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dergeissler ...

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...   Erstellt am 24.04.2008 - 14:35Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Diesen Text habe ich dieser Tage gelesen und ich hätte mal gerne eure Einschätzung dazu.

Träge, lustlos, lieblos, beinahe tot, ist atmen nur röcheln, Herzschlag nur untot ticken, fernab vom Leben. Eine Moorleiche hässlich und kalt, doch gar nicht mal alt, jung und vital begraben in Buche, im Finster der Erde, der Kiste im Wald. Kein Leben, keine Lust, keine Luft die ich atme, nur mein eigener Atem ist, schon seit Jahr’n dem Schicksal ergeben, doch plötzlich und zeitnah – grad eben – hörte ich Schritte ganz leise, kaum Tritte.
Als einziges der Sinne hörte ich diese Stimme. Holz knarzt und kracht. Mein Sarg, er wird heller, spür Sonne auf mir und erweckt weitren Sinn, durch Schlitze sie scheint und weil ich nicht tot bin, heb ich meine Hand, erinnre mich an das, was uns verband und verbindet, ist mir der Beweis, dass wer sich so liebt, sich auch irgendwie findet.
Doch davon später mehr, denn noch liege ich hier, fernab von Liebe, so fernab von dir. In der Box, in der Kiste, dem Sarg mit Beschlägen, die vor Rost schon zerfressen, wächst über mir Unkraut, mich Leiche vergessend so war mir, „so warm hier“ – hab’s lang nicht gesagt, hab’s lang nicht empfunden, vor Kälte, vor Klamm, vor Starre hier unten.
Ein weiterer Sinn, ich seh Sonne hier drin und tau in der Wärme und geb mich ihr hin, doch nicht zu vergessen gen Holz mich zu stemmen, zu pressen, zu drücken um mit aller Kraft dieser Frau mich zu zeigen, die mit aller Macht, durch Liebe im Herzen fürs „uns“ kämpft und Holz knarzt und kracht.
Es drückt feuchter Sand, durch Risse, durch Schlitze und langsam am Rand zieh’n sich die Nägel des Deckels empor und wie helle Blitze rinnt Sonne, rinnt Hitze ins Dunkel hervor.
Luft füllt sich mit Hoffnung, Raum teilt sich mit Frühling, ist noch voll von Morast und klirrender Kühle, doch nun sehe ich Finger an dieser Tür, die man Sargdeckel nennt. Du bist gleich bei mir meinen Körper zu bergen, mir Küsse zu schenken, die Seele zu wärmen.
Aus Kühle wird Milde, aus Dunkel Diffus. Schmutzige Finger vom Graben geschunden, die Meter zur Kiste durch Kraft überwunden, vom Willen und Wollen mich zu bergen getrieben, will nicht noch mehr und noch länger hier liegen und tret gegen Holz, es splittert und kracht, heute schaffen wir Tage und nie wieder Nacht.
Nägel brechen, der Deckel er hebt sich, Patchouli tritt ein, oh Liebste, ich seh dich, nur noch ein kleiner Moment, so endet die Nacht, du hebst den Deckel und Holz knarzt und kracht.

Dieser Text wurde bereits veröffentlicht und ist geistiges Eigentum von
Markus Bohl. Weiterreichen und Kopieren ist nicht gestattet und wird
Strafrechtlich verfolgt.

Die Genehmigung es bei Focour Literatur Forum einzustellen liegt mir vom Autor vor. Geissler

[Dieser Beitrag wurde am 24.04.2008 - 19:02 von focour aktualisiert]




focour 

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...   Erstellt am 24.04.2008 - 19:07Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo DerGeissler

der Text ist zu redundant, d.h. es sind viele Wiederholungen und Abschweifungen drin, manches widerspricht sich einfach, zum Beispiel: "Luft füllt sich mit Hoffnung, Raum teilt sich mit Frühling, ist noch voll von Morast und klirrender Kühle" .... Der Text sollte überarbeitet und gekürzt werden


focour





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contra torrentem

Judith7 
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...   Erstellt am 24.04.2008 - 20:38Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Mir ist es zu langatmig, die Sätze zu lang und zu viele Kommas. Ich mag solche Schlangensätze nicht, ich höre dann einfach nach dem dritten Satz auf zu lesen, weil ich mich langweile und es mir wie gestelzte Wichtigmacherei vorkommt. Vielleicht fehlt mir einfach der intellektuelle Zugang.





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... und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.

Rajabeat ...
Redakteur mit Ehrenstern *
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...   Erstellt am 25.04.2008 - 04:10Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich habe es dreimal gelesen, Geissler. Ein Viertesmal wird kaum was bringen, also mir gibts nichts.





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And in the end the love you take is equal the love you make

Rajabeat ...
Redakteur mit Ehrenstern *
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...   Erstellt am 25.04.2008 - 14:45Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Aber das Thema des "Gedichts" hat mich an die "Dunkelgrauen Lieder" von Ludwig Hirsch erinnert.
Vielleicht kennt es Markus Bohl. Wenn nicht, spiels ihm vor, Geissler - so macht man das.

http://www.youtube.com/watch?v=Ey2fDxvw … re=related





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Judith7 
Redakteurin
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...   Erstellt am 25.04.2008 - 15:09Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Raja, ich finde dieses Lied auch unglaublich gut und habe das meist in meinen Unterricht über Sterbebegleitung eigebaut.





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dieovonroissy ...

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...   Erstellt am 25.04.2008 - 16:11Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Auch wenn ich mich jetzt hier ins Abseits stelle, mir gefällt der Text. Ein aussergewöhnlicher Text den ich mehrfach gelesen habe. Für mich hat er Tiefe und Aussage auch wenn der Schreibstil recht ungewöhnlich ist, so glaube ich doch die Momentaufnahme des Schreibes nachvollzuiehen zu können. Für mich hat es etwas.




Rajabeat ...
Redakteur mit Ehrenstern *
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...   Erstellt am 25.04.2008 - 16:53Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Dagegen ist absolut nichts einzuwenden, Lady O.
Deswegen stehst nicht im Abseits, manche lesen Rosamunde Pilcher, andere Stephen King - gottseidank ist das so.





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