Robin  Registrierter Member

Status: Offline Registriert seit: 22.12.2005 Beiträge: 419 Nachricht senden | Erstellt am 21.12.2006 - 14:34 |  |
Neue Agentur geplant: Turbo für Arzneimittelzulassung
Berlin (ddp). Mit einer neuen Agentur zur Zulassung von Arzneimitteln will die Bundesregierung den deutschen Pharmastandort stärken. Das Kabinett beschloss am Mittwoch, die derzeit zuständige Bundesbehörde in die öffentlich-rechtliche, weitgehend selbstständige «Deutsche Arzneimittel- und Medizinprodukteagentur» (DAMA) umzuwandeln. Die Bearbeitungszeit für Zulassungen soll so von bisher durchschnittlich 17 Monaten auf künftig 7 Monate verkürzt werden. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) sprach von einer «zukunftsweisenden Entscheidung», die sowohl die Arzneimittelsicherheit erhöhe als auch der deutschen Zulassungsstelle in Europa wieder einen Spitzenplatz verschaffen solle. Derzeit liege Deutschland etwa bei der Auftragsvergabe durch die EU-Arzneimittelagentur EMEA nur auf Rang fünf. «Wir wollen im Wettbewerb aufholen und wieder zur Nummer eins werden», betonte Schmidt. Dies trage auch dazu bei, die 120.000 Arbeitsplätze der Branche in Deutschland zu sichern. Die Zulassungsverfahren sollen in der neuen Agentur entbürokratisiert werden. Die Kosten sollen künftig zu 100 Prozent über Gebühren gedeckt werden, die sich am späteren Umsatz der Medikamente orientieren. Der Bund soll nur noch für die Überwachung und Nutzen-Risiko-Bewertung der Arzneimittel nach der Markteinführung aufkommen. Diese werde durch ein neues System von Meldestellen unter Aufsicht der DAMA verbessert, sagte Schmidt. Das Management der DAMA werde zum Teil leistungsbezogen vergütet, um Spitzenkräfte zu gewinnen.
Was sind Medikamente?
Als Medikament oder Arzneimittel gilt im weiten Sinn jedes Mittel, das der Heilung oder der Vorbeugung von Krankheiten dient. In Deutschland werden alle Arzneimittel ausgiebig überprüft, bevor sie in den Verkaufsregalen der Apotheken stehen dürfen. Zudem ist ungefähr die Hälfte nur auf Rezept erhältlich (rezeptpflichtig). Für die Zulassung eines Arzneimittels gibt es umfassende Verfahren, bei denen sowohl die Wirkung und als auch die Nebenwirkungen untersucht werden. Im Beipackzettel kann der Patient die Wirkungen und die möglichen Nebenwirkungen einsehen.
In den Regalen der Supermärkte stehen mehr und mehr Produkte, die zwar wie ein Arzneimittel aussehen, rechtlich aber als Nahrungsergänzungsmittel eingestuft sind. Dazu gehören auch Vitamintabletten oder Gelatinekapseln. Sie versprechen eine besonders gesundheitsfördernde Wirkung. Für diese Mittel gelten keine derartig strengen Zulassungsvorschriften wie für Arzneimittel.
Letztlich gilt für alle Stoffe, die wir zu uns nehmen: Auf die Dosis kommt es an. Während die passenden Dosierungen unsere Gesundheit fördern, können zu große Mengen den Körper übermäßig belasten, sogar vergiften. Selbst bei Vitaminen sollte man vorsichtig sein. Auch eine Überdosis rezeptfreier Arzneimittel kann eine tödliche Wirkung haben!
Pillen schlucken: Wann und wie oft?
Grundsätzlich sollten Sie bei der Einnahme eines Arzneimittels die Patienteninformationen der Packungsbeilage und die Anweisungen des Arztes oder Apothekers befolgen.
• Die meisten Medikamente müssen regelmäßig in bestimmten Intervallen eingenommen werden, damit der Wirkstoff über den gesamten Zeitraum der Behandlung gleichmäßig im Körper verteilt bleibt.
• Bei einigen ist es wiederum wichtig auf Einnahmepausen zu achten, da sonst die Gefahr einer Überdosierung besteht oder weil der Körper das Arzneimittel ab einer gewissen Dauer toleriert und die Wirkung nachlässt.
• Manche Arzneimittel soll man vor oder nach dem Essen einnehmen. Leider ist diese Anweisung sehr irreführend und wird deshalb häufig missverstanden. Sie bedeutet in beiden Fällen, dass man diese Medikamente auf nahezu leeren Magen, also mindestens zwei Stunden nach der letzten und mindestens eine Stunde vor der nächsten Hauptmahlzeit einnehmen muss. Denn Nahrung kann diese Arzneien unwirksam machen. Ein wichtiges Beispiel dafür sind "magensaftresistente" Tabletten. Sie haben einen Überzug, der nur auf leeren Magen stabil bleibt. Dieser Überzug dient entweder dazu das Medikament vor der aggressiven Magensäure zu schützen oder aber den Magen vor dem Medikament.
• Es gibt aber auch Fälle in denen das Medikament mit einer Mahlzeit besser vom Körper aufgenommen wird. Patienten nehmen diese Medikamente direkt vor während oder direkt nach dem Essen ein.
Nebenwirkungen
Unter Nebenwirkungen versteht man nicht erwünschte, unzweckmäßige Wirkungen. Die in der Packung genannten Nebenwirkungen können zwar, müssen aber nicht auftreten, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente reagiert.
Die meisten Nebenwirkungen sind nicht ernsthaft und gegen nach einer Gewöhnungsphase oder nach Absetzen des Medikamentes wieder vorüber. Schwere oder bleibende Nebenwirkungen sind äußerst selten. Allergiker sollten aber die Packungsbeilage besonders gründlich lesen.
Sind ernsthafte Nebenwirkungen zu erwarten, sollte Ihr Arzt oder Apotheker Sie darüber informieren. Beraten Sie mit ihm, ob die Nebenwirkungen für Sie akzeptabel sind oder ob es Alternativen gibt. Medikamente sollten so ausgewählt werden, dass der Nutzen größer ist als die Risiken. Krankheiten haben meistens wesentlich größere Nebenwirkungen als Medikamente.
Gegenanzeigen
Eine Schwangerschaft oder bestimmte Erkrankungen können die Anwendung des Mittels von vornherein ausschließen. In manchen Fällen kann der Arzt Nutzen und Risiko für Sie als Patienten abwägen. Gegebenenfalls wird er auf ein anderes Medikament oder auf eine andere Behandlung zurückgreifen.
Wechselwirkungen
Verschiedene Medikamente können sich in ihren Wirkungen unterstützen oder beeinträchtigen. Daher müssen Sie auch unbedingt die Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten beachten.
Sie sollten immer die Namen der Medikamente kennen, die Sie einnehmen. Ihr Hausarzt oder auch der Arzt im Krankenhaus muss dies beachten, wenn er Ihnen neue Arzneien verschreibt. Auch der Apotheker braucht diese Informationen, um Sie umfassend beraten zu können. Schreiben Sie gegebenenfalls die Namen ihrer Medikamente auf einen Zettel den Sie immer bei sich tragen. Im Notfall können diese Informationen manchmal entscheidend sein.
Denken Sie daran, dass auch rezeptfreie Medikamente oder Vitamintabletten Wechselwirkungen verursachen können. Auch mit Lebensmitteln und Alkohol sind Wechselwirkungen möglich.
Auto fahren
Ein Medikament, das die Fahrtüchtigkeit oder das Bedienen von Maschinen beeinträchtigt, ist auf der Packungsbeilage entsprechend gekennzeichnet. Dabei handelt es sich häufig um beruhigende Arzneien oder stark schmerzstillende Medikamente. Generell ist bei einem Medikament, dessen Wirkungen dem Patienten noch nicht vertraut sind, Vorsicht geboten. Hier empfiehlt es sich, mit dem Arzt oder Apotheker zu sprechen. Sie können Ihnen sagen, ob Sie nach Einnahme des Arzneimittels noch fahrtüchtig sind oder nicht. Nach einer Gewöhnungsphase ist häufig auch wieder das Autofahren möglich.
Quelle: Netdok.
Das ist ein Freibrief für die Pharmaindustrie!!!!!!
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