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fibroin  5000 Liter Wein
     

Status: Offline Registriert seit: 25.05.2004 Beiträge: 6084 Nachricht senden | Erstellt am 21.08.2009 - 20:27 |  |
Wenn die Schalen in der Maische ziemlich bleich oder farblos aussehen, dann kann da kaum was ausgelöst werden. Dann kannst du abpressen.
Signatur Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei. |
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Augustus 100 Liter Wein
  

Status: Offline Registriert seit: 08.05.2009 Beiträge: 245 Nachricht senden | Erstellt am 23.08.2009 - 16:30 |  |
...und noch ein Kilo Zucker drauf.
Komisch...irgendwie hatte ich mich gar nicht darauf eingestellt, so oft nachzuckern zu müsen. Aber gut, bei der Ansatzmenge kommt das natürlich hin, obwohl es mir gefühlsmäßig doch viel vorkommt.
Hab heute mal vorsichtig probiert. Schmeckt wie Bowle.
Sieht aber definitiv nicht so aus...
Nektarinengeschmack ist da, war säuerlich, schmeckte aber nicht völlig Zuckerfrei, obwohl da fast nichts mehr an Gas gekommen ist. Der Fruchtgeschmack ist eher mild, nicht so stark wie z.B. im Maracuja-Ansatz.
Alkohol habe ich nicht gemessen, die dickflüssige Pampe hätte das Vinometer verstopft. Ich würde ihn mal vorsichtig auf 5-7% schätzen.
Nächsten Samstag wird er abgepresst.
Signatur Im Wein steckt zwar manchmal die Wahrheit, selbige existiert aber auch trocken ;-) |
Augustus 100 Liter Wein
  

Status: Offline Registriert seit: 08.05.2009 Beiträge: 245 Nachricht senden | Erstellt am 26.08.2009 - 17:36 |  |
Und noch ein Kilo Zucker 
Signatur Im Wein steckt zwar manchmal die Wahrheit, selbige existiert aber auch trocken ;-) |
Augustus 100 Liter Wein
  

Status: Offline Registriert seit: 08.05.2009 Beiträge: 245 Nachricht senden | Erstellt am 29.08.2009 - 15:44 |  |
Heute den Saft von der Maische gepresst.
Dabei sind zwei erstaunliche Dinge zu Tage getreten, die ich noch nicht wirklich nachvollziehen kann.
Die Nektarinen haben sich in den zwei Wochen so ziemlich in ihre Einzelteile zerlegt. An der Oberfläche schwammen zwar noch etwa 2cm dick gröbere Fruchtstücke, der Rest war eher in die Gruppe der Schwebeteilchen einzuordnen. Der Weinling selber erinnerte mich von der Farbe und Konsistenz her mehr an Kokosmilch, also weißlich-trüb.
Das Pressen mit dem Pressbeutel ging eigentlich ziemlich stressfrei über die Bühne, die groben Stücke habe ich zwischen zwei Küchensieben erst einmal vorgepresst, den daraus entstandenen Saft dann duch den Pressbeutel gejagt. Den Trester selber habe ich danach am Ende nochmals im Pressbeutel ausgewrungen und hatte schlussendlich nicht mal einen Liter Obstreste übrig.
Als das Fass fast leer war, fand ich am Boden einen großen Teil (etwa eineinhalb Kilo) nicht aufgelösten Zucker. Dabei hab ich mit dem Fass täglich fünf Minuten Tango getanzt. Offensichtlich war das noch zu wenig.
Vielleicht ein Trübstoffproblem in der Maische?
Nach jedem Kilo Zucker blubberte die Maische zwei Tage lang richtig ordentlich los, um dann fast schlagartig wieder zu fast völliger Ruhe überzugehen. Auch durch schütteln stieg die Gasproduktion nur ganz kurzfristig wieder an.
Dabei ist der Weinling geschmacklich eher als trocken anzusehen...vielleicht sollte ich beim nächsten Mal doch etwas früher abmaischen.
Voller Sorge, dass der Ansatz in die Hose gegangen sein könnte hab ich dann mal Alkohol gemessen und Säure eingestellt. Er ist bei 12% Alkohol angelangt und hat ziemlich genau 7g/Liter Säure. Ich habe ihn dann so gelassen.
Im Ballon stehen jetzt 22 Liter Weinling, die heute Morgen nicht das geringste Bisschen an Aktivität zeigen wollten. Ich hab eine Stunde davor gesessen und den Luftdruckschwankungen im Gärrohr zugesehen.
Nicht ein Blubb. Keine Bläschen, gar nichts. Bin dann in meiner Verzweiflung wieder in die Küche, um das Fass zu säubern und hab mir noch mal den Zucker-Bodensatz genauer angesehen. Der gärte tatsächlich noch, man sah leichte Blasenbildung.
Ich hab mir dann mal 100ml davon genommen und zum Weinling in den Glasballon gegeben. Von meinem gerade laufenden Apfel-Met, der auch gerade bei 12% ist, hab ich auch 50ml abgezogen und zum Weinling gegeben. Jetzt, nach etwa drei Stunden hat sich eine Schaumdecke gebildet, und er gärt wieder.
Vielleicht hätte er auch von alleine wieder angefangen, ich weis es nicht.
Aber völlig ohne Sorge bin ich immer noch nicht...die Farbe!
Nach dem Abpressen hat er ein wunderbares Schweinchen-Rosa angenommen, duch die Trübstoffe sieht es jetzt eher wie ein Erdbeer-Milchshake denn wie ein Wein aus. Ich meine, geschmacklich ist er völlig in Ordnung, aber an diese Farbe muss ich mich erst noch gewöhnen 
Sollte er sich dann mal klären, kann ich mir das farbliche Resultat noch gar nicht vorstellen.
Warten wir es ab, jetzt füttere ich ihn erst einmal über die 15%-Marke, dann sehen wir weiter.
Liebe Grüße
Roland
[Dieser Beitrag wurde am 29.08.2009 - 15:47 von Augustus aktualisiert]
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Fruchtweinkeller  Administrator
         

Status: Offline Registriert seit: 29.03.2004 Beiträge: 13418 Nachricht senden | Erstellt am 29.08.2009 - 16:27 |  |
Durch das Abpressen hast du sehr viel CO2 ausgetrieben. Bis es im Gärrohr sichtbar blubbert muss die Lösung wieder eine Sättigung erreichen, das kann etwas dauern.
Durch den Trub erscheint ein Wein oft milchig-hell, das gibt sich 
Signatur Jede Null verzehnfacht das Problem.
(Graf Fito)
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Augustus 100 Liter Wein
  

Status: Offline Registriert seit: 08.05.2009 Beiträge: 245 Nachricht senden | Erstellt am 31.08.2009 - 09:28 |  |
Mittlerweile hat sich die Farbe vom Schweinchen-Rosa in ein sanftes Apricot gewandelt. Das sieht irgendwie appetitlicher aus 
Gestern haben sich die Trübstoffe bis zur 8-Liter-Marke abgesetzt, heute Morgen stand die Obergrenze bei 4,5 Litern, es scheint sich langsam zu komprimieren.
Die Gärung läuft schön gleichmäßig mit etwa 1 Blubb/sek., bezogen auf das etwa doppelte Volumen dieses Ansatzes würde ich es als gemütliche Gärung bezeichnen.
Er duftet übrigens ziemlich intensiv, es ist das erste Mal, dass wir den Geruch eines Weinlings im ganzen Raum wahrnehmen. Riecht aber nicht unangenehm, so ein wenig nach Kirschblüten und Pfirsichen. Und auch nicht besonders intensiv, aber wenn man von draussen reinkommt, riecht man es.
Frage an die Experten: Bringt es in Sachen Selbstklärung irgendwelche Vorteile, wenn ich jetzt noch etwas Antigel dazugebe? Damit sich das lockere Trüb vielleicht noch besser komprimiert?
Liebe Grüße
Roland
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Fruchtweinkeller  Administrator
         

Status: Offline Registriert seit: 29.03.2004 Beiträge: 13418 Nachricht senden | Erstellt am 31.08.2009 - 16:51 |  |
Kann man schwer vorhersagen. Das hängt davon ab wie viel Pektin "noch übrig" ist, und das kann man dem Ansatz nicht unbedingt ansehen. Im Zweifelsfall schadet ein kleiner Schluck aber nicht 
Signatur Jede Null verzehnfacht das Problem.
(Graf Fito)
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Augustus 100 Liter Wein
  

Status: Offline Registriert seit: 08.05.2009 Beiträge: 245 Nachricht senden | Erstellt am 12.09.2009 - 19:45 |  |
So, heute 15% Alkohol gemessen.
Geschmack sehr fein nach Nektarinen, aber furztrocken.
Optisch allerdings noch furchtbar trüb, farblich...na ja...apricot 
Also mal vorsichtige 500g Zucker drauf...und er blubbst wieder los.
Das dauert noch was 
Liebe Grüße
Roland
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Augustus 100 Liter Wein
  

Status: Offline Registriert seit: 08.05.2009 Beiträge: 245 Nachricht senden | Erstellt am 07.11.2009 - 21:03 |  |
Heute endlich von der Hefe abgezogen.
Er hat zeimlich lange gebraucht, bis die Gärung vorbei war.
Ein 15-Liter-Ballon voll mit dem geschwefelten Weinling und 3 1/2 Flaschen Sofortverzehr sind letztendlich dabei heraus gekommen.
Die Farbe ist mittlerweile ein sanftes Orange, ein wenig trüb ist er auch noch. Zwischendurch war er mal deutlich klarer, ich lass ihn jetzt mal bis Weihnachten stehen, vielleicht schenkt mir das Christkind ja einen Weinfilter 
Vom Geschmack her ist er fein geworden, ist noch ein wenig Schärfe drin, aber das schreibe ich dem alter und der Tatsache, dass die heute verkostete 1/2 Flasche noch ein wenig Tüb vom Bodensatz mitbekommen hat. Auf jeden Fall schmeckt man deutlich, was vorher im Maischeeimer war: Nektarinen. Er hat ein schönes, kräftiges Aroma und schmeckt schon ziemlich rund.
Würde sagen, Experiment ist gelungen 
Liebe Grüße
Roland
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