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MadameKaya ...
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...   Erstellt am 28.11.2005 - 14:53Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


CitoyenNE Moreau???? Ich kenn nur ihn , den General Moreau

Wer oder wie war die Dame? Hmmm ...wahrscheinlich streng republikanisch nehme ich an???

Danke Una für den Beitrag, leider habe ich mich in der Zeit geirrt .
Sie gehörte dann ja eher zur viktorianischen Ära.

Ja, Katja uns geht es wirklich gut , das stelle ich immer wieder fest wenn ich mich mit dieser Zeit beschäftige.
Übrigens hängt der Grad der Identifikation auch oft vom gelesen Buch ab, bzw. wie der Autor seine Figuren erschafft.
Ist die Figur lebensnah beschrieben , dann lese ich mich förmlich in eine andere Identität hinein.


[Dieser Beitrag wurde am 28.11.2005 - 15:03 von MadameKaya aktualisiert]





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Es gibt kein echtes Leben im Falschen...

Republicain ...
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...   Erstellt am 29.11.2005 - 07:50Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ist sie lebensfremd, dann wirkt es abstoßend.
Moderne Autoren meinen scheinbar teilweise, die Menschen des 18. Jahrhunderts lebtem im Dreck, aßen Dreck und kleideten sich nur in Lumpen, wenn man Filmen und Romanen folgt und einmal den König und den Hochadel ausnimmt.
In der Ausstellung "Merveilleux" im Musée Carnevalet waren einige Möbel aus dem Hause der Moreaus ausgestellt. Es hieß, es sei das schönste von Paris gewesen und der Salon der Madame Moreau einer der geistreichsten.
Neben und im Empire hinter großen Männern stehen fast immer geistreiche Frauen. Eine Ausnahme mag Madame Scarron, spätere Madame de Maintenant und Maitresse en titre des Roi soleil. Der Mann ein Satiriker und sie eine streng gläubige Frau, die selbst Louis XIV. angeblich zur Heirat zwang. Also gut Einfluss über andere Menschen schien sie gewinnen zu können. Aber die Person passt so gut nicht hierher.





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... Das Sturmläuten, das nun anheben wird, ist kein Alarmsignal, es bedeutet den Generalangriff auf die Feinde des Vaterlandes. Um sie zu besiegen, brauchen wir Mut, meine Herren, Mut und nochmals Mut; dann ist Frankreich gerettet.

Elisabeth 
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...   Erstellt am 29.11.2005 - 14:40Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


hm-
s'ist sehr interessant das Leben der Menschen von "autrefois " zu studieren ,aber bei aller Romantik,
unter den real existierten Damen ist keine dabei mit der ich freiwillig tauschte-
Verzichten auf (tägliche) Dusche, Haarfön,
auf moderne Schmerztabletten, Medizin.....

Sterben im Kindbett ,Sterben an simplen Infektionskrankeiten

( to be continued )













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der Unterschied zwischen Einbildung und Bildung besteht in Anstrengung und darin , daß man sich die Finger schmutzig macht .....

Una ...
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...   Erstellt am 29.11.2005 - 20:24Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Elisabeth schrieb

    hm-
    s'ist sehr interessant das Leben der Menschen von "autrefois " zu studieren ,aber bei aller Romantik,
    unter den real existierten Damen ist keine dabei mit der ich freiwillig tauschte-
    Verzichten auf (tägliche) Dusche, Haarfön,
    auf moderne Schmerztabletten, Medizin.....

    Sterben im Kindbett ,Sterben an simplen Infektionskrankeiten

    ( to be continued )

Ich glaube, keine der Damen würde wirklich tauschen wollen (ohne meine Kontaktlinsen? Ohne Antibiotika? Kontrazeptiva? Nein Danke)
Aber man kann trotzdem einige dieser Frauen für ihrer Persönlichkeit, ihren Mut, ihrer Intelligenz, ihren Ehrgeiz etc. bewundern, besonders wenn man bedenkt, dass dies zu dieser Zeit für Frauen eher nachteilige Eigenschaften waren.





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Elisabeth 
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...   Erstellt am 30.11.2005 - 08:02Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


aber klar doch ....
Frauen , die heutzutage was "anders machen " wollen, finden in den großen Damen der Vergangenheit Vorbilder ,man könnte sie fast schon "Mitstreiter " nennen.
Aber identifizieren ? Weiß nicht-
Je mehr moi gelesen hat ,desto unerreichbarer schien das: Weder lebe ich unter den ( thanks to god )gleichen Bedingungen , noch werde ich jemals über die finanziellen Möglichkeiten verfügen, die Bildung haben oder erreichen ,von den optischen Idealen ganz zu schweigen-
Aber Reenactment ist nicht blos eine Hülle:es muss von Innen nach Aussen wirken-Umgekehrt istS' unglaubwürdig und eben nur eine Verkleidung.

Die Konsequenz : Der Versuch,
mir vorzustellen, Elisabeth vor 200 Jahren zu sein
Es gelingt mir kaum für die Gegenwart
ich selber zu sein-ob es in der Vergangenheit klappt ?





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MadameKaya ...
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...   Erstellt am 06.12.2005 - 20:45Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ach je , Andre diese Ausstellung hätte ich auch gerne gesehen, ich war schon seit 4 Jahren nicht mehr in Paris.
Allerdings hatten die Moreaus ja nicht lange Freude an ihrem Haus

Zurück zum Thema:
Mit meinem heutigen Wissen, Lebensstandard und Ansprüchen wäre ich damals sofort in ein Kloster eingetreten. Alleine schon die Vorstellung von unzureichender Zahn und Körperhygiene, Syphillis, jahrelangen Schwangerschaften, beerdigten Säuglingen u .s.w. läßt mich grausen!!!

Was mich u.a.bei dem Thema Frauen im Empire interessiert ist die Situation der Franzosenliebchen in Deutschland
Mir fällt da das Beispiel von Caroline Schlegel ein..

Hier erstmal ihre Geschichte ( ich liebe solche Frauengeschichten

Als Tochter des Göttingen Orientalisten Michaelis gut erzogen und gebildet, heiratet sie mit 20 Jahren den Arzt Böhmer und kehrt nach vier Jahren als Witwe mit drei Kindern nach Göttingen zurück.
Nun erwacht ihr Bedürfnis nach Freiheit und Selbstbestimmung.
Von den Kindern blieb nur eine Tochter am Leben, mit der sie 1792 allein in das von den Franzosen besetzte Mainz ging und ein Leben nach eigener Regie führte.

In einer schwärmerischen Vostellung von Liebe und Freiheit gibt sie sich einem jungen französischen Offizier hin, von dem sie bald ein Kind erwartete.
Aber vorher verließ sie Mainz, wurde von den Preußen gefangen genommen, gelangte schleißlich unter dem Schutz der beiden Brüder Schlegel nach Leipzig und bekam dort einen Sohn.
Sie mußte ihn auf Verlangen ihrer Familie in Pflege geben und er starb bereits nach 1 Jahr.

Als Gattin August Schlegels ging sie nach Jena, wohin nach einigen Jahren auch Friedrich Schlegel mit seiner Frau Dorothea kam.

Carolines Ruf wahr so schlecht, das in Jena sofort von einer Liason a quatre gesprochen wurde.
Damit nicht genug:
Schließlich heiratete sie 1803 , nach einer diskreten Scheidung von Schlegel den 12 Jahre jüngeren Philosophen Schelling.

Caroline hat außer vielen Briefen und Tagebüchern nichts geschrieben.
sie sagte einmal das "man eine Frauenzimmer nur nach dem schätzt, was sie als Frauenzimmer ist".
Damit drückt sie die ganze Unsicherheit der gebildeten Frauen dieser Zeit aus.
Auf der einen Seite beseelte sie der Wunsch, die durch die französische Revolution geöffneten Freiheitstore zu durch schreiten, auf der anderen Seite hemmte sie die öffentliche Meinung und Caroline verbarg ihr uneheliches Kind so geschickt wie eine Frau aus der prüden viktorianischen Zeit.

Kein Gretchenschicksal, sie hat es nicht ermordet, sondern "nur" in Pflege gegeben , was allerdings nicht viel besser war.

[Dieser Beitrag wurde am 06.12.2005 - 20:48 von MadameKaya aktualisiert]





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Nanny ...
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...   Erstellt am 06.12.2005 - 21:36Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Für mich eine der wichtigsten Frauen dieser Zeit:
Mary Wollstonecraft (1759-1797). Zusammen mit Olympe de Gouges gilt sie als Begründerin der Frauenrechtsbewegung. Recht um Ausbildung, Recht zum Wählen, Recht auf Scheidung, Recht auf Mitsprache bei der Kindererziehung... Vieles was wir heute als Selbstverständlich ansehen ist für uns von Frauen wie diesen erkämpft worden.
Traurig ist nur, das ihre Tochter Mary Wollstoncraft Shelley heute bekannter ist als ihre Mutter: sie schrieb den "Frankenstein"

[Dieser Beitrag wurde am 06.12.2005 - 21:36 von Nanny aktualisiert]




Catherine ...
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...   Erstellt am 14.02.2006 - 12:21Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Auch eine interessante Frau:

Cornelia Goethe,
Schwester von Wolfgang Goethe.

Ich lese zur Zeit von Sigrid Damm die Biographie über Cornelia. Es ist erschreckend zu sehen, das Cornelia gleichberechtigt mit ihrem Bruder erzogen und gefördert wurde, um anschließend zurück in die Vorstellungen von "Frau-sein" gedrückt zu werden. Das sie damit nicht zurecht kam, ist einfach nur die logische Folge.





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"Ich were erstickt, wenn ich dieses nicht gesagt hätte" Liselotte von der Pfalz

britta 
Ast
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...   Erstellt am 14.02.2006 - 14:07Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wobei wir von unserem Frauenbild der aktuellen Zeitstellung nicht ausgehen dürfen!
Mit Sigrid Damm hast Du eine Autorin zur Hand, die wenigstens zu dieser historischen Distanz fähig ist, im Gegensatz zu vielen anderen Pseudo-Biographinnen, die gerne "uns aus der Seele schreiben"...und sich meistens über ihre Quellen ausschweigen bzw. Briefzitate zurechtschnippeln
Gender studies sind ein heikles Feld....

Keine Frage, die Rolle der Frau heute gefällt mir bei weitem besser als die vor ca. 200 Jahren, wenn ich an meine gesellschaflichen Wurzeln meiner direkten Vorfahren denke...ok, weiter zurück wirds ja wieder annehmbar, grins!

Nicht ohne Grund sind uns natürlich Frauen wie Wollstonecraft und Schlegel so sympathisch




Republicain ...
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...   Erstellt am 14.02.2006 - 14:17Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


oder Olympe de Gouge..., Frau Kaufmann, Maria Cosway, Vigée-Lebrun, Marguerite Gérard
und auch selbstbewusste
Mlle Poisson
(Man sollte mal auf ihre Konversation mit Herren höchsten Ranges achten!)





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