Nun ermöglichte das großangelegte Restaurierungsprojekt eine glanzvolle Wiederauferstehung, in Szene gesetzt von dem britischen Architekten David Chipperfield.

Architektur und Ausstellungskonzept gehen Hand in Hand. Chipperfield hat das Bodenniveau ins Obergeschoss angehoben und ermöglicht zugleich den Blick hinunter auf die »Archäologische Promenade«.

Das Tempelthema des Hofs spiegelt sich in Exponaten wie Baudekor.

An der Ostwand korrespondieren Wandbilder der ursprünglichen Raumdekoration, Ansichten der Tempel von Edfu, Philae und Abusimbel, mit Landschaftsbildern auf Reliefblöcken aus dem Sonnenheiligtum des Königs Ni-user-Re in Abu Gurob.

Nur das monumentale Ägypten mit dem Säulenhof des Pyramidentempeis des Sahure oder dem Tempeltor aus Kalabscha kann erst um 2025 im Pergamonmuseum den ägyptischen Part in der Präsentation der Monumentalarchitektur der Antike übernehmen.

Die Generalsanierung für das dritte Museum nach Bodemuseum und Altem Museum aber ist abgeschlossen.

Erstmals können wieder alle fünf Häuser der Museumsinsel gleichzeitig besichtigt werden. Das war zuvor nur in den Jahren 1930 bis 1938 möglich.

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